Glückliche Hühner schonen das Klima. Wie funktionierts?

Im katholischen Pfarrblatt ‘Horizonte‘ des Kantons Aargau gab es am 6. März 2015 Erstaunliches zu lesen:

Glückliche Hühner schonen das Klima
Esther und Lukas Vock aus Niederwil sind die grössten privaten Anbieter von Biopoulets in der Schweiz. In der Aufzucht lassen sie sich von Respekt für Tier und Natur leiten. Damit zeigen sie, dass sich Hühnerfleisch auch tiergerecht und ohne starke Klimabelastung produzieren lässt. [...] «In unserer Hühnerzucht ist das Schlachten ein bedeutender Aspekt. Schlachten darf nur, wer die Tiere liebt», sagt Lukas Vock. [...] Was den Tieren gut tut und auf dem Teller gut schmeckt, belastet auch das Klima weniger. «Wir verfüttern kein gentechnisch verändertes Futter, alles ist 100 Prozent biologisch», betont Lukas Vock.

Nichts gegen glückliche Hühner, aber in dieser Reportage, welche wohl zur Fastenzeit-Klimaalarm-Kampagne der Schweizer Kirchen gehört, bleibt es ziemlich nebulös, welcher Zusammenhang zwischen dem Hühner-Glück und einer drohenden Klimakatastrophe bestehen soll. Genauso gut könnte man diesen Inhalt auch etwa so betiteln: “Glückliche Hühner retten die sterbenden Wälder” oder so: “Glückliche Hühner fressen glückliche Regenwürmer” oder so: “Glückliche Hühner verbessern unsere Gebissmuskulatur” oder so: “Glückliche Hühner schützen die Ozonschicht” oder so: “Glückliche Hühner reduzieren Feinstaub-Emissionen” oder etwa so: “Glückliche Hühner fördern zeitgemässes Gender-Mainstreaming “.

Umso kurioser dann das Nachwort der Horizonte-Redaktion:

Was wir Essen, wirkt sich auf das Klima der Welt aus. Die ökumenische Fastenkampagne 2015 von Brot für alle, Fastenopfer und Partner zeigt, wie unser hoher Fleischkonsum den Futtermittelverbrauch steigen lässt und wie dafür in Brasilien Regenwald und Savanne zerstört werden.

Erst heißt es, dass glückliche Hühner das Klima schonen, dann heißt es plötzlich, dass Fleisch allgemein das Klima belastet. Wieder etwas gelernt: Glückliche Hühner bestehen nicht aus Fleisch!

Spass beiseite. In Wahrheit ist es so, dass biologisch gehaltene Hühner die Umwelt stärker belasten als konventionell gehaltene, wenn von dem Ressourcen-Verbrauch ausgegangen wird. Die ökologische Hühnerhaltung hat eine schlechtere Futterverwertung, die ökologische Getreideproduktion einen höheren Treibstoffverbrauch je Hektar und vor allem je kg Getreide. Alles bekannt und längst ermittelt (Ktbl-Datensammlung). Das entscheidende ist der Ressourcenverbrauch je Produkteinheit, der in der Öko-Landwirtschaft um das Mehrfache höher ist als in der konventionellen. Außerdem gibt es viel größere Probleme in der Produktsicherheit (siehe EHEC-Infektionen aufgrund unsauberer Sprossen, häufige Nachrichten wegen zu hoher Rückstände durch unerwünschte Stoffe).

Mit Dank an F. Blücher.

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Die australische Regierung hat genug vom plumpen Klimaalarmismus. Sie will jetzt den gesamten Vorstand der Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO) austauschen. Die CSIRO ist die staatliche Behörde Australiens für wissenschaftliche und industrielle Forschung. Der Vorsitzende der Organisation hat in der Vergangenheit klar Stellung zugunsten der Klimakatastrophe bezogen, wie WUWT am 6. März 2015 berichtete:

It is possible that McKeon’s outspoken views on climate change may have contributed to differences between the CSIRO board, and the more skeptical Australian government. According to his Wikipedia entry, Simon McKeon appears to be strongly in favour of more funding for climate research. “On climate change, McKeon has expressed his desire to see the topic raised to the top of both the “political and public agenda”. He said “We may not have all the answers to what is occurring, … [b]ut the point is, why wouldn’t one take out very strong insurance to at least do what we can to future-proof our well-being?”

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Der Berliner Kurier beschrieb am 7. März 2015 eine ganz besonders kreative neue Klimaschutzmaßnahme:

Gaga-Aktion vom Pornhub: Mit diesem Armband sollen Männer beim Onanieren gegen den Klimawandel kämpfen
[...] Ewiges Surfen verschwendet Energie und ist somit schlecht für die Klimabilanz. Das weiß auch die Schmuddel-Film-Seite Pornhub und schlägt deshalb das „Wankband“ zum Klimaschutz vor. Damit sollen Handbewegungen beim Onanieren in Energie umgewandelt werden. Diese könnte dann per USB-Anschluss das Smartphone oder den Laptop speisen. Das Portal selbst bewirbt das neue Klimaschutz-Gadget als “erstes tragbares Technik-Gadget, dass es Ihnen möglich macht, den Planeten zu lieben, während sie sich selbst Liebe schenken.”

Lesen Sie den vollständigen Artikel beim Berliner Kurier. Dort gibt es auch interessante Videos dazu (-;

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Klimapanik beim Salzburger Regionalsender des ORF am 6. März 2015:

Klimawandel läuft in Salzburg besonders schnell
Das Klima ändert sich in den Alpen und damit auch in Salzburg schneller als anderswo auf der Welt. Das hat nicht nur Wetterextreme zur Folge, ist eine der Kernaussagen des österreichischen Berichts zum Klimawandel.

Im weiteren Artikeltext heißt es dann, es würde in Zukunft weniger Schnee, dafür aber mehr Überschwemmungen und Dürren geben. Dies sind wohlgemerkt nur Prognosen. Es wäre schön gewesen, wenn in der Klimahistorie der letzten 100 Jahre nach entsprechenden Trends gesucht worden wäre. Dies wäre eine plausible Kallibrierung. Seriöse Forscher haben dies bereits getan – und keine Zunahme der Wetterextreme gefunden. Zudem sind die Wnter eher kälter als wärmer geworden:

Was nun?