Youtube, Rezo & Co schaden dem Klima mehr als die zivile Luftfahrt

Tagesschau am 13. Mai 2019:

Pläne zum Kohleausstieg: Massiver Widerstand in der Union

In der Union mehren sich kritische Stimmen zu den Plänen für einen Kohleausstieg. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Fischer erklärte, die Empfehlungen der Kohlekommission zerstörten Zukunftsperspektiven.

In der Unionsfraktion gibt es massiven Widerstand gegen den von der Bundesregierung geplanten Kohleausstieg bis 2038 mit milliardenschweren Strukturhilfen für die Kohleregionen. Der CDU-Bundestagsabgeordnete und Haushaltspolitiker Axel E. Fischer sagte der Nachrichtenagentur dpa in Berlin: “Die Empfehlungen der Kohlekommission sind als solche nicht bindend. Sie weisen in die falsche Richtung, zerstören Zukunftsperspektiven und schaden der Umwelt.” Fischer gehört einer ganzen Gruppe von Unionsabgeordneten an, die sich mit den Regierungsplänen nicht abfinden wollen.

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Björn Lomborg am 29. Mai 2019 in der New York Post:

Calling climate change ‘catastrophic’ makes it harder to find real answers

Ever notice how, in the last decade or so, we quietly stopped just having storms and started having “extreme weather events”? It feels like no temperature drop or seasonal downpour is too small for the media to slap a scary name on it and issue minute-by-minute warnings. Well, now some news outlets and campaigners are trying to do the exact same thing for climate change itself. “Global warming” isn’t scary enough to push through the expensive bills campaigners want. Instead of “climate change,” The Guardian has now decided to call it “climate emergency.” And the British newspaper isn’t alone: Democratic presidential candidates including Beto O’Rourke and Kamala Harris use similar language, as does Rep. Alexandria Ocasio-Cortez.

[...]

All of these doomsday narratives had a kernel of truth: They emphasized new and old threats like air pollution, acid rain and global warming. But although their catastrophe scenarios sold the message, their predictions and prescriptions were absurdly off. Just the same thing is happening today. Climate change is real, and it merits attention — but the reality is far less dire than some campaigners suggest.

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Standpoint am 30. Mai 2019:

Greta’s very corporate children’s crusade

Behind the schoolgirl climate warrior lies a shadowy cabal of lobbyists, investors and energy companies seeking to profit from a green bonanza

[...] But the Greta phenomenon has also involved green lobbyists, PR hustlers, eco-academics, and a think-tank founded by a wealthy ex-minister in Sweden’s Social Democratic government with links to the country’s energy companies. These companies are preparing for the biggest bonanza of government contracts in history: the greening of the Western economies.

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Neue Zürcher Zeitung (via MSN) am 16. April 2019:

Streaming ist das neue Fliegen – wie der digitale Konsum das Klima belastet

Was digital ist, muss noch lange nicht grün sein. Die Umweltkosten der Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) werden zumeist unterschätzt. Ein wichtiger Treiber für einen rasch steigenden Stromverbrauch ist das Streaming von Videos.

[...] Das zeigt eine Studie der französischen Denkfabrik «The Shift Project». Die Organisation hat den ökologischen Fussabdruck der vermeintlich sauberen ICT-Branche zu mes­sen versucht. Sie kommt zum Schluss, dass die umweltpolitischen Folgen der digitalen Wirtschaft konstant unter­schätzt werden. Grund dafür sei nicht nur die fortschreitende Miniaturisierung der Geräte, sondern auch die «Unsichtbarkeit» der verwendeten Infrastruktur – ein Phänomen, das verstärkt werde durch die wachsende Verfügbarkeit von Dienstleistungen in der sogenannten Datenwolke. Das Cloud-Computing sorge dafür, dass die physische Realität digitaler Produkte noch schwieriger wahrnehmbar werde.

Gar so wolkig-harmlos ist die Schadstoffbilanz der Branche nämlich nicht. So wird der An­teil der ICT-Branche an den weltweiten Treibhausgasemissionen auf 3,7% geschätzt; das ist fast doppelt so viel wie der Beitrag der zivilen Luftfahrt (2%) und knapp die Hälfte des Schadstoffausstosses aller Personenfahrzeuge und Motorräder (8%). Sorgen macht den Studienautoren vor allem die rasche Zunahme des digitalen Energieverbrauchs um zirka 9% pro Jahr. Setzt sich dieser Trend fort und steigt das Datenvolumen im Internet weiterhin um rund 30% pro Jahr, wäre die ICT-Branche schon 2025 für 8% aller Treibhausgasemissionen ver­antwortlich.

 

Wie Bäume das Klima retten könnten

Pressemitteilung der ETH Zürich vom 4. Juli 2019:

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Wie Bäume das Klima retten könnten

Die weltweite Aufforstung von Wäldern wäre auf einer Fläche von 0,9 Milliarden Hektar möglich und könnte so zwei Drittel der vom Menschen verursachten CO2 -Emissionen aufnehmen. Dies wäre die effektivste Massnahme gegen den Klimawandel. Zu diesem Schluss kommt eine aktuell in Science publizierten Studie der ETH Zürich.

Das Crowther Lab an der ETH Zürich forscht an naturbasierten Lösungen für den Klimawandel. In der neuen Studie zeigten die Forschenden erstmals auf, wo auf der Welt neue Bäume wachsen könnten und wie viel Kohlenstoff sie speichern würden. Jean-François Bastin, Studienleiter und Postdoc am Crowther Lab erklärt: «Ein Aspekt war für uns bei den Berechnungen besonders wichtig: Wir haben Städte und landwirtschaftliche Flächen von der gesamten Fläche, die das Potenzial zur Wiederaufforstung hat, ausgeschlossen, denn diese Gebiete braucht der Mensch anderweitig.»

Ein Gebiet von der Grösse der USA aufforsten

Die Forschenden berechneten, dass unter den aktuellen klimatischen Bedingungen die Erde mit rund 4,4 Milliarden Hektar Wald bedeckt sein könnte. Das sind 1,6 Milliarden mehr als die derzeit vorhandenen 2,8 Milliarden Hektar. Von diesen 1,6 Milliarden Hektar erfüllen 0,9 Milliarden Hektar das Kriterium nicht von Menschen genutzt zu werden. Derzeit stünde also ein Gebiet von der Grösse der USA für die Aufforstung zur Verfügung. Einst herangewachsen könnten diese neuen Wälder 205 Milliarden Tonnen Kohlenstoff speichern. Das sind etwa zwei Drittel der 300 Milliarden Tonnen Kohlenstoff, die seit der industriellen Revolution durch den Menschen verursacht in die Atmosphäre gelangten.

ETH-Professor Tom Crowther, Mitautor der Studie und Gründer des Crowther Lab, meint dazu: «Wir alle wussten, dass die Aufforstung der Wälder einen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels leisten könnte, aber bislang war unklar, wie gross der Effekt wäre. Unsere Studie zeigt deutlich, dass Flächen zu bewalden derzeit die beste verfügbare Lösung gegen den Klimawandel ist. Allerdings müssen wir schnell handeln, denn es wird Jahrzehnte dauern, bis die Wälder reifen und ihr Potenzial als natürliche CO2-Speicher ausschöpfen.»

Russland wäre am besten geeignet

Die Studie zeigt auch, wo eine Aufforstung am besten möglich wäre. Die meiste Fläche entfällt auf nur sechs Länder: Russland (151 Millionen Hektar), USA (103 Millionen Hektar), Kanada (78,4 MillionenHektar), Australien (58MillionenHektar), Brasilien (49,7 MillionenHektar) und China (40,2MillionenHektar).

