TV-Tipp: Gefahr aus den Wolken: Blitz und Sturm (Arte, 25.1.2013)

Für alle Frühaufsteher oder Besitzer von Videorekordern: Am 25.1.2013 zeigt Arte um 05:05-05:30 Uhr morgens die Wiederholung der Sendung “Gefahr aus den Wolken: Blitz und Sturm” von 2009.  Aus der Ankündigung:

Im Spätsommer beginnt die Hurrikan-Saison. Den Wirbelsturm Katrina, der im August 2005 im Süden der Vereinigten Staaten wütete, haben viele noch in Erinnerung. Aber auch Europa bleibt vor verheerenden Stürmen nicht verschont. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 225 Stundenkilometern raste der Orkan Kyrill im Januar 2007 über Deutschland und Frankreich hinweg und hinterließ eine Spur der Verwüstung.  ”X:enius” fragt: Werden die Stürme immer verheerender, und hängt das mit dem Klimawandel zusammen? Außerdem: wie entsteht überhaupt ein Gewitter, und wie bilden sich eigentlich Blitze?

Zur Vorbereitung empfehlen sich unsere folgenden Blogbeiträge:

 

Und hier ist noch die Zuschauer-Kontaktmöglichkeit zu Arte, die sich sicher sehr über Zuschriften freuen würden.

KiKa TV-Tipp: Ich will Schnee! – Was macht der Klimawandel mit unserem Winter? (20.1.2013)

Am 20. Januar 2013 zeigt der Kinderkanal KiKa von 20:00 bis 20:10 Uhr die Sendung “Erde an Zukunft: Ich will Schnee! – Was macht der Klimawandel mit unserem Winter?” Aus der Ankündigung:

Über die globale Erwärmung wird viel diskutiert. Gibt es in Zukunft weniger Schnee im Winter? Und was kann jeder einzelne von uns tun, um den Ausstoß von Treibhausgasen einzudämmen? Die Sendung liefert Antworten auf diese Fragen und erklärt, wie sich die aktuellen Klimaveränderungen auf unseren Winter auswirken. Im Studio zeigt Felix, welche Rolle neue Energiequellen im Kampf gegen den Klimawandel spielen.

Zur Vorbereitung sei unser Blogbeitrag “Pelzig hält sich – nicht an die wissenschaftlichen Fakten: Mojib Latif im ZDF-Kabarett” empfohlen. Unterhalb von Abbildung 2 geht es um den Winter…

 

 

TV-Tipp: Zahltag nach dem Sturm (ZDF, 2.12.2012)

Mal wieder Lust auf eine richtig schöne klimaalarmistische TV-Doku? Am 2.12.2012 strahlt das ZDF um 13:25 Uhr den Film “Zahltag nach dem Sturm” aus. Mit dabei auch die Klima-Jungs von der MunichRe. Aus der Ankündigung:

Stürme, Überschwemmungen, Dürren: Kaum ein Thema wird so kontrovers diskutiert wie die Folgen des vom Menschen verursachten Klimawandels. Für die “planet e.” Dokumentation “Zahltag nach dem Sturm” hat ein ZDF-Team sich dieser Frage auf ungewöhnliche Weise genähert: Welche Antworten geben diejenigen, die den Klimawandel versichern müssen? Über ein halbes Jahr lang begleiteten die Reporter dafür die Forscher der weltgrößten Rückversicherung Munich Re. Hurrikan Sandy hat weite Teile der US-Ostküste über Tage ins Chaos gestürzt. Es gab Tote und Verletzte sowie Schäden im zweistelligen Milliardenbereich. Bei einem so großen Schadensereignis schickt Munich Re eigene Schadeningenieure in die betroffenen Gebiete. Das ZDF begleitet sie exklusiv, wenn sie zerstörte Industrieanlagen und eingestürzte Wohnhäuser inspizieren.
Besonders New York hatte unter Sandy zu leiden. Es gab massive Überschwemmungen, Stromausfälle und Zerstörungen. Wie gehen die Menschen mit der Situation nach dem Tropensturm um? Und wie hilfreich sind die Versicherungen? Zahlen sie rasch und unbürokratisch?

