Sorge um Objektivität der Max-Planck-Gesellschaft: Klimaalarmistischer Beitrag zur Teeproduktion entpuppt sich als Ente

Solarify ist nach eigenen Angaben ein “unabhängiges Informationsportal” für Erneuerbare Energien, Klimawandel und Energiewende, betrieben von der Agentur Zukunft und der Max-Planck-Gesellschaft. Am 22. Juni 2014 brachte Solarify den folgenden Klimahorrorbeitrag:

Klimawandel in Kenia – starke Einbußen beim Teeanbau
In Kenia machen sich mehr und mehr die Folgen des Klimawandels bemerkbar. Das bekommen jetzt die Landwirte zu spüren. Daniel Njau, ein Kleinbauer aus dem Landkreis Nyeri in Zentralkenia, muss eine schwere Entscheidung treffen. Entweder bleibt er beim Teeanbau, dem der Klimawandel stark zusetzt, oder aber er wechselt zu Agrarprodukten, die nicht so anfällig für den Klimawandel sind. „Tee reagiert sehr sensibel auf jede noch so kleine Wetteranomalie“, sagt er. [...] Die Folgen des Klimawandels haben sich in den letzten Jahren verschlimmert. Die Ernten und Einnahmen verringern sich.

Was genau soll der “Klimawandel” dem Tee angetan haben, dass er jetzt nicht mehr richtig wächst? Ist es wirklich der anthropogene Klimawandel oder nur eine Reaktion auf natürliche Klimaschwankungen, wie es sie in der Vergangenheit stets gegeben hat? Details bleibt der Beitrag unter Betiligung der Max-Planck-Gesellschaft schuldig. Deshalb wollen wir kurz auf der Webseite des Deutschen Teeverbands vorbeischauen, der weitere Informationen zum Teeanbau in Kenia hat:

Kenia ist mit Abstand der größte Tee-Produzent Afrikas und zählt sogar seit Jahrzehnten zu den fünf größten Tee-Produzenten der Welt. Darüber hinaus zählt Kenia seit einigen Jahren zu den weltweit führenden Tee-Exporteuren. Aktuelle Zahlen zur kenianischen Teeproduktion finden Sie in unseren Jahresberichtsbänden “Tee als Wirtschaftsfaktor” in der Rubrik Wirtschaft.

In der verlinkten Broschüre vom Juni 2013 findet sich dann auf Seite 11 eine Überraschung:

Kenia ist mit 346.777 t der weltweit größte Tee-Exporteur, der sein Exportvolumen zum Vorjahr um knapp 1.500 t minimal steigern konnte.

Aber was sagen schon zwei einzelne Jahre aus. Auf Seite 11 finden wir eine Tabelle mit den kenianischen Tee-Produktionszahlen für 2010, 2011 und 2012:

In der Tat ist 2010-2012 der Teeanbau in Kenia zurückgegangen. Aber auch drei Jahre sind statistisch nicht richtig aussagekräftig. Schauen wir uns daher lieber die letzten 10 Jahre an:

Abbildung: Teeproduktion in Kenia 2002-2011 (violette Balken) (Quelle: Tea Board of Kenya, via HKTDC Research).

 

Und wieder eine Überraschung: In den letzten 10 Jahren ist die jährliche Teeproduktion in Kenia langfristig von 280.000 auf 370.000 Tonnen gestiegen. Ist hierfür ebenfalls der Klimawandel verantwortlich? Sofort wird klar: Es ist Unsinn, den über einen Zeitraum von lediglich 3 Jahren beobachteten Produktionsrückgang dem Klimawandel zuzuschreiben, da klimatische Prozess in Zeitmaßstäben von 30 Jahren und mehr ablaufen. Was könnten also die wahren Gründe für die verminderte Teeernte in Kenia 2010-2012 sein? Ungünstiges Wetter wie z.B. ausbleibender Regen oder Hitze? Auf der Suche nach Antworten stoßen wir auf einen Artikel im Magazin The East Africa aus dem Jahr 2008:

Kenya may be forced to reduce tea production
Faced with falling tea prices, Kenya, one of the world’s largest producers, may be forced to cut down production. In a conversation with The EastAfrican Lerionka Tiampati, the managing director of the Kenya Tea Development Agency (KTDA), the apex body for 57 tea factories across the country, said that unless Kenya controls production, reduced earnings are here to stay.“If we do not drastically reduce the amount of tea we are churning out, we have to wait for the markets to determine the direction tea prices will take,” he said, ruling out the collapse of the industry which, he said, is one of the world’s most traded commodities.

Offenbar scheint Kenya ein Interesse gehabt zu haben, die Teeproduktion bewusst zu drosseln, um ein Überangebot zu vermeiden und bessere Preise zu erzielen. Hierzu schauen wir uns den Teepreis an (siehe Abbildung unten). Im Jahr 2008 war der Teepreis in der Tat kurzzeitig abgefallen. Vielleicht kriegten es damals die Offiziellen mit der Angst zu tun. Insgesamt ist jedoch ein Anstieg des Teepreises von 2001-2012 festzustellen. Ende 2012 jedoch stürzte der Preis dann aber nachhaltig ab und hat sich seitdem nicht mehr erholt:

Abbildung: Teepreisentwicklung (Mombasa) in US Cents pro Kilogramm. Quelle: index mundi.

 

Durch den Preisverfall stehen die kenianischen Teebauern nun unter Druck. Mit dem Klimawandel hat dies nichts zu tun. Für Niedrigpreise und Überangebot gibt es jedoch keine UN-Hilfen. Da kommt die im Westen weit verbreitete Klimahysterie gerade recht. Auf dieser Welle reitend, lassen sich sicher einige Milliarden an Hilfsgeldern lockermachen, hat man sich in Mombasa wohl gedacht. Lesen wir in diesem Licht nun die Abschlusspassage des Solarify-Artikels, in dem der wahre Hintergrund des klimatischen Teealarms aufgeführt ist:

Die Regierung hat die Kosten für die Umsetzung des Nationalen Fünfjahres-Aktionsplans gegen den Klimawandel auf insgesamt 12,8 Milliarden US-Dollar beziffert. Das kommt etwa dem aktuellen Haushalt 2013/2014 gleich. Der Aktionsplan dient der Umsetzung der Nationalen Klimastrategie NCCRS, mit der Kenia die Folgen des Klimawandels bekämpfen will.

Genau, es geht um knapp 13 Milliarden Dollar, die Kenia gerne vom Westen unter dem Deckmäntelchen des Klimawandels hätte. Der Tee ist dabei nur das Trojanische Pferd, in dem sich in Wirklichkeit rein finanzielle Interessen verbergen. Mal sehen, ob es jemand merkt.