Ulrich Waschki: An die katholischen Leugner des Klimawandels

Droht bald die Spaltung der katholischen Kirche in Klimaskeptiker und Klimaalarmisten? Oder werden die Klimaskeptiker einfach exkommuniziert? Ulrich Waschki am 28. November 2018 auf katholisch.de:

An die katholischen Leugner des Klimawandels
Spielt der Mensch Gott, wenn er versucht, der Erderwärmung etwas entgegenzusetzen? Solche Einwände kommen von Klimawandel-Leugnern aus dem katholischen Milieu, so Ulrich Waschki. Er richtet sich an sie.

[...] Die globale Erwärmung hat Folgen, schon heute. Und doch gibt es, auch im katholischen Milieu, immer noch Menschen, die den menschengemachten Klimawandel bestreiten. Klimawandel habe es schon immer gegeben, die Erderwärmung sei ein normaler Prozess. Anmaßend nennen sie es, wenn Menschen sich einbildeten, diesem Automatismus der Schöpfung etwas entgegensetzen zu können. Der Mensch spiele Gott, wie beim Turmbau zu Babel, so ein immer wieder erhobener Vorwurf. Dabei sind weit über 90 Prozent der seriösen Wissenschaftler auf der ganzen Welt einig: Es gibt ihn, den von Menschen verursachten Wandel unseres Klimas.

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Leugner und Ungläubige. Im weiteren Verlauf skizziert Waschki die Apokalypse, die ihm wahrscheinlich jemand aus Potsdam eingeflüstert hat. Werden bald wieder  Klimahexen und Klimahexeriche auf den Marktplätze verbrannt? Lieber Ulrich Waschki, ein bisschen mehr Interesse am Thema darf man schon erwarten. Weshalb hat sich das Klima in vorindustrieller Zeit so stark geändert? Was glauben – oder besser wissen -  Sie? Die Werbung für die Aktivistenplattform Klimafakten ist grenzwertig. Die Webseite wird von der European Climate Foundation (EC) betrieben, die ihre Finanzmittel aus reichen Milliardärstiftungen bezieht. Man kann sich an den zehn Fingern ausrechnen, welche Interessen hier wirklich dahinterstecken. In der Kirche muss man Glauben. Die Klimawissenschaften hingegen sind Wissenschaft. Und hier dürfen noch immer Argumente ausgetauscht werden. Das Abkanzeln von wissenschaftlich diskutierenden Katholiken ist falsch und unredlich. Ulrich Waschki, hören Sie sich die Argumente einmal ernsthaft an, bevor sie die Klimaskeptiker in die Hölle wünschen. Willkommen im 21. Jahrhundert!

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Eigentlich wollten wir noch über die neuen 10 Gebote des Vatikans zum Klimawandel berichten. Der entsprechende Artikel auf katholisches.info ist jedoch offline, denn der Plattform fehlt das Geld.

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Im November 2018 brachte die BR-Sendung ‘quer’ einen Beitrag mit dem Titel “Keime im Trinkwasser wegen Klimawandel?”. Auch in der Kurzbeschreibung des Clips wird wieder auf den Klimawandel als Teilursache verwiesen. Wenn man sich das Video dann aber anschaut, wird schnell klar, was passiert ist: Aufgrund der Trockenheit im Sommer 2018 setzten einige Orte Milchtankwagen zum Transport von Trinkwasser ein. Und die waren wohl nicht besonders gut gereinigt… So wird aus Wetter und einer Reinigungspanne schnell ein Klimawandelschaden konstruiert:

 

 

Laut des vom Bundesumweltamt (UBA) herausgegebenen ‚Monitoringbericht 2015 zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel‘ gibt es keinen statistisch gesicherten Trend in der Entwicklung der Häufigkeit von Trockenperioden in Deutschland. Dort heißt es im Einzelnen:

Neben der Frage nach der Veränderung der Starkniederschläge ist insbesondere im Sommer auch von großer Wichtigkeit, inwieweit die Erwärmung mit einer zusätzlichen Austrocknung einhergeht. Dementsprechend soll noch die Veränderung der Häufigkeit von Trockenperioden betrachtet werden. Hierzu wird die Anzahl der Episoden mit mindestens zehn aufeinanderfolgenden Tagen ohne Niederschlag ausgewertet. Wie Abbildung 11 zeigt, ist die Anzahl solcher Trockenperioden im Flächenmittel von Deutschland seit 1951 um ca. 0,3 Ereignisse pro Jahr geringfügig angestiegen. Bereits aufgrund der Seltenheit solcher Ereignisse mit einem Mittelwert von nur 1,3 Fällen pro Jahr im klimatologischen Referenzzeitraum 1961-1990 sowie der extrem hohen Variabilität von Jahr zu Jahr ist aber auch diese Zunahme bislang statistisch keineswegs gesichert. Hinzu kommen ausgeprägte natürliche Schwankungen mit abwechselnden Phasen stärker und geringer ausgeprägter Trockenheit, die sich deutlich in der räumlichen Entwicklung der mittleren Anzahl dieser Trockenperioden abzeichnen.“