Klimaalarm bequem per Internet buchen

Die Rollen in der Klimadebatte sind klar verteilt: Die ‘Bösen’ sind all jene, die den schrillen Alarmtönen der medialen Führungsriege nicht bedingungslos folgen wollen. Die ‘Guten’ sind diejenigen, die die gesamte Weltwirtschaft zur vermeintlichen Rettung des Planeten auf den Kopf stellen und das Vermögen von grundauf umverteilen wollen. Die heimlichen Profiteure dieser Revolution halten sich dabei dezent im Hintergrund und erfreuen sich an Milliarden-schweren Subventionen aus der Steuerzahlerkasse. Wenig bekannt ist, dass vermögende Aktivisten enorme Summen in die Klimaalarm-Lobbyarbeit stecken und auch langwierige gerichtliche Auseinandersetzungen üppig finanzieren. LifeZette berichtete am 29. August 2018 über eine neue Analyse, die die Hintermänner solcher Aktivitäten in den USA benennt:

Deep-pocketed global warming activists have been pouring big bucks into attorneys general’s offices to pay for lawyers to advance their agenda and use the powers of the law to take actions they never could achieve alone, according to a new report. Released Wednesday by the Competitive Enterprise Institute (CEI), the 56-page document dubbed “Law Enforcement for Rent” paints a damning view of the cozy relationship between environmental activists and Democratic attorneys general in several states that have pulled off an end run around the democratic process — grabbing resources they have not been able to get from lawmakers.

Der Bericht ist hier als pdf verfügbar.

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Am 26. August 2018 berichtete die Limmattaler Zeitung über eine aggressive Klimapolitik der Grünen in der Schweiz:

Kantonsräte und Kantonsrätinnen der Grünen haben die heisse Sommerzeit genutzt, um gleich ein ganzes Dutzend Vorstösse zum Klimawandel auszuarbeiten. Gefordert werden unter anderem Steuerrabatte für Wenigfahrer, die Einreichung einer Standesinitiative beim Bund zur Einführung einer Kerosinsteuer und die Festschreibung des Klimaschutzes in der Kantonsverfassung. Zudem erkundigen sie sich in verschiedenen Anfragen zu Folgen von «Sturm- und anderen klimabedingten Schäden im Wald» und den Folgen von Hitze und Trockenheit im Sommer 2018. Martin Neukom, Kantonsrat und Regierungsratskandidat der Grünen, sagt auf Anfrage, dass man die Vorstösse bewusst gleichzeitig eingereicht habe. «Wir haben innerhalb der Fraktion festgestellt, dass aktuell etliche Ideen für Vorstösse im Zusammenhang mit dem Klimaschutz vorhanden sind.» [...] Der 32-jährige Spezialist für Solartechnologie hat den Klimaschutz zu seinem wichtigsten Wahlkampfthema erkoren.

Dass die Grünen sich stark für den Klimaaktivismus einsetzen ist nichts Neues. Der Name des Grünen-Politikers lässt jedoch aufhorchen. ‘Neukom’ ist kein alltäglicher Name. Ob es da einen Zusammenhang zwischen dem Zürcher Martin Neukom (32) und dem Berner Klimawissenschaftler Raphael Neukom (39) gibt? Raphael hat Betriebspraktika bei Versicherern wie Münchener Rück und Swiss Re absolviert, aber auch wichtige Papers zur vorindustriellen Klimageschichte Südamerikas geschrieben. Wahrscheinlich gibt es keinen familiären Zusammenhang. Aber wenn es ihn gäbe, sollte man ihn kennen, denn Raphael ist an wichtigen wissenschaftlichen Studien beteiligt, deren Ergebnisse für Martin außergewöhnlich wichtig wären…Nur mal so als Beispiel.

Man weiß leider viel zu wenig über den Hintergrund einiger Akteure in der Klimadebatte. Wieviel verdienen eigentlich Mojib Latif und Kollegen mit den unzähligen Auftritten in den Medien, bei Sparkassenfesten und Konferenzen? Sie können Latif nämlich für Ihre Veranstaltung ganz einfach über das Internet buchen. Wenn die Kasse stimmt, kommt er sicher vorbei. Gelistet ist er bei vielen Agenturen, z.B. Econ, London Speaker Bureau, Referentenagentur Bertelsmann, Celebrity Speakers, Redner und Perspektiven und vielen mehr. Als Klimawarner spielt er seine Rolle ausgezeichnet und wird dafür vermutlich gut bezahlt. Ein möglicher Interessenskonflikt bei seiner wissenschaftlichen Arbeit? Wie würden die Kunden wohl reagieren, wenn er relativierender auftreten würde? Man muss kein Prophet sein, um zu ahnen, dass dies nicht allzu gut für das Geschäft wäre.