Gegenrede: Nun hagelt es Kritik aus der Youtuber-Szene an Rezo’s fragwürdigem Influencer Video

Das Rezo-Aktivisten-Video hat die Runde gemacht. Andere Youtuber reagieren. Nicht alle teilen den Alarmismus von Rezo. Absolut sehenswert ist die Youtube-Antwort von JasonHD. Cool und überzeugend kontert er die Punkte des Youtube-Kollegen. Bitte anschauen, Daumen hoch klicken und weiterempfehlen:

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Und ständig grüßt das Murmeltier: Der Mai in Deutschland ist 2019 etwas kälter weil es in Grönland warm ist… Und wenn der deutsche Mai mal warm ist, dann ist es in Grönland kalt? Die Bildzeitung half am 18. Mai 2019 fleißig mit, die Omega-Story unters Volk zu mischen:

Ist das schon Klimawandel? Omega-Wetter lässt auf Grönland Eis schmelzen
Und uns beschert es bisher einen Bibber-Mai …

Weiterlesen in der Bildzeitung

Apropos Grönland. Hier die Temperaturentwicklung der Station Angmagssalik and der Südostküste Grönlands:

Abbildung: Temperaturentwicklung der Station Angmagssalik and der Südostküste Grönlands. Quelle: NASA.

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Bildzeitung, eine Woche später, 25. Mai 2019, kurz vor den Europawahlen:

US-Wetterdienst Accuweather Experten warnen vor Extrem-Sommer in Europa
Mehr Hitzewellen als 2018 angekündigt +++ Hohe Waldbrandgefahr

Es folgen Apokalyptische Szenarien für den Sommer 2019 in einem Gürtel, der von Deutschland bis zur Iberischen Halbinsel reicht. Worauf Accuweather seine Langfristprognose stützt bleibt nicht erwähnt. Nach dem der Klimaschocker platziert war (“what bleeds, leads”), kommt dann noch eine kleine Einschränkung am Ende der Meldung:

Doch so schlimm muss es nicht werden. Der staatliche US-Wetterdienst NOAA hat seine ursprüngliche Prognose nach dem kühlen und nassen Mai deutlich nach unten korrigiert. Jung: „Der Mai ist viel zu kühl. Deutschlandweit liegen die Temperaturen zwei Grad unter dem langjährigen Durchschnitt.“ Der Wetter-Experte weiter: „Wollen wir mal hoffen, dass sich die aktuelle Sommerprognose von Accuweather so nicht bewahrheiten wird. Das wäre wirklich eine echte Katastrophe.“

Einfach herrlich. Erst der Klimaschocker, dann kleinlaut am Ende der Antischocker. Nichts genaues weiß man nicht. Unklar ist, ob die Prognostiker auch empirische Daten einsetzen und Änderungen der NAO, AMO und Sonnenaktivität miteinbeziehen. So konnten Laurenz und Kollegen in einer Publikation 2019 im Journal of Atmospheric and Solar-Terrestrial Physics anhand von empirischen Daten zeigen, dass beispielsweise die Juni-Niederschläge in Deutschland wenige Jahre nach einem solaren Minimum besonders mager ausfielen. Die abschließende große Spitze des letzten solaren Maximum im elfjährigen Schwabezyklus endete 2015. Plus 3 Jahre führt zum Dürrejahr 2018. Alles Quatsch oder ist was dran? Gute Nachrichten für den Juni 2019, da die Sonnenaktivität in der Folge abnahm, was aus empirischer Sicht meist mehr Juni-Regen in Deutschland gebracht hat? Weitere Studien sind notwendig, um hier Licht ins Dunkel zu bekommen.