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Unguter Interessenskonflikt: Fridays for Future mit Aufsichtsratsvorsitzendem der DESERTEC-Stiftung verbandelt

Es ist wirklich schwer, Fehler zuzugeben. Dies betrifft insbesondere gesellschaftspolitisch sensible Themen wie den Klimawandel. Man erinnert sich an den November 2018, als eine fehlerhafte Studie zur Ozeanwärme Schlagzeilen machte. Kurz vor dem Jahreswechsel zog die Daily Mail Konsequenzen und löschte einen hierauf basierenden Artikel von ihrer Webplattform:

Clarifications and corrections
On 10th December we published an article with the headline ‘Is global warming WORSE than we thought?’ which included the results of a study published in the journal Nature that concluded the oceans have absorbed 60% more energy over the last 25 years than had been thought. The authors of this study have acknowledged that they cannot necessarily make that claim after errors in the data were found which means there is a much larger margin of error in the findings. The article has been removed, and we are happy to set the record straight.

So viel Ehrlichkeit würde man sich auch von deutschen Zeitungsverlagen wünschen…

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Jetzt brauchen wir ganz viele Psychologen. Eine ganze Jugend-Generation wurde zunächst in den Schulen mit Klimaalarm indoktriniert, jetzt wundert man sich, dass die Jugend voller Angst auf die Strasse geht und um ihr Klimaleben fürchtet. Einige der Jugendlichen weigern sich, mit ihren Eltern in die Sommerferien zu fliegen. Andere wiederum haben sich geschworen, niemals einen Führerschein machen zu wollen. Wiederum andere fordern die Ein-Kind-Politik in Deutschland einzuführen.

Zwischenzeitlich wurde nun bekannt, dass die angeblich so unabhängige Fridays for Future-Bewegung mit einer Stiftung verbandelt ist, nämlich der Plant-for-the-Planet Foundation. Sie sammelt Spenden für die Freitagsbewegung ein, die selber nicht steuerbefreit ist. Vorstand der Plant-for-the-Planet Foundation ist der Unternehmer Frithjof Finkbeiner. Er ist im Club of Rome engagiert und ist gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender der DESERTEC Foundation. Ein handfester Interessenskonflikt, denn Finkbeiners Dekarbonisierungs-Kampf bringt seiner grünen Stiftung große Vorteile. Werden die Jugendlichen hier letztendlich nur zu eigenen Zwecken von Erwachsenen instrumentalisiert? Übrigens: Der Klimaforscher Mojib Latif ist Präsident des deutschen Ablegers des Club of Rome. Es ist schwer zu verstehen, wie dies mit einem neutralen staatlichen Forschungsauftrag zu vereinbaren ist.

Übrigens: Pferde müssen wohl demnächst abgeschafft werden, denn sie sind ganz besonders schlimme Klimasünder. Süddeutsche Zeitung am 1. Januar 2019:

Das Pferd als Klimasünder

Ein Schweizer Unternehmen hat die Ökobilanzen verschiedener Haustiere untersucht. Dazu zählen etwa Fütterung, Behausung und Anschaffungen für das Tier. Besonders schlecht ist demnach die Umweltbilanz von Pferden. Die Haltung eines Pferds über ein Jahr entspreche der Umweltbelastung einer 21 500 Kilometer langen Autofahrt.

Artikel in der SZ lesen.

Das wird interessant, wenn bald die Cowboys zu Fuß durch die amerikanische Weite wandern müssen. Springreiter müssen demnächst selber über die Hindernisse hüpfen. Bei Kutschfahrten müssen die Fahrgäste dann reihum vorne anschnallen und ziehen. Die neue Kimawelt wird einfach großartig.

Das bringt uns zurück zu Frage, weshalb die Jugend so anfällig gegenüber den Klimapredigern ist. Vielleicht ist es der Niedergang der Kirche. Die jungen Leute wollen an etwas glauben, sich ein bisschen geißeln. Mal sehen, wie lange sie daran Gefallen finden. Spätestens wenn Sie nach Familiengründung samt 2 Kindern den Wocheneinkauf bei strömendem Regen per Lastenfahrrad transportieren müssen, werden vielleicht einige von ihnen in der Realität ankommen… Geben wir ihnen noch ein wenig Zeit, um diese Erfahrungen selber zu machen.

 

Stefan Aust: Grüne dürfen träumen. Doch wenn der Rest der politischen Klasse mit träumt wird es ernst

In der Welt am Sonntag erschien am 21. April 2019 ein Meinungsbeitrag von Stefan Aust, dem Herausgeber von WeltN24, in dem er den grassierenden Klimakatastrophismus kritisiert und eine realistischere Behandlung des Themas fordert. Welt-Abonnenten können den ausgezeichneten Beitrag hier lesen. Es lohnt sich. Im Folgenden bringen wir einige Auszüge aus dem Artikel, mit freundlicher Genehmigung des Autors:

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Klimawandel und Illusionen:
Grüne dürfen träumen

Von Stefan Aust

Sie sind die Vertreter des Guten auf dieser Welt und die Vertretung der Guten. Ihre Hymne, die bei allen Auftritten mitschwingt ist von John Lennon und heißt „Imagine“: Stell dir vor, er gibt eine Welt, die allen gehört… keine Gier, keinen Hunger, … du kannst mich einen Träumer nennen, aber ich bin nicht der einzige und ich hoffe, dass du eines Tages auch dazu gehörten wirst…

Nun gehören sie fast alle dazu, auch wenn Lennon damals noch nicht erträumen konnte, welche Hoffnungen und Ängste in den nächsten Jahrzehnten die Regie auf der apokalyptischen Horrorbühne übernehmen würden. Vom drohenden Weltuntergang durch den von Menschen gemachten Klimawandel hatte der gute John noch keine Ahnung, sonst hätte er die Abschaffung des CO2 vermutlich in seinen Song mit aufgenommen.

Alles eben zu seiner Zeit; vom „Töpfern für den Frieden“ über das „Lesen ohne Atomstrom“ bis zum „Stricken ohne Angst“ haben wir ja schon so einiges miterlebt. Aber ohne das große „End is at Hand“ – der Untergang naht, wir werden alle sterben – ist noch keine religiöse und politische Erweckungsbewegung ausgekommen. Jetzt haben die Schreckensträumer auch noch eine Ikone, die sechzehnjährige Greta, die gegen den Weltuntergang im menschengemachten Treibhaus konsequent freitags die Schule schwänzt und den guten Teil Europas in ihren Sitzblockadebann zieht.

[...]

Grün ist die Hoffnung, die Hoffnung auf eine bessere Welt. 

Niemand, der heute nicht Grün sein will. Auch die sogenannten etablierten Parteien stimmen ein in den Chor der Weltenretter. Weil aber Rettung nur angesichts des Unterganges ihre sinnstiftende Wirkung entfalten kann, muss zunächst die globale Katastrophe ausgerufen werden. Klimaforscher, die das Wetter nicht über mehr als fünf Tage einigermaßen sicher voraussagen können, sind sich bei größeren Zeitabständen von 20 bis 150 Jahren bombensicher. Langfristige Prognosen sind ja auch kurzfristig kaum zu widerlegen.

Ihre Klimamodelle funktionieren rückwärtsgewandt weniger genau, was kein Wunder ist. Hauptgrund für den weltmörderischen CO2–Anstieg ist ja auch die Industrialisierung – da müssen frühere Klimawandlungen logischerweise andere Gründe gehabt haben. Dass die Wikinger bei der Besiedelung von Grönland im 12. Jahrhundert weder mit klimaschädlichen Flugzeugen, Kreuzfahrtschiffen und Diesel-SUVs anreisten, ist ja historisch erwiesen. Insofern muss die Wärmeperiode (ca. um 1000  n.Chr.), die sie dazu veranlasste, ausgerechnet nach Grönland auszuwandern durch andere Faktoren hervorgerufen worden sein. Klimaforscher in Potsdam und anderswo sind heute todsicher, dass es sich dabei lediglich um eine regionale Besonderheit handelte. Weltweit sei es nicht wärmer gewesen als heute – was in gewissen Sinne sogar stimmt: die damalige Wärmeperiode war ähnlich wie die heutige, wenn auch ohne CO2.

Nun mag es unerfreulicherweise so sein, dass CO2, in Massen erzeugt durch das Verbrennen fossiler Energien seit der Industrialisierung, den Anteil von CO2 in der Atmosphäre von 0,03 auf 0,04 % gesteigert hat. Ob das einen globalen Temperaturanstieg von  ein, zwei, drei oder auch 10 Grad verursachen wird, hängt vom jeweiligen Klimamodell und den Zutaten ab, die Experten in ihre Computer einfüttern. Ob die Ergebnisse dann den drohenden Weltuntergang ankündigen oder nicht ist vor allem eine Frage des Glaubens an die eigenen Modelle. Was man vorne hineintippt, kommt meistens hinten wieder heraus.

Aber der Glaube versetzt bekanntlich Berge, vor allem wenn er scheinbar wissenschaftlich untermalt ist. Dass auch die unterschiedlichen Aktivitäten der Sonne ihren Anteil am Klimawandel haben könnten, passt nicht ins Bild und wird eher verdrängt. Es muss der sündige Mensch sein, der die Strafe des Klimagottes auf sich zieht, so wie die Geißler im 13. Jahrhundert angesichts der Pest eine spirituelle Massenbewegung kreierten, um die Welt vor dem Zorn Gottes zu retten.

Dennoch: Es ist ja besser, das richtige aus den falschen Gründen zu tun als das falsche aus den richtigen Gründen. Dass fossile Energien begrenzt sind, ist klar. Deshalb ist das Einsparen von Kohle, Gas und Öl richtig und notwendig. Und wenn die steigenden Preise manchem nicht ausreichen, seinen Konsum zu drosseln, dann soll ihm gern der Glaube an die Apokalypse beim Sparen helfen. Es macht die Sache aber auch nicht besser, wenn aus den richtigen Gründen das falsche getan wird. Ein Blick auf die offiziellen Zahlen hilft manchmal. Entscheidene Größe ist der Jahresverbrauch an Primärenergie, und der sieht in Deutschland (berechnet in dem Vergleichsmaßstab Petajoule) für 2018 so aus:

Mineralöl: 34,3 Prozent – weg damit, am besten durch Abschaffen des Autos. Öl aus Ländern mit zweifelhaften Regierungen und veralteten Geschlechterrollen zu importieren ist ebenfalls zu unterbinden. Genauso wie schmutziges Öl aus den Teersänden von Kanada.

Erdgas: 23,7 Prozent – jeder Kauf von Erdgas stützt Putin – also durch Liquid Gas aus den USA ersetzen, das allerdings nicht durch Fracking gewonnen werden darf.

Steinkohle: 10,0 Prozent – Ausstieg ist schon beschlossene Sache.

Braunkohle: 11,3 Prozent – Ausstieg ebenfalls beschlossen.

Kernenergie: 6,4 Prozent – Auslaufmodell.

Andere: 1,8 Prozent

Erneuerbare: 14,0 Prozent – die Zukunft!

Die große grüne Fantasie der sauberen Energieversorgung ist zum flächendeckenden Geschäftsmodell des gigantischen Abzockens von Subventionen geworden. Und diese werden vom Verbraucher bezahlt. Kein Wunder, dass Deutschland beim Strompreis europaweit ganz vorn liegt. Die Effektivität der Windräder ist dafür eher lau, hochbezuschusst und hochineffizient.

Windenergie trägt mit gerade mal 3,1 Prozent (2018, gegenüber 2,8 Prozent 2017) zum Primärenergieverbrauch bei. Dazu sind heute knapp 30 000 Windmühlen nötig. Bei einer Gesamtfläche der Bundesrepublik Deutschland von 357.386 Quadratkilometern kommt damit heute schon eine Mühle auf knapp 12 Quadratkilometer. Und nicht immer drehen diese sich – dafür muss eine gewaltige Reservearmee an konventionellen Kraftwerken in Bereitschaft gehalten werden. Oder man muss eben den Atomstrom aus Frankreich oder Tschechien importieren. Eine echte Luftnummer, bezahlt durch Mondpreise für Strom.

Wollte man – bei heutiger Technik – den Anteil der Windenergie etwa verzehnfachen, bräuchte man 300 000 Windräder, bei 100 Prozent Windenergie also etwa eine Million. Das wären dann auf jedem Quadratkilometer Bodenfläche in Deutschland knapp drei Windräder; in den landwirtschaftlichen Gebieten, den Wäldern, Bergen, Seen und Städten, überall. Bezogen auf die Bevölkerungszahl von gut 80 Millionen Bundesbürgern würde dann für jeweils 80 von Ihnen ein Windrad die Energie liefern.

[...]

Sicher aber ist: die Bürger und die Industrie werden jetzt im Wochenrythmus ermahnt, „endlich zu liefern“. Was, ist nicht ganz klar. Es wird nur teuer. So wie die Energiewende ja ohnehin ein Freudenfeuer des Geldverbrennens ist, wobei  zum Glück kein neues CO2 freigesetzt wird, denn man fackelt ja keine Geldscheine ab, sondern nur Buchgeld. Das geht auch deutlich schneller.

Währenddessen haben die 120 größten Kohlekonzerne der Welt gerade knapp 1.400  Kohlekraftwerke in 59 Ländern in Planung oder sogar schon im Bau. Weltweit sollen 83 neue Kernkraftwerke geplant sein. Von all diesen kann Deutschland dann ja irgendwann seine saubere Energie beziehen – Hauptsache der schöne Schein wird bewahrt – und man glaubt fest daran.

Grüne dürfen träumen, das gehört zu ihrer DNA. Sie dürfen sich auch in apokalyptischen Visionen gruseln. Doch wenn der Rest der politischen Klasse mit träumt wird es ernst. Und Gretas ansteckende Panik wird unser Problem.

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Ganzen Beitrag von Stefan Aust in der Welt hier lesen.