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Checker Can checkt den Klimawandel

Von Sebastian Lüning

Heute möchte ich Ihnen mal ein kleines Geheimnis verrraten: Zu meinen Lieblingssendungen im Fernsehen gehören die Sendung mit der Maus, Willi wills wissen und Checker Can. Ja, genau, alles Kindersendungen. Die Sendung mit der Maus gab es schon als ich selber klein war. Willi und Can kamen später dazu. Nach zwei Jahrzehnten Pause, bin ich nun wieder Stammzuseher bei Maus & Co. Diesmal bin ich natürlich nur Trittbrettfahrer. Die Chefs über die häusliche Programmauswahl sind natürlich meine Kinder. Das Schöne an diesen Sendungen ist, dass sich die Macher besondere Mühe geben müssen, Dinge zu vereinfachen und logisch zu erklären. Man kann dort Dinge lernen, die man im Erwachsenen-TV vergeblich sucht. Zudem verstecken sich im Erwachsenen-Programm so einige Experten hinter ihrem Fachjargon. Das kann im Kids-TV zum Glück nicht passieren.

Im Oktober 2012 lief nun im ersten Programm sowie auf Kika die Checker Can-Folge “Der Wetter-Check”. Und wenn es ums Wetter geht, ist natürlich das Klima nicht fern. Das Video der Sendung finden Sie in der Mediathek von check eins.

Zunächst geht es in der Sendung um die Entstehung von Wolken. Hand aufs Herz, wussten Sie, dass Wolken gar nicht aus Wasserdampf bestehen, sondern aus kleinen Tröpfchen? Und wieviel wiegt so eine durchschnittliche Wolke eigentlich? In der Sendung lernen wir es, nämlich 500 Tonnen. Wie entstehen Blitze und Donner? Wussten Sie, dass hierbei Auf- und Abwinde aneinander reiben? War Ihnen bekannt, dass man aus einem Nadelholz-Zapfen eine Wetterstation bauen kann? Nach 25 Minuten Checker Can werden Sie es wissen.

Gegen Ende der Sendung kümmert sich Checker Can dann um den Klimawandel. Er erklärt uns, dass es einen Treibhauseffekt gibt, der wie eine Käseglocke funktioniert. Das ist ok so. Man kann nicht erwarten, dass er hier auf die ungelöste Frage der CO2-Klimasensitivität eingeht. Aber das wirklich Interessante steckt in einer Formulierung, die in der Sendung verwendet wird: Es gibt eine Erderwärmung. und schuld daran ist auch der Treibhauseffekt. So wird es ausgedrückt. Dieses Wörtchen “auch” ist absolut richtig. Denn es gibt selbstverständlich auch natürliche Klimafaktoren. Für dieses kleine Wort “auch” muss man dem Checker Can-Team dankbar sein. Nach etwa einer Minute ist das Thema Klimawandel dann auch schon abgehandelt und es geht weiter mit dem viel interessanteren Thema “Greenbox beim Wetterbericht”. Es ist schön, dass Checker Can darauf verzichtet hat, die Kinder mit langen Klimakatastrophenszenarien zu verängstigen. Ich bleibe auf jeden Fall Checker Can-Fan !

 

Mit Dank an Rainer Hoffmann

TV-Tipp: 2075 – Verbrannte Erde (Phoenix, 17. & 18.11.2012)

Am 17.11.2012 zeigt Phoenix um 14:15 Uhr die klimaalarmistische Doku “2075 – Verbrannte Erde”. Am 18.11.2012 gibt es um 08:15 Uhr eine Wiederholung. Ankündigung:

Wie wird die Erde aussehen, die wir unseren Kindern hinterlassen? Die Dokufiction “2075 – Verbrannte Erde” entwirft ein Szenario in der Zukunft, in dem die Erwärmung des Klimas weltweit zu dramatischen Veränderungen geführt hat. In der deutsch-französisch-kanadischen Koproduktion erleben die Protagonisten in vier verschiedenen Regionen der Erde, welche Auswirkungen der Klimawandel auf ihr Leben hat. Die Einzelschicksale sind geschickt miteinander verwoben und zeigen, dass das Leben auf der Erde in enger Beziehung steht. 