Die Studie warnt schliesslich davor, dass viele aktuelle Klimamodelle fälschlicherweise erwarten, dass der Klimawandel die globale Baumbedeckung erhöhe. Zwar werden die Flächen der nördlichen Wälder in Regionen wie Sibirien wahrscheinlich zunehmen. Aber dort beträgt die Baumdichte durchschnittlich nur 30 bis 40 Prozent. Dem gegenüber steht allerdings der Verlust von dichten tropischen Wäldern, die typischerweise eine Baumbedeckung von 90 bis 100 Prozent aufweisen.

Bäume im Blick – auch an der Scientifica

Ein Tool auf der Website des Crowther Lab ermöglicht es Nutzern, einen beliebigen Ort der Welt zu wählen und herauszufinden, wie viele Bäume dort wachsen könnten und wie viel Kohlenstoff sie speichern würden. Zudem bietet es auch Listen von Waldrestaurierungsorganisationen. Das Crowther Lab wird an der diesjährigen Scientifica teilnehmen und das neue Werkzeug vorstellen.

Das Crowther Lab setzt auf naturbasierte Lösungen für den Klimawandel. Es will so erstens die Ressourcen besser zuteilen, indem es Regionen identifiziert, die bei der Aufforstung den grössten Klimaeffekt haben könnten. Zweitens will das Lab realistische und messbare Ziele setzen, um die Wirkung von Sanierungsprojekten zu maximieren; und drittens den Fortschritt laufend überprüfen und gegebenenfalls Korrekturmassnahmen einleiten.

 

Klimanotstandsgesetze: Feste passen einfach nicht mehr in die Zeit, Schluss mit lustig

Schluss mit Reden. Nun wird gehandelt. Stuttgarter Zeitung am 4. Juni 2019:

Klimanotstand killt das Konstanzer Seenachtsfest
Als der Konstanzer Gemeinderat vor wenigen Wochen den Klimanotstand ausrief, wurde das von manchen belächelt. Doch jetzt macht der OB Ernst – und das berühmte Seenachtsfest könnte zum ersten Klimaopfer werden.

[...]

Anfang Mai hatte die Stadt mit 84 000 Einwohnern als erste in Deutschland den Klimanotstand ausgerufen. Kritiker haben daraufhin gewitzelt, das Traditionsfeuerwerk, bei dem Raketen im Wert von 80 000 Euro in den Nachthimmel geschossen werden, müsse als Konsequenz abgesagt werden. Jetzt macht der Oberbürgermeister Burchardt aus dem Spaß Ernst. Er verhandle bereits mit dem Veranstalter. Bis 2020 ist die Ausrichtung des Seenachtsfests an die Stuttgarter Full Moon Group verpachtet. Er gehe davon aus, dass man zu einer einvernehmlichen Lösung komme, sagte Burchardt. Das Seenachtsfest „passt nicht mehr nach Konstanz, und es passt nicht mehr in die Zeit“. Full Moon habe zugesagt, bereits in diesem Jahr die Bemühungen der Stadt zu unterstützen und ein klimafreundlicheres Feuerwerk zu gestalten, heißt es aus der Stadtverwaltung. Eventuell seien bei der Logistik CO2-Einsparungen möglich, sagte Thilo Reutter von Full Moon.

Ganzen Artikel in der Stuttgarter Zeitung lesen.

Ob in Konstanz demnächst die Gelben Westen ausverkauft sein werden? Auch in Berlin hat der Spaß jetzt ein Ende, wie die Morgenpost am 2. Juni 2019 berichtete:

Wegen Klimawandel: Bezirk verbietet Feste im Mauerpark
Pankow will Grünanlagen wie den Mauerpark vor Übernutzung und dem Klimawandel schützen. Feste im Grünen werden nicht mehr gestattet. [...] Eine striktere Maßnahme gegen die Übernutzung von Grünanlagen ist in Pankow seit diesem Frühling schon Realität: Volksfeste und Veranstaltungen in Parks werden nicht mehr genehmigt. „Das Grünanlagengesetz sieht nicht vor, Parks und andere Grünanlagen als frei verfügbare Eventflächen für Feste und andere Veranstaltungen vorzuhalten“, begründet Bezirksbürgermeister Sören Benn (Linke) die Einschränkung. Als Anlass für die strengere Regelung nennt er den Schutz des Stadtgrüns vor den Folgen des Klimawandels. Die natürlichen Belastungen aufgrund klimatischer Veränderungen und extremer Wetterlagen hätten deutlich zugenommen, sagt Benn. Damit falle die Fähigkeit der Vegetation zur Selbstregeneration geringer aus.

Das wird die klimastreikende Jugend doch sicher verstehen. Freizeitvergnügen ist generell klimaschädlich, soviel steht fest. Als nächstes müssen Handys und Tablets weg. Mit der eingesparten Energie kann man vielleicht ein ganzes Kohlekraftwerk einsparen. Und ab sofort gelten für die Jugend auch andere Schlafenszeiten: Wenn die Sonne untergeht, bitte bettfertig machen. Abendliches Licht und Fernsehen schädigen das Klima. Das morgendliche Wecksignal ertönt ab sofort bei Sonnenaufgang. Nachhaltiges Leben erfordert eine Anpassung an den natürlichen Rhythmus von Tag und Nacht und optimaler Ausnutzung des Tageslichts.

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Bei der Dauerberieselung mit Klimaalarm wird das gesamte Psycho-Repertoire ausgeschöpft. Anfang Juni 2019 zeigte der Focus sein Können mit einer Horrormeldung:

Folgen des Klimawandels:
Der Mount Everest und seine Opfer: Schmilzt er, tauchen sie wieder auf

Was für ein Bild wird den Lesern da in die Köpfe gesetzt? Was kommt als nächstes: Schuppen und Durchfall durch Klimawandel?

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Weltherausgeber Stefan Aust empfiehlt, einen klaren Kopf zu bewahren. Er schreibt am 1. Juni 2019 in der Welt:

Warten wir doch, bis der Klimahype abgeklungen ist

Vor uns die Sintflut! Dürre in Deutschland! Tornados! Der Tipping Point naht, dann geht die Welt unter! Die von Greta Thunberg geforderte Panik ist voll ausgebrochen, vor allem unter Deutschlands Politikern.

Nach dem Volksparteien-Desaster der Europawahl ist Selbstgeißelung angesagt. Schuld ist das Klima unter den Wählern, die offenbar nur noch ein einziges Thema kennen: das Klima.

Den kostenpflichtigen Welt+- Artikel können Sie hier erwerben.

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Am 15. Februar 2019 erschien in der FAZ der kritische Kommentar “Klimareligion mit Ablasshandel“ von Holger Steltzner, einem der Herausgeber der FAZ. Am 18. März 2019 teilte die FAZ mit, dass Steltzner aus dem Kreis der Herausgeber der Zeitung ausgeschieden ist, weil eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den anderen Herausgebern nicht mehr möglich gewesen sei. Über die konkreten Gründe des Rauswurfs herrscht Unklarheit.

 

Stromspekulanten: Denn sie wissen nicht, was sie tun…

Von Uli Weber

Am 04.07.2019 meldete die BILD-Zeitung, Zitat mit Hervorhebungen:

„Im Juni kam es wiederholt zu Beinahe-Ausfällen im deutschen Stromnetz! Das berichtet die „FAZ“. Um einen Blackout zu verhindern, mussten die Stromanbieter teure „Regelenergie“ im Ausland zukaufen. Die Konzerne sprechen von „signifikanten Systembilanzabweichungen, welche die Systemsicherheit gefährden“. Schuld seien offenbar Starkwinde gewesen, die am 6., 12. und 25. Juni zur Abschaltung von Windrädern zwangen.

