Interessenskonflikt: Profiteure der Klimakatastrophen-Ideologie machen gemeinsame Sache mit Versicherungen und wollen Energiefirmen kräftig melken

Die FAZ brachte am 12. September 2017 einen ganz besonders hochqualitativen Artikel:

Papst nennt Leugner des Klimawandels „dumm“ und „stur“
Angesichts der zerstörerischen Hurrikan-Serie in der Karibik, den Vereinigten Staaten und Mexiko hat Papst Franziskus Leugner des Klimawandels als „dumm“ gebrandmarkt. Diejenigen, die den Klimawandel anzweifelten, sollten sich an Wissenschaftler wenden und diese befragen, sagte Franziskus am Montag auf dem Rückflug von Kolumbien nach Rom vor Journalisten. Die Experten seien „sehr klar, sehr präzise“.

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Hat sich das der Papst selber überlegt oder hat es ihm sein päpstlicher Berater Hajo Schellnuhber zugeraunt? Wie auch immer, beiden sei angeraten, sich noch einmal gründlich mit der klimahistorischen Hurrikan-Literatur zu beschäftigen. Die himmlische Wahrheit: Es gibt keinen Trend. Das aktuelle Geschehen bewegt sich voll und ganz im Bereich der natürlichen Schwankungsbreite. Beispiele:

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Ein australischer Klimawissenschaftler wurde jetzt zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, da er mehr als eine halbe Millionen australische Dollar an Forschungsgeldern auf sein Privatkonto abgezweigt hat.

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Eine Studentin der University of Wyoming beschrieb auf WUWT, wie sie zur Klimaskeptikerin wurde.

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Spiegel Online am 5. September 2017:

Antarktis Vulkan verursachte vor 18.000 Jahren ein Ozonloch
Fast 200 Jahre lang wütete ein Vulkan einst in der Antarktis. Forscher glauben: Der Feuerberg hat schon damals einen Klimawandel eingeleitet.

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Am 13. September 2017 überraschten Anthony J. Webster und Richard H. Clarke in Nature mit einer schrägen Idee: “Böse” konventionelle Energiefirmen sollen einen Riesenbatzen Geld an die “guten” Versicherungen überweisen, die dann als verlässliche Partner der Regierungen nachhaltige Projekte damit finanzieren:

Insurance companies should collect a carbon levy
[...] Here we propose that insurers collect a levy from energy producers according to the carbon intensity of their products. The funds generated should be invested in climate adaptation and low-carbon energy. This would be fair — polluters should redress the problems they create. The biggest beneficiaries of fossil fuels would then pay for the benefits they have derived at the expense of others, including future generations. [...]

Unerwähnt bleibt ein massiver Interessenskonflikt: Die Versicherungen haben ein handfestes Interesse an der Verbreitung des Klimakatastrophengedankens. Sie können unter diesem Hintergrund Prämien erhöhen, Kunden werben und zu teure weil zu gefährliche Gebiete aus dem Versicherungsschutz ausschließen. Mittlerweile regt sich Widerstand gegen dieses fragwürdige Geschäftsmodell:

Ein bisschen verworren klingt das alles schon. Daher lohnt es sich, den Hintergrund von Anthony Webster zu beleuchten. Vor kurzem wechselte er von der Physik in die Statistik. In seinem LinkedIn-Profil zählt er seine vielfältigen Interessen auf, wobei seine Klimaaktivitäten irgendwie nicht zum Rest seiner Tätigkeit passt:

My publications discuss Insurance and Climate Change, Foams, Emulsions, Plasma Equilibrium and Stability, and applications of Probability and Statistics.

Ist er vielleicht im privaten Bereich Aktivist? Was trieb ihn nach 15 Jahren Physik in den Karrierewechsel und den Klimakampf gegen die Energiekonzerne? Sein Co-Autor Richard Clarke leidet auf jeden Fall unter einem schwerwiegendem Interessenskonflikt. Er arbeitet für die Firma ‘Predict Ability’, die ihr Geld mit dem Verkauf von Software für den Kohlenstoff-Emissions-Handel verdient. Auf der Webseite heißt es:

PAL provides carbon pricing software and services that help financial institutions and public agencies understand, quantify and track carbon risk exposure.

Je schlimmer das Klimaproblem, desto mehr Kohlenstoffhandel, desto mehr Software und Beratung. Und das Geld soll von den Energiefirmen kommen, die Clarke zusammen mit dem Neu-Statistiker Webster in ihrem Nature Artikel finanziell ausquetschen wollen. Im Artikel selber muss Clarke seinen entsprechenden finanziellen Interessenskonflikt angeben:

Competing financial interests
R.H.C. is Director (Research) of Predict Ability Limited (PAL) and author of the book Predicting the Price of Carbon: How to Crack the Climate Code for Good, which is self-published by PAL. PAL is a science-led start-up limited company (incorporated in 2015) that claims to have determined a realistic carbon price based on insurance loss and damage, specifically using the Munich Re disaster database and other sources of mass data. A simple, lightning-based global attribution method has been used in the absence of the widespread event attribution system called for in the Nature Comment article. PAL has been privately funded since its beginning in 2015 by Dr Bruce Menzies (Chairman). The three directors are the only shareholders. More at http://predictability.ltd.uk/wp.

Zunächst einmal liest sich die Erklärung fast wie eine Werbeanzeige für PAL und das Buch. Eine Verbandelung mit Munich Re über ihre Extremwetter-Datenbank wird angegeben. Nature scheint es nicht gestört zu haben, sonst wäre der Artikel wohl nicht erschienen.