Wer zu den Terminen verhindert ist und keinen Videorecorder besitzt, kann sich auch auf youtube gruseln, wo der Film ebenfalls erhältlich ist:

 

TV-Tipp: Eisbären können nicht weinen (NDR, 31.10.2012, 11:30 Uhr)

Am 31.10.2012 sendet das NDR-Fernsehen von 11:30-12:15 Uhr die Doku “Eisbären können nicht weinen”. Aus der Ankündigung des NDR:

Mächtige Eisbären, klirrende Kälte und “ewiges Eis” – das ist die Arktis, wie man sie kennt. Doch seit Jahren schmilzt das “ewige Eis”. Der Klimawandel bedroht besonders die Polarregionen und wird sie vielleicht schon bald unwiederbringlich zerstören. Naturfilmer Thomas Behrend hat über Jahre das Leben von Eisbären und Ringelrobben in der Arktis dokumentiert und erschüttert miterlebt, wie dramatisch sich die Erderwärmung schon jetzt auf die Tierwelt des Nordens auswirkt. Mit eindrucksvollen Bildern berichtet er über seine Dreharbeiten in Kanada und auf Spitzbergen. Auch Einheimischen und Wissenschaftlern bereiten die rasanten Veränderungen in der Arktis Sorgen. Mit ihrer Hilfe versucht Thomas Behrend, das empfindliche Wechselspiel von Klima und Natur in der Arktis besser zu verstehen.

Frühling in Kanada. Im Wapusk Nationalpark geht die Winterruhe der Eisbären zu Ende. Für Thomas Behrend beginnt eine aufregende Zeit. Er will kleine Eisbären außerhalb der Höhle filmen. Mithilfe erfahrener Trapper findet er tatsächlich eine frisch geöffnete Geburtshöhle – und folgt einer Bärin mit Drillingen. Der Tierfilmer erlebt, wie hart die Kleinen und ihre Mutter ums Überleben kämpfen müssen: Das arktische Meereis, die Lebensgrundlage der Eisbären, schmilzt ihnen unter den Pfoten weg. Immer weiter muss die Eisbärenmutter wandern, um ihre Jagdgründe zu erreichen, immer mehr magert sie ab, immer erbitterter kämpfen ihre Kleinen um die Muttermilch. Der Wildbiologe Dr. Nick Lunn bestätigt die Beobachtungen: In der Hudson Bay leben heute 20 Prozent weniger Eisbären als noch vor wenigen Jahren. Doch nicht nur für Eisbären haben sich die Lebensbedingungen dramatisch verändert, auch für ihre Beutetiere, die Ringelrobben. Thomas Behrend fliegt nach Spitzbergen, um Aufnahmen von ihnen zu machen. Was er dort entdeckt, lässt ihn erschaudern: Tote Ringelrobbenbabys liegen auf dem Eis, angefressen von hungrigen Polarfüchsen. Tatsächlich ist die Schneedecke so dünn, dass die Robbenmütter für ihre Jungen keine dichten Schneehöhlen mehr bauen können. Ist auch das eine Folge des Klimawandels?

Der Film wurde 2010 im TV erstausgestrahlt und erhielt ein Jahr zuvor bereits den Heinz Sielmann Filmpreis. Das dramatisch inszenierte Eisbären-Schicksal scheint die Juroren beeindruckt zu haben. Mittlerweile sind seit der Produktion ein paar Jährchen vergangen. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass die Panikmache um die Ausrottung der Eisbären voreilig war. Gerade in der angeführten Hudson Bay musste man feststellen, dass der Bestand der Tiere hier deutlich höher liegt als zuvor angenommen. Wir hatten bereits vor einigen Monaten darüber in unserem Blogartikel “Nicht Wärme sondern Schrotflinten sind die größten Feinde der Eisbären” berichtet. Hier ein Auszug: (weiterlesen …)

Filmtipp: Der Junge der “Erwärmung” schrie

Ende August 2012 erschien ein neuer englischsprachiger Dokumentarfilm zum Klimawandel in Spielfilmlänge mit dem Titel “The Boy who cried Warming” (Der Junge der “Erwärmung” schrie). Der Film ist im Internet kostenlos unter der Webadresse www.theboywhocriedwarming.com aufrufbar. Der Filmtitel scheint eine Anspielung auf den US-Streifen “The Boy Who Cried Werewolf ” zu sein, in dem eine Familie in eine Vampir-verseuchte Burg in Rumänien zieht und sich die Hauptdarstellerin durch einen Laborunfall in einen Werwolf verwandelt.