 

Klimaforschung muss endlich seriöser mit Interessenskonflikten umgehen

Peter Heller am 22. März 2019 auf Achgut:

Klimaschutz ist das erfolgloseste Konzept der Gegenwart

Seit drei Jahrzehnten steht der Klimaschutz ganz oben auf der politischen Agenda. Fünf umfangreiche Sachstandsberichte und viele weitere kleinere Studien hat der eng mit der UN-Bürokratie verflochtene „Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaänderungen“ IPCC in dieser Zeit erarbeitet. Auf zahllosen Konferenzen und Kongressen tobte sich die globale Klimadiplomatie aus. Mit der Klimarahmenkonvention, der Agenda 21, dem Kyoto-Protokoll und dem Pariser Abkommen wurden internationale Verträge geschlossen, in denen sich nahezu alle Staaten der Welt zu substantiellen Verringerungen ihres Treibhausgasausstoßes verpflichteten. 

Parallel bildete sich ein mächtiges Netzwerk aus Politikern, Wissenschafts- und Umweltaktivisten, Medien und Lobbyisten bestimmter Wirtschaftsbranchen, das die Meinungsführerschaft im Diskurs erlangte. Erfolgreich hämmerte man der Bevölkerung Emissionsminderungen als unabdingbar zur Vermeidung einer weltweiten Katastrophe ein. Skeptiker sehen sich an den Rand gedrängt, gar als „Leugner“ verunglimpft und neuerdings des Rechtsextremismus verdächtig. Was ermöglicht, ihre Argumente ungeachtet des Inhalts grundsätzlich zu ächten. Entsprechend wenig Gehör finden konträre Ansichten in der Öffentlichkeit, entsprechend gering ist ihr Widerhall in einer in großen Teilen trägen und uninteressierten Gesellschaft, die den Klimaschutz mehrheitlich vor allem deswegen gutheißt, weil nahezu alle Multiplikatoren ihr das einreden.

Hierzulande beispielsweise wehren sich die Wähler schon längst nicht mehr gegen ein Parlament, in dem eine übergroße Koalition aus Union, SPD, Grünen, Linken und FDP den erarbeiteten Wohlstand in planwirtschaftlichen Energie-, Verkehrs- und Agrarwenden versenkt. Man streitet dort mittlerweile nicht mehr darüber, ob man den Deutschen das Fliegen oder das Autofahren verbieten soll, sondern nur noch, wie es am effektivsten gelingt. Man fragt nicht mehr, ob eine Deindustrialisierung klug ist, sondern nur noch, ob diese mit einer Kohlendioxid-Steuer, mit einem Regime stetig verschärfter Grenzwerte oder besser mit einer forcierten Verteuerung und Begrenzung von Emissionsrechten beschleunigt werden kann. Man diskutiert nicht mehr, ob die Bürger Verzicht üben und Freiheitseinschränkungen hinnehmen müssen, sondern nur noch das Ausmaß und die Reihenfolge der dazu dienenden Regulierungen. Und Deutschland ist in dieser Hinsicht kein Einzelfall.

Weiterlesen auf auf Achgut

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Roger Pielke Jr. tritt für faire Regeln in der Klimadebatte ein, wie Western Wire am 6. Dezember 2018 berichtete. Finanzielle Verbandelungen mit der Industrie der Erneuerbaren Energien oder Aktivistengruppierungen sollten genauso offengelegt werden, wie Verbindungen in die konventionelle Energiebranche. Hier ein Auszug aus dem sehr lesenwerten Artikel:

University of Colorado Researcher Raises Questions Surrounding Conflicts of Interest in Climate Research

Lax standards of conflict of interest disclosures among climate scientists create “unnecessary vulnerabilities” and should be avoided, according to University of Colorado, Boulder professor and political scientist Roger Pielke, Jr. “You certainly don’t want advisors—scientific advisors—to have the perception, at a minimum that they’re receiving funding from those that they’re providing advice to,” Pielke told Western Wire.

[...]

Pielke pointed to Prof. Katharine Hayhoe, one of the lead authors of the just-released Fourth National Climate Assessment, who published an opinion piece in the Washington Post outlining the five myths about climate change she hears most frequently.  In her first point, Hayhoe took issue with comments that climate scientists are “driven by the money they receive” by former Senator Rick Santorum (R-Pa.) on CNN’s State of the Union. Hayhoe said she would work in a different industry if money were a primary concern but stated that she does for-profit “climate-focused consulting” while she is not teaching. She is the Founder and CEO of ATMOS Research & Consulting, whose listed clients include the Union of Concerned Scientists, Environmental Protection Agency, U.S. Fish & Wildlife Service, and Federal Highway Administration. Hayhoe did not immediately return a Western Wire email seeking comment.

[...]

The Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) did not have a policy in place until 2011, after concerns were raised about undisclosed business ties of former IPCC Chairman Rajendra K. Pachauri.  News reports at the time documented a variety of board posts and advising positions held by Pachauri in the banking, energy and sustainable investing sectors while he was acting chairman and oversaw the release of IPCC’s 2007 report.  Pachauri maintains that he did not reap direct financial benefit from these services, as payments went to the Energy and Resources Institute, a research organization he founded.

[...]

Pielke also says that there is an underlying sentiment that one side of the debate is inherently “good” while those questioning aspects of research and pushing for more stringent disclosure standards are “bad.” “There are good conflicts and bad conflicts so if you’re getting money from oil and gas you’re obviously conflicted. If you’re getting money from wind and solar you’re not. But that’s not how it works,” Pielke said.

Ganzen Artikel in Western Wire lesen.

Die Nature Fachpublikationsgruppe hat nun zum Glück die Daumenschrauben etwas fester angezogen. Autoren von Fachartikeln müssen seit Februar 2018 noch genauer ihre persönlichen Verflechungen angeben:

Nature journals tighten rules on non-financial conflicts

Authors will be asked to declare any interests that might cloud objectivity.

What makes a conflict of interest in science? Definitions differ, but broadly agree on one thing: an influence that can cloud a researcher’s objectivity. For some people, that influence can be money. But there are other influences that can interfere, such as institutional loyalty, personal beliefs and ambition.

Nature and the other Nature Research journals (including the Nature research and reviews journals, Nature Communications, Scientific Reports, Scientific Data, the Nature Partner Journals and the Communications journals) are taking into account some of these non-financial sources of possible tension and conflict. From February, authors of research articles, reviews, commentaries and research analyses will be asked (and expected) to disclose them (see go.nature.com/2ddg12z).

Weiterlesen auf nature.com.

Wenn gewisse deutsche Forscher also bei Veranstaltungen der Grünen auftreten, muss dies möglicherweise demnächst in einer Erklärung zu Fachartikeln eingeräumt werden. Nur so wird klar, welche versteckte Ziele ein Forscher möglicherweise verfolgt. In Berlin gibt es beispielsweise ein Institut, das sich Climate Analytics nennt. Hier wurden wichtige Papers zur Rechtfertigung des 1,5-Gradziels verfasst. Was ist das für eine Gruppe? Wenn man die Liste der Mitarbeiter durchgeht, findet man etliche personelle Greenpeace-Verflechtungen. Und siehe da, bei den Sponsoren ist sogar  Greenpeace explizit genannt. Amerikanisches Aktivistengeld scheint über die European Climate Foundation hereinzufließen.

Machen wir die Probe. Am 6. Juni 2018 erschien in Nature dieses Paper:

The many possible climates from the Paris Agreement’s aim of 1.5 °C warming

Am Paper als Coautoren beteiligt waren auch Friedrich Schleussner (Climate Analytics, kofinanziert von der European Climate Foundation und Greenpeace) und Ove Hoegh-Guldberg (vormals bei WWF und Greenpeace beschäftigt). Trotz notwendiger Lobbyismus-Offenlegung geben die Autoren vor, unabhängig  von Lobbyorganisationen zu sein. Im Abschnitt “Competing interests” erklären die Autoren:

“The authors declare no competing interests.”

Aktivisten-Wissenschaftler fliegen weiterhin unterhalb des Lobby-Radars und niemand stoppt sie. Die KalteSonne-Redaktion hat bereits zweimal den Editor von Nature daraufhin angeschrieben – ohne jemals eine Antwort erhalten zu haben.

 

Ifo-Institut München: CO2-Ausstoß batterieelektrischer Autos liegt über dem von Dieselmotoren

Man kommt aus dem Staunen nicht heraus. Nun hat doch tatsächlich eine Forschergruppe errechnet, dass Bitcoins ganz alleine das Pariser Klimaziel verfehlen lassen, ganz ohne Autos, Flugzeuge und Kohle. Irre. Hier die Arbeit von Mora et al. 2018 aus Nature Climate Change:

Bitcoin emissions alone could push global warming above 2°C
Bitcoin is a power-hungry cryptocurrency that is increasingly used as an investment and payment system. Here we show that projected Bitcoin usage, should it follow the rate of adoption of other broadly adopted technologies, could alone produce enough CO2 emissions to push warming above 2 °C within less than three decades.

Kommen bald Montagsdemonstrationen gegen Bitcoins?

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Stuttgarter Zeitung am 17. April 2019:

Studie aus Deutschland: Forscher sehen Elektroauto als Klimasünder
Elektroautos sollen einen deutlich höheren CO2-Ausstoß haben als Dieselfahrzeuge, sagt eine neue deutsche Studie. Der Tesla schneidet dabei besonders schlecht ab.

Elektroautos entlasten die deutsche Klimabilanz nach einer Studie des Kölner Physikprofessors Christoph Buchal nur auf dem Papier – in Wirklichkeit erhöhten sie den CO2-Ausstoß sogar. Sobald der CO2-Ausstoß bei der Herstellung der Batterien und der deutsche Strommix in der Rechnung berücksichtigt werde, belaste ein E-Auto das Klima um 11 bis 28 Prozent mehr als ein Dieselauto, heißt es in der am Mittwoch vom Ifo-Institut in München veröffentlichten Studie. Lithium, Kobalt und Mangan für die Batterien würden mit hohem Energieeinsatz gewonnen und verarbeitet. Eine Batterie für einen Tesla Model 3 belaste das Klima mit 11 bis 15 Tonnen CO2. Bei einer Haltbarkeit des Akkus von zehn Jahren und einer Fahrleistung von 15 000 Kilometern im Jahr bedeute allein das schon 73 bis 98 Gramm CO2 je Kilometer, rechneten die Studienautoren Buchal, Hans-Dieter Karl und Hans-Werner Sinn vor.

Weiterlesen in der Stuttgarter Zeitung

Hier die dazugehörige Pressemitteilung des ifo-Instituts:

Elektroautos kein Allheilmittel für den Klimaschutz

Elektroautos werden in den nächsten Jahren kaum einen Beitrag zur Minderung der deutschen CO2-Emissionen leisten, da die Einführung der Elektroautos nicht per se zu einer Reduktion des CO2-Ausstoßes im Straßenverkehr führt. Mit Erdgas betriebene Verbrennungsmotoren sind eine ideale Übergangstechnologie zu langfristig mit Wasserstoff oder “grünem Methan” betriebenen Autos.

Berücksichtigt man den heutigen Energiemix Deutschlands und den Energieaufwand bei der Batterieproduktion, liegt der CO2-Ausstoß batterieelektrischer Autos nur im günstigsten Fall knapp über dem eines Dieselmotors, ansonsten aber weit darüber. Das bestätigt eine neue Studie von Christoph Buchal, Physikprofessor an der Universität zu Köln, dem langjährigen ifo-Energieexperten Hans-Dieter Karl und ifo-Präsident a.D. Hans-Werner Sinn, emeritierter Professor der Universität München. Ihre detaillierten Berechnungen haben die Wissenschaftler anhand konkreter Beispiele eines modernen Elektroautos und eines modernen Dieselfahrzeugs durchgeführt. Neben dem CO2-Ausstoß der Batteriefertigung berücksichtigen die Autoren alternative Energiequellen für den Strom, um die Auswirkungen auf den CO2-Ausstoß der Elektroautors zu berechnen. Die Forscher zeigen, dass bei einem mit Erdgas betriebenen Verbrennungsmotor die Gesamtemissionen schon heute um ein knappes Drittel niedriger liegen als selbst beim Dieselmotor. „Langfristig gesehen bietet die Wasserstoff-Methan-Technologie einen weiteren Vorteil: Sie ermöglicht die Speicherung der überschießenden Stromspitzen des Wind- und Sonnenstroms, die bei einem steigenden Anteil dieses regenerativen Stroms stark zunehmen werden“, erklärt Professor Buchal.

Die Autoren kritisieren in ihrer Studie, dass der EU-Gesetzgeber die CO2-Emissionen von Elektroautos mit einem Wert von „null“ in die Berechnungen der Flottenemissionen einfließen lässt. Dies suggeriert, dass Elektroautos keine Emissionen verursachen. Neben dem CO2-Ausstoß bei der Fertigung ergeben sich aber in fast allen EU-Ländern erhebliche CO2-Emissionen durch die Beladung der Akkus mit Hilfe des Stroms aus dem jeweiligen nationalen Produktionsmix. Auch die Diskussion um die Elektroautos in Deutschland sehen die Autoren kritisch, da sich diese sehr stark auf batteriebetriebene Fahrzeuge konzentriert. Ein großes Potenzial haben aber auch andere Technologien, wie mit Wasserstroff betriebene Elektroautos oder mit “grünem” Methan betriebene Autos mit Verbrennungsmotoren. „Die Methantechnologie ist eine ideale Brückentechnologie von Erdgasautos, die mit konventionellen Motoren fahren, hin zu Motoren, die eines Tages mit Methan aus CO2-freien Energiequellen fahren können. Insofern kann man der Bundesregierung nur raten, im Sinn einer Technologieoffenheit auch die Wasserstoff- und Methantechnologie zu fördern“, betont Professor Sinn.

