Bundesregierung verfälscht UN-Klimabericht: IPCC entlarvt die deutsche Ökostrom-Förderung als nutzlos

Die deutsche Energiewende läuft immer mehr aus dem Ruder. Die Politik wird zunehmend nervöser und versucht unvorteilhafte Einschätzungen möglichst aus der Öffentlichkeit herauszuhalten. Nicht auszudenken, falls es zur offenen Revolution der Bevölkerung gegen die teure und fragwürdige Maßnahme kommen sollte. Offenbar wird es nun sogar so eng, dass staatliche Stellen auch vor inhaltlicher Verfälschung und regelrechter Manipulation nicht mehr zurückschrecken, wie Daniel Wetzel in einem Artikel in der Welt vom 18. Mai 2014 berichtet. Ein unglaublicher Vorgang, der zu Konsequenzen in den beteligten Stellen haben muss:

Die dreiste Berichtsfälschung der Klimatrickser

Der UN-Klimaschutzbericht entlarvt die deutsche Ökostrom-Förderung als nutzlos. Das hat niemand gemerkt. Denn die Regierung hat die Aussagen in der offiziellen Zusammenfassung grob verfälscht.

Die deutschen Verbraucher haben erneuerbare Energien zwar mit dreistelligen Milliardensummen subventioniert. Doch dem Klimaschutz hat das nichts gebracht. So steht es sinngemäß, aber recht deutlich im jüngsten Klimaschutzbericht der Vereinten Nationen, der im April der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Gemerkt hat das bislang freilich niemand. Einer der Gründe dafür ist recht simpel: Die Bundesregierung hat den Befund der UN-Forscher in der offiziellen deutschen Zusammenfassung (“Kernbotschaften”) schlicht unterschlagen. Weitere peinliche Passagen aus dem UN-Dokument wurden in der Zusammenfassung fast in ihr Gegenteil verkehrt.

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235 führende Wissenschaftler aus 58 Ländern vier Jahre lang intensiv Gedanken gemacht. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hörte denn auch aufmerksam zu, als IPCC-Chef Rajendra Pachauri und der Co-Vorsitzende der zuständigen IPCC-Arbeitsgruppe III, Ottmar Edenhofer, die Ergebnisse am 14. April im Auditorium Maximum der Technischen Universität Berlin vorstellten. Nur: Zu einer tieferen Analyse des mehrere Tausend Seiten starken UN-Berichts reichte es bei der Präsentation natürlich nicht. Allein die “Technical Summary” umfasst 99 Seiten komplizierter Wissenschaftslyrik in Englisch. Und auch die vom IPCC gelieferte englischsprachige “Zusammenfassung für Entscheidungsträger” blieb mit einem Umfang von 33 Seiten für Politiker mit eng getaktetem Terminplan noch eine Herausforderung.

Umso dankbarer nahmen es da Journalisten, Referenten und Umweltgruppen auf, dass die für den Klimaschutz zuständigen deutschen Bundesministerien und Behörden eine mit vier Seiten recht übersichtliche Zusammenfassung der “Kernbotschaften” des IPCC-Berichts zur Verfügung stellten. Verantwortlich für die deutsche Zusammenfassung zeichneten gleich vier hochmögende Institutionen: Federführend das Umweltministerium, beteiligt sind ferner die Deutsche IPCC-Koordinierungsstelle in Bonn, das Umweltbundesamt in Dessau und das Bundesministerium für Forschung und Bildung. Das Papier, sollte man meinen, ist für die Interpretation der IPCC-Befunde eine seriöse Quelle. Dass die ministerielle Zusammenfassung dem Originaltext in wichtigen Punkten nicht entspricht, ahnte niemand.

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Über das klimaalarmistisch geprägte Weltbild des Umweltbundesamtes (UBA) hatten wir an dieser Stelle bereits mehrfach berichtet (“Einseitiges Klima im Umweltbundesamt: Was steckt dahinter?“, “Abenteuerliches Kinderbuch vom Umweltbundesamt eignet sich nicht als Gute-Nacht-Geschichte“, “Dubiose Klimabroschüre des Umweltbundesamtes geht nach hinten los: Fach- und Medienwelt sind entsetzt“). Da wundert es wenig, dass das UBA auch hier wieder seine Finger mit im Spiel hat.

 

Siehe auch Artikel "Bundesregierung verfälscht UN-Klimabericht" in der Berliner Morgenpost sowie "Der verschwiegene Klimapolitik-Skandal" in der FAZ.