Gegenrede: Nun hagelt es Kritik aus der Youtuber-Szene an Rezo’s fragwürdigem Influencer Video

Das Rezo-Aktivisten-Video hat die Runde gemacht. Andere Youtuber reagieren. Nicht alle teilen den Alarmismus von Rezo. Absolut sehenswert ist die Youtube-Antwort von JasonHD. Cool und überzeugend kontert er die Punkte des Youtube-Kollegen. Bitte anschauen, Daumen hoch klicken und weiterempfehlen:

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Und ständig grüßt das Murmeltier: Der Mai in Deutschland ist 2019 etwas kälter weil es in Grönland warm ist… Und wenn der deutsche Mai mal warm ist, dann ist es in Grönland kalt? Die Bildzeitung half am 18. Mai 2019 fleißig mit, die Omega-Story unters Volk zu mischen:

Ist das schon Klimawandel? Omega-Wetter lässt auf Grönland Eis schmelzen
Und uns beschert es bisher einen Bibber-Mai …

Weiterlesen in der Bildzeitung

Apropos Grönland. Hier die Temperaturentwicklung der Station Angmagssalik and der Südostküste Grönlands:

Abbildung: Temperaturentwicklung der Station Angmagssalik and der Südostküste Grönlands. Quelle: NASA.

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Bildzeitung, eine Woche später, 25. Mai 2019, kurz vor den Europawahlen:

US-Wetterdienst Accuweather Experten warnen vor Extrem-Sommer in Europa
Mehr Hitzewellen als 2018 angekündigt +++ Hohe Waldbrandgefahr

Es folgen Apokalyptische Szenarien für den Sommer 2019 in einem Gürtel, der von Deutschland bis zur Iberischen Halbinsel reicht. Worauf Accuweather seine Langfristprognose stützt bleibt nicht erwähnt. Nach dem der Klimaschocker platziert war (“what bleeds, leads”), kommt dann noch eine kleine Einschränkung am Ende der Meldung:

Doch so schlimm muss es nicht werden. Der staatliche US-Wetterdienst NOAA hat seine ursprüngliche Prognose nach dem kühlen und nassen Mai deutlich nach unten korrigiert. Jung: „Der Mai ist viel zu kühl. Deutschlandweit liegen die Temperaturen zwei Grad unter dem langjährigen Durchschnitt.“ Der Wetter-Experte weiter: „Wollen wir mal hoffen, dass sich die aktuelle Sommerprognose von Accuweather so nicht bewahrheiten wird. Das wäre wirklich eine echte Katastrophe.“

Einfach herrlich. Erst der Klimaschocker, dann kleinlaut am Ende der Antischocker. Nichts genaues weiß man nicht. Unklar ist, ob die Prognostiker auch empirische Daten einsetzen und Änderungen der NAO, AMO und Sonnenaktivität miteinbeziehen. So konnten Laurenz und Kollegen in einer Publikation 2019 im Journal of Atmospheric and Solar-Terrestrial Physics anhand von empirischen Daten zeigen, dass beispielsweise die Juni-Niederschläge in Deutschland wenige Jahre nach einem solaren Minimum besonders mager ausfielen. Die abschließende große Spitze des letzten solaren Maximum im elfjährigen Schwabezyklus endete 2015. Plus 3 Jahre führt zum Dürrejahr 2018. Alles Quatsch oder ist was dran? Gute Nachrichten für den Juni 2019, da die Sonnenaktivität in der Folge abnahm, was aus empirischer Sicht meist mehr Juni-Regen in Deutschland gebracht hat? Weitere Studien sind notwendig, um hier Licht ins Dunkel zu bekommen.

 

Ökonom Christian Odendahl zur Europawahl 2019: “Den Grünen ist das Geschäft mit der Angst am besten gelungen”

Dirk Müller macht sich in einem Video Gedanken zur um sich greifenden Klimaangst. Er ist für Umweltschutz sagt er. Allerdings wundert er sich, mit welcher Aggressivität die Klimawarner gegen ihre Kritiker vorgehen. Ihre Sichtweise sei sozusagen unantastbar, was befremdlich wirkt. Zudem sieht Müller, dass Kinder gegen ihre Eltern aufgehetzt werden, eine gefährliche und problematische Entwicklung. Müller deutet die aktuelle Klimabewegung als Suche nach einem gemeinsamen Thema, welches die Weltgesellschaft eint. Ob es auch Fußball getan hätte? Hier das Video von Dirk Müller:

 

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Vera Lengsfeld am 2. März 2019 über die aktuelle Klimarevolution:

Gretas Kulturrevolutionäre
Die Medienikone der Klimaideologen, Vielfahrerin Greta, kam aus Paris und Antwerpen gestern nach Hamburg. In der Hansestadt sprach sie vor 3000 Schulschwänzern. Wie viele es wohl gewesen wären, wenn die Demo ganz uncool nach der Schule stattgefunden hätte, gehört zu den Fragen, die vermutlich als „Hass“ eingestuft werden. Von den heute Morgen im Deutschlandfunk zitierten Zeitungen zum Thema #Fridaysforfuture gab nur eine zu bedenken, dass es keine Kundgebungen von besorgten Aktivisten außerhalb der Schulzeit gäbe. Die kam aus der Provinz, wo die Abgehängten wohnen.

Die Qualitätsmedien der „urbanen Eliten“ sind dagegen des Lobes voll. Um Regeln und Gesetze muss man sich im besten Deutschland, das wir je hatten nicht kümmern, wenn man für die gute Sache streitet. Sogar die Bundeskanzlerin, die sich noch vor wenigen Tagen auf der Münchener Sicherheitskonferenz skeptisch zu den Schülerprotesten äußerte, sie auf „äußere Einflüsse“ zurückgeführt hat, schert sich nicht mehr um ihr Gewäsch von gestern, sondern unterstützt die Bewegung jetzt. Ihre Noch-Justizministerin Barley will dies sogar zum Anlass nehmen, das Wahlalter auf 16 Jahre abzusenken. Die SPD in ihrer Not kann nicht mehr zwei Jahre warten, um die Schülerstimmen einsammeln zu können. Sie wird schon in diesem Jahr bei den Europa- und Landtagswahlen der Tatsache ins Auge sehen müssen, dass sie unaufhaltsam auf dem Weg zur Splitterpartei ist.