Publikation: Buchal, Christoph, Hans-Dieter Karl und Hans-Werner Sinn, “Kohlemotoren, Windmotoren und Dieselmotoren: Was zeigt die CO2-Bilanz?”, ifo Schnelldienst 72 (08), 2019 | Details | PDF Download

 

Die politische Klimawissenschaft: „Illi omnia experti“

Von Uli Weber

Bereits im Januar 2019 war hier auf KalteSonne unter dem Titel „Faktenwäsche?“ eine sehr eigenartige wissenschaftliche Veröffentlichung zur angeblich zunehmenden Gletscherschmelze thematisiert worden, und zwar mit dem völlig gegenteiligen

Ergebnis: Aus den Diagrammen A bis D von Bevis et al. (2019) lässt sich ableiten, dass sich der Masseverlust des Grönlandeises entgegen dem vorausberechneten Trend seit 2013 erheblich vermindert hat.“

Dort war nämlich ein eigenartiger Sprung in der Zeitachse von Diagramm „D“ zur Stützung der betreffenden alarmistischen Aussage aufgefallen, Zitat:

In Diagramm „D“ fällt weiterhin auf, dass die Residuen auf einer verkürzten Zeitskala lediglich bis Mitte 2014 dargestellt werden, anstatt dort den vollständigen Datensatz bis Mitte 2015 abzubilden.

Die fragwürdige Abbildung sieht folgendermaßen aus, man achte insbesondere auf die schwarzen Pfeile zwischen den Abbildungen (B) und (D) im Bereich der Zeitachse von (B):

 

Abbildung: Diagramme B bis D aus Fig. 1 von Bevis et al. (2019). Quelle: Michael Bevis et al.: Accelerating changes in ice mass within Greenland, and the ice sheet’s sensitivity to atmospheric forcing, PNAS published ahead of print January 22, 2019 https://doi.org/10.1073/pnas.1806562116 (Open access article distributed under Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivatives License 4.0 (CC BY-NC-ND))

 

Weiter hatten wir damals festgestellt: „Bei den Residuen in Diagramm „D“ fehlt also ein ganzes Jahr, obwohl die entsprechenden Daten für den Zeitraum von Mitte 2014 bis Mitte 2015 ja bereits in Diagramm „B“ abgebildet worden sind. Dieser Umstand wurde dadurch ausgeglichen, dass die Zeitachse in Diagramm „D“ auf die Zeitachse von Diagramm „B“ gestreckt und der Zeitsprung zwischen beiden Diagrammen von etwa einem Jahr durch schwarze Pfeile gekennzeichnet wurde.“

Es ist schon eine sehr eigenartige Situation, wenn eine fehlerhafte und höchst manipulative Abbildung zwar zur nichtkommerziellen Wiedergabe freigegeben ist, daran aber keine Veränderungen erlaubt sind, um sie korrekt darzustellen. Allerdings bietet moderne Software heute Funktionalitäten an, mit denen solche Probleme überwunden werden können, beispielsweise mit einem eigenen Overlay über der unveränderten Originalabbildung.

Wenn man nun einmal die Zeitskala der Residuen (D) auf die der Enteisungskurve (B) skaliert und die dort fehlenden Daten in einem separaten Overlay ergänzt, ergibt sich für den Zeitraum 2013/2014 keine „Pause“, sondern vielmehr seit 2013 eine eindeutige Massenzunahme für das angeblich immer stärker abschmelzende Gletschereis:

 

Abbildung: Overlay des Autors plus Originaldiagramm (D) aus Fig. 1 von Bevis et al. (2019) https://doi.org/10.1073/pnas.1806562116 (Merely changing the format never creates a derivative). Anmerkung: Das rote umrandete Overlay ist eine eigene Arbeit des Autors, die die fehlenden Daten aus Diagramm (B) von Bevis et al. (2019) lediglich graphisch wiedergeben

 

Die willkürliche Verkürzung einer vergleichenden Zeitreihe bei gleichzeitiger Dehnung der betreffenden Zeitskala, aus der dann eine entscheidende argumentative Schlussfolgerung abgeleitet wird, stellt kein zufälliges fachliches Versehen dar. Es konnte hier also eindeutig eine zielgerichtete Datenmanipulation zur Stützung einer alarmierenden Aussage nachgewiesen werden, die sich bei korrekter Darstellung der zugrunde liegenden Daten in ihr genaues Gegenteil verkehrt. Dem abschließenden Ergebnis aus „‚Faktenwäsche‘?“ ist demnach nichts hinzuzufügen:

Entwarnung, die Eisschmelze auf Grönland hat sich seit 2013 deutlich verlangsamt.“

Fazit: Das bekannte „illi omnia experti“ aus Caesars „De bello Gallico” bedeutet nicht etwa, dass die dort Genannten alle Experten gewesen wären, sondern vielmehr, dass jene lediglich alles versucht hatten. Und genau so ist das auch mit den klimapolitischen „Experti“, denn sie versuchen alles, um einer globalen Klimareligion zum Durchbruch zu verhelfen. Es handelt sich also gar nicht um Klimawissenschaftler, sondern um klimareligiöse Missionare – und sie missbrauchen die Glaubwürdigkeit der Wissenschaft geschickt als Vehikel zur Verbreitung ihrer Klimaideologie. Denn ausgerechnet die modernen Naturwissenschaften waren einstmals ein wesentliches Instrument der Aufklärung, die uns schließlich von einem streng religiös geprägten Absolutismus befreit hatte…

 

Wie viel Klimastaat?

In den Klimawissenschaften passieren Fehler, so wie überall. Eine neue Arbeit von Rasmus Benestad und Kollegen untersuchte jetzt, was die Zunft aus den Fehlern der Vergangenheit lernen könnte. Und gleich im ersten Satz unterläuft den Autoren offenbar ein blöder Rechenfehler…:

Learning from mistakes in climate research
Among papers stating a position on anthropogenic global warming (AGW), 97 % endorse AGW. What is happening with the 2 % of papers that reject AGW?

Den Rest des Abstracts ersparen wir ihnen, weil es sich um ein lupenreines Aktivistenpaper unter Beteiligung von bekannten Protagonisten wie Dana Nuccitelli und Stephan Lewandowsky handelt.

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Jasper von Altenbockum am 10. April 2019 in der FAZ:

Wie viel Klimastaat?
Ist der Klimawandel tatsächlich der Grund für neue Regeln – oder fungiert er nur als Vehikel für altbekannte Regelungswut? Im Poesiealbum des „Klimakabinetts“ sollte jedenfalls ein bestimmter Spruch zu finden sein.

Es ist in der Klimapolitik nicht immer ganz klar, was Henne, was Ei ist. Hat der Klimawandel dazu geführt, dass sich ganz bestimmte ordnungspolitische Vorstellungen durchsetzen? Oder sind es diese Vorstellungen, die den Klimawandel nur als Vehikel benutzen, um sich durchsetzen zu können? Der Klimawandel eignet sich deshalb so gut als Vehikel, weil er keine Nische unserer Existenz in Ruhe lässt. Das Netz der Politik, das ihn aufhalten soll, reicht von der Energiepolitik über die Landwirtschaft bis in die Gesellschaftspolitik, ja stellt sogar demokratische Willensbildung zur Disposition. Gut geeignet ist der Klimawandel auch deshalb, weil mit seiner Hilfe Untergangsvisionen heraufbeschworen werden können, die Skepsis, Widerspruch und Kompromisse als fahrlässig und unverantwortlich erscheinen lassen – siehe die Schüler-Demonstrationen. Gerechtfertigt ist angesichts des drohenden Weltuntergangs vielmehr alles.

Weiterlesen auf faz.net

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Die Basler Zeitung berichtete am 31. März 2019 über eine Schmährede von Roger Köppel über den Klimahype:

[...] Roger Köppel trat ans Rednerpult und thematisierte den Klimawandel. Das Thema stand nicht auf der Liste der geplanten Referate. Doch Köppels spontane Worte begeisterten die Massen: Rhetorisch geschickt machte er sich zuerst über den Klima-Hype lustig, um dann gleich anzuhängen, dass die SVP nicht gegen Umweltschutz sei. Man sei nur gegen jene, die den Klimawandel missbrauchten. «Gegen den Missbrauch der Kinder durch ihre links-grünen Lehrer», zum Beispiel. Schliesslich brachte Köppel den Schenkelklopfer vom SVP-Logo. Es sei das einzige grüne Logo, bei dem nicht rot zum Vorschein komme, wenn man daran kratze. Das sass. Tosender Applaus. Mit seiner Schmährede gegen den Klima-Hype sprach Journalist Köppel offenkundig vielen Parteigängern aus dem Herzen.

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Axel Burkart bespricht in Videos den Klimaalarmismus:

 

 

WWF liegt falsch: In Wirklichkeit lieben es Rentiere warm und hassen die Kälte

Immer wieder liest man, dass der Klimawandel die armen Länder am härtesten betrifft. Bob Tisdale hat auf WUWT die armen mit den reichen Ländern bzw. der Temperaturentwicklung verglichen. Das Fazit: Die Temperaturen haben sich in den armen Ländern in der Regel weniger stark geändert als in den reichen Ländern. Hier mit vielen Kurvenabbildungen nachzulesen. So richtig überraschend kommt dies nicht, da viele reichere Länder in mittleren Breiten liegen, wo die Erwärmung wegen der “polaren Amplifikation” stärker ausfällt als in den niederen Breiten…

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Bjorn Lomborg Ende November 2018 auf Shine:

Where’s the beef? Ask green campaigners

Christiana Figueres, the former United Nations official responsible for the 2015 Paris climate agreement, has a startling vision for restaurants of the future: Anyone who wants a steak should be banished. “How about restaurants in 10-15 years start treating carnivores the same way that smokers are treated?” Figueres suggested during a recent conference. “If they want to eat meat, they can do it outside the restaurant.” In case you have missed this development: Eating meat is fast becoming as repellant as smoking to many green campaigners. It is behavior to be discouraged or even banned.

That’s because your hamburger is being blamed for climate change. Meat production — especially raising cattle — emits methane and requires carbon-dioxide-intensive inputs. In the breathless language of recent reporting, a “huge reduction in meat-eating is essential” to avoid “climate breakdown.” I have been a vegetarian my entire adult life because I don’t want to kill animals, so I can empathize with the interest in promoting less meat in our diets. But I want to make sure the science is right. When you look beyond the headlines, those arguing for banishing meat-eaters from restaurants and calling on everyone to change their diets are often cherry-picking the data while ignoring basic facts.

Weiterlesen auf Shine

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Paz-online.de am 19. Dezember 2018:

Wilderer und der Klimawandel bedrohen wilde Rentiere
Die Zahl der wilden Rentiere sinkt. In den vergangenen Jahren ist ihre Zahl auf weltweit 2,9 Millionen Tiere geschrumpft. Den Rentieren machen Wilderei und der Klimawandel zu schaffen. [...] Die weltweite wildlebende Rentier-Population ist in den vergangenen 25 Jahren auf etwa 2,9 Millionen Tiere geschrumpft. Das teilt die Umweltstiftung WWF in ihrem neuen Rentier-Report mit. [...] Es gebe wahre Rentier-Massaker, sagt Eva Klebelsberg, Referentin für die Russische Arktis beim WWF Deutschland. „Die Geweihe werden zu Pulver verarbeitet und vor allem in China als Heilmittel verkauft. Zungen sind als Delikatesse gefragt.

Das wollen wir genauer wissen. Welcher Klimaparameter macht den Rentieren – neben den Wilderern – hier angeblich zu schaffen? Paz-online schreibt unter Berufung auf den WWF:

Darüber hinaus macht den Tieren der Klimawandel zu schaffen. Im arktischen Frühjahr ziehen die Rentiere mit ihren frisch geborenen Kälbern aus der waldreichen Taiga nach Norden in die baumlose Tundra. Viele Kälber sterben, wenn sie die eiskalten Flüsse durchschwimmen müssen – anstatt wie früher über das zugefrorene Wasser laufen zu können. An den Flüssen lauern zudem auch die Wilderer. Eisdecken auf dem Schnee (durch gefrorenen Regen) machen es den Rentiere schwer, Futter zu finden. Der WWF fordert daher auch im Sinne der Rentiere einen ambitionierten Klimaschutz, der das 1,5-Grad-Ziel einhalten kann.

Rentiere lieben die Wärme und hassen die Kälte, suggeriert der WWF. Aber stimmt das? Wir schauen in die vorindustrielle Vergangenheit und staunen: Das Gegenteil ist der Fall. Die Rentiere im arktischen Franz Josef Land hatten ihre größte Population dort vor einigen Jahrtausenden im Mittelholozän, als es dort etwa 1°C wärmer war als heute. Eine darauffolgende Kältephase löschte die Rentierpopulation damals aus. Nachzulesen bei Forman et al. 2000:

The Holocene occurrence of reindeer on Franz Josef Land, Russia
Reindeer are absent historically on the high Arctic islands of Franz Josef Land, Russia. However, shed antlers are common on unglaciated forelands on Hooker, Scot Keltie and Alexandra Land Islands in the archipelago. Radiocarbon dating of 19 new antler remains combined with seven ages reported previously demonstrate the presence of reindeer between c. >6400 and 1300 cal. BP. Reindeer probably occupied Franz Josef Land for much of the Holocene reflecting sufficient forage associated with summer air temperatures 1°C warmer than today and retracted glaciers and snowfields. A prominent neoglacial advance at c. 1000 cal. BP is coincident with inferred extinction of reindeer. Late twentieth-century warming and associated glacier retraction may provide environmental conditions for the immigration of reindeer to Franz Josef Land and other high Arctic areas, similar to earlier in the Holocene.

 

Alexander von Humboldt: Was würde er wohl zur heutigen Klimadebatte sagen?

Beitrag im schweizerischen Tagesanzeiger vom 15. März 2019:

Der erste Klimaschützer
Alexander von Humboldt hat unser Verständnis von der Welt revolutioniert. Ein Trip auf einen Vulkan in den Anden, wo er sich Erkenntnisse qualvoll erwanderte.