Auch im Visier der Bundesnetzagentur: Spekulanten auf dem Strommarkt, die Energie im europäischen Stromnetz verknappt hätten, um Geld zu machen.“

Spekulationen mit Just-in-Time Produkten sind nicht ganz so ganz einfach, wie sich das der durchschnittliche Journalist vorstellen mag. Denken Sie sich mal einen Burgerladen, der spekulativ 100 Burger warmhält. Wenn er die dann nach 6 Stunden noch als „Fast Food“ verkauft, sieht er seine Kunden nie wieder. Bei Strom ist es noch viel schlimmer, denn der muss genau zu der Zeit verbraucht werden, zu der er produziert wird. Versuchen Sie doch einfach mal, ein paar Kilowattstunden für den nächsten Stromausfall beiseitezulegen oder versuchen Sie, damit an der Strombörse spekulieren…

Schaunmeralsomalgenauerhin: Bei der Bundesnetzagentur findet man aktuelle und historische Strommarktdaten. Nachfolgend Erzeugung und Verbrauch vom 10. bis 15. Juni 2019:

 

Das sieht nicht wirklich gut aus, aber von Spekulanten ist dort nichts zu erkennen, sondern vielmehr von Problemen im Regelbereich der konventionellen Kraftwerke. Denn die Regelamplitude für die Stromproduktion scheint nicht mehr auszureichen, um der Tag/Nacht-Verbrauchskurve (rot) zu folgen. Während der mittägliche Solarpeak nur an sonnigen Tagen das mittägliche Maximum überschreitet, kann selbst der geringere Nachtbedarf nicht mehr bereitgestellt werden.

Schauen wir uns zum Vergleich einmal den Vorjahreszeitraum vom 10. bis 15. Juni 2018 an:

 

Drei Dinge sind im direkten Vergleich der beiden Zeiträume vom 10. bis 15. Juni sofort auffällig:

  1. Die Steinkohle ist offenbar der flexibelste konventionelle Stromerzeuger, denn ihr Beitrag schwankte 2018 im Tagesverlauf sehr viel stärker als Braunkohle und Kernenergie.
  2. Die Verbrauchskurve wird 2018 sehr viel besser von der Erzeugung abgebildet als 2019.
  3. Die Steinkohle hatte 2018 noch einen deutlich höheren Beitrag zur Stromerzeugung geliefert als 2019.

 

Bei einem aktuell geringen Beitrag der Steinkohlekraftwerke zur Gesamterzeugung können die Tag/Nacht-Schwankung des Strombedarfs also regeltechnisch nicht mehr aufgefangen werden. Und kaum sind wir den Kohlestrom los, der angeblich unser Stromnetz „verstopft“, schon haben wir Spekulanten am Hals. Diese „Spekulanten auf dem Strommarkt, die Energie im europäischen Stromnetz verknappt hatten“ sind also die deutschen Steinkohlekraftwerke. Die Stromproduktion aus Steinkohle in Deutschland dürfte sich von 2018 auf 2019 aber nicht ganz von selbst reduziert haben. Denn ohne entsprechende EEG-Subventionen hätten sie ihre Erzeugungsleistung wohl schon aus wirtschaftlichen Erwägungen gar nicht so weit herunterfahren können.

Wir müssen jetzt also regelmäßig nachts Strom aus dem Ausland importieren, wie es die die nachstehende Abbildung für den Zeitraum vom 26. Juni bis zum 06. Juli 2019 zeigt:

 

Was passiert da eigentlich gerade mit unserem Stromerzeugungssystem?

Es gab zwischenzeitlich ein paar Erfolgsmeldungen, der deutsche Stromexport sei erheblich gesunken. Offenbar wurde in Deutschland die Stromerzeugung aus Steinkohle erheblich zurückgefahren, um solche Meldungen verbreiten zu können. Die Kehrseite ist, dass die konventionelle Anpassung der Stromerzeugung an die Verbrauchsschwankungen nicht mehr funktioniert und sogar nachts erhebliche Strommengen aus dem Ausland zugekauft werden müssen. Und zum Dank dafür nennt man diese europäischen Notstromlieferanten dann auch noch „Spekulanten“…

Die wirklichen Stromspekulanten sind aber nicht auf dem europäischen Strommarkt zu finden, sondern bei den ideologischen Protagonisten des EEG in Deutschland, die offenbar schon wieder an einem für den deutschen Stromkunden sehr teuren Stellrädchen herumgespielt haben und jetzt ganz laut „haltet den Dieb“ schreien lassen…

 

AMO-Zyklus auf dem absteigenden Ast: Rotes Meer wird sich in den kommenden Jahrzehnten wohl abkühlen

Vor sieben Jahren schlugen wir in unserem Buch “Die kalte Sonne” vor, Ozeanzyklen für Mittelfristprognosen einzusetzen. Das Klimaestablishment war damals strikt dagegen. Heute haben sich die Zeiten zum Glück geändert. Ein Team um George Krokos analysierte am 15. März 2019 in den Geophysical Research Letters die Temperaturentwicklung des Roten Meeres, welches sich in den letzten Jahrzehnten spürbar erwärmt hat. Die Forscher setzten dies in den Langfrist-Kontext und erkannten eine starke Korrelation mit dem 70-jährigen Ozeanzyklus der AMO (Atlantischen Multidekadenoszillation). Da die AMO nun ihren Scheitelpunkt erreicht hat, erwarten Krokos und Kollegen nun eine Abkühlung des Roten Meeres in den kommenden drei Jahrzehnten. Hier der Abstract des Papers:

Natural Climate Oscillations may Counteract Red Sea Warming Over the Coming Decades
Recent reports of warming trends in the Red Sea raise concerns about the response of the basin’s fragile ecosystem under an increasingly warming climate. Using a variety of available Sea Surface Temperature (SST) data sets, we investigate the evolution of Red Sea SST in relation to natural climate variability. Analysis of long‐term SST data sets reveals a sequence of alternating positive and negative trends, with similar amplitudes and a periodicity of nearly 70 years associated with the Atlantic Multidecadal Oscillation. High warming rates reported recently appear to be a combined effect of global warming and a positive phase of natural SST oscillations. Over the next decades, the SST trend in the Red Sea purely related to global warming is expected to be counteracted by the cooling Atlantic Multidecadal Oscillation phase. Regardless of the current positive trends, projections incorporating long‐term natural oscillations suggest a possible decreasing effect on SST in the near future.

 

Abbildung: Temperaturentwicklung des Roten Meeres. Daten: Hadley Centre. Abbildung: Krokos et al. 2019

 

 

Phänologie: Pflanzen bestätigen Erwärmungs-Hiatus zu Beginn des 21. Jahrhunderts

Zwischen 1998 und 2015 gab es ein Jahrzehnt, in dem die Temperaturen nicht weiter anstiegen. Die Zeit wurde in der Fachwelt auch “Hiatus” genannt (Abb. 1) und war Thema zahlreicher Fachpublikationen.

Abbildung 1: Globale Temperaturentwicklung 1998-2015 (HadCRUT). Graphik: Woodfortrees.

 

Erst der El Nino 2015/16 brachte dann wieder eine Erwärmung. Seit der El  Nino-Spitze sacken die Temperaturen aber wieder ab (Abb. 2).

Abbildung 2: Globale Temperaturentwicklung 2015-2019 (HadCRUT). Graphik: Woodfortrees.

