Peinlich: Kofi Annan frönt dem lukrativen Klimaalarm und fällt beim wissenschaftlichen Faktencheck durch

Ein beliebtes Spiel ist es, dem Klimwandel sämtliches Übel der Welt anzuhängen. Dabei müssen jetzt auch Kriege herhalten, die nicht von Menschen, sondern angeblich vom CO2 begonnen wurden. Anhänger dieser schrägen These sind unter anderem die US-Forscher Solomon Hsiang und Kyle Meng. In einem kürzlichen Disput mit Andersgläubigen zogen sie jedoch jetzt den Kürzeren. Spiegel Online berichtet am 21. Januar 2014:

Forscherdisput: Grabenkampf um Klimawandel-Kriege
Machen höhere Temperaturen die Menschen gewalttätiger? Forscher sind in dieser Frage heftig aneinandergeraten. Jetzt bringt eine Studie neuen Zündstoff in die Debatte. Der Titel der Studie klingt eigentlich recht friedlich: “Aussöhnung der Meinungsverschiedenheiten über Klima-Konflikt-Ergebnisse”. Unter dieser Überschrift versuchen die US-Forscher Solomon Hsiang und Kyle Meng, den teils heftig geführten Disput über die vermeintlich konfliktfördernde Wirkung des Klimawandels zu lösen. Das Problem: Sie wollen die Debatte in ihrem Sinne beenden – und das geht gründlich schief.

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Kofi Annan bekam am 24. Januar 2014 im Rahmen der Klimaalarm-Happy Hour von der Süddeutschen Zeitung Platz für einen aufrüttelnden Beitrag:

Klimawandel: Unser aller Versagen
Der Klimawandel bedroht die gesamte Menschheit. Trotzdem pustet sie weiter CO₂ in die Luft. Wollen wir denen, die nach uns kommen, wirklich ein so schreckliches Erbe hinterlassen? [...] Der Klimawandel ist die größte Herausforderung unserer Zeit. Er bedroht schon heute das Wohlergehen von Hunderten Millionen Menschen, und in Zukunft werden es weitere Milliarden Menschen sein. Seine Folgen untergraben das Menschenrecht auf Nahrung, Wasser, Gesundheit und Schutz – allesamt Dinge, für die wir unser ganzes Leben lang gekämpft haben. Kein Mensch und kein Land wird den Folgen des Klimawandels entkommen können. Es sind jedoch gerade jene, die keine Stimme haben – weil sie schon heute an den Rand der Gesellschaft gedrängt oder noch nicht geboren wurden – die sich mit dem größten Risiko konfrontiert sehen. Deshalb haben wir die dringende moralische Verpflichtung, in ihrem Namen zu sprechen. [...] In den vergangenen Monaten haben wir außerdem eine Zunahme genau jener extremen Wetterereignisse beobachten können, die den Experten zufolge zu den unvermeidlichen Auswirkungen des Klimawandels zählen – von Taifunen auf den Philippinen über Polarwirbel über Nordamerika bis hin zu weitläufigen Überschwemmungen in Europa. Bereits jetzt sind die damit verbundenen Kosten enorm, weshalb sich die Weltbank, der Internationale Währungsfonds und die Internationale Energieagentur der wissenschaftlichen Gemeinde angeschlossen haben und ebenfalls vor den Risiken warnen, die auf uns zukommen. Es sind nicht mehr nur die Umweltschützer, die die Alarmglocken läuten.

Und so weiter und so weiter. Ein klassisches Klimaalarmstück. Ziel des Ghanaers ist es, möglichst viel Geld für die Entwicklungsländer im Rahmen der kommenden Klimaschadensausgleichszahlungen herauszuschlagen. Annan zählt als Beweis für die Dringlichkeit der Lage einige Extremwetterereignisse auf, die nach Ansicht von seriösen Klimawissenschaftlern aber nun wirklich nichts mit dem Klimawandel zu tun haben. Ach, hätte Kofi Annan doch zuvor bei uns im Blog vorbeigeschaut, dann wäre ihm diese Peinlichkeit erspart geblieben:

PHILIPPINEN-TAIFUN: Klimaaktivisten missbrauchen Taifun Haiyan für eigene Zwecke: Studien fanden für die vergangenen Jahrzehnte keine Zunahme der Taifunaktivität

POLARWIRBEL NORDAMERIKA: Absurdes PIK-Konstrukt vor dem Aus: Nordamerikanische Kältewelle im Januar 2014 war keine Folge der Klimaerwärmung

ÜBERSCHWEMMUNGEN IN EUROPA: Neue schweizerische Studien: Künftig weniger Hochwasser in den Zentralalpen – Sonnenaktvität übt signifikanten Einfluss aus und weitere Studien hier.

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Als hätten sie sich abgesprochen, tappte auch Al Gore in die gleiche Falle und interpretiert den Philippinen-Taifun Haiyan sowie den New Yorker Hurrikan Sandy als Beweis des Klimawandels. The Guardian berichtete am 24. Januar 2014:

Extreme weather events including typhoon Haiyan and superstorm Sandy are proving a “gamechanger” for public awareness of the threat posed by climate change, Al Gore said on Friday. The former US vice-president, speaking to delegates at the World Economic Forum in Davos, said: “I think that these extreme weather events which are now a hundred times more common than 30 years ago are really waking people’s awareness all over the world [on climate change], and I think that is a gamechanger. It comes about, of course, because we continue to put 90 million tonnes of global warming pollution into the atmosphere every day, as if it’s an open sewer.”