Alexander von Humboldt war einer der großen Naturforscher, das ist klar. Aber wie kommt der Autor des Berichts darauf, dass von Humboldt ein “Klimaschützer” gewesen sein könnte? Hat er bereits damals vor den Treibhausgasen gewarnt? Nein. Offensichtlich liegt hier eine gewollte Verwechslung vor, denn von Humboldt war viel eher Naturfreund, Umweltschützer und Naturforscher. Alexander von Humboldt wurde vor 250 Jahren geboren, da wird man noch mehr von ihm dieser Tage lesen. Aber ist es gerechtfertigt, ihn vor den aktuellen Klimahysteriekarren zu spannen? Der Autor des Beitrags tut letztendlich genau das, was schon andere vor ihm getan haben, nämlich von Humboldt für seine persönlichen Zwecke zu instrumentalisieren. Im Artikel heißt es:

Dort, wo [A. v. Humboldt] im 20. Jahrhundert überhaupt eine Rolle spielte, hat man ihn so umgedeutet, wie man ihn brauchte. Die Nationalsozialisten versuchten, ihn als Welteroberer und Herrenmenschen zu instrumentalisieren. In der DDR wurde er zum Vordenker des Sozialismus stilisiert. In Westdeutschland haben ihn viele als abenteuerlustigen Kräutersammler verkannt, dort stand er im Schatten seines staatstragenden Bruders und Bildungsreformers Wilhelm.

Der geistige Kurzschluss im Artikel könnte durch von Humboldts Gletscherforschung in Südamerika verursacht worden sein. Im Jahr 1802 untersuchte er z.B. Antisana-Gletscher in den ecuadorianischen Anden, zu dem es im Artikel heißt

Der Antisana-Gletscher ist allein in den vergangenen 20 Jahren um 350 Meter geschmolzen. Am Ende des Schneefelds stand die Berggruppe plötzlich vor einer fast senkrechten Wand, die es unmöglich machte weiterzugehen. Bevor Humboldt umdrehte, stellte er noch einmal seine Geräte auf. Das Quecksilber im Barometer zeigte 14 Zoll, 11 Linien an, er befand sich folglich auf 5407 Metern über dem Meeresspiegel.

Muss jeder Gletscherforscher automatisch ein Vertreter der Klimaalarmlinie sein? Nein. Denn die Rekonstruktionen der Andengletscher belegen auch bedeutende Rückzugsphasen in vorindustrieller Zeit, zuletzt vor 1000 Jahren zur Zeit der Mittelalterlichen Wärmeperiode. Nachzulesen z.B. in einer Klimakartierung von Lüning et al. 2019. Das pdf der Arbeit können Sie kostenlos hier herunterladen (frei verfügbar bis 30. Mai 2019).    

Der Artikel im Schweizerischen Tagesanzeiger schließt in einem schrägen Aktivistentonfall, den sich Alexander von Humboldt sicher verbeten hätte, wenn man ihn heute noch hätte fragen können:

In Zeiten, in denen weder der Multilateralismus noch der Multikulturalismus mehr selbstverständlich erscheint, steht der radikale Multilateralist und Multikulturalist Alexander von Humboldt plötzlich wie ein Prophet da. Und wenn selbst der Präsident der Vereinigten Staaten den menschengemachten Klimawandel leugnet, obwohl wir längst auf einen Klimanotstand zusteuern, dann wirken die zwei Jahrhunderte alten Schriften Humboldts auf alarmierende Weise aktuell.

In die Welt gesetzt wurde diese alberne Idee durch ein Buch der Historikerin Andrea Wulf, welches wie folgt im Wikipedia-Artikel über Humboldt zitiert wird:

„Durch Abholzungen war das Land dort unfruchtbar geworden, der Wasserstand des Sees war gefallen, und nach dem Verschwinden des Buschwerks hatten heftige Regenfälle die Böden von den umliegenden Berghängen gewaschen. Als Erster wies Humboldt darauf hin, dass der Wald die Atmosphäre mit Feuchtigkeit anreichern und kühlen könne – und sprach von der großen Bedeutung der Bäume für die Wasserspeicherung und den Schutz vor Bodenerosion.“

Er habe davor gewarnt, dass Menschen sich mit unvorhersehbaren Folgen für „kommende Geschlechter“ in die Natur einmischen. (Wulf 2016, S. 24.) Diese schwache Begründung für einen angeblichen “Klimaschützer” Humboldt wurde vor dem Tagesanzeiger schon von einigen anderen Publikationen aufgegriffen, z.B. der Welt und Bild.

Übrigens müssen die an diesen Artikeln beteiligten Journalisten durchaus realisiert haben, wie wenig überzeugend diese Charakterisierung von Humboldt begründet werden kann, und haben in allen drei Texten darauf verzichtet, genauer zu erklären, warum Humboldt der erste Klimaschützer gewesen sein soll. Ihnen genügte das Generieren einer reißerischen und irreführenden Überschrift, mit der sie billig ihre tagtägliche “Klimaalarm-Propaganda-Pflicht” erfüllen konnten.

 

Die Sonne im März 2019 und eine Umweltsünde im Namen des Klimas

Von Frank Bosse und Fritz Vahrenholt

Unser Zentralgestirn befindet sich im tiefen Minimum der Fleckenaktivität. Es dauert bereits 18 Monate an, seit dem Oktober 2017 stieg die mittlere monatliche SSN (für SunSpotNumber) nicht über 20 an. Im vergangenen Monat betrug sie 9,5 und war damit ebenfalls unterdurchschnittlich für den Monat 124 des Zyklus. Im Mittel über alle Zyklen wäre eine SSN von 30 zu erwarten gewesen, wir sahen also nur 33% davon.

Abb. 1: Die Fleckenaktivität des aktuellen Solaren Zyklus (SC) 24 (rot) im Vergleich zu einem mittleren Zyklus, errechnet aus den monatlichen SSN- Zahlen der bisher  vollendeten 23 Zyklen (blau) und der über weite Strecken recht ähnliche Zyklus 5.

 

Wie ordnet sich das gegenwärtige solare Geschehen in die systematisch beobachtete Vergangenheit seit dem Zyklus 1 mit Start im Jahre 1755 ein? Der Vergleich der Zyklen untereinander:

Abb. 2: Die Abweichungen vom Mittelwert (blau in Abb.1), aufsummiert über die Zykluslänge von nunmehr 124 Monaten. Der aktuelle Zyklus steht auf einem „gefestigten“ Platz 3 bei den Zyklen mit sehr geringer Fleckenaktivität.

 

Sehr deutlich sieht man den „Absturz“ seit der überdurchschnittlich aktiven Phase der Sonne zwischen Zyklus 17 (Beginn 1933) und dem Zyklus 23 (Ende 2008). Die große Frage betrifft wie immer die Zukunft. Die solaren polaren Felder gehen seit ihrem Höchstwert von 64 centi Gauss, die bis Juli 2018 gemessen wurden, allmählich zurück. Der festgestellte Maximalwert deutet auf einen kommenden im Vergleich zu SC24 leicht stärkeren Zyklus 25 hin, jedoch wird er wiederum unternormal stark werden. Wie lang könnte das Minimum noch andauern? Werfen wir einen Blick auf die Dauer der bisher beobachteten 23 Zyklen:

Abb. 3: Die Dauer in Monaten der bisherigen Zyklen. Der gegenwärtige Zyklus steht bei 124 Monaten, der Mittelwert beträgt 134 Monate.

 

Dem aufmerksamen Beobachter fällt auf, dass es einen Zusammenhang zwischen der Dauer eines Zyklus und der Stärke des folgenden (vgl. Abb.2) geben könnte. Dem ist tatsächlich so:

 

Abb. 4: Der Zusammenhang zwischen Dauer des Zyklus und der Stärke des Folgezyklus wenn man so vorgeht wie in Abb.2 erläutert. Je kürzer der einzelne Zyklus desto stärker der folgende. Der ermittelte Trend ist statistisch hoch signifikant (P=0,00014). Die Streuung der Einzelwerte ist trotzdem recht hoch.

 

Auf der Grundlage der recht sicheren Vorhersage (polare Felder) einer Stärke des folgenden Zyklus etwa vergleichbar mit dem SC 15, sagt der Trend aus Abb.4 eine Dauer des aktuellen Zyklus von 140 +-4 Monaten mit 95% Sicherheit voraus.  Das würde bedeuten, dass das Minimum noch 16 Monate, also bis August (Unsicherheit März…Dezember)  2020 andauern sollte. Jede Vorhersage ist schwierig wenn sie die Zukunft betrifft, wir sind jedoch in guter Gesellschaft von einigen Experten, die sage und schreibe 61 „Prädiktoren“ auswerteten.  Wir benutzten nur zwei.

 

Die Holzofen- Heuchelei

Die Angst vor der Klima- Katastrophe treibt schon mächtige Blüten. Fossile Brennstoffe sind des Teufels, sie erzeugen bei ihrer Verbrennung CO2 und das treibt unseren blauen Planeten früher oder später in Richtung Venus !  Es gibt nun neunmalkluge, die „fossil“ wörtlich nehmen und empfehlen, mit Holz zu heizen, das wäre ja „nachwachsend“ und lag nicht in der Erde. So zu lesen  beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa). Die Biomasse wird „zum Wohle des Klimas“ staatlich gefördert: Feuert mit Holz, und ihr werdet belohnt mit Fördermitteln. Sollte die Verbrennung von Holz dem Klima nutzen und der Umwelt gut tun?

In der Wissenschaft wird dies selbstverständlich stark  infrage gestellt.  Holz hat eine vergleichbar geringe Energiedichte und erzeugt pro kW  Wärme zunächst deutlich mehr CO2 als dies fossile Brennstoffe tun. Für dutzende Jahre erhöht sich also der CO2- Ausstoß ohne Not. Ehe gerodete Wälder so nachwachsen, dass sie ihrer Rolle als CO2- Senke (gesunder Wald bindet CO2 aus der Luft) im Kohlenstoffkreislauf umfänglich gerecht werden können, vergehen 40-60 Jahre. Anders ausgedrückt : bei einem 60 jährigen Baum, der gefällt und verbrannt wir, dauert es erneut 60 Jahre bis die Menge freigesetzten CO2 vom nachgepflanzten Baum wieder aufgenommen worden ist. Holzverbrennung ist also nicht klimaneutral, der CO2-Gehalt wird in den nächsten Jahrzehnten mehr erhöht als durch die Verbrennung von Braun-oder Steinkohle!

Darüber hinaus würde das Abholzen des symbolträchtigen deutschen Waldes sicherlich viel Widerstand in der Bevölkerung generieren. So wird für die Produktion von Holz-Pellets halt kräftig in Osteuropa  gerodet und das Holz hierher transportiert. Wie man es dort mit der Aufforstung hält, ist leicht vorstellbar. Systematisch wird also am Ende mehr CO2 erzeugt durch Abholzung und Schwächung der CO2- Senke Wald. Vielleicht sollte man diese einfache, in der Wissenschaft längst vollzogene Herleitung einmal dem „wissenschaftlichen Beirat“ der Bundesregierung vorlegen? Das wird wohl nicht viel nutzen. Denn eine ganze Industrie hat sich gebildet, die es sich mithilfe des Scheinarguments „Klimaschutz“ gut gehen lässt. „Agenturen“ preisen ihre Dienste an und zeigen, wie viel man sparen kann wenn man mit Holz heizt.

Dabei wird in Wirklichkeit nicht nur dem Klima geschadet, sondern vor allem der Umwelt. Jeder Holzofen ist eine staatlich subventionierte Dreckschleuder. Wurden die Vorgaben für Gas/Ölheizungen zu Recht immer strenger und die Emissionen reduziert, so ist dies mit Holzöfen praktisch nicht machbar. Sie erzeugen alle mehr oder weniger gigantische Mengen an Feinstaub, verglichen mit jeder anderen Heiztechnologie. Der empfohlene Einbau von Filtern etc. ist nur ein Feigenblatt, die Technologie an sich  ist dreckig.

Feinstaub? Klingelt es bei Ihnen weil Sie vielleicht im Zusammenhang mit Dieselabgasen sensibilisiert sind? In der öffentlichen Wahrnehmung sind es doch die Fahrzeuge, die stillgelegt gehören, damit wir gesund atmen können! Der Meteorologe und (wieder) Talkmaster Jörg Kachelmann warnt seit Monaten via Twitter vor Holzöfen, Kaminen usw. und prangert die krank machende Umweltsünde an. Wir wollten das überprüfen. In Berlin werden (noch) die Stundenwerte auch für Feinstaub veröffentlicht, in manchen anderen Regionen wurde das inzwischen eingestellt und man bekommt nur noch Tagesmittelwerte. Der Tagesgang ist aber das, was die Quelle von Feinstaub verraten kann. Wir haben auf besonders belastete (windstille) Tage geschaut:

Abb. 5: Der Tagesgang für Feinstaub an der Messstation Berlin- Friedrichshagen während der windstillen Tage 21.3.-23.3. 2019.

 

Hier ist völlig eindeutig, dass es der Verkehr kaum sein kann. Wenn alle zu Hause sind, nach 20:00 Uhr, steigt der Feinstaubgehalt an und  ist über Nacht so hoch wie zu keiner anderen Tageszeit. So ein Verlauf ist mit dem Autoverkehr nicht zu erklären! Viel wahrscheinlicher ist, dass die Kamine und Holzöfen angeworfen werden nach Feierabend und über Nacht kokeln.

Der Grenzwert für Feinstaub beträgt 50µg/m³ Luft und die Holzfeuerung machte an den betrachteten Tagen etwa 50% davon aus. Auch der Verkehr erzeugt Feinstaub, wenn aber die Hälfte schon von völlig unnützen Holzfeuerstellen erbracht wird, braucht man sich über Überschreitungen nicht zu wundern. Sie würden ohne Holzöfen kaum passieren. Der verstörte Dieselbesitzer müsste über Fahrverbote nicht besorgt sein. So aber zittert er vor der nächsten Klage der „Deutschen Umwelthilfe“, der die Gerichte regelmäßig mehr oder weniger unwillig folgen.