 

Phänologen haben den Hiatus jetzt auch in den Blühzeiten der Pflanzen nachgewiesen. In der Zeit der Erwärmungspause veränderten sich die Blühzeiten kaum, wie eine Studie von Xufeng Wang und Kollegen dokumentiert, die am 3. Juni 2019 in Nature Communications erschien. Hier der dazugehörige Abstract:

No trends in spring and autumn phenology during the global warming hiatus
Phenology plays a fundamental role in regulating photosynthesis, evapotranspiration, and surface energy fluxes and is sensitive to climate change. The global mean surface air temperature data indicate a global warming hiatus between 1998 and 2012, while its impacts on global phenology remains unclear. Here we use long-term satellite and FLUXNET records to examine phenology trends in the northern hemisphere before and during the warming hiatus. Our results based on the satellite record show that the phenology change rate slowed down during the warming hiatus. The analysis of the long-term FLUXNET measurements, mainly within the warming hiatus, shows that there were no widespread advancing (or delaying) trends in spring (or autumn) phenology. The lack of widespread phenology trends partly led to the lack of widespread trends in spring and autumn carbon fluxes. Our findings have significant implications for understanding the responses of phenology to climate change and the climate-carbon feedbacks.

Die University of New Hampshire (UNH) gab dazu die folgende Pressemitteilung heraus:

UNH Researchers Find Slowdown in Earth’s Temps Stabilized Nature’s Calendar

Sometimes referred to as nature’s calendar, phenology looks at the seasonal life cycle of plants and animals and is one of the leading indicators of climate change. It’s the observance of natural occurrences like the first formation of buds and flowers in the spring and the changing colors of leaves in the fall. According to researchers at the University of New Hampshire, when the rate of the Earth’s air temperature slows down for a significant amount of time, so can phenology.

In a study, recently published in the journal Nature Communications, researchers focused on a 15-year period in the early part of this century, when there was a temporary slowdown in the rise of the Earth’s air temperatures. It continued to rise, but more slowly than in the years before and after. Scientists found that during that period, phenology remained relatively constant from year to year, with no appreciable increase in the length of the growing seasons.

“This finding was a big surprise to us because the Earth’s climate is changing and affecting the length of the seasons,” says Jingfeng Xiao, a research associate professor at the UNH Earth Systems Research Center. “Over the past decades we have experienced longer growing seasons, with spring coming earlier and fall coming later, but this wasn’t the situation from 1998 to 2012 in the northern hemisphere.”

Phenology plays a major role in helping to regulate plant photosynthesis, transpiration, and energy exchange. When phenology stabilizes, it’s easier to estimate when to start a garden, when fall foliage will peak and helps life cycles like pollination, migration and mating. Researchers examined the carbon dioxide exchange between plants and the atmosphere from 56 sites located in forests, croplands, savannas, shrublands and grasslands in the northern hemisphere. They were the first to compare those findings with satellite imagery that indicated the dates of leaf-out (when leaves emerge in the spring) and senescence (when leaves fall and plants die off or enter dormancy in autumn) to estimate the length and timing of the growing season, which stayed about the same for that time period. 

Earlier leaf-out and/or later senescence can mean a longer growing season, increase in agriculture production and crop yield, as well as an increase in the amount of carbon dioxide absorbed by plants from the atmosphere. However, it can also mean the need for more water use and could affect stream flow and aggravate water crisis issues. “It’s not just about plants, many people are also physically affected by phenological trends,” said Xiao. “Anyone suffering from seasonal allergies knows, an earlier spring, or growing season, can mean an earlier allergy season.”

Phenological variations also make it more difficult for scientists to estimate the Earth’s carbon, water and energy exchange between the atmosphere and the Earth’s surface, which can then affect climate change projections. The scientists admit that the time period they studied, where the Earth’s air temperature rate slowed down, may seem to contrast with other research on global warming but they emphasize that even during this period the Earth’s temperatures continued to rise. They point out that temporary trends like this one require very long datasets — at least a decade or longer — to properly assess big-picture phenological trends.

Funding for this research was provided in part by the National Aeronautics and Space Administration (NASA). The University of New Hampshire inspires innovation and transforms lives in our state, nation and world. More than 16,000 students from all 50 states and 71 countries engage with an award-winning faculty in top-ranked programs in business, engineering, law, health and human services, liberal arts and the sciences across more than 200 programs of study. As one of the nation’s highest-performing research universities, UNH partners with NASA, NOAA, NSF and NIH, and receives more than $110 million in competitive external funding every year to further explore and define the frontiers of land, sea and space. 

 

90 italienische Wissenschaftler unterzeichnen Petition gegen Klimaalarm

Wir müssen „auf die Wissenschaftler hören“ predigen die Klima-Panikmacher. Ja, in Italien haben vor kurzem über 90 Wissenschaftler eine Petition unterzeichnet mit dem Titel: “Klima, eine Gegenstrom-Petition“:

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An den Präsidenten der Republik
An den Präsidenten des Senats
An den Präsidenten der Abgeordnetenkammer
An den Präsidenten des Rats

19.6.2019

 

PETITION ZUR GLOBALEN ANTHROPOGENEN ERWÄRMUNG

Die Unterzeichnenden, Bürger und Wissenschaftler, schicken eine warme Einladung an die politischen Führungskräfte, eine Umweltschutzpolitik einzuführen, welche im Einklang mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen steht.

Insbesondere ist es dringend, die Verschmutzung dort zu bekämpfen, wo sie auftritt, gemäß den Befunden der modernsten Wissenschaft. Diesbezüglich ist die Verzögerung beklagenswert, mit welcher der Wissensreichtum, der von der Welt der Forschung zur Verfügung gestellt wird, benutzt wird, um die anthropogenen Schadstoffemissionen zu reduzieren, welche sowohl in den kontinentalen als auch Meeresumweltsystemen weit verbreitet vorhanden sind.

Aber uns muss bewusst sein, dass KOHLENDIOXID SELBST NICHT EIN SCHADSTOFF IST. Im Gegenteil. Es ist für das Leben auf unserem Planeten unentbehrlich.

In den letzten Jahrzehnten hat sich eine These verbreitet, dass die Erwärmung der Erdoberfläche um rund 0,9°C, welche ab 1850 beobachtet worden ist, anomal wäre und ausschließlich von menschlichen Aktivitäten verursacht werden würde, insbesondere durch den Ausstoß von CO2 in die Atmosphäre beim Gebrauch fossiler Brennstoffe.

Dies ist die These der anthropogenen globalen Erwärmung, welche von dem Weltklimarat (IPCC) der Vereinten Nationen gefördert wird, deren Konsequenzen Umweltveränderungen sein würden, die so ernst wären, dass man enormen Schaden in der unmittelbaren Zukunft fürchten muss, außer wenn drastische und kostenintensive Abschwächungsmaßnahmen unverzüglich ergriffen werden.

Diesbezüglich sind viele Nationen in der Welt Programmen beigetreten, um Kohlendioxidemissionen zu reduzieren, und werden unter Druck gesetzt, auch durch eine nicht nachlassende Propaganda, zunehmend fordernde Programme anzunehmen, deren Umsetzung, welche mit hohen Belastungen auf die Wirtschaften der einzelnen Mitgliedsstaaten verbunden ist, von Klimakontrolle abhängig wäre und daher die „Rettung“ des Planeten.

Jedoch ist der anthropogene Ursprung der globalen Erwärmung EINE UNBEWIESENE HYPOTHESE, nur abgeleitet von einigen Klimamodellen, d.h. komplexen Computerprogrammen, genannt ‚General Circulation Models‘.

Hingegen hat die wissenschaftliche Literatur zunehmend die Existenz einer natürlichen Klimaschwankung betont, welche die Modelle nicht reproduzieren können.

Diese natürliche Schwankung erklärt einen beachtlichen Teil der globalen Erwärmung, welche seit 1850 beobachtet worden ist. Die anthropogene Verantwortung für die Klimaveränderung, welche in dem letzten Jahrhundert beobachtet worden ist, wird daher UNGERECHTFERTIGT ÜBERTRIEBEN und Katastrophenvorhersagen SIND NICHT REALISTISCH.

