Soziologen haben die Lösung: Klimarettung durch mehr Faullenzen

Eine weitere kuriose Blüte in der Klimadebatte: Klimarettung durch mehr Faullenzen. Die österreichische Kronenzeitung berichtete am 19. September 2014:

Soziologen-Vorschlag: 30- Stunden-Woche soll Klimawandel stoppen
Wo gearbeitet wird, da fallen Späne – und es wird Energie verbraucht. Was wiederum den Klimawandel – Österreich hat es laut dem ersten österreichischen Klimawandel- Sachstandsbericht besonders hart getroffen – verstärkt. Deshalb spricht sich der Wiener Soziologe Hubert Eichmann für eine Arbeitszeitverkürzung aus. Um die heimische Umwelt zu schützen.

Weiterlesen auf krone.at.

——————

Vielleicht kennen Sie die Organisation Transparency International, die für mehr Transparenz und gegen Korruption kämpft. Weniger bekannt ist die Gruppe Lobby Control, die ihre Zielsetzung wie folgt beschreibt:

LobbyControl ist ein gemeinnütziger Verein, der über Machtstrukturen und Einflussstrategien in Deutschland und der EU aufklären will. Wir setzen uns ein für Transparenz, eine demokratische Kontrolle und klare Schranken der Einflussnahme auf Politik und Öffentlichkeit.

Bislang ist die Organisation eher durch Klimaalarm-nahe Aktionen aufgefallen (“Wählen Sie den größten Klimaschutzblockierer!“, “Intransparente Finanzierung der europäischen Klimaskeptiker“). In den letzten Jahren ist es jedoch bei Lobby Control um das Klimathema stiller geworden. Hat ein Umdenken eingesetzt? Auslöser könnte die plumpe Werbemasche der Versicherungskonzerne gewesen sein, die Bevölkerung in Klimaanagst zu versetzen und damit den Absatz von Extremwetterversicherungen zu stimulieren. Siehe unsere Blogartikel “Ein Fall von Schleichwerbung? Versicherungswirtschaft platziert beunruhigenden Extremwetterartikel bei Schleswig Holsteiner Tageszeitungsgruppe“, “Schweizerische Mobiliar-Versicherung finanziert Klima-Professur“, “Spiegel Online zweifelt an Katastrophenszenarien der Münchener Rückversicherung “). Lobby Control, bitte übernehmen Sie!

——————

In Hannover hat der Publizist und Ingenieur Klaus Öllerer die Inititative ‘Klimakontroverse‘ ins Leben gerufen. Ziel der Gruppe ist es, den Klimarealismus argumentativ in der Öffentlichkeit besser bekanntzumachen. Im September 2014 nahm die Initiative an der Veranstaltung „Klima, Wetter, Hitze – Was erwartet uns in Zukunft?“ in der niedersächsischen Landeshauptstadt teil. Auf seiner Webseite Klimanotizen berichtete Öllerer über eine interessante Disskussion mit einem der Vortragenden:

KlimaKontroverse.de: Auftritt bei „Klima, Wetter, Hitze – Was erwartet uns in Zukunft?“ in Hannover

Die Stadt Hannover hatte in die Volkshochschule zu einer neuen Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Hannover im Klimawandel: Folgen und Anpassung“ geladen mit dem Thema: „Klima, Wetter, Hitze – Was erwartet uns in Zukunft?“
Zwei Vertreter der Initiative KlimaKontroverse waren auch anwesend. Der Standardflyer wurde an fast alle der 30 Anwesenden verteilt.

Die Organisatoren kannten uns schon von der letzten Veranstaltung dieser Reihe auf der wir mit Diskussionsbeiträgen aufgetreten waren. Wenn der Eindruck nicht täuschte, dann löste unser Erscheinen keine große Freude aus. Die Vorträge und Einleitungen wirkten dann auch irgendwie sehr kraftlos, was vielleicht nicht nur eine subjektive Empfindung des Berichterstatters war. Auf Wandtafeln dort und im Vortrag von Wolfgang Riecke, Diplom-Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst, wurde die Behauptung aufgestellt, dass auch in Deutschland die Temperaturen steigen würden. Riecke leitet seit 2002 das Regionale Klimabüro Hamburg beim Deutschen Wetterdienst (DWD). In seinem Vortrag ging er hauptsächlich auf den Wärmeinseleffekt ein. Zweifelhafte Behauptungen von ihm betrafen im Wesentlichen die Deutschlandtemperaturen in Gegenwart und Zukunft.

Frage an den Referenten nach seinem Vortrag: „Ist Ihnen bekannt, das seit 17 Jahren die Durchschnittstemperaturen in Deutschland gesunken sind und zwar um den hohen Wert von 0,4-0,5 Grad?“

Der Referent antwortete nicht direkt, sondern wiederholte einen Teil seines Vortrages zum Wärmeinseleffekt.

Der Fragende blieb jedoch hartnäckig: „Meine Frage ist noch nicht beantwortet. Ist Ihnen bekannt, dass die Deutschlandtemperaturen sich abgekühlt haben, um den hohen Wert von 0,4-0,5 Grd in den letzten 17 Jahren?“

Antwort des Referenten: “Ja, ist mir bekannt.“

Fragender: “Warum haben Sie das denn in Ihrem Vortrag nicht gesagt?“

Referent Herr Riecke antwortete zögerlich, leise, abgehackt, unsicher, so dass es für das Publikum schwer verständlich war. Immerhin waren folgende Wörter noch gerade zu verstehen: “Auch weltweit gesunken, Prof. Latif, Meer, Wärme dort,…“
Das Publikum, überwiegend aus der klimabesorgten Szene, schwieg konzentriert. Wir taten das vermutlich klügste und ließen seine Worte einfach wirken.

Den Anwesenden war die Tatsache der Temperatursenkung in Deutschland bis dahin nicht bekannt.
Dieses neue Wissen dürfte nach aller Lebenserfahrung vielleicht bei Manchem einen ersten Samen zum neuen Nachdenken gepflanzt haben.
Wir bleiben dran.