Leseempfehlung zur Klimadebatte: Welt in Angst – von Michael Crichton

Der Klimaalarm erlebt gerade wieder eine Hochphase. Nachdem man jahrelang Schulbücher und Lehrer auf Linie getrimmt hat, fuhr man nun mit einer inszenierten Schülerprotestwelle reiche Ernte ein. Dabei war es vollkommen gleichgültig, dass die Schüler weder Schulabschluss noch einen tieferen wissenschaftlichen Einblick in die Materie hatten. Hauptsache es waren viele Schüler, die auch noch laut und medienwirksam riefen. Vielleicht war die fachliche Unbedarftheit sogar Voraussetzung, denn wer sich auch nur ein bisschen in der Materie auskennt, hätte den Aktivistenbraten bereits frühzeitig gerochen. Ok, Tor für Klimaalarm, müssen wir mit klarkommen.

Die Muster der Klimadebatte haben sich überraschenderweise in den letzten zwei Jahrzehnten kaum verändert. Das macht auch die Lektüre des Romans Welt in Angst von Michael Crichton überdeutlich. Wer diesen Schmöker noch nicht gelesen hat, dem sei er wärmstens (!) empfohlen. Crichton war ein vielfach mit Preisen ausgezeichneter US-amerikanischer Schriftsteller, Drehbuchautor und Regisseur. Sein gesunder Menschenverstand ließ ihn an der damals aufkeimenden Klimaapokalypse zweifeln, was er literarisch perfekt und wissenschaftlich überzeugend verarbeitete. Wikipedia zum Buch:

2004 kam sein umstrittener Roman Welt in Angst heraus. Darin geht es um Ökoterroristen, die ein künstliches Seebeben auslösen wollen, um die Welt in Angst vor dem Klimawandel zu halten. Der Roman kritisiert die nach Meinung des Autors ideologisierte Wissenschaft. Crichton hielt die Thesen vom weltweiten Klimawandel für falsch; wenn es überhaupt eine Erwärmung gebe, dann sei sie Teil eines natürlichen Zyklus, da sich die Erde seit der letzten Eiszeit erwärme.

Näheres zum Inhalt (von der Buchseite auf Wikipedia):

George Morton ist ein amerikanischer Millionär, der mit seinem Geld Umweltorganisationen unterstützt. Als er bei einem Autounfall verunglückt, möchten Umweltaktivisten überraschend schnell sein Erbe antreten. Georges Anwalt und guter Freund Peter Evans macht sich auf die Spur der verschwundenen Millionen. Begleitet vom geheimnisvollen Agenten John Kenner, stellt Peter fest, in welche dubiosen Projekte Georges Unterstützung geflossen ist und wird gezwungen, seinen eigenen Standpunkt komplett neu zu überdenken.

Den Rest der zitierten Wikipediaseiten brauchen Sie übrigens nicht zu lesen, da Aktivisten das Werk wie üblich in der Luft zerreißen. Hier ein kurzes Beispiel:

Zwar seien die vorgebrachten Argumente auf den ersten Blick plausibel, tatsächlich seien sie jedoch Scheinargumente, die einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht standhielten. Oft seien sie auch einfach nur falsch. Tatsächlich zeige die Lektüre deutlich, dass Crichton auf gängige Pseudoargumente von Klimaskeptikern reingefallen sei. Umweltschützer warfen ihm zudem Missverständnis von Fakten sowie Fehlinformationen und die Leugnung der anthropogenen Ursachen der Klimaerwärmung vor.

Gegenargumente gibt es wie üblich nicht. Genießen Sie daher das Buch. Ihnen wird vieles sehr bekannt vorkommen, obwohl das Buch bereits vor 15 Jahren erschien.

 

 

 

(übrigens: sie können sich Untertitel in englisch oder deutsch anzeigen lassen, wenn Sie mit der Maus auf den unteren Rand des Youtubeschirms fahren. Dort gibt es ein Rechtecksymbol – links neben dem Rad).

 

 

Michael Crichton verstarb am 4. November 2008 an Krebs.

 

Siehe auch Artikel von Bob Tisdale zum Buch.