Und täglich grüßt der Klima-Fake

Die Wüste lebt in Deutschland bald… so tönte es aus vielen Medien ab dem 23.4.2019. Grundlage: Die Presseerklärung des DWD, in der im Kern stand:

„Wir haben ein hydrologisches Defizit in Deutschland, noch herrührend vom trockenen Sommer 2018, und falls der nächste Sommer auch trocken wird kann sich das noch verstärken.“

Schon die erste Zwischenüberschrift ist sinnfrei daran:

„Hält die Trockenheit an, droht der nächste Dürresommer in Deutschland“

denn bei anhaltender Trockenheit „droht“ keine Dürre, sondern ist gewiss. Kein Wunder, dass Agenturen und Medien daraus etwas ganz anderes machten:  „Droht uns ein Sahara-Sommer?“ und die „Bild“ war sich ganz sicher:

 

Das ist alles fachlich totaler Unsinn! Kein Meteorologe dieser Welt kann sagen, ob der nächste Sommer ebenfalls wieder zu trocken werden wird. Wenn es so kommt ist es nicht gut für den Wasserhaushalt, das ist die reale Aussage. Aber damit kann man keinen zündenden Klimaalarm machen. Mit den Meldungen, wie sie zitiert wurden, schon. Annalena Baerbock (MdB, die Grünen) nahm die Steilvorlage dankend an und sie sagte der „Süddeutschen Zeitung“ am 24.4.:

„Neue Dürrewarnungen zeigen an, dass die Klimakrise sich dramatisch verschärft”.

Jede, vor allem jede unseriöse Meldung zum Wetter wird in den Klimakontext gerückt und schamlos politisch ausgenutzt. Alarm um jeden Preis, von Wissenschaft weit entfernt, vielmehr ekelhafte Stimmungsmache mit einem Fake. Kaum waren seit dem Geschmiere in vielen Medien 3 Tage vergangen wird der Radiohörer bei „Radio eins“ des RBB schon am Morgen kalt erwischt: Die Pinguine flüchten vor dem Klimawandel und wir müssen alles tun, ihn aufzuhalten“ so die sinngemäße Aussage des Moderators. Es ging auch anderswo rund: „Riesige Pinguin- Kolonie bricht zusammen!“ Gleich nach dem Titel wird man aufgeklärt: „Traurige Folge des Klimawandels.“

In der Arbeit, auf die sich diese Meldungen angeblich bezogen, findet man diese Ursache nicht! Da ist die Rede von El Nino, von Winden durch eine (natürliche) antarktische Oszillation , die das Brüten erschwerte in einer bestimmten Kolonie an den Gestaden der Weddell-See in der Antarktis. Die betroffenen Tiere zogen einfach weiter, zu einer 50 km entfernten anderen Kolonie. 50 km genügten, um der katastrophalen Erwärmung in der Antarktis zu entkommen?

Allerdings wird öfters das Wort „beispiellos“ benutzt, um der Arbeit einen gewissen Pepp zu geben, da sie (rein zufällig natürlich) passend zum „Weltpinguin-Tag“ erschien. Hierzu muss man wissen, dass sich das auf die (sehr kurze) Datenlage ab 2009 bezieht. Ein kritischeres Review hätte das verhindert, der Bias beginnt oft schon in den Redaktionen der wissenschaftlichen Journale.  Einen Zusammenhang zum Klimawandel findet man jedoch im Artikel nicht. Der wäre auch schwer zu zeigen, die Eisbedeckung in der Weddel-See ist seit den 80ern ohne Trend.

Was wir erleben, ist eine zunehmende Verklapsung der Öffentlichkeit mit gefakten Klimazusammenhängen. Über die Ursachen kann nur spekuliert werden. Sind es eifrige Redakteure, selbst vielleicht Anhänger der Grünen, die sich da zu schaffen machen? Über den Vorteil, die diese davon haben, wird hier in der FAZ jedenfalls nachgedacht.

Oder klickt es einfach nur gut, wie Jörg Kachelmann vermutet? Wir fragen uns allerdings, wer was wovon hat. Das ständige Eintrommeln auf den unbeleckten Leser mit Klimafakes wird über kurz oder lang eher den umgekehrten Effekt haben: Die Leute werden es leid sein, verkohlt geworden zu sein. Wenn die Meldungen besonders spektakulär klingen, sind sie meist besonders spektakulär gefakt.