Der neue Klimafilm ist zum Glück deutlich weniger gruselig. Aufregen kann man sich trotzdem, da die Doku die alarmistischen Tendenzen in den Klimawissenschaften ausführlich analysiert und in zahlreichen Interviews beleuchtet. Unter anderem wirkt der Solarphysiker Willie Soon in der Produktion mit, der regelmäßig über die Klimawirkung solarer Aktivitätsschwankungen publiziert und  im August 2012 in Singapur eine Konferenz zu diesem Thema ausgerichtet hat.

Genug der Vorrede, Film ab:

 

Siehe auch Beitrag und Diskussion auf WUWT.

Das ZDF heute journal biegt sich das antarktische Meereis zurecht: 30 Jahre Eiszuwachs werden als “Wetter” verkauft

Wenn sich die Menschen auf der Nordhalbkugel über den Sommer freuen, blasen die Bewohner der Südhalbkugel Trübsal und müssen sich durch den Winter kämpfen. Das weiß jedes Kind. Grund hierfür ist die Neigung der Erdachse. Der Nordpol liegt dann monatelang im gleißenden Sonnenlicht, während in der Antarktis nicht enden wollende Dunkelheit herrscht.

So war es auch in diesem Jahr. Das Eis des Nordpolarmeeres schmolz dabei bis zum  September auf ein neues Minimum seit Beginn der Satellitenmessungen vor gut 30 Jahren, was in den Medien lang und breit als “nie-da-gewesene” wissenschaftliche Sensation und Bedrohung für die Menschheit thematisiert wurde. Im Alarmisten-Jubel über den neuen Schmelzrekord in der Arktis ging jedoch weitgehend unter, dass es auch in der winterlichen Kälte der Antarktis einen neuen “Rekord” gab – “unangenehmerweise”, jedoch mit umgekehrten Vorzeichen: Das antarktische Meereis bedeckte plötzlich eine so große Fläche wie „noch nie“ zuvor während der gesamten Satelliten-Ära. Aber aus irgendeinem Grund interessierten sich die Medien kaum dafür. Nur einige wenige Journalisten berichteten darüber, sonst meist nur kurz in der bunten Rubrik „Vermischtes“.

Darauf angesprochen, ließ sich der heute journal-Moderator Claus Kleber nicht zweimal bitten und nahm das Thema großzügig in seine Nachrichtensendung auf. Dafür sollte man ihm danken. Und dies war alles andere als selbstverständlich, denn Claus Kleber ist nicht gerade dafür bekannt, eine neutrale Position in der Klimadiskussion zu besitzen. In einer Klimasendung aus dem Februar 2012 hatte Kleber einseitig Partei für die Weltklimaratsseite ergriffen (siehe Rainer Hoffmanns Analyse bzw. Beitrag im kalte-Sonne-Blog). Die wissenschaftlichen Belege und Argumente einer stärkeren Berücksichtigung von natürlichen Klima-Faktoren am Klimageschehen stuft er darin abwertend als „Mindermeinung” ein. Klebers IPCC-unterstützende Redaktion wäre hingegen vollkommen unparteiisch: “Uns geht‘s wirklich um die Sache!” Fragt sich nur, welche Sache Kleber da eigentlich meinte.

Jetzt, mehr als ein halbes Jahr später, wollte Claus Kleber wohl endlich eine gewisse Unparteilichkeit beweisen, und untersuchte hierzu im heute journal also die beiden Eisrekorde. In der ZDF-Mediathek können Sie den Beitrag ab Minute 22:22 anschauen. Klebers Autorin des Beitrages, Hildegard Werth, strickte die Geschichte bezeichnenderweise um das Forschungsschiff Polarstern, das vom Bremerhavener Alfred Wegener Instituts (AWI) betrieben wird und gerade von einer Nordmeerfahrt heimkehrte. Zur Auswahl hätte sicher auch eine Schalte in die Neumayer-III-Antarktisstation gestanden, welche ebenfalls vom AWI betrieben wird. Dort hätten vor Kälte zitternde Forscher jedoch nichts über eine Klimaerwärmung berichten können. Vielleicht ist die Auswahl der Rahmenstory schon ein erster Hinweis darauf, welcher Pol der Autorin wohl eher am Herzen liegt?