Das Klima ist das komplexeste System auf unseren Planeten, daher muss man sich damit mit Methoden befassen, welche adäquat sind und mit seinem Niveau der Komplexität übereinstimmen.

Klimasimulationsmodelle reproduzieren nicht die beobachtete natürliche Schwankung des Klimas und rekonstruieren insbesondere nicht die warmen Perioden der letzten 10.000 Jahre. Diese haben sich ungefähr alle tausend Jahre wiederholt und schließen die gut bekannte mittelalterliche Warmzeit ein, die heiße römische Periode, und generell die Warmzeiten während des „Holozänen Optimums“.

Die PERIODEN DER VERGANGENHEIT SIND AUCH WÄRMER GEWESEN ALS DIE GEGENWÄRTIGE ZEIT, obwohl die CO2 Konzentration niedriger war als die gegenwärtige, dieweil sie mit den tausendjährigen Zyklen der Sonnenaktivität verbunden sind. Die Auswirkungen werden von den Modellen nicht reproduziert.

Es sollte daran gedacht werden, dass die Erwärmung, welche seit 1900 beobachtet worden ist, tatsächlich in den 1700en begann, d.h. am Tiefpunkt der Kleinen Eiszeit, der kältesten Periode der letzten 10.000 Jahre (übereinstimmend mit dem tausendjährigen Tiefpunkt der Sonnenaktivität, welche Astrophysiker Maunder Minimum nennen). Seitdem ist die Sonnenaktivität, ihrem tausendjährigen Zyklus folgend, angestiegen, wobei sie die Erdoberfläche erwärmt.

Des Weiteren versagen die Modelle dabei, die bekannten Klimaschwankungen von ungefähr 60 Jahren zu reproduzieren.

Diese waren zum Beispiel verantwortlich für eine Warmzeit (1850-1880) gefolgt von einer kühleren Periode (1880-1910), eine Erwärmung (1910-40), eine Abkühlung (1940-70) und einer neuen wärmeren Periode (1970-2000) ähnlich der, welche 60 Jahre früher beobachtet wurde.

Die folgenden Jahre (2000-2019) sahen einen Anstieg, der nicht von den Modellen vorhergesagt wurde, von ungefähr 0,2°C pro Jahrzehnt, und eine beachtliche Klimastabilität, welche sporadisch von den schnellen natürlichen Schwankungen des äquatorialen Pazifischen Ozeans  unterbrochen wurde, bekannt als die El Nino Southern Oscillations, wie diejenige, welche zu der temporären Erwärmung zwischen 2015 und 2016 führte.

Die Medien behaupten auch, dass extreme Ereignisse, wie z.B. Hurrikans und Zyklone, alarmierend angestiegen sind. Umgekehrt sind diese Ereignisse, wie viele Klimasysteme, seit dem zuvor erwähnten 60-Jahre-Zyklus moduliert worden.

Zum Beispiel, wenn wir die offiziellen Daten von 1880 über tropische Atlantikzyklone betrachten, welche Nordamerika getroffen haben, scheinen sie eine starke 60-Jahre Schwankung zu haben, entsprechend der thermischen Schwankung des Atlantiks, genannt Atlantic Multidecadal Oscillation (=atlantische mehrdekadische Schwankung).

Die Spitzen, welche pro Jahrzehnt beobachtet wurden, sind in den Jahren 1880-90, 1940-50 und 1995-2005 miteinander kompatibel. Von 2005 bis 2015 nahm die Anzahl der Zyklone ab, wobei dies präzise dem zuvor erwähnten Zyklus folgte. Somit gibt es in der Zeitspanne von 1880-2015 zwischen der Anzahl der Zyklone (welche schwanken) und dem CO2 (welches monoton ansteigt) keine Korrelation.

Das Klimasystem wird noch nicht ausreichend verstanden. Obwohl es wahr ist, dass CO2 ein Treibhausgas ist, ist laut dem IPCC die Klimasensitivität auf dessen Anstieg in der Atmosphäre immer noch extrem unsicher.

Es wird geschätzt, dass eine Verdoppelung der Konzentration des atmosphärischen CO2 von ungefähr 300ppm vorindustriell auf 600ppm die Durchschnittstemperatur des Planeten von einem Minimum von 1°C bis zu einem Maximum von 5°C erhöhen kann.

Diese Unsicherheit ist enorm.

Jedenfalls schätzen viele neue Studien, die auf experimentellen Daten basieren, dass die Klimasensitivität auf CO2 BEDEUTEND NIEDRIGER ist als jene, die von den IPCC Modellen geschätzt wird.

Dann ist es wissenschaftlich unrealistisch, die Verantwortung für die Erwärmung, welche vom vergangenen Jahrhundert bis heute beobachtet wurde, den Menschen zuzuschreiben. Die voreilenden Vorhersagen der Panikmacher sind daher nicht glaubwürdig, da sie auf Modellen basieren, deren Ergebnisse den experimentellen Daten wiedersprechen.

Alle Beweise legen nahe, dass diese MODELLE den anthropogenen Beitrag ÜBERSCHÄTZEN und die natürliche Klimaschwankung unterschätzen, besonders jene, die von der Sonne, dem Mond und den Meeresschwankungen verursacht wird.

Schließlich veröffentlichen die Medien die Nachricht, laut dessen es in Bezug auf die menschliche Ursache der gegenwärtigen Klimaänderung einen fast einstimmigen Konsens unter den Wissenschaftlern gibt, dass die wissenschaftliche Debatte abgeschlossen werden würde.

Jedoch müssen wir uns zuerst einmal bewusst werden, dass die wissenschaftliche Methode bestimmt, dass die Fakten und nicht die Anzahl der Anhänger eine Mutmaßung zu einer gemeinsamen wissenschaftlichen Theorie machen.

Wie dem auch sei, der gleiche angebliche Konsens EXISTIERT NICHT. Es gibt tatsächlich eine bemerkenswerte Variabilität an Meinungen unter den Spezialisten – Klimatologen, Meteorologen, Geologen, Geophysiker, Astrophysiker – von denen viele einen wichtigen natürlichen Beitrag zur globalen Erwärmung anerkennen, welche von der vorindustriellen Zeit und sogar von der Vorkriegszeit bis heute beobachtet worden ist.

Es hat auch Petitionen gegeben, welche von tausenden von Wissenschaftlern unterschrieben worden sind, die eine abweichende Meinung zur Mutmaßung der anthropogenen globalen Erwärmung ausgedrückt haben.

Diese umfassen diejenige, welche 2007 von dem Physiker F. Seitz gefördert wurde, ehemaliger Präsident der American National Academy of Science, und diejenige, welche von dem nichtstaatlichen Weltklimarat (NIPCC) gefördert wurde, deren Bericht von 2009 zu dem Schluss kommt, dass „die Natur, und nicht die Aktivität des Menschen, regiert das Klima“.

Zum Schluss, angesichts der ENTSCHEIDENDEN WICHTIGKEIT, WELCHE FOSSILE TREIBSTOFFE für die Energieversorgung der Menschheit haben, schlagen wir vor, dass sie  nicht der Politik von kritikloser Reduzierung der Emission von Kohlendioxid in die Atmosphäre unterworfen werden sollten mit DEM ILLUSORISCHEN ANSCHEIN DES BEHERRSCHENS DES KLIMAS.

 

FÖRDERKOMITEE :

1. Uberto Crescenti, Emeritus Professor of Applied Geology, University G. D’Annunzio, Chieti-Pescara, formerly Rector and President of the Italian Geological Society.