Wieso ist es ausgerechnet immer wieder die  „Deutsche Umwelthilfe“, die so um das Wohl unserer Atemluft besorgt ist? Sie ist beteiligt am Projekt „Clean Heat“, das sich für das Heizen mit Holz verwendet und darauf verweist, man könne dies ein bisschen weniger dreckig gestalten. Auf der einen Seite also werden die für die Atemluft insgesamt recht unwirksamen Fahrverbote für Dieselautos durchgedrückt, auf der anderen Seite am Fördertopf kräftig mitverdient. Und zwar zu Lasten der Umwelt, auf Kosten der Gesundheit aller! So ähnlich sieht es auch der unlängst erschienene Bericht der unabhängigen Kommission der Akademie der Wissenschaften. Sie schreibt unter Empfehlungen:

„Für die weitere Feinstaubreduktion ist nicht nur an den Verkehr zu denken. Es empfiehlt sich daher eine bundesweite, ressortübergreifende Strategie zur Luftreinhaltung, die neben Stickstoffdioxid sowie primärem und sekundärem Feinstaub weitere Schadstoffe und Treibhausgase aus allen Quellen berücksichtigt – darunter auch Landwirtschaft und Holzfeuerung.“ (S.9)

und:

“Die Zahl von Holzöfen hat aufgrund staatlicher Förderprogramme in den letzten Jahren stark zugenommen. Holzöfen (Einzelraumfeuerstellen) emittieren im Alltagsbetrieb häufig deutlich mehr Feinstaub als auf dem Typenschild angegeben. Dazu tragen unter anderem minderwertige Brennstoffe, falsches Anfeuern mit starker Rauchentwicklung und ein schlecht regulierter Verbrennungsprozess bei. Auch wenn nur noch emissionsärmere Öfen installiert werden dürfen und ältere Modelle stillgelegt werden, rangiert ihr Anteil an den direkten Emissionen von PM2,5 inzwischen deutlich über dem von Verbrennungsmotoren. Der Beitrag der Holzöfen zur Immission ist regional und saisonal stark unterschiedlich. In Wohngebieten mit vielen Holzöfen werden vor allem in den Abendstunden sehr hohe PM2,5-Immissionswerte gemessen. Über Feinstaub hinaus tragen Holzöfen auch zur Belastung mit Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) bei.“ (S.45)

Das ist wohl ziemlich eindeutig. Holzöfen verpesten die Umwelt mehr mit Feinstaub (deutlich gefährlicher als NOx) als Verbrennungsmotoren, auch wenn „emissionsärmere“ Anlagen installiert werden. Das ganze Holzheizgedöns ist klimatisch bedenklich wie oben gezeigt und eine einzige Umweltbelastung, die von skrupellosen Geschäftemachern verursacht wird. Unvollständige Verbrennung bei Temperaturen unterhalb 800 Grad generiert aus Chlorid im Holz Dioxine, dies gilt erst recht, wenn in der offenen Feuerstelle Abfälle auch noch kostengünstig „entsorgt“ werden. Das ist alles schon lange bekannt, nichts passiert. Ein neuer „schleichender“ Dioxinskandal?

Auch der Bericht der Akademie der Wissenschaften mit den klaren Worten zur Holzfeuerung ging durch viele Medien, leider ohne diese klaren Worte zu erwähnen. Auch in der aktuellen Berichterstattung über neue Forderungen des Umweltbundsamtes zur Reduktion von Feinstaub wird reflexartig auf Dieselfahrzeuge gezeigt, die größere und völlig unnütze Sünde jedoch mit keinem Wort erwähnt.  Wir holen das hier gerne nach.

Warum die Bundesregierung hier nicht entschlossen  handelt bleibt unklar. Auf die Einflüsterungen von naseweisen „Klimapäpsten“ hatte sie gehört. Nach Biogas aus Mais und Palmöl  (nicht CO2 -neutral) und dem Wahnsinn mit dem Biosprit aus Getreide, ist das der dritte Fall, wo es heißt: klimaneutral gedacht und Umwelt kaputt gemacht. Es wird Zeit, dem gemeingefährlichen Unsinn der Holzverbrennung ein Ende zu setzen. Wie wär es mit dem Ausstieg aus der Holverbrennung bis 2030? „Scientists for future“, bitte übernehmen Sie!

 

Potsdamer Erinnerungslücken bei der Klimageschichte

Der Deutschlandfunk arbeitet eng mit Vertretern der alarmistischen Klimalinie zusammen, so auch in einem Beitrag vom 29. März 2019, in dem der PIK-Mann Stefan Rahmstorf erklärt:

 „Da werden dann Dinge behauptet, dass es im Holozän, also in den letzten 10.000 Jahren schon mal global mehrere Grad wärmer gewesen sein soll als heute. Was einfach wissenschaftlich falsch ist. Und wenn man nach den Belegen fragt, kommen Standardbehauptungen der Klimaskeptiker, die schlichtweg falsch sind.“

Wer sich ein wenig in der Klimageschichte auskennt, muss bei dieser Rahmstorf-Aussage schmunzeln. Denn das sogenannte ‘Holozäne Thermische Maximum’ (HTM) vor 8000 Jahren war eine sehr warme Phase während der es an vielen Orten der Erde um ein oder mehr Grad wärmer war als heute. Die belegen eine Vielzahl von Fallstudien aus aller Welt. Eine globale Synthese hingegen gibt es noch nicht. Diese Lücke nutzt Rahmstorf geschickt und zitiert daher indirekt eine viel kritisierte Studie von Marcott et al. 2013, die eine nur geringe Erwärmung im HTM suggeriert. Jene Autoren wählten jedoch vor allem Studien aus den Meeresgebieten, während sie das Land weitgehend aussparten. Insofern ist Rahmatorfs Argument nicht stichhaltig, die Grundlage nicht belastbar.

Auszug aus der Informationsseite “Klimawandel in Deutschland“:

[Betrachtet] man den Referenzzeitraum auf die letzten 10.000 Jahre, so wird klar, dass es eine ganze Reihe von Warm- und Kältephasen in vorindustrieller Zeit gegeben hat. In der Wissenschaft wird hier von klimatischen Millenniumszyklen gesprochen, da sich die Änderungen im Takt von 1000-2000 Jahren ereigneten. Die Zyklen sind aus allen Erdteilen beschrieben worden und könnten zumindest einen Teil ihres Antrieb aus der schwankenden Sonnenaktivität beziehen. Andere Forscher nehmen einen klimasysteminternen Puls an.

Eine derartige Millenniumszyklik wurde auch in der sauerländischen Bunkerhöhle von einer Gruppe um Jens Fohlmeister nachgewiesen. Rhythmische Änderungen in den Sauerstoffisotopen in Tropfsteinen zeigen über die vergangenen 11.000 Jahre einen fortlaufenden natürlichen Klimawandel, bei dem das System zwischen warm/feucht und kalt/trocken schwankte (Abb. 1). Der Wechsel zwischen der Kältephase der Völkerwanderungszeit, MWP und Moderner Wärmeperiode ist in der Höhlenrekonstruktion gut erkennbar.

Eine besonders warme Phase stellte das sogenannte Holozäne Thermische Maximum (HTM) dar, das sich in der Zeit 8000-5500 Jahre vor heute ereignete. Kühl & Moschen 2012 rekonstruierten die Temperaturen dieser Klimaepisode für das Dürre Maar anhand von Pollen. Es zeigte sich, dass die Temperaturen in der Eifel damals um mehr als ein Grad über dem heutigen Wärmeniveau lagen (1990-2017, Abb. 1), bzw. fast zwei Grad, wenn man das kühlere Referenzintervall 1961-1990 zum Maßstab nimmt.

Die Juli-Temperaturen der Eifel lagen während des HTM bei 18,0-18,5°C, wohingegen an der nächstgelegenen Wetterstation Manderscheid im DWD-Referenzintervall 1961-1990 ein Juli-Durchschnittswert von 16,3°C gemessen wurde (Kühl & Moschen 2012). Temperaturen ähnlich dem heutigen Niveau wurden auch in einer Tropfsteinstudie aus der Hölloch Höhle in den Bayerischen Alpen für HTM und Mittelalterliche Wärmeperiode (MWP) nachgewiesen (Wurth et al. 2004).

Der Antrieb der bedeutenden vorindustriellen Temperaturschwankungen in Deutschland und anderen Teilen der Erde wird in der Wissenschaft noch diskutiert. Vieles deutet auf eine Beteiligung der Sonne sowie Ozeanzyklen hin. Hierfür spricht auch eine Studie des Geoforschungszentrums Potsdam (GFZ) zum Meerfelder Maar in der Eifel. Bei ihrer Analyse stießen die Forscher auf eine abrupte Klimaverschlechterung die vor knapp 2800 Jahren begann und fast 200 Jahre andauerte. Die Wissenschaftlergruppe um Celia Martin-Puertas konnte in ihrer Arbeit zeigen, dass die Abkühlungsphase zeitgleich zu einer solaren Schwächephase verlief.

 

Abbildung 1: Natürliche Klimaschwankungen im Sauerland während der vergangenen 11.000 Jahre, rekonstruiert auf Basis von Sauerstoffisotopenschwankungen (δ18O) von Tropfsteinen der Bunkerhöhle. Einheit in Promille der Sauerstoffisotope. CWP=Moderne Wärmeperiode (Current Warm Period), MWP=Mittelalterliche Wärmeperiode, DACP=Kälteperiode der Völkerwanderungszeit (Dark Ages Cold Period), RWP=Römische Wärmeperiode. Alterskala zeigt Jahre vor 1950 (Years BP, before ‚present‘=1950). Daten von Fohlmeister et al. 2012, heruntergeladen von https://www.ncdc.noaa.gov/paleo/study/20589

 

Gletscherschwund: Hätten Sie’s gemerkt?

Von Uli Weber

In der öffentlichen Klimadebatte arbeiten Wissenschaft und Medien offenbar eng zusammen. Ihre individuellen Beiträge sind zunächst eher harmlos und entwickeln ihre klimareligiöse Wirkung erst gemeinsam beim interessierten Betrachter, wenn vorsichtige wissenschaftliche Formulierungen auf steile Überschriften treffen. Die „Fridays for Future“-Schülerdemonstrationen erhalten nicht nur eine hohe mediale und öffentliche Aufmerksamkeit, sondern sie werden auch begleitet von immer neuen alarmierenden Berichten über Gletscherschwund und Meeresspiegelanstieg. Im Teletext von RTL wurde beispielsweise am 8. April 2019 gemeldet, „Gletscherschwund nimmt stark zu“:

 

Abbildung: Screenshot vom RTL Teletext am 8. April 2019 um 22:48 Uhr

 

Ein zunehmender Gletscherschwund ist zunächst eine sehr aufrüttelnde wissenschaftliche Aussage. Und diese Aussage ruft bei einem interessierten und wohlinformierten Bundesbürger sofort Assoziationen von schneefreien Hochgebirgen und überschwemmten Pazifikinseln hervor. Schließlich hat ja jeder von uns bereits in Medienberichten die unterschiedlichsten Bilder von abschmelzenden Gletschern und Überschwemmungskatastrophen gesehen, manch einer hat solche Ergebnisse oder Ereignisse sogar schon einmal selber direkt vor Ort miterlebt. Und wenn wir uns jetzt genügend gegruselt haben, dann schauen wir uns einmal die hier vermittelte Faktenlage etwas genauer an:

Aussage: Gletscherschwund nimmt stark zu

Meeresspiegelanstieg: 1 Millimeter / Jahr

Gletscherschwund: 335 Milliarden Tonnen Eis / Jahr

Überschlagsrechnung: Die Erdoberfläche ist zu 70,7 Prozent mit Wasser bedeckt, das sind etwa 361 Millionen Quadratkilometer, von denen allein etwa 321 Millionen Quadratkilometer auf die Ozeane entfallen. Und auf dieser Fläche steigt das Wasser nun um 1 Millimeter pro Jahr. Die Fläche von 321 Mio. qkm multipliziert mit 1mm Meeresspiegelanstieg ergibt ein jährliches Volumen von 321 Milliarden Kubikmetern, was bei 1Tonne (=1.000kg) pro Kubikmeter in etwa dem dort angegebenen jährlichen Gletscherschwund entspricht.

Das war’s auch schon, wenn also 335 Milliarden Tonnen Eis pro Jahr abschmelzen, steigt der Meeresspiegel global um einen Millimeter, basta! Wie gerade gezeigt wurde, ist diese Berechnung zwar richtig, aber völlig trivial. Es fehlt hier also jeglicher Beweis für die Kernaussage der obigen Horrormeldung, nämlich für einen stark zunehmenden Gletscherschwund.  