Weiterlesen im Blog von Vera Lengsfeld

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Ökonom Christian Odendahl am 27. Mai 2019 auf Twitter zum Ausgang der Europawahl:

Den Grünen ist das Geschäft mit der Angst am besten gelungen, haben Angst vor dem Klimawandel in Zustimmung ummünzen können. Diese Ängste haben gerade im Endspurt die Ängste vor Terror und Kriminalität übertroffen.” You. Cannot. Make. It. Up. #CDU

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Der Youtuber Rezo profilierte sich kurz vor der Europawahl mit einem Hassvideo gegen die CDU. Ein Großteil der 55-minütigen postpubertären Rede war zum Thema Klimawandel. Rezo gab vor, er hätte sich selber und ganz allein intensiv mit der gigantischen Literatur beschäftigt. Dies ist kaum glaubhaft, trug die Sammlung an Zitaten doch eine klare Handschrift altbekannter Klimaaktivisten. Der Klimaforscher Stefan Rahmstorf sagte kurz vor der Wahl vor streikenden Klimaschülern: “Was Rezo sagt, stimmt!”. Vieles deutet darauf hin, dass Rezo im Hintergrund Berater aus der Aktivistenszene hatte, die im Sinne der Transparenz hätten genannt werden müssen. Sein Vortragsstil erinnert zudem stark an Harald Lesch. Hatte der ihm Coachingsstunden gegeben? Schließlich wäre da noch der Verdacht, es könnte sich um ein gewerbliches Auftragsvideo handeln. Neben Musikvideos übernimmt Rezo wohl auch Influencer-Auftragsarbeiten, sagt Wikipedia. Das Video erschien dann auch auf genau so einem Kanal von TUBE ONE Networks GmbH. Im Impressum heißt es:

TUBE ONE ist das Social Influencer Network der STRÖER Content Group.

Gab es also einen verschwiegenen Auftraggeber? Ist Geld geflossen? Transparenz Fehlanzeige. Das Schlimmste: Selbst wenn jetzt noch Informationen hierzu bekannt werden würden, ist die Europawahl natürlich schon geschehen, potentieller Schaden entstanden. Wie ist in Zukunft mit solchen Manövern kurz vor Wahlen umzugehen? Auf jeden Fall sollten Berater und Auftraggeber viel sichtbarer gekennzeichnet werden, ebenso wie der Unterschied zwischen persönlicher Meinung und Influencer-Tätigkeit deutlich herausgestellt werden muss.

 

Vorsitzender der britischen Klimawandelkommission verschweigt offenbar Einkünfte über 600.000 Pfund von grünen Unternehmen

Versicherer machen gute Geschäfte mit dem Klimawandel. Das Versicherungs Magazin berichtete im Fabruar 2019:

Versicherer untersuchen Klimawandel und suchen nach Lösungen
Der Sommer in Deutschland 2018 war heiß, ungewöhnlich heiß. Und ungewöhnlich lange heiß. Die Folgen: Waldbrände, Ernteausfälle und sonstige Hitzeschäden. Erste klare Kennzeichen des Klimawandels? Viele Experten bejahen dies. So auch Versicherungsexperten wie Eberhard Faust, Forschungsleiter Klimarisiken und Naturgefahren von Munich Re.

Wieder einmal die Munich Re, die über Stiftungen eng mit dem PIK-Institut verbandelt ist. Da wird ein heißer Sommer 2018 gerne als Beweis für die Klimakatastrophe genommen. Im Artikel heißt es weiter:

Seine Einschätzung und die seiner Kollegen der Munich Re: Bei den bisherigen Modellen und Untersuchungen zu den klimatischen Veränderungen seien „sicher noch Unsicherheiten im Spiel“, aber grundsätzlich sei zu erkennen, dass seit den 90er Jahren die Starkniederschläge in West- und Mitteleuropa um bis zu zehn Prozent zugenommen hätten. Und bei den Überschwemmungsereignissen in dieser Region müsste man „bis zu einer Verdopplung der Häufigkeit“ feststellen.

Es ist klar, dass ein Versicherungsmann dies so sehen muss. Aber was denkt die Wissenschaft darüber? Auskunft hierüber gibt die Webplattform ‘Klimawandel in Deutschland‘:

Seit 1951 hat sich die Häufigkeit von Starkniederschlag von mehr als 30 mm nur geringfügig erhöht. Die Veränderung ist aus statistischer Sicht jedoch insignifikant, so dass kein belastbarer Langzeittrend ausgemacht werden kann. Die Zeitreihe moderner Radardaten zum Starkregen ist leider noch zu kurz, um aussagekräftige Trends interpretieren zu können.

Auch das Umweltbundesamt konnte in seinem Monitoringbericht 2015 zum Klimawandel keine belastbaren Trends zu Starkniederschlägen in Deutschland finden. Die Zahl der Tage mit einer Niederschlagssumme von 20 mm und mehr im Sommer ist seit 1951 nahezu unverändert geblieben. Im Winter ist der entsprechende Index (Flächenmittel der maximalen 5-Tagessumme der Niederschläge) zwar leicht angestiegen, wobei der Anstieg aufgrund der starken Variabilität von Jahr zu Jahr statistisch nicht signifikant ist.

Klimarekonstruktionen dokumentieren eine hohe natürliche Variabilität der Hochwasserhäufigkeit in Deutschland während der vergangenen Jahrhunderte. Studien zeigen, dass Hochwasser in Mitteleuropa in den vergangenen 500 Jahren nicht häufiger geworden zu sein scheinen. Dasselbe gilt auch auf Europa-Gesamtebene und die letzten 50 Jahre. Auf der 7. Deutschen Klimatagung im Oktober 2006 stellten Manfred Mudelsee und Gerd Tetzlaff Studienergebnisse vor, die auch für Deutschland keine Zunahme der Hochwasserereignisse sahen. Weil immer mehr Menschen an die Ufer zogen, stiegen aber die Schäden durch Hochwasser. Zieht man diesen Wertzuwachs-Effekt ab, zeigt sich Berechnungen zufolge keine ungewöhnliche Zunahme in den vergangenen vier Jahrzehnten.

Ein Teil der natürlichen Variabilität der Hochwässer geht offenbar auf Schwankungen der Sonnenaktivität zurück. Ein Team des Geoforschungszentrums (GFZ) Potsdam um Markus Czymzik rekonstruierte anhand von laminierten Sedimenten die Flutkatastrophengeschichte des bayerischen Ammersees für die vergangenen 450 Jahre. Die Forscher fanden dabei einen deutlichen Zusammenhang der Hochwässer mit der Entwicklung der Sonnenaktivität. 

Abseits der offiziellen wissenschaftlichen Analysen schafft sich hier die Versicherungsbranche ihre eigene Wirklichkeit zusammen, in der Hoffnung, dass wohl niemand die Fakten checkt…

Siehe auch:

Unwetter in Europa: Nicht mehr Überflutungen als früher

Neue begutachtete Studie in Nature Climate Change: Klimawandel lässt Hochwasser in Europa wohl in Zukunft seltener werden

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Geschäfte mit der Energiewende auf Kosten der etablierten Energiesysteme sind verlockend. In Großbritannien “versäumte” es der Vorsitzende des einflussreichen Climate Change Committee offenbar doch glatt, Einkünfte seiner eigenen privaten Firma aus dem Bereich der grünen Energien anzugeben. Ein ungeheuerlicher Interessenskonflikt, falls sich dies bewahrheitet. Daily Mail vom 9. Februar 2019:

The Lords sleaze watchdog has launched a formal investigation into claims that John Selwyn Gummer failed to declare more than £600,000 of payments made to his private company by ‘green’ businesses that stand to profit from his advice to Ministers. Five MPs lodged a complaint with Standards Commissioner Lucy Scott-Moncrieff following last week’s Mail on Sunday revelations about the business interests of the Tory peer, who chairs the influential Climate Change Committee (CCC). Just hours later, she announced her inquiry into allegations he may have breached code of conduct rules.

