Feuerbauern im südlichen Afrika schneiden sich selber den Regen ab

Kalte-Sonne-Leser wissen mehr. Vor drei Jahren haben wir an dieser Stelle über die beginnende Abkühlung des Nordatlantiks berichtet. Der Trend hat sich mittlerweile weiter verfestigt, wie David Archibald am 2. Mai 2016 auf WUWT unter Verwendung von Ole Humlums Climate4You-Graphiken beschrieb.

Abbildung: Entwicklung der nordatlantischen Ozean-Wärme (OHC) für das Wassertiefensegment 0-700m. Quelle: WUWT.

Kurz zuvor, am 28. April 2016, hatte bereits Paul Dorian auf dem Vencore Weather Blog das Thema aufgegriffen:

Atlantic Ocean showing signs of a significant long-term shift in temperatures from warm-to-cold
In addition to solar cycles, temperature cycles in the planet’s oceans play critical roles in our ever changing climate and also on the extent of global sea ice. Oceanic temperature cycles are often quite long-lasting and a warm or cold phase can persist for two or three decades at a time. In general, the Atlantic Ocean experienced a cold phase from the early 1960’s to the mid 1990’s at which time it flipped to a warm phase and that has continued for the most part ever since. The current warm phase; however, is now showing signs of a possible long-term shift back to colder-than-normal sea surface temperatures (SST) and this could have serious implications on US climate and sea ice areal extent in the Northern Hemisphere.

Weiterlesen im Vencore Weather Blog

Die Entstehungsgeschichte dazu ist erwähnenswert: Nach unserem Blogartikel 2013 nahm Ole Humlum die Nordatlantik-Beobachtung des Ocean Heat Content (OHC) auf seiner Climate4You-Webseite als Standardgraphik auf und bedankte sich freundlich bei den Ideengebern:

The diagram above is strongly inspired by the observations put forward by Von Frank Bosse und Fritz Vahrenholt January 7, 2013.

Es geht bergab mit der Klimaerwärmung im Nordatlantik!

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In Hannover wird am 29. Mai 2016 der autofreie Sonntag gefeiert. Mit einem Stand vertreten ist auch die klimarealistische Initiative ‘KlimaKontroverse’. Nähere Informationen hier.

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Es ist wirklich ulkig. Die unerwartete Erwärmungspause will kein Ende nehmen, da werden Klimaaktivisten kreativ und tricksen sich ihre Modellwelt schön. Seit neuestem verschieben die Anhänger der Klimaapokalypse sogar ihre Klimakurven im Freistilmodus so lange durch die Graphik, bis es endlich passt. Superpeinlich, liebe Freunde! Steve McIntyre von Climate Audit hat die Schieber bei ihrer Tätigkeit auf frischer Tat ertappt. Lesen Sie hierzu seinen Artikel “Gavin Schmidt and Reference Period “Trickery”“.

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Im südlichen Afrika zählt während der Trockenzeit jeder Tropfen. Forscher haben nun herausgefunden, dass der Ruß aus menschengemachten und natürlichen Bränden in der Region den Regen hemmt. Die Rußemissionen aus Feuern haben in den letzten Jahrzehnten im Zuge der Bevölkerungsentwicklung stark zugenommen. Simulationen konnten nun zeigen, dass der Rußausstoß in Zukunft eingedämmt werden muss, um die Regenmengen nicht weiter zu reduzieren. Eine wichtige Ursache der Brände sind ungeeignete landwirtschaftliche Feuer-Praktiken. Im Folgenden die entsprechende Pressemitteilung des Centre for International Climate and Environmental Research (CICERO) vom 12. April 2016:

Local fires reduce rainfall in dry season in southern Africa

Emissions of particles, in particular soot, from local fires in southern Africa have increased due to human activities. Along with increasing global CO2 levels, these particles have led to a reduction in precipitation during the dry season in the region. The findings, published in a new Nature Communications paper by CICERO and the University of Leeds, illustrate that reducing or cleaning local fires may help to counteract reduced rainfall.