Aber es kommt noch viel schlimmer: Denn der natürliche Meeresspiegelanstieg wird üblicherweise mit knapp 2 mm /Jahr angegeben, Wikipedia nennt beispielsweise 1,7 mm/Jahr für den Zeitraum zwischen 1901 und 2010 und durchschnittlich 3,2 mm pro Jahr im Zeitraum von 1993 bis 2010. Die Angabe eines deutlich höheren 17-jährigen Durchschnitts zum Ende der Messperiode für einen 109-jährigen Durchschnittswert, der ja bereits denselben Zeitraum mit überdeckt, weist zunächst einmal auf einen vorliegenden Datenkonflikt hin.
Eine aktuelle Abbildung für den Meeresspiegelanstieg findet sich dann beispielsweise auf EIKE:

Abbildung zum Meeresspiegelanstieg aus dem Artikel „‚Klima-Status-Bericht-2018/19‘ : Klima-Alarmisten in Nöten !“ von Klaus-Eckart Puls am 9. April 2019 auf EIKE

 

Und nun wird auch klar, warum auf Wikipedia zwei Durchschnittswerte für den globalen Meeresspiegelanstieg angegeben werden, nämlich einerseits Pegelmessungen für den Zeitraum zwischen 1901 und 2010 und andererseits Satellitenmessungen für den Zeitraum von 1993 bis 2010; allerdings hatte man dort einfach „vergessen“, explizit auf den messtechnischen Unterschied zwischen diesen beiden Datensätze hinzuweisen und sich stillschweigend eines Äpfel&Birnen-Vergleichs bedient.
Dramatisch ist hier aber allein die Tatsache, dass die Wissenschaft seit mehr als zwei Jahrzehnten nicht in der Lage gewesen sein soll, die Diskrepanz zwischen Pegel- und Satellitendaten abschließend auszuräumen. Es wäre ein Zeichen von allerhöchster wissenschaftstechnischer Inkompetenz, wenn diese Differenz der Satellitenmessungen von etwa 100 Prozent gegenüber den langjährigen Pegelmessungen tatsächlich noch immer nicht aufgeklärt worden sein sollte. Und als einziger Grund dafür bietet sich die Vermutung an, dass der kürzere Datensatz systembedingt fehlerbehaftet ist; aber offenbar sind diese Satellitendaten mit 3,2 mm/Jahr so schön alarmierend, dass man eine solche Illusion für den zu missionierenden Durchschnittsbürger unbedingt aufrechterhalten muss…

Anmerkung: Der Autor hatte den Eindruck gewonnen, dass offenbar bei der Satellitenaltimetrie zur Meeresspiegelermittlung die Daten von zwei getrennten Meßsystemen zunächst addiert werden, was bei der Übertragung einer solchen Datenmenge zunächst ja auch Sinn machen würde, weil dadurch der Datenstrom halbiert wird. Allerdings müssten diese Daten an irgendeiner Stelle des weiteren Bearbeitungsweges dann noch durch „2“ geteilt werden, was aber anscheinend unterbleibt. Es könnte sich bei dieser Diskrepanz zu den Pegelmessungen also um einen ganz einfachen Bearbeitungsfehler aus der Frühzeit der Satellitenmessungen handeln, von dem man sich aus alarmistischen Gründen jetzt nicht mehr ohne Gesichtsverlust lösen kann. Dagegen kommt Thomas Wysmuller in seinem Vortrag auf der 12. Internationale EIKE-Klima- und Energiekonferenz (IKEK-12) am 23. und 24. November 2018 zu dem Ergebnis, dass in den Berechnungsmodellen für die Meeresspiegelermittlung aus Satellitendaten die glaziale isostatische Korrektur (GIA) mit einem falschen Vorzeichen angebracht wird und sich dadurch der Schmelzwassereffekt verdoppelt. Aber wie dem auch sei, eine korrekte Bearbeitung der globalen Satellitenmessungen würde in beiden Fällen deren aktuelle Ergebnisse zum globalen Meeresspiegelanstieg in etwa halbieren und damit auf die Größenordnung der langjährigen Pegelmessungen zurückführen.

Zwischenergebnis: Mit den Fakten aus der fraglichen RTL Teletext-Nachricht vom 8. April 2019 hätte sich der globale Meeresspiegelanstieg also aktuell halbiert oder gar gedrittelt, was die zugrunde liegende Veröffentlichung der „Forscher aus Zürich“ aber sicherlich so nicht vermitteln wollte.

Nach einiger Recherche konnte schließlich die Originalquelle für die Aussage aus dem RTL Teletext ermittelt werden. Es handelt sich offenbar um den NATURE- Artikel  von Zemp et al. (2019) „Global glacier mass changes and their contributions to sea-level rise from 1961 to 2016”. Dort heißt es im Abstract, Zitat mit Hervorhebungen:

Here we use an extrapolation of glaciological and geodetic observations to show that glaciers contributed 27 ± 22 millimetres to global mean sea-level rise from 1961 to 2016. Regional specific-mass-change rates for 2006–2016 range from −0.1 metres to −1.2 metres of water equivalent per year, resulting in a global sea-level contribution of 335 ± 144 gigatonnes, or 0.92 ± 0.39 millimetres, per year.”

Damit werden die Informationen aus der RTL Teletext-Nachricht vom 8. April 2019 zunächst einmal bestätigt, allerdings nur durch das 10-jährige Mittel im Zeitraum 2006–2016. Die Gletscherschmelze zwischen 1961 und 2016 soll dagegen einen Beitrag von 27 ± 22 Millimeter zum globalen Meeresspiegelanstieg geliefert haben; das wären für diesen Datensatz rein rechnerisch also 0,49mm jährlich, allerdings wegen eines verstärkten Anstiegs 2006–2016 mit einer deutlichen Tendenz zu noch geringeren Werten für den Zeitraum bis 2006 sowie einer völlig unsinnigen Fehlerschwankung.

Auffällig sind hier zunächst zwei völlig unterschiedlich lange Datensätze mit gleichem Enddatum, wie wir das ja bereits aus Wikipedia kennen. Zemp et al. (2019) wollen also einen Anstieg der Gletscherschmelze für den Zeitraum 2006-2016 gegenüber 1961-2016 ermittelt haben und bleiben dabei ausgerechnet den ihre Argumentation stützenden niedrigeren jährlichen Vergleichswert für den Zeitraum 1961 bis 2016 schuldig. Üblicherweise ist echte Wissenschaft immer bestrebt, eindeutig nachvollziehbare Beweise für eine konkrete Aussage beizubringen, und dazu gehören in diesem Fall nun einmal direkt vergleichbare Jahreswerte. Und anstatt die beiden benutzten Zeitreihen direkt auf einander abgestimmt zu haben und daraus dann ihre Argumentation schlüssig und reproduzierbar abzuleiten, heißt es bei Zemp et al. (2019), Zitat mit Hervorhebungen:

Although statistical uncertainty ranges overlap, our conclusions suggest that glacier mass loss may be larger than previously reported. The present glacier mass loss is equivalent to the sea-level contribution of the Greenland Ice Sheet, clearly exceeds the loss from the Antarctic Ice Shee, and accounts for 25 to 30 per cent of the total observed sea-level rise.”

Die Formulierung „our conclusions suggest“ heißt übersetzt „unsere Schlussfolgerungen schlagen vor (besser: legen nahe)“, und selbst die nachfolgende Kernaussage von Zemp et al. (2019) zur konkreten Gletscherschmelze bleibt dann noch im Konjunktiv. Im Bergbaumilieu würde man eine solch überschwere sprachliche Sicherheitsausrüstung als „zugebundene Hose plus Gürtel und Hosenträger“ bezeichnen. Nicht etwa die „vorgelegten Daten beweisen“ oder „weisen (wenigstens) darauf hin“, sondern persönliche „Schlussfolgerungen schlagen (eine Möglichkeit) vor“.

Am Ende stellt die Forschergruppe um Zemp also fest, ihre Schlussfolgerungen legen nahe, der Gletscherschwund könne größer sein als bisher berichtet – also ausdrücklich nicht, dass ihre Daten tatsächlich die medial verbreitete Schlagzeile beweisen, dass der momentane Gletscherschwund größer ist als bisher berichtet wurde.

Von daher ist den Nachrichtenmachern von RTL Teletext der Konjunktiv im Schlußsatz ihrer Meldung vom 8. April 2019 hoch anzurechnen, denn sie hatten die Kernaussage von Zemp et al. (2019) offenbar richtig verstanden – aber wer von den Lesern hat’s wohl überhaupt bemerkt oder gar zutreffend eingeordnet?

Abschlussfrage: Was unterscheidet seriöse Journalisten und Wissenschaftler von käuflichen Mietmäulern?

Antwort: !vitknujnoK reD  (<= hier bitte von rechts mit dem Lesen beginnen)

Am Ende dieser Analyse muss man nämlich feststellen, dass sowohl die Nachrichtenmacher als auch die betreffenden Wissenschaftler der interessierten Öffentlichkeit eine haarsträubend falsche Schreckensmeldung korrekt im Konjunktiv vermittelt hatten. Beide können also überhaupt nichts dafür, wenn ein alarmierter Betrachter zu der völlig irrigen Annahme kommen sollte, der globale Gletscherschwund würde tatsächlich stark zunehmen.

 

Vom Entstehen der Klimareligion

Lesenswerter Beitrag von Thomas Spahn am 7. April 2019 auf Tichys Einblick:

Es begann nicht mit Thunberg: Vom Entstehen der Klimareligion

Das Entstehen einer neuen Religion begann in einer Zivilisation, die aufgrund der moralischen Brüche ihrer Geschichte alle Voraussetzungen in sich trug, die neue Religion begierig in sich aufzunehmen.

Noch wirkt es eher satirisch, wenn Kritiker den Kult um die schwedische Autistin Greta Thunberg mit Heiligenverehrung vergleichen, wenn eine Scheinheilige wie Kathrin Göring-Eckardt Thunberg zu einer Prophetin verklärt und Skeptiker von einer „Klimareligion“ sprechen, der sich vor allem junge Menschen unreflektiert anschließen, dafür mit Vorsatz und als Zeichen ihres Widerstandes gegen was auch immer mit Segen ihrer Eltern ihre Ausbildung schwänzen.

Anhänger des neuen Kultes reagieren daher auch überaus gereizt, werden sie auf diese Entwicklung angesprochen. Dem Hinweis darauf, dass das Diktat der Klimarettung sich auf der metaphysischen Ebene religiöser Heilserwartungen bewege, wird mit Hinweis auf die vorgebliche Wissenschaftlichkeit der Klimaanalytiker begegnet. Nichts habe der Einsatz für den „Klimaschutz“ zu tun mit irrationalen Weltvorstellungen – alles hingegen mit einer wissenschaftlich-sachlichen Betrachtung der Wirklichkeit.

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Anfang Oktober 2018 stellte der IPCC seinen neuen Sonderbericht zum 1,5-Grad-Ziel vor. Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dass die Gutachterprotokolle und Antworten der Autoren gleichzeitig veröffentlicht werden, um die Qualitätssicherung des Berichts zu dokumentieren. Nicht so beim IPCC. Der ließ zunächst einmal genüsslich die Medienlawine abrollen. Selbst ein halbes Jahr nach Veröffentlichung des Berichts sind die Gutachterprotokolle noch immer nicht online, schauen Sie selbst (Stand 10.4.2019. Wir berichteten bereits hier an dieser Stelle.

Auch anderen ist dieser Transparenz-Mangel bereits aufgefallen. Am 3. April 2019 berichtete Izuru in seinem Blog über den Fall:

Half a Year

I’m a couple days early with this, but I wanted to get this posted so I don’t forget. Half a year ago (on October 7th, I believe), the IPCC announced the publication of its Special Report on Global Warming of 1.5°C. Along with this announcement was a major media blitz to get people to look at the report. In response to this, I asked a natural question, when would the IPCC release the draft versions of the report and the reviewer comments on those drafts? The IPCC had said it’d release that material when it published the report, but in response to my question, the IPCC said:

[...]

It’s now been about four more months, half a year since the IPCC engaged in its media blitz about the publication of this report, and the IPCC still hasn’t released any of the material it said it’d release when it published the report. Is the IPCC ever going to publish this material? If it doesn’t, would anyone care? I’m not sure. Nobody seems to care the IPCC blatantly lied during its media campaign.

*The changes go far beyond simple copy-editing, with entire paragraphs being changed, deleted or even created from scratch. Not only was this fact hidden from the public, no explanation has been provided as to how such changes are reviewed since there was no opportunity for outside reviewers to comment on them.

Ganzen Beitrag hier lesen.

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Beitrag von Winfried Wolf am 5. April 2019 auf den Nachdenkseiten:

Lassen Sie uns doch mal über Verkehr reden – Teil 3: Sackgasse Elektromobilität
Die Weltautobranche erlebte in jüngerer Zeit mehrere ökonomische und Glaubwürdigkeitskrisen. Ein Ausweg bot dabei immer: eine neue Reformidee. Katalysator. SwatchCar. Biosprit. Und jetzt das Elektro-Auto. Allen diesen „inneren Reformen“ der Autogesellschaft gemein ist: Am Ende wurden die Zahl der Autos auf dem Planeten erhöht, die Auto-Dichte in den Metropolen gesteigert, die Umwelt, das Klima und die Gesundheit von Hunderten Millionen Menschen stärker belastet. Dabei sind gerade die Versprechungen der „Elektromobilität“ tönern. Sie werden in zehn Jahren ebenso Schall und Rauch sein wie bei den Versprechungen, die es bei den vorangegangenen Reformideen gab.

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Mittlere globale Temperaturen steigen logarithmisch mit den CO2-Konzentrationen – nicht linear, wie vom IPCC behauptet

Von Otto Glinzer

Zuverlässige Extrapolationen in die Zukunft, ein wesentliches Anliegen der derzeitigen Klimaforschung, basieren auf der Fähigkeit, die bisherigen CO2-Konzentrations-bedingten Temperaturerhöhungen genau beschreiben und von natürlichen tempe­ratur­ver­än­dern­den Einflußgrößen wie Multidekaden-Oszillationen der Ozeane (im 20. Jahrhundert vor allem der AMO-Schwingung) unterscheiden zu können. Solche Überlegungen fehlen im IPCC-Report „Climate Change 2013 – The Physical Science Basis“ trotz seines Umfangs von 1550 Seiten. Auf Seite 60 wird der AMO-Einfluß abgetan mit den Worten the AMO is assessed with high confidence to have made little contribution to the GMST trend between 1951 and 2010 (considerably less than 0.1°C)“, und auf Seite 27 wird behauptet „Cumulative total emissions of CO2 and global mean surface temperature (GMST) response are approximately linearly related“.

Der IPCC setzt sowohl bei der Beschreibung der Gegenwart als auch bei seinen Zukunftsprognosen auf Simulationen, die er „model experiments“ (S. 79) nennt, obwohl für Dritte kaum nachvollziehbare Berechnungen aus Simulations-Modellen nichts mit echten physikalischen Experimenten und ihrer Aussagekraft zu tun haben. Nachvollziehbar und ohne Simulationen läßt sich aus den öffentlich zugänglichen Daten zu CO2-Emissionen, -Konzentrationen und mittleren globalen Oberflächen-Temperaturen herleiten, daß die globale Erwärmung nicht linear, sondern logarithmisch mit der atmosphärischen CO2-Konzentration (bzw. kumulativen CO2-Emissionen) zusammen­hängt.

 

Bild (a) zeigt, daß die mittleren globalen Temperaturen T um den vom IPCC behaupteten Zusammenhang T = m/1600 (m=kumulative CO2-Emissionen bis zum betrachteten Jahr) schwingen. Bild (b) verdeutlicht diese Schwingung durch Differenzbildung. Die Schwin­gung hat eine Periode von ca. 68 Jahren, schwingt aber nicht um die Null-Linie, sondern um eine schräg liegende Gerade, die durch gleitende Mittelwerte über die Periode der Schwingung erzeugt wurde.