Siehe weitere Berichte hier und hier. In diesem eklatanten Fall wird sogar Wikipedia relativ deutlich:

Gummer wird vorgeworfen, als Vorsitzender des CCC gegen Regelungen zur Offenlegung von Interessenskonflikten verstoßen zu haben. Er soll mehr als 600 000 Pfund von grünen Unternehmen erhalten und diese Zahlungen verschwiegen haben. Mindestens neun Unternehmen hätten Grummer bezahlt, die durch Subventionen der Regierung unterstützt werden.[4]

 

Zu beachten: Regeln der Klimadebatte gelten für beide Seiten

Später Schneefall auf Deutschlands höchstem Berg. Wetter.de berichtete am 22. Mai 2019:

Auf Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze, lagen am Mittwochmorgen (22.05.2019) genau 600 Zentimeter Schnee. Das ist die größte Schneehöhe, die in diesem Winter dort gemessen wurde. In den letzten 48 Stunden sind knapp 45 Zentimeter dazu gekommen. Im letzten Jahr konnten wir die Zugspitze am 14.05.2018 schon schneefrei erleben. So viel Schnee wie in diesem Mai gab es das letzte Mal im Mai 1999, also vor 20 Jahren! Aus diesem Jahr resultiert auch die offizielle Rekordschneehöhe von der Zugspitze mit 7,80 Meter.

Ganzen Artikel auf Wetter.de lesen.

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Christian Stöcker im Februar 2019 auf Spiegel Online:

Klimadebatte – so entlarven Sie die Schwätzer
Im Trend liegen: nachweislich unsinnige Argumente, um von der Klimakatastrophe abzulenken. Diese vier Debattierkniffe sollten Sie kennen.

Da hatte sich Stöcker gedacht, er haut schnell mal ein paar Regeln raus, die die Klimaskeptiker doof aussehen lassen. Dabei übersah er jedoch, dass es sich hier nicht um eine Einbahnstraße handelt, die Debattierregeln also für beide Seite der Klimadiskussion gelten. Konkret nennt Stöcker vier Punkte. Nummer eins:

1) Ad hominem und tu quoque

Es gibt für diese Art der Argumentation – reden wir nicht über das Thema, reden wir lieber über die Leute, die über das Thema reden – einen Fachbegriff: Argumente ad hominem, manchmal auch “Quellenargumente” genannt.

Ein sehr guter Punkt. Als der Geologe Sebastian Lüning im April 2019 vor dem Umweltausschuss des Bundestages sprach, gab es von Seiten der Klimawarner kaum fachliche Gegenargumente. Kein Wunder, denn jede Aussage von Lüning war durch Originalquellen gedeckt (pdf der schriftlichen Stellungnahme hier), dem war schwer etwas entgegenzusetzen. Insofern konzentrierten sich die Anhänger des Klimakatastrophengedankens vor allem auf die Person des Vortragenden, den sie in den Youtube-Kommentaren als unredlich hinzustellen versuchten, unter Hinweis auf seine berufliche Herkunft. Ein klassischer Fall von “ad hominem”….

Weiter zu Punkt zwei von Stöcker:

2) Ad lapidem

Man kann kurze, verständliche Erklärungen dieser und anderer fragwürdiger Argumentationsweisen in dem eingangs zitierten Buch des Wiener Philosophen Hubert Schleichert nachlesen. Dabei stößt man ständig auf Beispiele, die man aus der Klimadebatte kennt.

Auch dies gilt wieder für beide Seiten. Der oben in diesem Blogpost aufgeführte späte Schneefall in den Alpen ist kein Beweis für eine globale Abkühlung, aber ein interessantes Mosaiksteinchen. Genausowenig ist die mitteleuropäische Hitzewelle von 2018 ein Beweis für die Klimakatastrophe.

Weiter zu Punkt drei:

3) Ad hominem extrem: böse Menschen!

Mancherorts wird eine noch krassere Variante des ad-hominem-Arguments bemüht. FDP-Chef Christian Lindner verstieg sich diese Woche zu der These, “den Grünen und den mit ihnen verbündeten Abmahnvereinen” gehe es gar nicht “um saubere Luft oder das Weltklima”. Das eigentliche Ziel sei “freie Fahrt für niemanden”, die – bedauernswerte! – Autoindustrie solle “enthauptet” werden, die Bürger “umerzogen”.

Klimawarner wollen den Bürgern das Leben vermiesen. Wie soll man es nennen, wenn Potsdam und WBGU eine Ökodiktatur vorbereiten, die Energiepreise ungebremst nach oben schießen, einem wohlverdiente Urlaubsflugreisen madig gemacht werden, etc.? Auf der anderen Seite nicht minder  extreme ad hominem Argumente: Kritiker hätten überhaupt keine Berechtigung, sich in die Diskussion einzuschalten. Gekaufte Ölvasallen, rechtsextreme Spinner, Verschwörungstheoretiker…

Und schließlich Punkt 4:

Ad Misericordiam: falsch, aber hier ausnahmsweise passend

Im Zusammenhang mit der Schwedin ist noch eine rhetorische Figur relevant. “Wenn ich [als Jugendliche] Dinge sage, fühlen sich die Erwachsenen schuldiger”, hat Thunberg einmal gesagt. Das ist eine Spezialversion des Quellenarguments, die ad misericordiam genannt wird, das Mitleidsargument. Wer könnte jemandem widersprechen, der erst sechzehn Jahre alt ist und offenbar so unter der Situation leidet? Auch diese Argumentationsfigur ist eigentlich unzulässig, weil es ja wieder nur um die Person geht. Im Falle von Jugendlichen und im Falle des Klimawandels aber trifft das Argument ad misericordiam den Kern des Themas: Es sind ja tatsächlich die Kinder und Jugendlichen von heute, die am meisten unter den Folgen der globalen Erwärmung zu leiden haben werden.

Die Mitleidsmasche ist eigentlich unzulässig, aber im Falle des Klimawandels sei sie ausnahmsweise gestattet. Au weia.

 

March for Science: Was ist eigentlich Wissenschaft und wie steht es um deren Redlichkeit?

