E-Bike rettet Bäume. Wie funktionierts?

Unser Leser Dr. med Klaus Rocholl ist kürzlich auf eine Kuriosität gestoßen, die es wohl nur im Zeitalter von Klimaangst und CO2-Phobie geben kann. Rocholl schrieb uns:

Ich habe mir – aus Spaß am Objekt und nicht aus ideologischen Gründen – ein e-Bike zugelegt. Es handelt sich um ein Bike mit einem Bosch-Antrieb (Performance Line) und dem dazugehörigen, mindestens auf den ersten Eindruck auch sehr guten, Nyon Bordcomputer. Dieser ist mit Handy und WLAN zum Internet verbunden und kann über eine von Bosch bereitgestellte Homepage programmiert und ausgewertet werden. Neben zig mehr oder weniger nützlichen Funktionen gibt es hier das “Dashboard”, auf dem man “Infos” über den “Erfolg” des bisher betriebenen e-bikings präsentiert bekommt – so zum Beispiel eingespartes Geld (anhand irgendwie “durchschnittlicher” Benzinpreise), vor allem aber gibt es eine Anzeige zu “GERETTETEN BÄUMEN”, berechnet über die CO2-Einsparung. Bei der Präsentation des Geräts durch den Fahrradhändler habe ich mir erlaubt nachzufragen, wie man durch CO2-Einsparung denn Bäume RETTEN kann… die brauchen doch CO2 zum leben, und durch Entzug der Überlebensgrundlage könne man doch keine Bäume retten. Dies ließ den guten Mann etwas ratlos zurück…

Auf der Homepage des Herstellers finden wir in der Tat die Baumrettungsanzeige:

 

Die Formel und Grundlage zur Berechnung der geretteten Bäume bleibt schleierhaft. Wird hier vielleicht berücksichtigt, dass PKWs mit Bäumen kollidieren könnten und diese dann zu Fall bringen? Und wenn ein E-bike gegen einen Baum fährt, wird eher der E-bike-Fahrer zu Fall gebracht. Die Bäume danken es.

Oder versteckt sich im Nyon-Computer möglicherweise ein komplexes Klimamodell, dass ständig im Hintergrund mitläuft und Baumprognosen für die kommenden 50 Jahre rechnet? Falls ja, mit welcher CO2-Klimasensitivität? Wichtig: Baum ist nicht Baum. In der nächsten Version sollten die E-Bike-Macher auf jeden Fall zwischen Bäumen aus den Tropen und den Mittleren Breiten unterscheiden, die klimatisch anders reagieren. Vielleicht wäre ein Baumgrunddatensatz aus 150 Arten zunächst ausreichend, um die Baumrettungsberechnung nachhaltig und zuverlässig zu gestalten. Bei Interesse helfen wir gerne bei der Konzeption mit.

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Angesichts der zahlreichen Ungereimtheiten im Zusammenhang mit nachträglichen “Korrekturen” von Temperaturdatensätzen, hat nun die britische Global Warming Policy Foundation (GWPF) die Initiative ergriffen und eine unabhängige Untersuchung in Auftrag gegeben. Am 25. April 2015 informierte die in London beheimatete Organisation über die Studie, an der ein internationales Team aus angesehenen Klimatologen, Physikern und Statistikern beteiligt sein wird:

The London-based think-tank the Global Warming Policy Foundation is today launching a major inquiry into the integrity of the official global surface temperature records.
An international team of eminent climatologists, physicists and statisticians has been assembled under the chairmanship of Professor Terence Kealey, the former vice-chancellor of the University of Buckingham.

Questions have been raised about the reliability of the surface temperature data and the extent to which apparent warming trends may be artefacts of adjustments made after the data are collected. The inquiry will review the technical challenges in accurately measuring surface temperature, and will assess the extent of adjustments to the data, their integrity and whether they tend to increase or decrease the warming trend. Launching the inquiry, Professor Kealey said:

“Many people have found the extent of adjustments to the data surprising. While we believe that the 20th century warming is real, we are concerned by claims that the actual trend is different from – or less certain than – has been suggested. We hope to perform a valuable public service by getting everything out into the open.” 

To coincide with the inquiry launch Professor Kealey has issued a call for evidence:

“We hope that people who are concerned with the integrity of climate science, from all sides of the debate, will help us to get to the bottom of these questions by telling us what they know about the temperature records and the adjustments made to them. The team approaches the subject as open-minded scientists – we intend to let the science do the talking. Our goal is to help the public understand the challenges in assembling climate data sets, the influence of adjustments and modifications to the data, and whether they are justifiable or not.”

All submissions will be published. 

Further details of the inquiry, its remit and the team involved can be seen on its website www.tempdatareview.org

The Telegraph berichtete:

Top scientists start to examine fiddled global warming figures
The Global Warming Policy Foundation has enlisted an international team of five distinguished scientists to carry out a full inquiry

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