Auftritt Peter Lemke, Physiker und Meteorologe am AWI. Und der schafft erst einmal “Klarheit” und legt sich unnötigerweise sofort einseitig fest:

„Wir können die globale Erwärmung nicht anders erklären als durch die Zunahme an menschengemachtem CO2, in den letzten 50 Jahren.“

Wow. Weder Ruß, noch die wärmende Phase von Ozeanzyklen, noch die enorm hohe Sonnenaktivität der letzten Jahrzehnte scheinen hier einer Erwähnung wert. Statt einer wissenschaftlichen, feinen Grauabstufung haut Lemke mit dem Schwarz-Weiß-Holzhammer einfach drauf. Dies kommt nicht ganz überraschend, denn Lemke hatte sich bereits in der Besprechung des Vahrenholt/Lüning-Buches „Die kalte Sonne“ als überaus einseitiger Kommentator hervorgetan (siehe Medienecho vom 21.2.2012 im kalte-Sonne-Blog).

Aber ist Lemke eigentlich wirklich der unabhängige Wissenschaftler, der in der Klimadiskussion und im heute journal-Beitrag sachlich vermitteln könnte? Leider nein. Denn die Kleber-Mannschaft vergisst dem Zuschauer eine Winzigkeit mitzuteilen: Peter Lemke ist altgedienter Autor des Weltklimarats. Er hat bereits am letzten IPCC-Bericht von 2007 mitgewirkt und ist auch beim 5. Klimazustandsbericht des IPCC erneut maßgeblich beteiligt (siehe Pressemitteilung des AWI vom 23.6.2010). Lemke ist daher fest auf der alarmistischen Seite der Klimadiskussion verankert, und zugleich auch an den Geld-Töpfen der endlos sprudelnden Forschungs-Mittel für die Propheten des klimatischen Weltunterganges. Im Sinne einer ausgewogenen Berichterstattung hätte nun ein argumentativer Gegenpol zu Wort kommen müssen, oder zumindest ein neutraler Wissenschaftler. Warum fragte das ZDF eigentlich nicht z.B. Heinrich Miller, einen anderen AWI-Eisfachmann? Millers Sicht der Dinge sieht nämlich so aus: (weiterlesen …)

TV-Tipp: Klimawandelskeptiker – Ist was dran an ihren Argumenten? (Arte, 5.10.2012)

Update: Wiederholung 9.10.2012 auf Arte, 16:30 Uhr

Am 5.10.2012 zeigt Arte um 08:25 Uhr die Sendung “Klimawandelskeptiker – Ist was dran an ihren Argumenten?” aus der Reihe X:enius. Ankündigung der Sendung:

Klimawandelskeptiker – Ist was dran an ihren Argumenten? – Wird sich die Warnung vor der menschengemachten Klimakatastrophe schon bald als falscher Alarm entpuppen? Ist die Theorie des Weltklimarats falsch, dass Kohlendioxid die Hauptursache für die Erwärmung sei? Ja, sagen Kritiker der etablierten Klimawissenschaft wie der ehemalige Umweltaktivist und heutige RWE-Manager Fritz Vahrenholt. Sie glauben, dass die Wirkung des Treibhauseffektes überschätzt werde. Vielmehr sei die Erwärmung der vergangenen Jahrzehnte überwiegend auf natürliche Ursachen zurückzuführen. Ein normaler Vorgang also, der in der Erdgeschichte immer mal wiederkehre. Es gebe keinen Grund zur Panik: Denn in den nächsten hundert Jahren werde es aufgrund einer abnehmenden Sonnenaktivität wieder kühler werden. “X:enius” konfrontiert Klimawissenschaftler mit den Einwänden der “Klimaskeptiker”. Forscher des Deutschen Wetterdienstes, des Leipziger Instituts für Troposphärenforschung, dem Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung und Mitglieder des Weltklimarats nehmen Stellung. Außerdem besuchen die Moderatoren Gunnar Mergner und Caro Matzko das Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena. Dort erfahren sie bei einem Experiment, wie Kohlendioxid zu einer Erwärmung der Erde führt.

So ein bisschen erinnert das an die BR-Sendung “Falscher Klima-Alarm? Die Argumente der Skeptiker auf dem Prüfstand” die wir bereits renzensiert hatten (siehe unser Blogbeitrag “Gelungene Fernsehdoku zur Klimadebatte: Bayerisches Fernsehen auf wissenschaftlicher Deutschlandrundfahrt“). Ob es sich um die gleiche Sendung nur mit neuem Arte-Titel handelt?