Von Uli Weber

Schauen wir zunächst einmal bei Wikipedia nach, was Wissenschaft eigentlich ist, Zitat mit Hervorhebungen:

Wissenschaft bezeichnet auch den methodischen Prozess intersubjektiv nachvollziehbaren Forschens und Erkennens in einem bestimmten Bereich, der nach herkömmlichem Verständnis ein begründetes, geordnetes und gesichertes Wissen hervorbringt. Methodisch kennzeichnet die Wissenschaft entsprechend das gesicherte und im Begründungszusammenhang von Sätzen gestellte Wissen, welches kommunizierbar und überprüfbar ist sowie bestimmten wissenschaftlichen Kriterien folgt. Wissenschaft bezeichnet somit ein zusammenhängendes System von Aussagen, Theorien und Verfahrensweisen, das strengen Prüfungen der Geltung unterzogen wurde und mit dem Anspruch objektiver, überpersönlicher Gültigkeit verbunden ist.“

Wissenschaft ist also ein begründetes, geordnetes und gesichertes Wissen, das  überprüfbaren Kriterien folgt und mit dem Anspruch objektiver und überpersönlicher Gültigkeit verbunden ist. Von daher ist es äußerst lobenswert, wenn der Verein „March for Science e.V.” alljährlich zu einem Marsch zum Schutze der Wissenschaft aufruft. In einer Pressemitteilung vom 4.5.2019 heißt es dort, Zitat mit Hervorhebungen:

Weltweit gingen am heutigen Samstag, den 4. Mai, wieder Menschen beim “March for Science” auf die Straße. Auch in Deutschland fanden in 8 Städten Kundgebungen statt, um für die Freiheit der Wissenschaft zu demonstrieren und eine Politik einzufordern, die sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen orientiert

Ein thematischer Schwerpunkt war bei allen Veranstaltungen der Klimawandel. Rednerinnen und Redner betonten die Verantwortung der Politik, die Berechnungen der Wissenschaft ernst zu nehmen. Einige der Demonstrationen waren unter Beteiligung von “Fridays for Future” organisiert worden.

Weitere Themen waren die anhaltende Wissenschaftsskepsis in der Gesellschaft, der zunehmende Einfluss von Verschwörungstheorien und die Bedrohung des demokratischen Diskurses durch den Populismus.“

Auch hier auf KalteSonne wird immer wieder ein zunehmender Einfluss von Verschwörungstheorien auf die Glaubwürdigkeit von Wissenschaft problematisiert und dazu aufgefordert, sich an belastbaren wissenschaftlichen Erkenntnissen zu orientieren, nachfolgend einige Beispiele aus jüngerer Zeit:

BEISPIEL 1: Am 26. Januar 2019 erschien hier auf KalteSonne der Artikel „‚Faktenwäsche‘?“ über eine wissenschaftliche Veröffentlichung von Bevis et al. (2019) zur Gletscherschmelze auf Grönland, deren veröffentlichte Daten das Gegenteil ihrer Aussage beweisen, Zitat: „Aus den Diagrammen A bis D von Bevis et al. (2019) lässt sich ableiten, dass sich der Masseverlust des Grönlandeises entgegen dem vorausberechneten Trend seit 2013 erheblich vermindert hat.“

BEISPIEL 2: Am 14. April 2019 erschien hier auf KalteSonne der Artikel „Gletscherschwund: Hätten Sie’s gemerkt?“ über eine aktuellen Arbeit von Zemp et al. (2019) zu Gletscherschwund und Meeresspiegelanstieg, in der die Autoren im Abstract das emotionale Erlebnis getanzt hatten, ihre Schlussfolgerungen würden nahelegen, der Gletscherschwund könne größer sein als bisher berichtet wurde – und zwar ohne diese Aussage durch nachprüfbare Fakten eindeutig bewiesen zu haben.

BEISPIEL 3: Am 28. April 2019 erschien hier auf KalteSonne der Artikel „The-never-ending-story: Das Kohlenstoffdioxid und der natürliche Klimawandel“ über eine Arbeit von Willeit et al. (2019), in der eine Kombination aus Regolith-Abtrag und einer allmählichen Absenkung des atmosphärischen CO2-Gehalts die Klimaentwicklung des Quartärs bestimmt haben soll. Die Autoren stellen in ihrem Regolith-CO2-Modell  aber die Transientenantwort für den paläo-atmosphärischen CO2-Gehalt (dort Abb. 2D) deutlich überzeichnet dar, während der zugehörige Transienten-Temperaturverlauf (dort Abb. 2F) gegenüber den dargestellten Paläotemperaturen stark reduziert wird. Mit einem mittleren paläo-atmosphärischen CO2-Gehalt um ca. 280 ppm bei einem DeltaT größer 2°C, wie es die Paläodaten für 3 Millionen Jahre tatsächlich nahelegen, ist ein alleiniger „natürlicher“ CO2-Paläoantrieb dagegen völlig unmöglich.

Der am 20. April 2019 hier auf KalteSonne erschienene Artikel „Die politische Klimawissenschaft: ‚Illi omnia experti‘“ fasst die Situation in der Klimawissenschaft folgendermaßen zusammen, Zitat:

Fazit: Das bekannte „illi omnia experti“ aus Caesars „De bello Gallico” bedeutet nicht etwa, dass die dort Genannten alle Experten gewesen wären, sondern vielmehr, dass jene lediglich alles versucht hatten. Und genau so ist das auch mit den klimapolitischen „Experti“, denn sie versuchen alles, um einer globalen Klimareligion zum Durchbruch zu verhelfen. Es handelt sich also gar nicht um Klimawissenschaftler, sondern um klimareligiöse Missionare – und sie missbrauchen die Glaubwürdigkeit der Wissenschaft geschickt als Vehikel zur Verbreitung ihrer Klimaideologie. Denn ausgerechnet die modernen Naturwissenschaften waren einstmals ein wesentliches Instrument der Aufklärung, die uns schließlich von einem streng religiös geprägten Absolutismus befreit hatte…“

Ein internationaler „March for Science” ist heute also mehr denn je nötig, um ein begründetes, geordnetes und gesichertes Wissen über die Klimagenese auf unserer Erde einzufordern, das  überprüfbar den wissenschaftlichen Kriterien folgt und den Anspruch objektiver, überpersönlicher Gültigkeit erfüllt. Julia Krohmer von der Senckenberg Gesellschaft, die zu den Organisatoren des “March for Science” am 4. Mai 2019 in Frankfurt gehörte, wird in der Hessenschau folgendermaßen zitiert:

Wir möchten, dass die Wissenschaft Grundlage unserer Entscheidungsprozesse ist und nicht ein Bauchgefühl oder Meinungen.”

Dieser Aussage können wir uns vollumfänglich anschließen, denn sonst würde mehr als nur die Reputation der Wissenschaft zugrunde gehen. Bauchgefühl und Meinungen sind lediglich Teile einer gesellschaftlichen Meinungsbildung. Solche Meinungsbilder werden dann gegebenenfalls von politischen Parteien aufgenommen, weiterentwickelt und zur Wahl gestellt, um politische Mehrheiten zu erringen. Und die Aufgabe von gewählten Politikern ist es dann, diese Meinungsbilder im Einklang mit der Verfassung und den geltenden Gesetzen gesellschaftspolitisch umzusetzen. Die freie Wissenschaft, die von der Gesellschaft vorbehaltlos alimentiert wird, ist damit die einzige unabhängige Institution, die einen solchen gesellschaftspolitischen Prozess mit überpersönlichen und belegbaren Fakten begleiten kann.

