Bildzeitung: Plastik-Abfall gefährlicher als Klimawandel

In der Münchener Galerie art room9 ist ab dem 6. November 2014 die Fotoausstellung “Images Beyond the Naked Eye” zu sehen, in der internationale Fotokünstler Bilder zum Thema Global Warming präsentieren. Die Galerie teilt hierzu mit:

Die Ausstellung „Images Beyond the Naked Eye“ zeigt Werke international bekannter Fotografen zum Thema Klimawandel. Da die Fotografie weitreichende Veränderungen und räumliche Eindrücke darzustellen vermag, kann sie das zeigen, was dem bloßen Auge verborgen bleibt. Die Ergebnisse fotografischer Abbildungen erzeugen Assoziationen, oft auch Erstaunen oder gar Betroffenheit. Sie regen unsere Neugier an und konfrontieren uns mit Tatsachen, die uns zum Nachdenken anregen, den Dingen auf den Grund zu gehen. Genau diese Eigenschaften sind es, die die Fotografen herausfordern, die abstrakten und komplexen Zusammenhänge von Klimawandel und Klimaerwärmung sichtbar zu machen.

Folgende Fotografinnen und Fotografen nehmen an der Ausstellung teil:

Abbas, Pavel Banka, Gabriele Basilico, Desiree Dolron, Hubertus Hamm, Robert F. Hammerstiel, Stefan Hunstein, Tokio Ito, Robert Glenn Ketchum, Robert Lebeck, Gerd Ludwig, Laura McPhee & Virginia Beahan, Esko Männikko & Pekka Turunen, Duane Michals, Sarah Moon, Martin Parr, Werner Pawlok, Jorma Puranen, Sebastiao Salgado, Miro Svolik, Massimo Vitali, Robert Walker.

Die Vernissage für geladene Gäste und den Künstlern findet am 6. November 2014 statt. Man darf gespannt sein, wie die Künstler die Erwärmungspause der letzten nunmehr 18 Jahre mit der Kamera eingefangen haben. Wurden Fotos zum wachsenden antarktischen Meereis zugelassen? Vielleicht gibt es Leser in München, die die Ausstellung für uns einmal besuchen und uns Rückmeldung geben könnten.

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Vor einiger Zeit hatten Aktivisten ein Paper durch das Peer Review geschmuggelt, in dem sie behaupteten, es gäbe einen 97 prozentigen Konsens in den Klimawissenschaften. Den gibt es wirklich, allerdings in einer gänzlich trivialen Asusage, nämlich dass sich das Klima generell wandelt und der Mensch etwas dazu beiträgt. Diese nichtquantitative Feststellung kann aber fast jeder unterschreiben, egal ob Alarmist oder Skeptiker. Ein Konsens ohne Wert. Spiegel Online kritisierte am 23. September 2014, dass IPCC-Wissenschaftler diese Studie mittlerweile für eigene Zwecke missbrauchen und die Inhalte in unzulässiger Weise öffentlich ausschlachten:

Missglückter Forscher-Aufruf zum Uno-Klimagipfel: Die 97-Prozent-Falle 
“97 Prozent der Wissenschaftler stimmen überein: Klimawandel ist eine Tatsache, menschengemacht und gefährlich”, ließ US-Präsident Barack Obama per Twitter melden. Er berief sich auf eine mittlerweile berühmte Studie, die zu diesem Ergebnis kam – weitestgehende Einigkeit unter den Klimaforschern. Das Problem ist allerdings: Der Konsens der Wissenschaftler ist ein anderer, als Obama suggeriert. Klimaforscher fördern das Missverständnis nun mit einer Kampagne. Anlässlich des Uno-Klimagipfels am Dienstag in New York haben 97 von ihnen Stellungnahmen veröffentlicht, die Einigkeit zum Klimathema betonen sollen. Sie warnen vor schmelzenden Gletschern, steigendem Meeresspiegel, versauernden Ozeanen und “katastrophalen Umweltveränderungen in der nahen Zukunft” – all das könnten Folgen des Klimawandels sein, wie zahlreiche Studien zeigen. Indes: Die 97 Wissenschaftler suggerieren mit ihrer Kampagne, bei der sie sich auf die Konsens-Studie berufen, es herrsche Einigkeit zu all diesen Themen unter 97 Prozent der Klimaforscher. Doch damit täuschen sie die Öffentlichkeit.