2. Giuliano Panza, Professor of Seismology, University of Trieste, Academician of the Lincei and of the National Academy of Sciences, called of the XL, 2018 International Award of the American Geophysical Union.

3. Alberto Prestininzi, Professor of Applied Geology, La Sapienza University, Rome, formerly Scientific Editor in Chief of the magazine International IJEGE and Director of the Geological Risk Forecasting and Control Research Center.

4. Franco Prodi, Professor of Atmospheric Physics, University of Ferrara.

5. Franco Battaglia, Professor of Physical Chemistry, University of Modena; Galileo Movement 2001.

6. Mario Giaccio, Professor of Technology and Economics of Energy Sources, University G. D’Annunzio, Chieti-Pescara, former Dean of the Faculty of Economics.

7. Enrico Miccadei, Professor of Physical Geography and Geomorphology, University G. D’Annunzio, Chieti-Pescara.

8. Nicola Scafetta, Professor of Atmospheric Physics and Oceanography, Federico II University, Naples.

UNTERZEICHNENDE

1. Antonino Zichichi, Emeritus Professor of Physics, University of Bologna, Founder and President of the Ettore Center for Scientific Culture Majorana di Erice.

2. Renato Angelo Ricci, Professor Emeritus of Physics, University of Padua, former President of the Italian Society of Physics and Society European Physics; Galileo Movement 2001.

3. Aurelio Misiti, Professor of Health-Environmental Engineering, University of Sapienza, Rome.

4. Antonio Brambati, Professor of Sedimentology, University of Trieste, Project Manager Paleoclima-mare of PNRA, already President of the National Oceanography Commission.

5. Cesare Barbieri, Professor Emeritus of Astronomy, University of Padua.
6. Sergio Bartalucci, Physicist, President of the Association of Scientists and Tecnolgi for Italian Research.
7. Antonio Bianchini, Professor of Astronomy, University of Padua.
8. Paolo Bonifazi, former Director of the Institute of Interplanetary Space Physics, National Astrophysical Institute.
9. Francesca Bozzano, Professor of Applied Geology, Sapienza University of Rome, Director of the CERI Research Center.
10. Marcello Buccolini, Professor of Geomorphology, University University G. D’Annunzio, Chieti-Pescara.
11. Paolo Budetta, Professor of Applied Geology, University of Naples.
12. Monia Calista, Researcher in Applied Geology, University G. D’Annunzio, Chieti-Pescara.
13. Giovanni Carboni, Professor of Physics, Tor Vergata University, Rome; Galileo Movement 2001.
14. Franco Casali, Professor of Physics, University of Bologna and Bologna Academy of Sciences.
15. Giuliano Ceradelli, Engineer and climatologist, ALDAI.
16. Domenico Corradini, Professor of Historical Geology, University of Modena.
17. Fulvio Crisciani, Professor of Geophysical Fluid Dynamics, University of Trieste and Marine Sciences Institute, Cnr, Trieste.
18. Carlo Esposito, Professor of Remote Sensing, La Sapienza University, Rome.
19. Mario Floris, Professor of Remote Sensing, University of Padua.
20. Gianni Fochi, Chemist, Scuola Normale Superiore of Pisa; scientific journalist.
21. Mario Gaeta, Professor of Volcanology, La Sapienza University, Rome.
22. Giuseppe Gambolati, Fellow of the American Geophysica Union, Professor of Numerical Methods, University of Padua.
23. Rinaldo Genevois, Professor of Applied Geology, University of Padua.
24. Carlo Lombardi, Professor of Nuclear Plants, Milan Polytechnic.
25. Luigi Marino, Geologist, Geological Risk Forecasting and Control Research Center, La Sapienza University, Rome.
26. Salvatore Martino, Professor of Seismic Microzonation, La Sapienza University, Rome.
27. Paolo Mazzanti, Professor of Satellite Interferometry, La Sapienza University, Rome.
28. Adriano Mazzarella, Professor of Meteorology and Climatology, University of Naples.
29. Carlo Merli, Professor of Environmental Technologies, La Sapienza University, Rome.
30. Alberto Mirandola, Professor of Applied Energetics and President of the Research Doctorate in Energy, University of Padua.
31. Renzo Mosetti, Professor of Oceanography, University of Trieste, former Director of the Department of Oceanography, Istituto OGS, Trieste.

32. Daniela Novembre, Researcher in Mining Geological Resources and Mineralogical Applications, University G. D’Annunzio, Chieti Pescara.
33. Sergio Ortolani, Professor of Astronomy and Astrophysics, University of Padua.
34. Antonio Pasculli, Researcher of Applied Geology, University G. D’Annunzio, Chieti-Pescara.
35. Ernesto Pedrocchi, Professor Emeritus of Energetics, Polytechnic of Milan.
36. Tommaso Piacentini, Professor of Physical Geography and Geomorphology, University G. D’Annunzio, Chieti-Pescara.
37. Guido Possa, nuclear engineer, formerly Deputy Minister Miur.
38. Mario Luigi Rainone, Professor of Applied Geology, University of Chieti-Pescara.
39. Francesca Quercia, Geologist, Research Director, Ispra.
40. Giancarlo Ruocco, Professor of Structure of Matter, La Sapienza University, Rome.
41. Sergio Rusi, Professor of Hydrogeology, University G. D’Annunzio, Chieti-Pescara.
42. Massimo Salleolini, Professor of Applied Hydrogeology and Environmental Hydrology, University of Siena.
43. Emanuele Scalcione, Head of Regional Agrometeorological Service Alsia, Basilicata.
44. Nicola Sciarra, Professor of Applied Geology, University G. D’Annunzio, Chieti-Pescara.
45. Leonello Serva, Geologist, Director of Geological Services of Italy; Galileo Movement 2001.
46. ​​Luigi Stedile, Geologist, Geological Risk Review and Control Research Center, La Sapienza University, Rome.
47. Giorgio Trenta, Physicist and Physician, President Emeritus of the Italian Association of Medical Radiation Protection; Galileo Movement 2001.
48. Gianluca Valenzise, ​​Director of Research, National Institute of Geophysics and Volcanology, Rome.
49. Corrado Venturini, Professor of Structural Geology, University of Bologna.
50. Franco Zavatti, Astronomy Researcher, University of Bologna.
51. Achille Balduzzi, Geologist, Agip-Eni.
52. Claudio Borri, Professor of Construction Sciences, University of Florence, Coordinator of the International Doctorate in Engineering Civil.
53. Pino Cippitelli, Agip-Eni Geologist.
54. Franco Di Cesare, Executive, Agip-Eni.
55. Serena Doria, Researcher of Probability and Mathematical Statistics, University G. D’Annunzio, Chieti-Pescara.
56. Enzo Siviero, Professor of Ponti, University of Venice, Rector of the e-Campus University.
57. Pietro Agostini, Engineer, Association of Scientists and Tecnolgi for Italian Research.
58. Donato Barone, Engineer.
59. Roberto Bonucchi, Teacher.
60. Gianfranco Brignoli, Geologist.
61. Alessandro Chiaudani, Ph.D. agronomist, University G. D’Annunzio, Chieti-Pescara.
62. Antonio Clemente, Researcher in Urban Planning, University G. D’Annunzio, Chieti-Pescara.
63. Luigi Fressoia, urban architect, Perugia.
64. Sabino Gallo, nuclear engineer.
65. Daniela Giannessi, First Researcher, Ipcf-Cnr, Pisa.
66. Roberto Grassi, Engineer, Director of G&G, Rome.
67. Alberto Lagi, Engineer, President of Restoration of Complex Damaged Plants.
68. Luciano Lepori, Ipcf-Cnr Researcher, Pisa.
69. Roberto Madrigali, Metereologo.
70. Ludovica Manusardi, Nuclear physicist and scientific journalist, Ugis.
71. Maria Massullo, Technologist, Enea-Casaccia, Rome.
72. Enrico Matteoli, First Researcher, Ipcf-Cnr, Pisa.
73. Gabriella Mincione, Professor of Sciences and Techniques of Laboratory Medicine, University G. D’Annunzio, Chieti-Pescara.
74. Massimo Pallotta, First Technologist, National Institute for Nuclear Physics.
75. Enzo Pennetta, Professor of Natural Sciences and scientific divulger.
76. Nunzia Radatti, Chemist, Sogin.
77. Vincenzo Romanello, Nuclear Engineer, Research Center, Rez, Czech Republic.
78. Alberto Rota, Engineer, Researcher at Cise and Enel.
79. Massimo Sepielli, Director of Research, Enea, Rome.
80. Ugo Spezia, Engineer, Industrial Safety Manager, Sogin; Galileo Movement 2001.
81. Emilio Stefani, Professor of Plant Pathology, University of Modena.
82. Umberto Tirelli, Visiting Senior Scientist, Istituto Tumori d’Aviano; Galileo Movement 2001.
83. Roberto Vacca, Engineer and scientific writer.