Wir hatten hier eingangs festgestellt, was Wissenschaft ist und in der Folge nachgewiesen, dass diese strengen wissenschaftlichen Kriterien in der Klimawissenschaft nicht immer ganz seriös eingehalten werden, sondern durchaus in Bauchgefühl oder gar Meinungen eskalieren können. So gibt es beispielsweise auch keinen 97%-Konsens in der Klimawissenschaft, die Mittelalterliche Wärmeperiode war gar kein auf Europa beschränktes Ereignis, sondern ist global nachweisbar, und es gibt auch keinerlei Beweise für ein globales Artensterben von apokalyptischen Ausmaßen. Aus dem Bauchgefühl demokratisch nicht legitimierter nichtstaatlicher und überstaatlicher Organisationen heraus könnte sich also mittels einer zielgerichteten klimareligiösen Meinungsverbreitung ganz leicht ein gesellschaftspolitischer Teufelskreis entwickeln, der uns immer weiter von einer rationalen ökologischen und ökonomischen Politik zum Wohle der Menschen in unserem Lande entfernt.

Die Redlichkeit von wissenschaftlicher Klimaforschung wäre daher mit Sicherheit ein lohnendes Thema für den „March for Science“ im Jahre 2020…

 

Neue Sicherheitsrisiken durch extreme Dekarbonisierung

Michael Krüger im Januar 2019 im Science Skeptical Blog:

Der Greta-Thunberg-Effekt
Greta Thunberg (* 3. Januar 2003) ist eine schwedische Klimaschutzaktivistin. Sie ist die Tochter der Opernsängerin Malena Ernman und des Schauspielers Svante Thunberg. Nach eigenen Angaben beschäftigte sie sich im Alter von acht Jahren erstmals mit dem menschengemachten Klimawandel und begann ihr Klimaschutzengagement zunächst damit, zur Energieeinsparung im Haus die Beleuchtung auszuschalten. Später beschloss sie, nicht mehr zu fliegen und sich vegan zu ernähren, ebenso überzeugte sie ihre Familie davon. Im Alter von 11 Jahren wurde sie durch die Beschäftigung mit dem menschengemachten Klimawandel depressiv und hörte auf zu sprechen und zu essen. Anschließend wurden bei ihr das Asperger-Syndrom, Zwangsstörungen sowie selektiver Mutismus diagnostiziert.

Weiterlesen im Science Skeptical Blog

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Clive Best hat die Klimamodellprognosen (CMIP5 mit RCP Emissionsszenarien) mit den realen Temperaturmessungen (HadCRUT 4.6, rote Linie) verglichen:

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Welche Sicherheitsrisiken birgt starke “Dekarbonisierung”? Eine Menge, findet die angehangene Arbeit von Mirumachi et al. 2019:

Unveiling the security concerns of low carbon development: climate security analysis of the undesirable and unintended effects of mitigation and adaptation
In debates of climate action, low carbon development has been widely advocated as an opportunity arising from climate change. This paper problematizes low carbon development, arguing that there are undesirable, unintended or perverse effects that give rise to distinct and serious security concerns. The literature on climate security has addressed the effects of climate threats on conflict but there is a notable paucity of research analysing the security implications of responses to climate change in the form of low carbon development. The paper presents critical analysis of the ways low carbon development yields new security concerns as well as entrenching existing ones. Five dimensions of security are examined: spatially uneven effects of low carbon development; violent imaginaries of the global south and the production of ‘ungoverned spaces’; non-violent yet harmful instances of conflict; marginalization and dispossession; depoliticized, techno-managerial effects of resilience. The paper shows that climate (in)security manifests in variegated ways between different populations and spatial scales. Consequently, how, when for whom low carbon development becomes a threat or opportunity is socially constructed and deeply political.

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Der CDU-Bundestagsabgeordnete Arnold Vaatz wagte Ende 2018 eine Prognose für 2019 (hier und hier):

Was Arnold Vaatz für 2019 voraussagt

[...] Die Ökologisierung aller Politikbereiche wird man weiter bis ins Groteske vorantreiben. Je mehr sich unsere Energiewende als europäische Geisterfahrt entpuppt, je verbissener wird man an ihr festhalten. Immer ungezügelter wird sich die Wut auf das Auto als Inkarnation des Weltuntergangs Bahn machen. Von Fahrverboten bis zur allgemeinen Freigabe der Autos zum Abfackeln – und das nicht nur in der Nacht zum ersten Mai – ist es nur noch ein kleiner Schritt. [...]

Ganzen Beitrag hier und hier lesen.

 

Überraschung in Oregon: Forellen- und Salamander-Populationen erholen sich von Dürren innerhalb weniger Jahre

Pressemitteilung der Oregon State University aus dem Januar 2019:

Trout, salamander populations able to quickly bounce back from severe drought conditions

Populations of coastal cutthroat trout and coastal giant salamanders in the Pacific Northwest show the ability to rebound quickly from drought conditions, new research by Oregon State University suggests.

The findings, published in the journal Hydrobiologia, indicate that the fish and salamander populations can get back to predrought form within just a few years. That’s important because climate change is anticipated to make drought years such as the one in this study – 2015 – occur more frequently, and the resilience of these dominant stream predators suggests they will be able to persist as long as the droughts do not occur many years in a row. “What we found buys us time to try to fix climate change as best we can or at least keep it where it is right now,” said study co-author Dana Warren, an OSU faculty member in the College of Agricultural Sciences and the College of Forestry. “If we can do that, the populations in these headwater streams will be fairly resilient, but if not, they’ll clearly be more threatened.”

The drought conditions of 2015 occurred in the study streams because there was limited snowpack in the winter and spring that resulted in low stream flows that started a lot earlier than usual, said corresponding author Matthew Kaylor, a graduate fellow in fisheries and wildlife in the College of Agricultural Sciences. “That led to much lower flows throughout the summer,” Kaylor said. “Assessing impacts to the drought provided an insight into how these populations may react to changing conditions in the future since climate models suggest lower snowpack and lower summer stream flow.”

Trout and salamanders in the nine Cascade Mountain headwater streams from this research – part of a long-term study site – were both negatively affected by the hot, dry summer of 2015, though they responded differently. Adult trout numbers were down in 2015 compared to 2014, which had conditions closer to historic norms. “Stream conditions would suggest that increased mortality was the likely factor leading to lower numbers of fish during the drought,” Kaylor said. “However, we can’t actually say for sure with our data. Disentangling mortality versus movement to other habitats during droughts is a question we would like to tackle in the future.” Salamanders did not show any consistent changes in abundance across the nine sites in 2015, but their body condition declined in all study streams. As with trout abundances, the salamander populations were all back in predrought shape within a year or two.

“The trout and salamanders recovered quickly, which is important as we look into the future,” Kaylor said. “In these cool streams, if drought conditions persist over multiple years, that’s probably bad news for the trout and salamanders, but if they’re more sporadic, then those populations may be resilient.” Interestingly, juvenile trout didn’t appear to be negatively affected by the 2015 drought – they were in fact bigger in all streams during the drought year. “Young fish responded differently than adults, possibly because temperatures were warmer, which led to earlier hatching and faster growth, ” Warren said. “But it also could be because there were fewer adult trout to compete with. Either way, the response of the young fish was likely critical in promoting abundance recovery the following years for most sites.”

