Wo sind die Umweltschützer? Südostasien ächzt unter dicker Luft

In Sambia herrscht Energieknappheit. Der Regen war nicht so üppig wie sonst, daher können die Staudämme nicht genug Strom produzieren, was die Wirtschaft lähmt. Der Präsident weiß ganz genau, wer ihm das eingebrockt hat: Schuld hat der Klimawandel. Bloomberg berichtete am 29. September 2015:

Zambian President Blames Global Warming for Worst Power Crisis
Zambian President Edgar Lungu said global warming was partly to blame for the “unprecedented” power crisis robbing the economy of jobs and restraining productivity.
The energy shortages in the southern African nation are linked to unpredictable rainfall patterns caused by climate change, Lungu told the United Nations General Assembly in New York on Tuesday. Hydro-electric generation, which accounts for more than 90 percent of the country’s energy mix, has been curbed because of a drought, putting pressure on the key mining industry to reduce its power usage.

Weiterlesen auf Bloomberg.

Sambia liegt im südlichen Afrika. War der Regen früher wirklich immer pünktlich und verlässlich und hat sich erst in den letzten Jahrzehnten so erratisch entwickelt? Falsch. Die Niederschläge waren in der Region schon immer variabel. Im nahegelegenen Malawi ist die Niederschlagszyklik in Seeesedimenten bestens dokumentiert (“Deutschlandfunk mit Recherchedefizit: Zweitgrößter See Malawis trocknete schon immer zyklisch aus“). Und auch die Warm-/Kaltzyklen beeinflussen das Regengeschehen (“Regenreiche Phasen im südlichen Afrika fielen stets in globale Kälteperioden“). Präsident Edgar Lungu braucht dringend Nachhilfe in Paläoklimatologie. Oder auch nicht, denn nur mit der Alarmmasche kommt er an die üppig sprudelnden westlichen Klimaschadensausgleichszahlungen heran… Zuviel Wissen ist hier kontraproduktiv.

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Bald werden sich zigtausende Delegierte, Aktivisten und Journalisten in das schöne Paris aufmachen, um dort dem Klimagott zu dienen. Die Flugreisen werden viele Tonnen CO2 in die Luft blasen. Aufrufe, die Konferenz virtuell im Netz abzuhalten wurden knallhart ignoriert. Wer will sich schon eine angenehme Dienstreise in das romantische Paris wegnehmen lassen. Nun kommt jedoch auch Kritik aus den eigenen Reihen. Die Klimaaktivistin Laurie Zoloth ist wegen der Umweltverschmutzung anlässlich der Pariser Tagung besorgt. Echte Klimaschützer würden diesen Massenauflauf nicht mittragen, sagt sie. Näheres dazu auf WUWT.

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Anstatt sich um den sehr unsicheren Klimawandel zu kümmern, gäbe es viele deutlich akutere Probleme im Hier und Jetzt zu lösen. Der Klimaretter brachte am 30. September 2015 ein gutes Beispiel:

Südostasien ächzt unter dicker Luft
In Indonesien verpesten illegale Brandrodungen im Regenwald und Kohlekraftwerke die Luft mit toxischem Rauch. Während die Regierung des Inselstaats gegen die illegalen Brände vorgeht, sorgt sie selbst mit ihrem expansivem Kohlekurs weiter für schlechte Luft.
Seit August brennen
Indonesiens Regenwälder. Die Feuer sollen Platz schaffen für neue Plantagen, auf denen Ölpalmen angebaut werden sollen. Jedes Jahr zur Trockenzeit brennen Bauern und Waldbesitzer ihre Flächen ab, damit noch mehr Palmöl für den Export produziert werden kann.

Weiterlesen beim Klimaretter.

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Klimahumor am 14. Oktober 2015 auf ntv. Obwohl nicht einmal die Klimaprognosen für die letzten 15 Jahre gestimmt haben, meinen einige Spezis, dass sie nun auch Prognosen für die kommenden 60.000 Jahre abgeben könnten. Abgefahren:

Mensch als geologische KraftDie nächste Eiszeit fällt aus
Noch 60.000 Jahre, dann verschwinden weite Teile der Erde unter einer dicken Gletscherschicht. So jedenfalls entspräche es den natürlichen geologischen Zyklen. Der Mensch aber hat es geschafft, diese Eiszeit zu verhindern. Schon jetzt.

Das ist so schräg, dass wir es hier nicht einmal groß diskutieren wollen. Müll hoch fünf. Dahinter steckt – wie soll es anders auch sein – Hans-Joachim Schellnhuber vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK):

Die nächste Eiszeit fällt nach Ansicht des renommierten Klimaforschers Hans Joachim Schellnhuber aus. Grund sei die vom Menschen gemachte Klimaerwärmung. Ohne Einwirkung des Menschen stünde die nächste Vergletscherung weiter Teile der Erde nach den Gesetzen der kosmischen Mechanik in etwa 60.000 Jahren an, sagte Schellnhuber, Leiter des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), zur Eröffnung einer Klimakonferenz in München.

Ob sich Klima-Clown Schelmhuber hiermit einen Gefallen getan hat? Gelächter allerorten.