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Italienisches Original hier

Deutsche Übersetzung von Doris Gosselin

Englische Übersetzung hier

 

Alberta schafft seine CO2-Steuer wieder ab

Futurezone.de am 20. Juni 2019:

Tornados, Hitzewellen, Dauerregen: Deshalb ist das Wetter in Deutschland so extrem
In Deutschland wird das Wetter regelrecht zum Unwetter: Die Hitze heißer, der Regen länger, die Stürme stärker. Spüren wir die Auswirkungen der Klimakrise bereits?

Au weia. 50 Cent in die Fake News-Kasse. Hätte der Autor doch mal auf www.klimawandel-in-deutschland.de vorher nachgelesen:

Stürme: Das PIK Potsdam wertete Satellitendaten aus und stellte für die vergangenen 35 Jahre eine signifikante Abnahme der Sturmaktivität während des Sommers in den mittleren Breiten der nördlichen Hemisphäre fest, darunter auch in Deutschland. Winterstürme über dem Nordatlantik und Nordwesteuropa zeigen jedoch starke, jahrzehntelange Schwankungen, wobei derzeit kein Langzeittrend sichtbar ist, wie ein Team um Frauke Feser vom Helmholtz-Zentrum Geesthacht dokumentierte. Erkennbar sind eine Verringerung der Sturmaktivität seit den 1880ern bis Mitte der 1960er Jahre und ein darauf folgender Anstieg bis Mitte der 1990er Jahre. Ab Mitte der 1990er Jahre verringert sich dann wiederum die Sturmaktivität. Ähnliches fand ein Wissenschaftlerteam um Sönke Dangendorf von der Universität Siegen. Die Forscher untersuchten die Sturmgeschichte der Nordsee für die vergangenen 170 Jahre und konnten ebenfalls keinen Langzeittrend bei Stürmen und Sturmfluten feststellen. Noch weiter zurückreichende Sturmrekonstruktionen aus dem mitteleuropäischen Raum zeigen zudem, dass die Kleine Eiszeit generell sogar stürmischer als heute war.

Dauerregen: Seit 1951 hat sich die Häufigkeit von Starkniederschlag von mehr als 30 mm nur geringfügig erhöht (Abb. 3). Die Veränderung ist aus statistischer Sicht jedoch insignifikant, so dass kein belastbarer Langzeittrend ausgemacht werden kann. Die Zeitreihe moderner Radardaten zum Starkregen ist leider noch zu kurz, um aussagekräftige Trends interpretieren zu können.

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Was eingeführt wird, kann man auch wieder beenden. So geschehen in Kanada. Alberta schafft seine CO2-Steuer wieder ab. Näheres hierzu auf Global News.

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Die atlantische Hurrikansaison dauert üblicherweise vom 1. Juni bis zum 30. November. Das Climate Forecast Applications Network (CFAN) sagte Ende Mai für dieses Jahr (2019) eine sturmreiche Saison vorher (pdf hier). Judith Curry gibt zu bedenken, dass die relevanten Basisdaten für Hurrikanprognosen erst Ende Juni vorliegen, die Prognose daher mit Vorsicht zu genießen ist. Man darf gespannt sein und hoffen, dass sich CFAN geirrt hat. Die NOAA veröffentlichte Ende Mai 2019 ebenfalls eine Prognose, sieht aber nur eine normalaktive Hurrikansaison aufziehen.

Der erste Hurrikan der Saison tauchte dann am 2. Juli 2019 auf. Sein Name ist Barbara. Siehe AccuWeather.

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Klimavideo von Thomas Wangenheim vom 25. Mai 2019 mit dem Titel “Menschgemachter Klimawandel? Antwort mithilfe von Langzeitmessungen“.

 

Aus der Videobeschreibung:

 Anhand zweier Langzeit-Meßreihen aus Weimar und Kremsmünster zeige ich die Temperaturschwankungen der vorindustriellen Zeit, die zeigen, daß CO-2 nicht der alles entscheidende Faktor des Temperaturanstiegs der letzten 150 Jahre sein kann.

 

Herr Hofreiter, was bedeutet Schulpflicht?

Ein chinesisches Forscherteam um Shuai Yuan untersuchte Baumringe in Südost China und rekonstruierte daraus die Entwicklung der März-Meeresoberflächentemperaturen des Südchinesischen Meeres während der letzten 100 Jahre. Einen Langzeittrend fanden die Forscher nicht, jedoch ein langsames Auf- und Abschwellen im Bereich von einigen Jahrzehnten. Die Studie erschien im Dezember 2018 im Fachblatt Marine Micropaleontology.

 

Abbildung: Entwicklung der März-Meeresoberflächentemperaturen des Südchinesischen Meeres während der letzten 100 Jahre. Quelle: Yuan et al. 2018.

 

Weitere Infos: CO2Science

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Im März 2019 führte der Deutschlandfunk ein kurioses Interview mit dem Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter zu den Klimaschulstreiks. Der DLF-Journalist fragt Hofreiter mehrfach, ob denn die Freitagsstreiks nicht gegen die Schulpflicht verstoßen. Hofreiter windet sich aus der Frage heraus, aber der DLF-Mann lässt nicht locker und fragt hartnäckig immer wieder “Herr Hofreiter, was bedeutet Schulpflicht?“. Absolut lesenswert. Hier ein kleiner Auszug:

Heinemann: Was würde sich denn ändern, wenn Samstags fürs Klima demonstriert würde?

Hofreiter: Wahrscheinlich wäre die Aufmerksamkeit etwas geringer, wenn samstags für das Klima diskutiert werden würde.

Heinemann: Warum?

Hofreiter: Weil nämlich die Aufmerksamkeit unter anderem auch deshalb so groß ist, weil die Schüler während ihrer Schulzeit gehen und sagen, wenn ihr so weitermacht, macht es wenig Sinn, dass ich in die Schule gehe, weil nämlich die nächsten 20, 30 Jahre die Ökosysteme in so große Probleme kommen, dass meine Zukunft kaputt geht. Und man merkt ja an der ganzen Debatte, dass viel zu viele, in Verantwortung stehende Politikerinnen und Politiker und andere Menschen in der Gesellschaft offensichtlich die Erkenntnisse der Klimawissenschaft nicht ernst nehmen und sich nicht vorstellen können, dass es tatsächlich darum geht, dass wenn so weiter gehandelt wird deren Zukunft kaputt gemacht wird.

Heinemann: Herr Hofreiter, sollten Jugendliche nur dann die Schule besuchen, wenn sie gerade nichts Besseres zu tun haben?

[...]