Also of note: Contrary to what the researchers had expected, stream temperature was not strongly associated with how trout and salamanders responded to the drought. “All of the streams we sampled were relatively cool and generally remained below the temperatures that would cause stress,” Kaylor said. “Stream pool habitat was important for trout, though. Stream sections with more deep pools showed smaller reductions in trout abundance and biomass.” Added Warren: “We know that habitat features like pools are important when they’re creating areas of flow refuge and areas of terrestrial predator refuge. Those same pools appear to be important in insulating a system against drought as well.”

The one stream where the fish population didn’t return to its predrought status was “an isolated stream near the edge of fish distribution,” he said. “That site is illustrative of the type of system that’s most vulnerable,” Warren said. “At that site salamanders have done well, but the trout haven’t come back, and that gives a hint about the kinds of streams we really do need to be concerned about versus the ones that may be more resilient. Location is important, not just stream size or habitat.” For the next few decades, Warren points out, droughts like 2015’s won’t happen all the time. “We’ll get them periodically, and that periodicity is likely to increase, but it’s not like a switch will flip to a new normal,” he said. “We will get to that new normal, though, if nothing changes.”

The National Science Foundation, the U.S. Department of Agriculture, the U.S. Forest Service, the HJ Andrews Experimental Forest, and Oregon State University supported this research.

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Die Anzahl der extremklimabedingten Todesfälle ist in den letzten 100 Jahren in der Welt stark zurückgegangen, wie eine Graphik von Bjorn Lomborg auf Basis der International Disaster Database zeigt:

Quelle: Bjorn Lomborg via WUWT.

 

Judith Curry: Attribution der modernen Erwärmung muss auf den Prüfstand

Marijn Poels im Gesräch mit Judith Curry:

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Lesenswerte Analyse von Judith Curry aus dem Januar 2019:

A careful look at the early 20th century global warming, which is almost as large as the warming since 1950.  Until we can explain the early 20th century warming, I have little confidence IPCC and NCA4 attribution statements regarding the cause of the recent warming. [...] 

In order to have any confidence in the IPCC and NCA attribution statements, much greater effort is needed to understand the role multi-decadal to millennial scales of internal climate variability. Much more effort is needed to understand not only the early 20th century warming, but also the ‘grand hiatus’ from 1945-1975.  Attempting to attribute these features to aerosol (stratospheric or pollution) forcing haven’t gotten us  very far.  The approach taken by Xie’s group is providing important insights.

Once we do satisfactorily explain these 20th century features, then we need to tackle the 19th century — overall warming, with global sea level rise initiating ~1860, and NH glacier melt initiating ~1850.   And then we need to tackle the last 800 years – the Little Ice Age and the ‘recovery’. (See my previous post 400 years(?) of global warming).  The mainstream attribution folk are finally waking up to the importance of multidecadal ocean oscillations — we have barely scratched  the surface re understanding century to millennial scale oscillations, as highlighted in the recent Gebbie and Huybers paper discussed on Ocean Heat Content Surprises.

There are too many climate scientists that expect global surface temperature, sea ice, glacier mass loss and sea level  to follow the ‘forcing’ on fairly short time scales.  This is not how the climate system works, as was eloquently shown by Gebbie and Huybers.  The Arctic in particular responds very strongly to multidecadal and longer internal variability, and also to solar forcing. Until all this is sorted out, we do not have a strong basis for attributing anything close to  ~100% of the warming since 1950 to humans, or for making credible projections of 21st century climate change.

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Terry Etam am 22. Mai 2019 in boereport.com:

When serious climate-change news is funnier than satire, is it the end of the world or the rebirth of common sense?

[...] So, what happened was that I noticed a tweet in the endless stream from one of the sharpest minds I’ve encountered on the web, a fearless jouster known as DawnTJ90. She (I assume, who knows) posted a link to a story about how climate change is making sharks right handed. I marvelled in a quick comment that these parody sites are getting very creative and funny. Then I followed the link, read the story, and realized that it was serious – yet another group of grant-harvesters was “studying” this climate-change consequence and had actually published research on it, with a straight face. [..] This mass hysteria isn’t unprecedented; in fact, mob rule is a common human habit that has popped up through the ages. We are steps away from another mob takeover, a potentially massive one; we have loons gluing themselves to roadways in Europe to protest something or other (despite the sounds coming out of their mouths, they aren’t protesting for what they say they are, or they would never fly or use fossil fuels again). Other vacuous climate-saving tacticians climb over pipeline-facility fences to mindlessly start turning valves, which they apparently believe to be some sort of earth thermostat. [...] While that is going on, the public will reach the crossover point, just as I did, where it can no longer tell the difference between parody and the news. We are very close. At that point, the world will smell a rat with respect to all the climate doom predictions, once people realize that they aren’t dying as quickly as they are supposed to be, that their world has not been turned into a desert or been submerged, and that shark bites feel exactly the same whether the beast throws with its right fin or left. [...]

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Yale-ProfessorJustin Farrell gibt in einer Pressemitteilung Tips, wie man Kritik am Klimaalarm verhindert. Er empfiehlt, gegen die Person anzugehen, anstatt sich nur auf die Argumente zu konzentrieren. Desweiteren schlägt er Gerichtsverfahren vor und Attacken gegen die Finanzierung von kritischer Forschung. Unglaublich, dass ein solcher Mann so offensichtlich gegen die freie Wissenschaft argumentieren kann, ohne dass seine Universität ihn zurückpfeift. Ein weiterer Schritt hin zur Gleichschaltung der Kimawissenschaften. Farrell hatte bereits früher Untersuchungen durchgeführt, die von Greenpeace mit Kusshand verwendet wurden. Über die mächtige IPCC-nahe Durchreichestiftung “European Climate Foundation” sagt die Pressemitteilung übrigens nichts.

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Pressemitteilung der Oregon State University aus dem Januar 2019:

Trout, salamander populations able to quickly bounce back from severe drought conditions

Populations of coastal cutthroat trout and coastal giant salamanders in the Pacific Northwest show the ability to rebound quickly from drought conditions, new research by Oregon State University suggests.

The findings, published in the journal Hydrobiologia, indicate that the fish and salamander populations can get back to predrought form within just a few years. That’s important because climate change is anticipated to make drought years such as the one in this study – 2015 – occur more frequently, and the resilience of these dominant stream predators suggests they will be able to persist as long as the droughts do not occur many years in a row. “What we found buys us time to try to fix climate change as best we can or at least keep it where it is right now,” said study co-author Dana Warren, an OSU faculty member in the College of Agricultural Sciences and the College of Forestry. “If we can do that, the populations in these headwater streams will be fairly resilient, but if not, they’ll clearly be more threatened.”