In Bild (c) wurde die IPCC-Funktion T = m/1600 durch die logarithmische Funktion

(1) T = 3,1*ln(C/C0) (°C)

ersetzt, die 2017 ebenfalls den Wert 1°C angenommen hat (C=407 ppm, C0=295 ppm), als die kumulativen CO2-Emissionen 1600 Gt erreichten. Die dadurch erzeugte Multidekaden-Oszillation schwingt um die Null-Linie, und zwar vollkommen synchron zur „Atlantischen Multidekaden-Oszillation“ (AMO). Der AMO-FAQ-Seite der NOAA AOML Physical Oceanography Division kann man entnehmen, daß die AMO die globale Erwärmung überlagert, so wie es in Bild (c) verdeutlicht wird (grüne Kurve). Sie ist natürlichen Ursprungs und in Baumringen und Eisbohrkernen bis zu 1000 Jahre in der Vergangenheit beobachtbar.

Sowohl in Bild (b) als auch in Bild (c) ist zu erkennen, daß die Mittelwerte über je eine Schwingungsperiode von 68 Jahren (d.h. +-34 Jahre) – die bei einer gleichmäßigen Schwingung den Wert 0 haben müssen – ab ca. 1973 immer mehr ins Negative gehen. Darin kommt zum Ausdruck, daß neben der AMO auch die „Pazifische Dekaden-Oszillation“ (PDO) die globalen Temperaturen beeinflußt. In den 1990er Jahren ging der temperaturerhöhende Einfluß der AMO allmählich zurück, und die in einer negativen Phase befindliche PDO wurde dominant – siehe Publikation Steinman et al. (2015), in der die Erwärmungspause Anfang der 2000er Jahre ebenfalls auf die plötzliche Dominanz der PDO nach ca. 100 Jahren AMO-Dominanz in Zusammenhang gebracht wurde. Die rote Kurve der Perioden-Mittelwerte der in Bild (c) gelb dargestellten Multidekaden-Oszillation liegt zwischen ca. 1927 und 1973 exakt auf der Null-Linie; d.h. zwischen ca. 1895 und 2005 wurden die Temperaturmeßwerte von einer sehr gleichmäßigen Schwingung überlagert. Mittelwertbildung von Temperaturmeßwerten über je 68 Jahre eliminiert die überlagerte Schwingung, so daß man auf der Ebene dieser Periodenmittelwerte berechnen kann, welche Funktion mit welchen Parametern die globale Erwärmung optimal beschreibt: Es ist eindeutig der logarithmische Zusammenhang ln(C/C0) mit dem Faktor 3,1 +- 0,05 °c. Genaueres dazu findet man unter der Adresse cdatac.de.

Bild (d) zeigt das Ergebnis: Der von AMO und (ab 1995) PDO überlagerte logarithmische Zusammenhang beschreibt die mittleren globalen Temperaturen von 1855 bis heute sehr genau.

Formel (1) kann verwendet werden, um CO2-Konzentrationen Temperaturen zuzuordnen, die auf der Basis von Szenarien mit Hilfe des Bern Carbon Cycle Modells berechnet wurden. Das IPCC-Szenario RCP6.0 nimmt gleichbleibende Pro-Kopf-Emissionen von ca. 5 t CO2/Jahr an (den Wert, der seit ca. 1970 nahezu konstant blieb), beschränkt aber den Bevölkerungszuwachs bis 2100 auf 10 Milliarden. Unter diesen Umständen würde ca. 2045 die 1,5°-Grenze bei einer kumulierten CO2-Emission von ca. m=2750 Gt erreicht werden, und erst 2080 würde die 2°-Grenze bei m=4300 Gt geschnitten werden. Wenn man hingegen annimmt, daß weiterhin – wie seit 1970 – alle 12 Jahre eine Milliarde mehr Menschen auf der Erde leben, würde sich die Bevölkerungszahl bis 2100 fast auf 14,5 Mrd verdoppeln. Die 1,5°-Grenze würde weiterhin im Jahr 2045 bei m=2750 Gt erreicht werden, aber bereits 2070 würden 2°C globale Erwärmung gemessen werden (bei m=4200 Gt).

Der langsamere Temperaturanstieg infolge des logarithmischen Zusammenhangs verhindert also nicht das Überschreiten der in Paris propagierten 2°-Grenze; aber es bleibt mehr Zeit, sowohl für Gegenmaßnahmen als auch für Anpassungen an wärmeres Klima. Es besteht kein Grund zu Alarmismus und unüberlegtem Aktionismus.

„Klimaschutz“-Maßnahmen (wie der teure Verzicht auf CO2-Emissionen bei Energie-Gewinnung, Heizung, Verkehr usw.) haben eine ähnliche Problematik wie (einseitige) Abrüstung: Wenn nicht alle mitmachen, schwächt sich derjenige selbst, der in Vorleistung tritt, stärkt damit andere, verdrängt Emissionen in andere Länder, und für die Welt ist nichts gewonnen. Im Unterschied zum Abrüstungs-Dilemma gibt es jedoch eine Alternative: Verzicht auf CO2-Emissionen nicht als planwirtschaftlich durchgesetzte (Zwangs-)Maßnahme für einzelne Länder – was nichts bringt, weil fossile Energien dadurch für die Länder, die nicht mitmachen, konkurrenzlos günstig würden -, sondern als Folge einer Verdrängung vom Markt durch die Entwicklung billigerer und emissionsfreier Energiegewinnungsverfahren. Der Einsatz finanzieller Mittel für solche Entwicklungen wäre weitaus sinnvoller als die Finanzierung letztlich wirkungslosen und schädlichen Verzichts.

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Zuerst erschienen auf Climate Data Check

 

Die Greta-Frage: Sebastian Lüning im Interview bei JF-TV

Klimakrise oder Panikmache? Wieviel Klima macht der Mensch? Über diese “Gretchen-Frage” in der Klimadebatte führte Anfang April 2019 der JF-TV Filmemacher Marco Pino ein Interview mit dem Geowissenschaftler Sebastian Lüning, das passenderweise direkt vor dem Berliner Reichstagsgebäude stattfand. Hier das Interview:

 

 

Wenn Ihnen der Film gefallen hat, unterstützen Sie bitte den Filmemacher mit einer Spende via Paypal, denn das Thema bleibt spannend. Vielleicht in Zukunft mehr davon?

 

Aus Respekt vor den Schülerprotesten: Freitags alle Kohlekraftwerke abschalten!

Von Uli Weber

Hier bei uns verstopft der Kohlestrom das Stromnetz und deshalb kann dieses Netz nicht genügend alternative Energien speichern. Dadurch fällt wiederum die bereits fest eingepreiste CO2-Einsparung unserer EEG-Energiewende flach und Deutschland verfehlt seinen zwingend notwendigen Beitrag für das globale 1,5-Grad-Klimaziel. Nach Aussage der „Scientists for Future“ reichen die derzeitigen Maßnahmen zum Klima-, Arten-, Wald-, Meeres- und Bodenschutz bei Weitem nicht aus, um eine katastrophale Veränderung des 30-jährigen globalen Wetterdurchschnitts (= Klima) zu verhindern.

Und weil die Erwachsenen in den westlichen Industrienationen beim Klimaschutz völlig versagt haben, demonstrieren hier die Schüler jetzt jeden Freitag ganz spontan für eine klimagerechte Welt. Alle übrigen Schüler dieser Welt lernen inzwischen fleißig weiter, damit es ihnen später auch einmal so gut geht, wie diesen Schülern in den westlichen Industrienationen.

Also, liebe Kohlekommission, aus Respekt vor den „Fridays for Future“-Schülerprotesten sollten zukünftig an jedem Freitag die deutschen  Kohlekraftwerke abgeschaltet werden, denn dadurch können wir alle nur dazulernen:

 

 

 

 

Der Beipackzettel zu „RESPEKT am Freitag“:

Martin Rhonheimer, Professor für Ethik: Hört nicht auf die Klimapopulisten!

Ethikprofessor Martin Rhonheimer analysierte am 7. April 2019 in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung den Schülerklimastreik sowie die fragwürdige Verbandelung mit aktivistischen Klimawissenschaftlern. Absolut lesenswert:

Hört nicht auf die Klimapopulisten!

In der Klimafrage werden ständig Wissenschaft und Politik vermischt. Das ist gefährlich. Der Nobelpreis für Greta Thunberg wäre lächerlich. So sagt es Hans-Joachim Schellnhuber, Gründer des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung: Mit den Schülerstreiks für das Klima sei eine neue Epoche angebrochen. Es gebe nun zur Verhinderung, dass unser Planet gegen die Wand gefahren werde, einen „Schulterschluss zwischen der Wissenschaft und den Kindern, den Jugendlichen“.

[...]

Klimaforscher Schellnhuber erweist sich damit als politischer Agitator und das Ganze als eine sich selbst verstärkende Blase. Wenn, wie in den letzten Wochen geschehen, mehr 20000 Wissenschaftler – so viele Klimaspezialisten kann es allerdings gar nicht geben – sich mit dem Aufruf der Schülerin Greta Thunberg und der von ihr initiierten Klimastreik-Bewegung „Fridays For Future“ solidarisieren: dann ist das nicht nur ein absurder Tanz in einer gigantischen Blase, die immer mehr die öffentliche Meinung ergreift und, durch die Medien rückgekoppelt, sich dauernd selbst verstärkt. Es ist auch eine besonders bedenkliche Form von Populismus.

[...]

Verwerflich ist dieser Klimapopulismus, weil er Kinder und Jugendliche instrumentalisiert, die wie die meisten Bürger gar nicht imstande sind, die Zusammenhänge und Wahrscheinlichkeiten auch nur annähernd zu beurteilen. Sie werden von Wissenschaftlern aber dazu benutzt, um die in der Öffentlichkeit immer noch umstrittene und von vielen angezweifelte Behauptung eines weitgehend menschengemachten Klimawandels und einer durch die Politik zu verhindernden Klimakatastrophe einer weiteren öffentlichen Diskussion zu entziehen. Das ist der Wissenschaft unwürdig.

Leseempfehlung! Ganzen Artikel in der FAS lesen.

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Ebenfalls sehr gelungen ist ein Artikel von Wolfang Meins auf Achgut vom 6. April 2019:

Mit dem Panikorchester Richtung Eisberg

Dem Autor dieser Zeilen geht es ähnlich wie Greta Thunberg: Der Klimawandel lässt ihn einfach nicht los. Aber weder wartet auf ihn die Goldene Kamera noch gar der Friedensnobelpreis, was auch an den Fragen liegen mag, um die es hier geht.

Wie werden künftige Historikergenerationen das Phänomen Greta einordnen? Wie werden sie überhaupt den ganzen alarmistischen Rummel um Klimawandel, Klimakatastrophe und Klimarettung bewerten? Werden sie eine überzeugende Antwort auf die sich möglicherweise stellende Frage finden, wie es dazu kam, dass Deutschland ohne jeden äußeren militärischen Zwang und nicht etwa bloß freiwillig, sondern geradezu mit Begeisterung seine Energieversorgung und industrielle Basis ruinierte und schließlich mangels finanzieller Masse – verschärft durch vorhersehbare demographische Veränderungen, unkontrollierte Migration und Probleme, deren Existenz wir gegenwärtig noch nicht einmal erahnen – auch den Rundum-sorglos-Sozialstaat weitgehend abschaffen musste. Man wird sich dann gegebenenfalls fragen, welches Ereignis der point of no return war oder wann genau man in Berlin den Zug in Richtung Caracas bestiegen hat. 

Man wird sich auch fragen, wieso denn die zahllosen wissenschaftlichen Befunde und Alltagsbeobachtungen ignoriert, ja geleugnet wurden, die doch deutlich darauf hinwiesen, dass der Klimawandel sehr wahrscheinlich bei weitem nicht das ursprünglich befürchtete Ausmaß haben würde und der menschengemachte Anteil daran zwar vorhanden ist, aber in letztlich nicht maßgeblicher Größenordnung. Also, Fragen über Fragen und damit Zeit für zumindest einige Antworten. 

Historiker könnten später als mildernden Umstand anführen, dass Planen oder Prognostizieren von komplexen Situationen des Menschen Stärke eben nicht ist. Auch wenn das zweifelsohne zutrifft, ist dieses Argument stark zu relativieren. Denn wenn ein systematischer Knick in der Optik vorliegt, man alles durch die ideologische Brille wahrnimmt, helfen auch keine ansonsten noch so ausgefeilten prognostischen Anstrengungen, wie man anhand eines aktuellen Beispiels hier eindrücklich nachlesen kann.

Weiterlesen auf Achgut

 

Hans von Storch: “Selbst heute steht noch nicht fest, wie hoch genau der Temperaturanstieg ausfallen wird”

Das Drehbuch war so schön einfach gestrickt: Wissenschaftler, Fernsehmoderatoren und sogar die Bundeskanzlerin verbrüdern sich mit den klimastreikenden Schülern und sollten damit auch die letzten Zweifler an der großen gesellschaftlichen Klimatransformation überzeugen. Die plumpe Überzeichnung der Kampagne hat die meisten Bürger jedoch eher hellhörig gemacht: Erleben wir gerade eine der größten Hysteriewellen des noch jungen Jahrtausends? Da die Schüler selber noch gar nicht die Qualifikation für eine eigene wissenschaftliche Bewertung der Fakten besitzen, werden sie von außen beeinflusst und letztendlich gesteuert. Könnte es sein, dass wir eine Neuauflage des bekannten Märchens “Rattenfänger von Hameln” erleben?

Was wir nun brauchen, sind keine emotionalisierenden Latifs, Leschs oder Rahmstorfs, sondern vielmehr eine ausgewogene und nüchterne wissenschaftliche Darstellung der Fakten. Der Spiegel hat die Lücke erkannt und brachte bereits am 22. März 2019 ein hochinteressantes Interview mit dem Klimaforscher Bjorn Stevens, in dem er die großen verbleibenden Unsicherheiten der Klimamodelle beschreibt. Am 6. April 2019 hat der Spiegel in seiner Printausgabe nachgelegt und druckte ein ausgezeichnetes Interview mit dem Klimawissenschaftler Hans von Storch ab. Der Online-Text ist nur für Abonnenten zugänglich, der Gang zum Kiosk lohnt. Einige Auszüge:

Interview mit Klimaforscher Hans von Storch
“Die Welt wird deswegen nicht untergehen”

Die globale Erwärmung führt zu Alarmismus bei Forschern, sagt der Klimaexperte Hans von Storch.

