Bäume treiben Erderwärmung weniger stark an als gedacht

Während Aktivisten die Erwärmungspause der letzten mehr als anderthalb Jahrzehnte immer noch hartnäckig leugnen und auch vor Datenmanipulationen nicht zurückschrecken, haben seriöse Wissenschaftler die Suche nach Erklärungsmöglichkeiten intensiviert. Britische Forscher des National Oceanography Centre (NOC) in Southampton kündigten nun ein großangelegtes multidisziplinäres Projekt an, das den Hiatus zu verstehen versucht. Auf Hydro International wurde das Forschungsprogramm vorgestellt:

Project Investigates the Global Warming Hiatus

To investigate why the global warming trend varies from decade to decade, scientists from the National Oceanography Centre (NOC, UK) will work alongside those from nine other research organisations as part of a major new multidisciplinary research project. Over the last decade a slowdown, or hiatus, has been observed in the global warming of the Earth’s surface, although it is important to note that heat is still accumulating in other parts of the climate system, such as the deep ocean.

Potential causes for these variations include; the effects of volcanic activity, solar radiation, greenhouse gases and atmospheric aerosols and atmospheric and ocean circulation. This new project, called Securing Multidisciplinary Understanding and Prediction of Hiatus and Surge events (SMURPHS), will investigate the impact of each of these factors on the observed variation in global warming.

Weiterlesen auf Hydro International

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Die Industrie-Schornsteine in der entwickelten Welt sind in den letzten Jahrzehnten sehr viel sauberer geworden. Mit effektiven Filtermethoden wird das Abgas zunächst gereinigt, bevor es in die Umwelt entlassen wird. Das gefällt vielen Klimaaktivisten gar nicht. Sie hatten den Dreck als wirksamen Sonnenschutz liebgewonnen und ärgern sich nun, dass die Sonne heute von Rauchschwaden wieder nahezu ungestört auf den Erdboden scheinen kann.

Da im Zeitalter der Klimakatastrophe nichts besser aber alles schlechter werden muss, hat sich die Presse dankbar auf die Geschichte gestürzt und lupenreinen Klimaalarm daraus gestrickt. So brachte der SRF am 14. März 2016 die folgende Story:

Saubere Luft fördert die Erderwärmung
Vor 30, 40 Jahren verschärften die Industrieländer die Abgas-Vorschriften für Fabriken und Autos. Dank diesen ist die Luft wieder reiner geworden. Aber diese Erfolgsgeschichte des Umweltschutzes beschleunigt tendenziell die Klimaerwärmung.

Als Radiobeitrag anzuhören im Internet hier.

Kalte-Sonne-Blogleser kennen das Ganze übrigens schon aus dem April 2015 (“Sauberere Luft heizt Europa auf: Fast ein Viertel der Erwärmung seit 1980 ist durch Rückgang der Schwefeldioxid-Verschmutzung bedingt“). Kalter Kaffee.

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Bäume als Klimakiller? Die Angst vor der Natur treibt seltsame Blüten. Eine neue Studie aus den USA zeigt, dass die Klimaangst vor dem Wald wohl doch etwas übertrieben war. Der Tagesspiegel berichtete am 16. März 2016:

Bäume treiben Erderwärmung weniger stark an als gedacht
Auch Pflanzen stoßen Kohlendioxid aus – gerade wenn es wärmer wird. Dieser Effekt ist jedoch schwächer als bisher erwartet, zeigen Versuche in Minnesota.
Die Erderwärmung wird nicht nur durch den Kohlendioxidausstoß der Menschheit angetrieben. Auch Pflanzen erzeugen bei ihrem Stoffwechsel CO2, immerhin rund sechsmal so viel, wie bei der Verbrennung fossiler Rohstoffe entsteht. Steigen die Temperaturen, so nimmt diese „Atmung“ der Pflanzen zu, es wird umso mehr CO2 ausgestoßen und könnte die Erwärmung weiter antreiben – so lautet eine verbreitete Annahme, die sich vor allem auf Laborexperimente stützt. Dem widerspricht nun Peter Reich von der Universität von Minnesota in St. Paul, zumindest ein bisschen.

Weiterlesen im Tagesspiegel

Auch Reuters hatte die Ergebnisse am selben Tag im Nachrichten-Programm:

Trees adapt to higher temperatures, limiting global warming impact
Trees can adapt to rising temperatures and limit their natural emissions of greenhouse gases, according to a study published on Wednesday that suggests plants may have a smaller than expected role in stoking man-made global warming. Trees, plants, people and other animals produce carbon dioxide as a waste product from burning energy. As temperatures rise, trees use more energy in respiration and emit more carbon dioxide from their leaves. “Plant respiration results in an annual flux of carbon dioxide to the atmosphere that is six times as large as that due to the emissions from fossil fuel burning, so changes in either will impact future climate,” scientists wrote in the journal Nature. They found that 10 types of North American trees, in artificially heated outdoor forest plots, adapted to higher temperatures without drastically boosting the amount of carbon produced by their leaves.

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