The drought conditions of 2015 occurred in the study streams because there was limited snowpack in the winter and spring that resulted in low stream flows that started a lot earlier than usual, said corresponding author Matthew Kaylor, a graduate fellow in fisheries and wildlife in the College of Agricultural Sciences. “That led to much lower flows throughout the summer,” Kaylor said. “Assessing impacts to the drought provided an insight into how these populations may react to changing conditions in the future since climate models suggest lower snowpack and lower summer stream flow.”

Trout and salamanders in the nine Cascade Mountain headwater streams from this research – part of a long-term study site – were both negatively affected by the hot, dry summer of 2015, though they responded differently. Adult trout numbers were down in 2015 compared to 2014, which had conditions closer to historic norms. “Stream conditions would suggest that increased mortality was the likely factor leading to lower numbers of fish during the drought,” Kaylor said. “However, we can’t actually say for sure with our data. Disentangling mortality versus movement to other habitats during droughts is a question we would like to tackle in the future.” Salamanders did not show any consistent changes in abundance across the nine sites in 2015, but their body condition declined in all study streams. As with trout abundances, the salamander populations were all back in predrought shape within a year or two.

“The trout and salamanders recovered quickly, which is important as we look into the future,” Kaylor said. “In these cool streams, if drought conditions persist over multiple years, that’s probably bad news for the trout and salamanders, but if they’re more sporadic, then those populations may be resilient.” Interestingly, juvenile trout didn’t appear to be negatively affected by the 2015 drought – they were in fact bigger in all streams during the drought year. “Young fish responded differently than adults, possibly because temperatures were warmer, which led to earlier hatching and faster growth, ” Warren said. “But it also could be because there were fewer adult trout to compete with. Either way, the response of the young fish was likely critical in promoting abundance recovery the following years for most sites.”

Also of note: Contrary to what the researchers had expected, stream temperature was not strongly associated with how trout and salamanders responded to the drought. “All of the streams we sampled were relatively cool and generally remained below the temperatures that would cause stress,” Kaylor said. “Stream pool habitat was important for trout, though. Stream sections with more deep pools showed smaller reductions in trout abundance and biomass.” Added Warren: “We know that habitat features like pools are important when they’re creating areas of flow refuge and areas of terrestrial predator refuge. Those same pools appear to be important in insulating a system against drought as well.”

The one stream where the fish population didn’t return to its predrought status was “an isolated stream near the edge of fish distribution,” he said. “That site is illustrative of the type of system that’s most vulnerable,” Warren said. “At that site salamanders have done well, but the trout haven’t come back, and that gives a hint about the kinds of streams we really do need to be concerned about versus the ones that may be more resilient. Location is important, not just stream size or habitat.” For the next few decades, Warren points out, droughts like 2015’s won’t happen all the time. “We’ll get them periodically, and that periodicity is likely to increase, but it’s not like a switch will flip to a new normal,” he said. “We will get to that new normal, though, if nothing changes.”

The National Science Foundation, the U.S. Department of Agriculture, the U.S. Forest Service, the HJ Andrews Experimental Forest, and Oregon State University supported this research.

 

Recherche-Panne auf welt.de: Das fabrizierte spanische Dürre-Drama

Michael Krüger wundert sich im Science Skeptical Blog über seltsam konstruierte Zusammenhänge:

Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) schließt einen Zusammenhang zwischen den aktuellen Schneemassen in den Alpen und dem Klimawandel nicht aus!

hier lesen.

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Kait Bolongaroam 23. April 2019 in der Welt:

Klimawandel: „Bald wird das ganze Jahr über Sommer sein“
Spanien, Europas „Obstkorb“ steht vor einem riesigen Problem: Wenn die Vorhersagen der Klimaforscher eintreffen, wird ein großer Teil des fruchtbaren Bodens der Wüste weichen. Die Landwirte versuchen verzweifelt, dagegenzuhalten. La Junquera im Südosten Spaniens erinnert inzwischen an eine Geisterstadt. Viele Bewohner haben das Dorf bereits verlassen. Der Grund ist offensichtlich: Die Wüste kommt immer näher, breitet sich immer weiter aus.

Wieder ein absolutes Alarmpaper. Die Autorin besitzt dramatische Lücken hinsichtlich der spanischen Klimageschichte. Eine naturwissenschaftliche Ausbildung scheint sie nicht zu besitzen. Siehe:

Rästelhafte Dürregeschichte Spaniens während der vergangenen 300 Jahre

Neue Studien geben Entwarnung: Europäische Dürren noch vollständig im Bereich der natürlichen Schwankungsbreite

35-köpfige EU-Forschergruppe: Dürren im Mittelmeerraum stark an Sonnenaktivitätsschwankungen gekoppelt. Aber schade, die Presse interessiert es nicht

Neues Paper in Climatic Change: Heutige Niederschläge im Mittelmeergebiet noch immer im Bereich der natürlichen Schwankungsbreite

 

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Vera Lengsfeld in Die Freie Welt am 11. Januar 2019:

Das Nazi-Klima macht, was es will
Als ich heute morgen mit meinen Hunden spazieren ging, leuchtete ein azurblauer Himmel durch die Baumkronen, umrandet von weißen Wolken, deren Rand die Sonne weißgold glänzen ließ. Der Pulverschnee auf den Zweigen und auf dem Boden verwandelte die winterliche Kahlheit in einen Märchenwald. Ein leichter Frost komplettierte den perfekten Wintermorgen, der mir spontan Paul Gerhardts „Geh aus mein Herz und Suche Freud“ in den Sinn brachte, auch wenn jetzt nicht die liebe Sommerszeit ist.

Und dann komme ich nach Hause und muss die Horrormeldungen der Qualitätsmedien zur Kenntnis nehmen, die sich nicht wieder einholen können, weil es Winter geworden ist. Ach ja, laut unserer Propagandisten der Erderwärmung wie Mojib Latif, soll es Winter gar nicht mehr geben. Der “Klimaexperte“ verkündete im Jahr 2000 auf Relotius-Online: „Winter mit starkem Frost und viel Schnee, wie vor zwanzig Jahren, wird es in unseren Breiten nicht mehr geben.“

Weiterlesen auf Die Freie Welt

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Anastasios Tsonis von der University of Wisconsin-Milwaukee ist jetzt pensioniert. JoNova erklärt, weshalb Tsonis den Klimaalarmismus skeptisch sieht.

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University of Cambridge am 15. Januar 2019 (via Science Daily):

Climate change during ancient Indus Civilization
Differentiating summer and winter rainfall in South Asia around 4.2 ka climatic ‘event’

Climate change has the potential to have affected ancient civilizations by spurring migrations and changes in cropping strategies, and these questions are increasingly relevant as we look at how modern civilization is coping with climate change today.

An article published today in a special issue of Climate of the Past on the “4.2 ka BP climatic event” provides rich insights into how rainfall in the northwest of South Asia changed over the critical period between 5400 and 3000 years ago.

The marine sediment core known as 63KA was taken close to the mouth of the Indus River delta and holds important and intriguing information about past changes in river discharge and depth of ocean stratification. The discharge of the Indus River is directly linked to the amount of summer rainfall. Ocean mixing depth is related to the strength of winds and evaporation over the Arabian Sea during wintertime that, in turn, correlates with winter precipitation over northwestern India. Three species of planktonic foraminifera with distinct ecological niches have been used to track relevant changes in salinity and temperature by measuring the oxygen isotopes from their calcareous shells, which produce a synchronous record of summer and winter monsoon strength.