[...]

VON STORCH: [...] selbst heute steht noch nicht fest, wie hoch genau der Temperaturanstieg ausfallen wird. Die Unsicherheiten sind nach wie vor beträchtlich. [...] Damals [in den Achtziger Jaren] ahnte man allenfalls, was auf die Menschheit zukommen könnte, aber es gab einander widersprechende Hypothesen zur Klimaentwicklung. Vergessen Sie nicht: Noch in den Siebzigern warnten viele Geologen eher vor einer neuen Eiszeit. Wahr ist, dass wir den Treibhauseffekt in der Theorie schon seit mehr als 100 Jahren kennen, doch galt er lange Zeit als vernachlässigbar. Denn Kohlendioxid allein macht ja gar keine große Erwärmung. Erst durch die verstärkende Rückkopplung mit dem Wasserdampf kommt es zu einem deutlichen Temperaturanstieg.

[...]

SPIEGEL: Sollten die Schüler, die derzeit freitags gegen den Klimawandel auf die Straße gehen, Grund zur Panik haben?

Storch: Nein. Wenn man das Problem lösen will, ist Angst ein schlechter Ratgeber. Gefüttert werden die Ohnmachtsgefühle leider auch durch jene Klimaforscher, die als Wahrheitsverkünder auftreten und vor der Apokalypse warnen. Solche Leute tun der Wissenschaft keinen Gefallen, weil sie die kritische Distanz zu ihrem Forschungsgegenstand aufgeben. Ein Forscher sollte seine Erkenntnisse stets als vorläufig präsentieren und muss bereit sein, sie auch über den Haufen zu werfen, wenn widersprechende Daten bekannt werden.

SPIEGEL: Gehen einige Forscher zu weit?

Storch: Ja. Ich habe den Eindruck, dass manche Kollegen den Politikern am liebsten haarklein vorschreiben würden, was sie zu tun und zu lassen haben, um die Welt zu retten. Das liefe auf eine Herrschaft der Experten hinaus und wäre vollkommen undemokratisch. Eine Gelehrtendiktatur würde zudem nicht zu besseren Lösungen führen, denn die meisten guten Wissenschaftler sind per se Fachidioten.

Ganzes Interview im Spiegel lesen.

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Für mehr Augenmaß in der Klimapolitik und eine stärkere Berücksichtigung der verbeibenden Modellunsicherheiten warb auch Sebastian Lüning am 3. April 2019 bei einem öffentlichen Fachgespräch vor dem Umweltausschuss des Bundestags. Lünings schriftliche Stellungnahme können Sie hier herunterladen (pdf hier).

 

 

Einen weiteren Video-Zusammenschnitt von Lünings Bundestags-Statements gibt es auf FMD’s TV Channel.

 

 

Prima Klima am Flughafen Genf

Bei der Forschung zum Klimawandel fallen oftmals „nebenbei“ Dinge auf, die, für sich allein genommen, meist nicht veröffentlicht werden. Dennoch sind sie interessant und lassen einen Blick „hinter die Kulissen“ zu. Dazu gehört z.B. die Erkenntnis, dass in den offiziellen (meist staatlichen) meteorologischen Institutionen auch nur mit Wasser gekocht wird. Will sagen, es ist interessant zu sehen, wie z.B. Klimadaten überhaupt zustande kommen. Und da fallen Dinge auf, die zum grübeln Anlass geben können. Hier gelangen Sie zu einem Beitrag von Hans-J. Dammschneider über die Messstation Genf/Schweiz: “Prima Klima am Flughafen Genf“.

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Die Hockeystick-Verwirrung sowie ClimateGate sind nun schon etliche Jahre her. Das Buch “The Hockeystick Illusion” von Andrew Montford ist Pflichtlektüre für jeden Kritiker des Klimaalarmismus. Wer es noch nicht getan hat, bitte unbedingt auf den Lesestapel legen.

Vor kurzem ist im Rahmen juristischer Informationsanfragen wieder ein ganzer Schwung an Klimaemail-Korrespondenz veröffentlicht worden. Aber so richtig großer Enthusiasmus will nicht aufkommen. Wer hat schon Lust, sich durch hunderte von alten Emails zu wühlen. Der Hockeystick ist sowieso schon tot und durch neuere Temperaturkurven abgelöst. Es ist zur Genüge bekannt, dass die bekannten Aktivistenwissenschaftler sich bemüht hatten, die vorindustriellen Wärmephasen kleinzurechnen. What’s new?

Wer trotzdem in die Korrespondenz von Michael Mann und Co-Autor Malcolm Hughes hineinschauen möchte, dem sei zunächst ein Artikel von David Schnare auf WUWT vom 10. Dezember 2018 empfohlen. Um es gleich vorwegzunehmen, bei Hughes handelt es sich um einen grundsoliden Wissenschaftler, wie Schnare feststellt. Insofern lohnt es sich eher beim damals jungen Kollegen Michael Mann hinzuschauen, der zur Zeit des Hockeysticks Doktorand war. Thema unter anderem “Hide The decline”. Hierzu passend der folgende Song:

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Eine gute Frage: Wie sollen Arbeitgeber mit kriminellen Klimaaktivisten umgehen, die sich über Gesetze hinwegsetzen und mit der Polizei in Konflikt geraten sind? (siehe Beitrag auf WUWT).

Möglichkeit A: Wohlwollend darüber hinwegsehen. Die Gesetzesverstöße wurden ja begangen, um die Welt zu verbessern

Möglichkeit B: Disziplinarische Maßnahmen, bis hin zur Kündigung, im Falle besonders starker Gesetzesverstöße.

Was meinen Sie dazu?

 

Verbleibende Unsicherheiten in der frühen Sonnenfleckenhistorie

In der Frühphase der Sonnenfleckenbeobachtung gab es leider einige Datenlücken, so dass der genaue Verlauf etwas unsicher ist. Das Southwest Research Institute untersucht diese Lücken und gab hierzu am 10. Dezember 2018 die folgende Pressemitteilung heraus:

Solar activity research provides insight into sun’s past, future

Andrés Muñoz-Jaramillo of Southwest Research Institute and José Manuel Vaquero of University of Extremadura have developed a new technique for looking at historic solar data to distinguish trustworthy observations from those that should be used with care. This work is critical to understanding the Sun’s past and future as well as whether solar activity plays a role in climate change.

“Scientists have been monitoring solar activity since Galileo made the first drawings in 1612 by counting sunspots and groups of sunspots,” said SwRI’s Muñoz-Jaramillo, a senior research scientist who is first author of a paper in Nature Astronomy outlining the research. “However, putting all observations in perspective is quite challenging due to wide-ranging observation techniques and telescope magnifications used. We see much more now and our understanding of what we see changes the way we count spots.” 

The team created a technique that takes all historic data gathered and digitized thus far and combines them visually, to provide a complete picture of the data we have and where are we missing information. Roughly every 11 years, the magnetic structure and activity of the Sun cycle between periods known as solar minimum and solar maximum. During solar maximum, the Sun emits high levels of solar radiation, ejects large amounts solar material and displays large numbers of intense sunspots, flares and other phenomena. During solar minimum, this activity is muted. Changes on the Sun cause effects in space, in the atmosphere and on Earth’s surface. 

The Sun also experiences century-long variations, including periods of abnormally low solar activity called grand minima. Maunder Minimum refers to a 70-year period between 1645 and 1715 when observations revealed thousands of days without sunspots. The term was the title of a 1976 paper that first identified these longer cycles, named for a husband-wife team of solar astronomers from the late 17th century. In contrast, modern observations typically record hundreds of days without sunspots over similar periods of time. 

“Scientists are investigating whether Maunder Minimum could serve as archetype of a grand minimum in magnetic activity for the Sun and other stars,” Muñoz said. However, data prior to, during and after the Maunder Minimum, is less reliable and lacks the precision and coverage of today’s measurements. Recent reevaluations of sunspot observations have yielded a conflicted view on the evolution of solar activity over the last 400 years.  

“Due to our lack coverage we don’t know if the Sun took decades to recover from the Maunder Minimum to the levels of solar activity we see today, or if it was quick as if a switch had been turned on,” Munoz said. “There is currently a team of experts from all over the world working hard to find the best way of combining these data. In the meantime, one has to be very careful when using historic sunspot data to study potential links between the Sun and changes in terrestrial climate, given that these effects would be complex and subtle. Our work uses historical data to provide context to users of these estimates that may not be aware of their limitations.”

“Visualization of the challenges and limitations of the long-term sunspot number record” was published Dec. 10 in Nature Astronomy. This work is part of an international effort to reconstruct solar activity levels during the last 400 years, led by the SILSO World Data Center and funded by the NASA Grand Challenge and Living with a Star programs, and other Spanish institutions.

Eine Diskussion der verschiedenen Sonnenflecken-Rekonstruktionen können Sie auch bei Nir Shaviv finden, mit Kommentierung von Willis Eschenbach.

 

Welchen Wert haben Umfragen, wenn man nur Aktivisten fragt?

Aktivistenumfrage auf Zeit Online am 11. Dezember 2018:

Wenn Klimaforscher die Welt regieren würden
Autos abschaffen, Wald aufforsten, vegetarisches Essen – was muss der Mensch sofort tun, um die Erderwärmung zu stoppen? Neun führende Forscher antworten auf ZEIT ONLINE.

Zu den “führenden Forschern” gehören leider vor allem Aktivisten, wie Michael Mann sowie Mitglieder von privaten Dekarbonisationsinitiativen. Gemäßigte Meinungen waren offenbar bewusst nicht dabei. Viele dieser Organisationen sind interessanterweise in Berlin angesiedelt, z.B. das Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change sowie das New Climate Institute. Über letzteres lesen wir auf dessen Webseite:

NewClimate Institute is a limited liability non-profit company (gGmbH). It was founded in November 2014, and is managed by six partners, who are its only shareholders. NewClimate Institute has offices in Cologne, Germany and Berlin, Germany.

Man bekommt fast den Eindruck, dass hier massenweise aus dem PIK- und Stiftungsumfeld massenweise gezielt “Institute” gegründet werden, um die Dekarbonisierung mit Auftragspapers und -Gutachten zu unterstützen. Im Zeit-Interview auch Friederike Otto (die mit dem Augenbrauen-Piercing), sowie der PIK-Mann Hermann Lotze-Campen (“Wir sollten den Fleischkonsum auf 600 Gramm pro Woche reduzieren”).

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Kennen Sie schon das Blog ScienceFiles? Dort erschien am 12.1.2019 der folgende Beitrag:

„Fanatischer Dogmatismus“: Deutsche Wissenschaft wohl weitgehend im Katastrophenmodus

Bei uns um die Ecke, in Bangor, an der dortigen Universität lehrt Raimund Karl Archäologie. Seit 2003 tut er das. Er ist, so kann man daraus schließen, wie wir real Welsh. Genau wie wir, kann er es jedoch nicht lassen, die Missstände, die er in Deutschland und vor allem in der deutschen Wissenschaft sieht, anzuprangern, und zwar mit deutlichen Worten: “Wider die zahmen Worte” heißt ein bemerkenswerter Beitrag, der in diesem Sinne von Raimund Karl verfasst und auf seinem Blog und Online Journal „Archäologische Denkmalpflege“ veröffentlicht wurde.

Karl beobachtet fanatischen Dogmatismus in der deutschen Wissenschaft. Das Besondere: seine Fanatiker finden sich in der Archäologie, nicht in den Sozialwissenschaften. Das ist aber auch der einzige Unterschied. Diesem einen Unterschied stehen viele Gemeinsamkeiten gegenüber, die die Fanatiker der Archäologie mit denen in den Sozialwissenschaften verbinden und die Zerstörung von Wissenschaft zu beider Projekt machen.

Wissenschaft, soviel zur Erinnerung, ist ein dem Erkenntnisfortschritt gewidmetes Projekt. Erkenntnis ist ein flüchtiges und vor allem temporäres Phänomen, einfach deshalb, weil man heute nicht wissen kann, was morgen entdeckt wird. Deshalb sind alle, die behaupten, sie wüssten genau, wie es sich in ihrer Wissenschaft verhält, Scharlatane, besser: religiöse Fundamentalisten, die vorgeben, was sie nicht wissen können:

Weiterlesen auf ScienceFiles – kritische Sozialwissenschaften.

Zwei Tage später brachte das Blog diesen Beitrag:

Neues Hochschul-Fach: Politische Agitation zum Kohleausstieg

Kennen Sie Eberswalde in Brandenburg? Wussten Sie, dass Eberswalde eine Hochschule hat, eine Hochschule für nachhaltige Entwicklung? Einmal ehrlich – Sie wussten das nicht und wenn doch, dann weil sie in unmittelbarer Nähe wohnen oder dort studiert haben. Wir jedenfalls, die wir uns täglich mit wissenschaftlichen Themen, Pressemeldungen und vielem anderen mehr aus dem Feld der Wissenschaft befassen, wir wussten bis heute nichts von der HNEE, der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde.

Wenn man als Hochschule etwas unter dem Radar fliegt und nicht die Hochschule ist, die Studierwilligen als erstes einfällt, wenn sie an einen Studienort denken, dann muss man sich etwas einfallen lassen. Früher haben Hochschulen versucht, durch Forschungsergebnisse in die Schlagzeilen zu kommen. Dann haben sie damit geworben, dass sie familienfreundlich und entsprechend zertifiziert sind.

Und nun präsentieren sich Hochschulen, die in die Schlagzeilen wollen, als Lehranstalt für politische Agitation. Und so ist der Präsident der Hochschule in Brandenburg, die so viele nicht kennen, zufrieden mit seinen Studenten, die in einem offenen Brief gerade den schnellstmöglichen Kohleausstieg gefordert haben:

Weiterlesen auf ScienceFiles