 

Update 8.10.2012: In der Tat, die Schlüssel-Szenen stammen aus der besagten BR-Sendung. Das Video der X:enius-Sendung ist jetzt in der arte-Videothek einsehbar.

Schulfernsehen wirbt für Greenpeace und BUND und vergisst dabei über die Hintergründe des Klimawandels aufzuklären

Erinnern sie sich noch an das Schulfernsehen von anno dazumal? In der Frühphase des TV gab es vormittags gar kein richtiges Programm. Wer dennoch unbedingt die Glotze anmachen wollte, der musste mit dem Schulfernsehen Vorlieb nehmen. Da stand also ein Pauker vor der Kamera und erklärte umständlich den Satz des Pythagoras. Nur Waschmaschine schauen ist langweiliger. Heute kann man vormittags sein TV-Unterhaltungsprogramm aus mehr als 30 Sendern zusammenstellen, da muss ja irgendwo etwas dabei sein. Nur eines wird man vermutlich vergeblich suchen: Das Schulfernsehen. Das muss nämlich jetzt auf die Nachtstunden ausweichen – und auch ins Internet. Die Webseite „Planet Schule“ ist so eine Schulfernsehen-Seite im Cyberspace. Sie beschreibt sich selbst wie folgt:

Planet Schule bietet hochwertige Inhalte für Lehrer, Schüler und natürlich alle Bildungsinteressierten. In „Filme online“ laden kurzweilige Schulfernsehsendungen zum Ansehen und Herunterladen ein.

Hochwertige Inhalte die auch in der Schule gezeigt werden können – da wollen wir gerne einmal probeschauen. Uns interessiert dabei natürlich besonders das Thema Klimawandel, das in der Wissenschaft noch immer kontrovers diskutiert wird. Eines ist bereits klar: Die vom Weltklimarat IPCC bislang verbreiteten Katastrophenszenarien scheinen sich in den allermeisten Bereichen nicht zu bestätigen. Es sollte daher Aufgabe der Lehrer sein, den Schülern belastbare Fakten zu vermitteln und sie dazu ermutigen, alarmistische Aussagen aus interessierten Kreisen nicht einfach ungeprüft zu übernehmen. Wie in vielen anderen Bereichen ist hier eigenes Denken und kritisches Nachfragen gefordert.

Beim Surfen auf Planet Schule fällt uns sofort die Sendung „Die Klimaschützer“ ins Auge. Die Sendung stammt aus dem Jahre 2011 und wurde auch im SWR-Fernsehen soeben wiederholt. Online kann man sie sich hier anschauen. Der Titel klingt spannend. Auf welche Weise wird das Klima hier eigentlich geschützt? Welche wissenschaftliche Grundlage hat dieser Klimaschutz? Da ein hochwertiger Film angekündigt wird, erwartet man eine gezielte fachliche Untermauerung der Klimabedenken, mit Darstellung natürlicher und anthropogener Klimafaktoren. Bezieht sich der Klimaschutzgedanke eigentlich auch auf die natürlichen Klimaschwankungen? Sollten diese unterdrückt werden, damit das Klima möglichst stabil bleibt? Schauen wir in den Film einmal hinein. Es sind nur 30 Minuten, das kann man nebenbei schon mal irgendwie einrichten.

Aber welch Überraschung. Im gesamten Film wird mit keinem einzigen Wort auf die vielfältigen Ursachen des Klimawandels eingegangen. Stattdessen wir plump behauptet, dass die beiden größten Übel dieser Welt Atom- und Kohlekraftwerke seien und diese daher zu bekämpfen seien. Hallo? Sieht so der moderne Unterricht aus? Der Lehrer ist Mitglied bei Greenpeace und nutzt seine Stellung aus, indem er einfach die Ansichten seiner Umweltorganisation im Klassenzimmer als gesicherte Wahrheit verbreitet? Wäre es dann vielleicht auch ok, wenn der Religionslehrer Mitglied bei Scientology ist und versucht, möglichst viele Schüler für seine Sekte zu begeistern? Oder gibt es da vielleicht doch noch eine gewisse Verantwortung zur Wahrung der Neutralität? (weiterlesen …)