RIAS Medienpreis für fragwürdige Alaska-Klimawandel-Doku

Aus Stroh Gold machen. Das kennen wir nur aus Märchen. In der realen Welt könnte dies aber schon bald beim CO2 Wirklichkeit werden. Forscher arbeiten derzeit an Verfahren, das CO2 in Plastik umzuwandeln. Wäre toll, wenn es klappt.

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Jan Philipp Burgard, wurde für seine phoenix-Dokumentation „Alaska im Klimawandel“ mit dem RIAS Medienpreis am 17. Juni 2018 ausgezeichnet. In der Filmbeschreibung heißt es:

Auf den ersten Blick ist Alaska ein Abenteuerland, bekannt für seine Naturwunder. Doch auf den zweiten Blick ist Alaska auch ein US-Bundesstaat, der in besonderer Weise von den Folgen des Klimawandels herausgefordert wird. Die von Eskimos bewohnte Insel Shishmaref versinkt im wahrsten Sinne des Wortes nach und nach im Meer. Heftige Stürme und Erosion haben Häuser ins Meer stürzen lassen. Die Insel schrumpft jedes Jahr um mehrere Meter, in 30 Jahren wird sie voraussichtlich verschwunden sein. Der 19-Jährige Esau Sinnok ist in Shishmaref aufgewachsen und macht als Umweltaktivist auf das Schicksal seines Dorfes aufmerksam.

Bereits vor einem Jahr haben wir einen Kurzfilm des Autors zum selben Thema an dieser Stelle analysiert und kamen zu einem vernichtenden Fazit:

Jan-Philipp Burgard hat mit diesem Stück den seriösen Reportage-Journalismus verlassen und bietet Aktivisten und ihren fragwürdigen Interpretationen eine große Bühne. Burgard scheitert kläglich in der Disziplin Faktencheck. Wenn der Aktivist ihm erklärt hätte, dass auch das Ausbleiben des Weihnachtsmannes eine Folge des Klimawandels wäre, hätte er es sicher ebenso berichtet. Es fällt auf, dass Burgards Herangehensweise an das Thema leider kein Einzelfall in der ARD-Redaktion darstellt. Bereits mehrfach haben wir unkritische aktivisten-nahe Berichte an dieser Stelle bemängelt. Die ARD scheint dies nicht zu kümmern und fährt ihre plumpe Klima-Kampagne einfach stur weiter. Gegen eine beratungsresistente Redaktion ist kein Kraut gewachsen, insbesondere wenn es offenbar von ganz oben Rückendeckung für das Vorgehen gibt.

Ein Medienpreis von Aktivisten für Aktivisten. Eine Auszeichnung mit Geschmäckle…

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Der WWF wies kürzlich mit einer musikalischen Aktion auf ein reales Problem hin, das sich nicht weiter verdrängen lässt und unsere Aufmerksamkeit erfordert:

Mit Musik gegen das Insektensterben
Eine gespenstische Stille legt sich über unsere Wälder und Wiesen. Denn die Zahl der Insekten geht dramatisch zurück. Neueste Studien aus Deutschland zeigen: 75 Prozent der fliegenden Insekten sind bereits verschwunden. Eine ökologische Katastrophe, gegen die wir gemeinsam protestieren müssen. Mit lauten Tönen. Mit leisen. Und mit ganz besonderen. Die Karajan Akademie der Berliner Philharmoniker gibt in Zusammenarbeit mit dem WWF das erste Konzert, bei dem Insekten gemeinsam mit einem Orchester musizieren. Alle Einnahmen aus dem Verkauf dieser einzigartigen Komposition fließen u.a. in WWF-Projekte zum Erhalt der Artenvielfalt und der Förderung nachhaltiger Landwirtschaft – einer Grundvoraussetzung für das Überleben der Insekten.

Weiterlesen und Video beim WWF.