Think, think, think, sagt Gore. Leider reicht dies nicht, denn denken ist nicht wissen. Die Klimawissenchaft sieht die Zusammenhänge nämlich ganz anders als Klimaaktivist Gore. Die Ereignisse liegen noch immer vollständig innerhalb der natürlichen Schwankungsbreite, von einer unnatürlichen Steigerung ist weit und breit nichts zu erkennen.

PHILIPPINEN-TAIFUN: Klimaaktivisten missbrauchen Taifun Haiyan für eigene Zwecke: Studien fanden für die vergangenen Jahrzehnte keine Zunahme der Taifunaktivität

HURRIKAN SANDY: Wie der New Yorker Hurrikan Sandy zum Wahlhelfer von Barack Obama wurde: Rückblick zum ersten Jahrestag eines ganz normalen Sturms

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Den Olympischen Winterspielen geht es an den Kragen, wie o2elf.net am 23. Januar 2014 berichtete:

Klimawandel bedroht Olympische Winterspiele
Wenn sich die Prognosen zur Erderwärmung bewahrheiten, wird es am Ende dieses Jahrhunderts in nur sechs ehemaligen Austragungsorten der Olympischen Winterspiele noch kalt genug sein, um verlässlich Wettkämpfe austragen zu können. Selbst bei konservativsten Klimaprognosen wären in den kommenden Jahrzehnten nur 11 der 19 ehemaligen Austragungsorte in der Lage, die Wettkämpfe zu veranstalten. [...] Olympiaveranstalter bedürfen zunehmend meteorologischen Risikomanagementstrategien, da die im Februar in den ehemaligen Austragungsorten der Winterspiele verzeichnete durchschnittliche Tagestemperatur kontinuierlich gestiegen ist – ausgehend von 0,4 degree(s)C während der Wettkämpfe in den 1920er bis 1950er Jahren auf 3,1 degree(s)C während der Wettkämpfe in den 1960er bis 1990er Jahren bis 7,8 degree(s)C während der Wettkämpfe im 21. Jahrhundert. [...] Da Prognosen zufolge davon auszugehen ist, dass die Durchschnittstemperaturen im Februar in den ehemaligen Austragungsorten der Olympischen Winterspiele bis Mitte des Jahrhunderts um weitere 1,9 bis 2,1 degree(s)C und bis Ende des Jahrhunderts um 2,7 bis 4,4 degree(s)C steigen werden, wird das meteorologische Risikomanagement in den kommenden Jahrzehnten weiter an Bedeutung gewinnen.

Fast drei Grad Erwärmung der Wintertemperaturen in den letzten 80 Jahren? Seltsam, global ist es doch in der gleichen Zeit nur um 0,6°C wärmer geworden. Und jetzt noch weitere 4 Grad bis 2100? Offensichtlich kann dies nur mit stark überzogenen CO2-Klimasensitivitäten funktionieren, die mittlerweile von immer mehr Wissenschaftlern abgelehnt werden. Gegen das Winterolympiadensterben sprechen auch die realen Messwerte. Die Schneebedeckung der nördlichen Hemisphäre ist in den letzten 50 Jahren spürbar angestiegen, wie die offizielle Graphik des Global Snow Lab der Rutgers University zeigt (Kurve für gesamten Winter hier):

 

Und wie passt die Meldung eigentlich hierzu:?

Winter in Deutschland werden seit einem Vierteljahrhundert deutlich kälter

Dominik Jung: Alpenwinter sind in den letzten 20 Jahren kälter geworden

Mittelfrist-Klimaprognose des BMBF MiKlip Projekts: Nordatlantik wird sich bis 2020 um mehrere Zehntelgrad abkühlen

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In der Neopresse veröffentlichte Wolfang Prabel am 5. Februar 2014 einen lesenswerten Artikel, in dem auch Fritz Vahrenholt mitspielt:

Klimaforscher reden nicht mit Meteorologen, schade eigentlich!
In der Wissenschaftsgeschichte war es schon immer so, dass Verfechter verschiedener Theorien, oder wie es richtig heißen müßte, konkurrierender Paradigmen, nicht miteinander sprechen. Das hängt zum einen damit zusammen, dass die Stellung im Wissenschaftsbetrieb schon immer eine Messer- und Gabelfrage war, und dass man Forschungsgelder oft eher durch den Hintereingang, als durch die Vordertür bekommen hat. Aber auch die bloße Zugehörigkeit zu einer Wissenschaftsgemeinde fördert die Abgrenzung. Das ist wie in der Politik, wo die Fraktionsvorsitzenden eifersüchtig wie die Zwerge darüber wachen, dass kein Abgeordneter bei einer Abstimmung abweicht und mit der Opposition gemeinsame Sache macht. Oder umgekehrt.

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