Climate projections show that southern Africa, already prone to droughts, will get even less rain if greenhouse gas emissions continue unabated. Observations since the 1950s indicate that some precipitation reduction has already occurred”, says lead author of the article, Øivind Hodnebrog, researcher from CICERO (Center for International Climate and Environmental Research – Oslo).

The new paper published in Nature Communications, shows that these reductions in rainfall during the dry season are due to a combination of increases in global CO2 concentrations, and to increased fire emissions that take place within the southern Africa region itself.

“Soot particles, also known as black carbon, absorb solar radiation and make the atmosphere warmer and drier. This in turn affects precipitation. Vast amounts of such particles are emitted from fires during the dry season each year. These fires are both natural and a result of human activities, for instance associated with farming practices”, Hodnebrog continues.

The new study illustrates that, in addition to improving air quality, reducing fires and their associated particle emissions locally may be a useful way to mitigate reduced rainfall in the region.

“The soot particles typically stay in the atmosphere for only a few days, but can still lead to changes in precipitation locally. CO2 on the other hand, is a greenhouse gas that can remain in the atmosphere for hundreds of years after emission. Combatting the effects of increasing CO2 on precipitation therefore requires global efforts of emission reduction”, Hodnebrog concludes.

Hodnebrog, Ø., G. Myhre, P. M. Forster, J. Sillmann, B. H. Samset. Local biomass burning is a dominant cause of the observed precipitation reduction in southern Africa. Nature Communications 7, 11236, doi: 10.1038/ncomms11236 (2016)

Der Deutschlandfunk bemängelte bereits in einem Beitrag vom 30. November 2013 die umweltzerstörerischen Feuer-Methoden im südlichen Afrika:

So, wie sie bis heute arbeiten, können die Kleinbauern Sambias und Mosambiks von ihrer Landwirtschaft nicht leben. Deshalb nutzen sie ihren Lebensraum, die Waldsavanne, auch in anderer Weise: Sie sammeln Früchte, Kräuter, medizinische Pflanzen und Brennholz; sie jagen … und sie fällen Bäume, um Holzkohle zu produzieren. Entlang der Straße zwischen Lusaka und Mumbwa reiht sich Kilometer an Kilometer verwüsteten Landes voller Baumstümpfe; Ziegelöfen rauchen; Hunderte hoch mit Holzkohle beladene Fahrräder und Lastwagen fahren vorbei. “Holzkohle kostet in der Stadt hier 50 bis 60 Dollar pro Tonne. Sie ist damit die bei weitem billigste Energiequelle im Sambia. Eine Folge davon ist aber, dass Sambia heute die höchste Entwaldungsrate pro Kopf weltweit aufweist. Eine Menge Holzkohle wird ja auch exportiert: aus der Nordprovinz nach Tansania, aus der Ostprovinz nach Malawi. – Sehen Sie dort die Baumstümpfe; da stand bis vor Kurzem ein schöner Wald, den die Bauern hier in Holzkohle verwandelt haben.”

Auch Mosambik verliert Jahr für Jahr mehrere Hunderttausend Hektar Wald an die Flammen. In Mosambik ist, neben der Holzkohleproduktion, die Jagd mithilfe von Feuer verbreitet. Eine Fahrt ins Städtchen Gurúe im Norden des Landes führt über Dutzende Kilometer durch dichten Rauch; an den Hügeln ringsum sind zahlreiche, meist ringförmige Feuer zu sehen. “So jagen wir Ratten“, sagt der Fahrer. “Wir legen einen Kreis aus Feuer um ein Stück Land; die Ratten dort rennen in die Mitte, einige verbrennen, die meisten ersticken. Und wir können sie am nächsten Morgen einsammeln.“ 

Ganzen Beitrag beim Deutschlandfunk lesen.