Heinemann: Herr Hofreiter, würden Sie denn auch Demonstrationen von Schülerinnen und Schülern während der Schulzeit befürworten, die ganz andere Ziele zum Inhalt hätten, zum Beispiel gegen Zuwanderung oder gegen die Europäische Union?

Hofreiter: Ich habe Ihnen bereits gesagt, dass ich das nicht befürworte. Ich habe Ihnen bereits gesagt, dass ich der Meinung bin, dass diese Schülerinnen und Schüler in ihrem Anliegen ernst genommen werden müssen und nicht eine Hauptablenkungsdebatte geführt wird, die Sie auch ganz offensiv hier führen.

Heinemann: Sie befürworten die Demonstrationen Fridays for Future nicht? Habe ich das jetzt richtig verstanden?

Hofreiter: Ich befürworte die Demonstrationen.

Heinemann: Ja was denn jetzt?

[...]

Ganzes Interview beim DLF lesen.

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Judith Cury wies in ihrem Blog auf ein bemerkenswertes Paper des MIT-Ozeanographen Carl Wunsch hin. Das Paper erschien bereits 2010 in den Quaternary Science Reviews und scheint eine Art Abrechnung mit einem Teil der paläoklimatologischen Kollegen zu sein. Hier ein Auszug aus der Einleitung des Papers (Fettsetzung durch Judith Cury):

Introduction

From one point of view, scientific communities without adequate data have a distinct advantage: one can construct interesting and exciting stories and rationalizations with little or no risk of observational refutation. Colorful, sometimes charismatic, characters come to dominate the field, constructing their interpretations of a few intriguing, but indefinite observations that appeal to their followers, and which eventually emerge as “textbook truths.”

Consider the following characteristics ascribed to one particular, notoriously data-poor, field (Smolin, 2006), as having:

1. Tremendous self confidence, leading to a sense of entitlement and of belonging to an elite community of experts.

2. An unusually monolithic community, with a strong sense of consensus, whether driven by the evidence or not, and an unusual uniformity of views on open questions. These views seem related to the existence of a hierarchical structure in which the ideas of a few leaders dictate the viewpoint, strategy, and direction of the field.

3. In some cases a sense of identification with the group, akin to identification with a religious faith or political platform.

4. A strong sense of the boundary between the group and other experts.

5. A disregard for and disinterest in the ideas, opinions, and work of experts who are not part of the group, and a preference for talking only with other members of the community.

6. A tendency to interpret evidence optimistically, to believe exaggerated or incorrect statements of results and to disregard the possibility that the theory might be wrong. This is coupled with a tendency to believe results are true because they are ’widely believed,’ even if one has not checked (or even seen) the proof oneself.

7. A lack of appreciation for the extent to which a research program ought to involve risk.

Smolin (2006) was writing about string theory in physics. Nonetheless, observers of the paleoclimate scene might recognize some common characteristics. 

Smolin’s (7) is perhaps the most important in his list. Good scientists seek constantly to test the basic tenets of their field–not work hard to buttress them. Routine science usually adds a trifling piece of support to everyone’s assumptions. Exciting, novel, important, science examines the basic underpinnings of those assumptions and either reports no conflict or, the contrary–that maybe it isn’t true. Imagine Darwin working hard to fit all of his observational data into the framework of Genesis (today we laugh at the so-called intelligent design community for doing just that).

Kurz darauf wurde Wunsch pensioniert. Ist es Zufall, dass meist nur Pensionäre Kritik an den Klimawissenschaften üben? Was passiert mit Dissidenten im aktiven Dienst?

 

Im Mittelalter hatten es die Pinguine schön warm

Lange hieß es, die Mittelalterliche Wärmeperiode sei ein rein nordatlantisches Phänomen. Das erwies sich jetzt als falsch. Am 29. Juni 2019 erschien im Fachblatt Palaeogeography, Palaeoclimatology, Palaeoecology ein Paper von Lüning et al. 2019 zur Mittelalterlichen Wärmeperiode in der Antarktis. Hier die Kurzfassung:

The Medieval Climate Anomaly in Antarctica
The Medieval Climate Anomaly (MCA) is a well-recognized climate perturbation in many parts of the world, with a core period of 1000–1200 CE. Here we are mapping the MCA across the Antarctic region based on the analysis of published palaeotemperature proxy data from 60 sites. In addition to the conventionally used ice core data, we are integrating temperature proxy records from marine and terrestrial sediment cores as well as radiocarbon ages of glacier moraines and elephant seal colonies. A generally warm MCA compared to the subsequent Little Ice Age (LIA) was found for the Subantarctic Islands south of the Antarctic Convergence, the Antarctic Peninsula, Victoria Land and central West Antarctica. A somewhat less clear MCA warm signal was detected for the majority of East Antarctica. MCA cooling occurred in the Ross Ice Shelf region, and probably in the Weddell Sea and on Filchner-Ronne Ice Shelf. Spatial distribution of MCA cooling and warming follows modern dipole patterns, as reflected by areas of opposing temperature trends. Main drivers of the multi-centennial scale climate variability appear to be the Southern Annular Mode (SAM) and El Niño-Southern Oscillation (ENSO) which are linked to solar activity changes by nonlinear dynamics.

Mit der Veröffentlichung dieses Papers ist die Mittelalterliche Klimaanomalie (MCA) nun von allen vier Kontinenten der Südhalbkugel beschrieben worden. Während der größte Teil der Südhalbkugel offenbar während der MCA eine Wärmephase erlebte, gab es auch vereinzelt einige Gebiete, die sich abkühlten. Zu letzteren Regionen gehören zum Beispiel Küsten, an denen kaltes Wasser aus der Tiefe vermehrt aufstieg. In anderen Gebieten waren sogenannte Klimawippen bzw. Dipole aktiv, wie wir sie auch vom heutigen Klima kennen. Das eine Ende der “Wippe” erwärmt sich, das andere Ende kühlt sich ab. Ein weiteres Ergebnis der Untersuchungen ist, dass die mittelalterliche Klimageschichte riesiger Gebiete auf der Südhalbkugel schlicht unbekannt ist. Hier sollte dringend eine Taskforce ins Leben gerufen werden, die diesen  klimatischen “white space” mit Informationen zur vorindustriellen Temperaturentwicklung ausfüllt. Diese Informationen werden dringend zur Kalibrierung der Klimamodelle benötigt, auf deren Basis gerade weitreichende gesellschaftspolitische Planungen stattfinden.

Hier die Veröffentlichungen der Forschergruppe zum mittelalterlichen Klima der Südhalbkugel in der Übersicht:

Lüning, S., M. Gałka, F. Vahrenholt (2019): The Medieval Climate Anomaly in Antarctica. Palaeogeogr., Palaeoclimatol., Palaeoecol., doi: 10.1016/j.palaeo.2019.109251

Lüning, S., M. Gałka, F. García-Rodríguez, F. Vahrenholt (2019): The Medieval Climate Anomaly in Oceania. Environmental Reviews, online Just-IN, doi: 10.1139/er-2019-0012

Lüning, S., M. Gałka, F. P. Bamonte, F. García-Rodríguez, F. Vahrenholt (2019): The Medieval Climate Anomaly in South America. Quaternary International, 508: 70-87. doi: 10.1016/j.quaint.2018.10.041.

Lüning, S., M. Gałka, F. Vahrenholt (2017): Warming and cooling: The Medieval Climate Anomaly in Africa and Arabia. Paleoceanography 32 (11): 1219-1235, doi: 10.1002/2017PA003237.

Allen Förderern der Untersuchungen sei noch einmal herzlich gedankt. Zu Projektbeginn hat ein beherztes Crowdfunding die Untersuchungen kräftig angeschoben.