Zurich-Versicherungsgruppe schließt ihr 2008 gegründetes Klimabüro

Greenpeace befindet sich aktuell in einer klimatischen Glaubwürdigkeitskrise: Das Luxemburger Wort wies am 25. Juni 2014 auf einen schwer erklärbaren Vorfall hin:

KRITIK AN REISEGEWOHNHEITEN
Greenpeace-Manager: Mit dem Flugzeug zum Job

Die Umweltorganisation Greenpeace ist bekannt für ihre spektakulären Kampagnen – unter anderem auch gegen Flugverkehr. Bei sich selbst nehmen es die Greenpeace-Manager anscheinend damit nicht so genau. Der Luxemburger Pascal Husting pendelte jahrelang mit dem Flugzeug nach Amsterdam. Wo in Europa ein Flughafen erweitert oder eine Landebahn gebaut wird, ist Greenpeace zur Stelle. Die Aktivisten sind berühmt für ihre originellen Proteste unter anderem gegen den Ausbau des Großflughafens London-Heathrow und die Folgen der Flüge für den Klimawandel. Privat schätzen die Greenpeace-Manager dagegen die Annehmlichkeiten des Flugverkehrs. Pascal Husting pendelt seit 2012 mit dem Flugzeug von seinem Wohnort Luxemburg nach Amsterdam, wo er in der Greenpeace-Zentrale die Abteilung „Internationale Programme“ leitet. Laut Recherchen der britischen Zeitung „Guardian“ fliegt Husting die 350 Kilometer zwei Mal im Monat hin und zurück. Die Kosten dafür – rund 250 Euro pro Einzelflug – bezahlt sein Arbeitgeber.

Weiterlesen im Luxemburger Wort.

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Die Zurich-Versicherungsgruppe schließt ihr 2008 gegründetes Klimabüro, wie eine Zurich-Sprecherin jetzt gegenüber E&E Publishing bestätigte. Noch in den letzten Wochen und Monaten hatte die Zurich-Direktorin des Büros, Lindene Patton, aktiv im US-Senat für die Idee der Klimakatastrophe geworben. Patton hatte zudem am kürzlichen US National Climate Assessment mitgearbeitet, das jedoch bei vielen Fachkollegen aufgrund alarmistischer Tendenzen glatt durchfiel. Offenbar hat Zurich nun die Reißleine gezogen, da die IPCC-nahe Lobbyarbeit in der Öffentlichkeit und Teilen der US-Politik nicht mehr so ohne weiteres akzeptiert wird. Generell steht die Versicherungswirtschaft im Verdacht, mit überzogenen Extremwetterwarnungen Kunden für die eigenen Versicherungsprodukte zu werben und überhöhte Preise zu rechtfertigen.

Im Folgenden ein Auszug aus einem Artikel von Evan Lehmann von der E&E News-Plattform vom 27. Juni 2014 zur Schließung des Zurich-Klimabüros:

Leading insurer to close its climate change office, leaving the industry ‘mute’
Zurich Insurance Group is closing its U.S. climate change office six years after opening it to help persuade companies to press public officials for solutions to climbing disaster losses, according to several sources. The move seems likely to end a high-profile advocacy effort that exposed federal lawmakers to the financial concerns of a major insurer regarding rising temperatures. Some observers also say the closure stands to lessen an industry voice that might resonate with Republicans in a debate that’s often characterized as driven by Democratic ideology. Zurich’s decision comes amid a flush of visibility for the office and its director, Lindene Patton, who in recent months helped write the National Climate Assessment, testified before a Senate panel and spoke at the White House. In some circles, that has distinguished Patton as an unusually credible advocate for climate action who speaks from the suit-and-trouser world of the financial sector, where crunching numbers outpaces environmental ideology. One observer described her as a “dynamo.” [...]

When Zurich announced its “climate initiative” six years ago, it was an effort, in part, to rally other members of the massive industry to get involved in shaping public policy. It warned of worsening climate risks that foretold of more than just sharpening damage from floods and storms: The industry also faces increased pressure from regulators and, in the eyes of customers, reputational risk if it doesn’t act, the company said. [...] “The internal meaning could be that they don’t want to stick their neck out, that they want to be less visible with regard to climate change in general,” said Walter Stahel, director of risk management research at the Geneva Association, a Swiss think tank funded by the insurance industry. “And they want to break it down into much more concrete [efforts] to impose adaptation measures.” [...] A Zurich spokeswoman confirmed yesterday that the climate office is being closed.

Weiterlesen auf der E&E News.

Bereits im Herbst 2012 hatte die Deutsche Bank ihre Analyseabteilung für die Folgen der Erderwärmung aufgelöst.

Siehe auch:

 

Mit Dank an die GWPF.