Work on samples from this marine core attracted wide interest in 2003 when a summer monsoon mega-drought around 4.2 thousand years ago was related to cultural transformations of the Indus Civilization, which had an urban phase spanning from c.4.5-3.9 thousand years ago.

Prof. Michael Staubwasser from the University of Cologne, who was lead author of the 2003 paper and is co-author on the latest research, safeguarded samples from this core for over 20 years. “We always thought there might be more valuable information left in these samples,” he says, “and we can now see that it is possible to track both summer and winter precipitation from the same core.”

The new results point to a 200-year period of abnormally strong winter precipitation between c.4.5-4.3 thousand years ago, and after this, winter and summer rainfall both decreased to a minimum at c.4.1 thousand years ago.

“Humans are completely dependent on constant access to water. The possibility of a simultaneous decrease in winter precipitation by 4.1 thousand years ago completely changes the picture of year-round water availability in this region. A shift from plentiful winter rain to the totally opposite extreme, in combination with summer monsoon rains that were already declining, will have had a dramatic impact upon the people living in this region,” says Alena Giesche, lead author on the new publication and PhD candidate in Earth Sciences at the University of Cambridge.

Climatic changes during this time period coincide with important cultural changes in the Indus Civilization, which saw the culmination of a process of deurbanisation by c. 3.9 thousand years ago. “This finding has important implications for our understanding of the Indus Civilization, particularly our interpretation of changes in settlement patterns and cropping strategies. There was clear decline in the major urbanized centres, but there was also an increase in the numbers of rural settlements in the summer monsoon-dominated regions in the east, suggesting that populations adapted to changing conditions,” says Dr. Cameron Petrie, co-author and Reader in Archaeology at the University of Cambridge.

The new results are particularly exciting because they track two rainfall regimes in the same exact core. “This is a unique core, because the sediments are laminated and not disturbed by mixing by organisms (bioturbation). It has a detailed radiocarbon chronology and because proxies for both the summer and winter rainfall are recorded in the same samples, the relative timing of the two can be determined with confidence,” says Prof. David Hodell, co-author and Woodwardian Professor of Geology at the University of Cambridge.

This research has been carried out as part of an ongoing collaborative project between Banaras Hindu University, Varanasi, India, and the University of Cambridge, under the scope of the TwoRains project.

Paper: Alena Giesche, Michael Staubwasser, Cameron A. Petrie, David A. Hodell. Indian winter and summer monsoon strength over the 4.2 ka BP event in foraminifer isotope records from the Indus River delta in the Arabian Sea. Climate of the Past, 2019; 15 (1): 73 DOI: 10.5194/cp-15-73-2019

 

Das Geschäft mit der Katastrophe – wie der Klimawandel instrumentalisiert wird

FASZ am 13. Januar 2019:

Klimawandel : „So retten Sie die Welt nicht“
Bjørn Lomborg versucht im Auftrag des dänischen Staates, die kosteneffizientesten Lösungen für die Probleme der Menschheit zu finden. Er spricht über Geldverschwendung in der Energiewende, unnötigen Fleischverzicht und das tödlichste Umweltproblem der Erde.

FAZ: Herr Lomborg, auf der Welt läuft so vieles schlecht. Wenn wir die Welt retten wollen, wo müssen wir anfangen?

LOMBORG: Oh ja, die Welt steht vor vielen Problemen. Wahrscheinlich sterben jedes Jahr rund 18 Millionen Menschen, weil sie arm sind. In den Meeren schwimmt Plastik, die Erde wird immer wärmer, der Reichtum ungleicher verteilt. Viele Menschen haben keinen Zugang zu guter Bildung, in der Dritten Welt geht wahrscheinlich ein Drittel der Menschen niemals zur Schule oder ist nicht in der Lage, einfache Rechenaufgaben zu lösen. Das Problem ist: Wir haben nicht genug Geld, um alle Probleme zu lösen. Also haben wir ausgerechnet, wo wir mit begrenzten Mitteln am meisten bewirken können.

Weiterlesen in der FASZ (für Abonnenten)

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Die Temperaturentwicklung ist stark von 60-jährigen Ozeanzyklen geprägt. Bei der Berechnung des Langzeittrends muss dies berücksichtigt werden, wobei Intervalle zwischen den Zyklenmaxima oder -minima gewäht werden sollten. Bob Tisdale hat dies für Grönland getan. Und Überraschung: Der Erwärmungstrend von 1925-2012 ist nahezu Null, geschuldet der starken Erwärmung der 1930er und 40er Wärme. Details hierzu auf WUWT.

Quelle: WUWT

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WNN am 14. Mai 2019:

Polish academics urge end to Germany’s nuclear phaseout
A group of nearly 100 Polish environmentalists and scientists has written an open letter to the leadership and people of Germany asking the country to reconsider its nuclear phaseout plans.

Weiterlesen auf WNN

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Im Januar 2019 schlug ein Paper von Cheng und Kollegen in Science große Wellen. Die Ozeane erwärmen sich dramatisch schnell. Judith Curry, Roy Spencer und Nic Lewis (hier, hier und hier) fanden Unstimmigkeiten und Fehler im Paper.

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Axel Bojanowski auf Watson am 15. Februar 2019:

Das Geschäft mit der Katastrophe – wie der Klimawandel instrumentalisiert wird
Sturmschäden bei der Bahn? Versicherungen wieder teurer? Konzerne geben gerne dem Klimawandel die Schuld, auch wenn es dafür keine Belege gibt. Leider lassen sich auch Wissenschaftler dafür einspannen.

Die jüngsten Herbst- und Winterstürme führten Zugreisende an ihre Geduldsgrenzen. Der Bahnverkehr hat mit auf Schienen gestürzten Bäumen und Schnee zu kämpfen. Die Kunden nahmen es hin, immerhin ist die Bahn ja Opfer der Wetterkapriolen, die wegen des Klimawandels immer extremer werden. Oder?

Der Deutschen Bahn kommt diese Annahme entgegen. Sie verhindert, dass die Aufmerksamkeit auf die eigentlichen Ursachen für die vielen Behinderungen fällt, die bei der Bahn selbst zu suchen sind. Kein Wunder also, dass das Unternehmen die Interpretation «der Klimawandel ist Schuld» eifrig befeuert.

Weiterlesen auf Watson.

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Der Youtube-Kanal Adapt 2030 bringt regelmäßig Videos zum Klimawandel, darunter auch Beiträge zum solaren Minimum.

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Buchempfehlung:

Wird Kassandra heiser? Die Geschichte falscher Ökoalarme

Herausgegeben von Frank Uekötter und Jens Hohensee

Erscheinungsjahr: 2004

ISBN: 978-3515084840

Erhältlich: Antiquarisch

Info: Google Books, Amazon, hsozkult