Weiterlesen auf spiegel.de.

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Die Kritik an den alarmistischen Thesen des IPCC wächst, auch im Heimatland der IPCC-Zentrale. Die Schweizerzeit schrieb am 23. September 2014:

Klimawandel kaltgestellt
Am Klimagipfel in New York machten die Staaten weitere Zugeständnisse im Kampf für den «Klimaschutz». Die Schweizer Steuerzahler müssen ab 2020 mindestens 480 Millionen Franken jährlich für «klimaschonende Projekte» bereitstellen. Doch inwiefern kann die Politik tatsächlich das Klima planen und steuern? [...] Bei der Ursachenforschung zu globalen Klimaschwankungen scheinen sich etliche Experten dagegen zu sträuben, kosmische Faktoren ernster zu nehmen, obwohl seit vielen Jahren aussagekräftige Studien dazu vorliegen. Schon lange wird über klimatologische Auswirkungen der Sonnenaktivität berichtet. Geradezu augenfällig war die kalte Periode zwischen 1645 und 1715, als parallel dazu auf der Sonne keinerlei Flecken mehr wahrgenommen wurden, weil der berühmte Elfjahreszyklus für ganze 70 Jahre aussetzte – das schon legendäre Maunder-Minimum. Und nun hat auch die schwedische Lund-Universität aktuelle Ergebnisse dazu veröffentlicht: Durch Analyse von Spurenelementen in grönländischen Eiskernen und chinesischen Höhlenformationen konnten Forscher erstmals die Sonnenaktivität zum Ende der letzten Eiszeit aus der Spanne vor 20000 bis 10000 Jahren rekonstruieren. Einer der Autoren, Raimund Muscheler, spricht sogar von einer «unerwarteten Verbindung zwischen Sonnenaktivität und Klimaänderung … Eine verringerte Sonnenaktivität könnte in Nordeuropa zu kälteren Wintern führen, da die solare UV-Strahlung die atmosphärische Zirkulation beeinflusst». Tatsache ist, dass Klimaschwankungen schon vorgekommen sind, wodurch auch immer sie ausgelöst wurden. Vulkanausbrüche, Kometeneinschläge, davon unabhängige säkulare Veränderungen der Erdbahn und unzählige andere natürliche Mechanismen haben die Erde in ein andauerndes klimatisches Wechselbad getaucht.

Ganzen Artikel auf schweizerzeit.ch lesen.

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Ende September 2014 hatten wir an dieser Stelle über die Schnecke Rhachistia aldabrae berichtet, die man bereits als Klimaopfer abgeschrieben hatte, dann aber doch wieder quicklebendig auftauchte (“Totgesagte leben länger: Angebliches Klimaopfer erwacht von den Toten“). Daraufhin meldete sich Leser Rainer Steppan bei uns:

Guten Tag,
ich befinde mich auf Comino (Malta). Eben NUR im Gebiet dieser Inselgruppe kommt die Meeresschnecke Gibbula nivosa vor. Ich sammele seit 1978, habe daher einige Erfahrung. Diese Art stand seit den spaeten 70ern im Verdacht, ausgestorben zu sein. Zumindest war sie in den 80ern/90ern äußerst selten. In 1993 war in Poppe & Goto zu lesen, dass die Art “protected by law” war, was für große Seltenheit spricht. In 1982 hatte ich nicht eine Einzige gefunden, jetzt geschätzt 25. Es ist damals (vor 1993) sogar eine Maltesische Briefmarke mit der Art herausgekommen. Aber oh Wunder, seit 2000 ungefaehr ist sie wieder zurueck, habe schon 3 Exemplare gefunden. Koennte es sein, dass der Klimawandel da beteiligt war? Nein, das ist unmoeglich, da er ja nur negative Auswirkungen haben darf.
Viele Gruesse
Rainer Steppan

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Überraschendes in der Bildzeitung vom 26. September 2014:

Plastik-Abfall gefährlicher als Klimawandel: Die Welt versinkt im Müll
[...] Charles J. Moore, US-Kapitän und Gründer der Organisation „Algalita“, kämpft seit fast 20 Jahren für den Umweltschutz, vor allem dem Schutz der Weltmeere. Er warnt: „Plastik-Abfall ist gefährlicher als der Klimawandel.“

Ganzen Artikel auf bild.de lesen.