Horst Lüning: Die Klimamodelle stimmen nicht mehr – Zeit zum Umdenken

Am 5. Dezember 2017 brachte die Deutsche Welle einen Filmbeitrag mit dem Titel:

Im Senegal und in Westafrika kämpfen Dörfer gegen den Klimawandel
Überall im westlichen Afrika nehmen Menschen in ländlichen Gemeinden die Zukunft in die eigenen Hände. Ihre örtlichen Initiativen bekämpfen Klimawandel und Verschmutzung und verbessern Gesundheitswesen und Bildung. [...] in Afrikas Dimitra Clubs kommen Frauen und Männer aus ländlichen Gemeinden zweimal im Monat zusammen, um Themen wie Abfall, Gesundheit und Landwirtschaft zu diskutieren und aktiv zu werden.

Beitrag hier anschauen.

Was hat das Ganze mit dem Klimawandel zu tun? Im knapp 7-minütigen Film taucht der Begriff kaum auf. Es geht um die Einrichtung von lokalen Gesprächsgruppen, bei denen auch die Frauen beteiligt werden und Fragen zur Hygiene, Sauberkeit, Flächenrenaturierung und anderes besprechen. Der “Klimawandel” wird anhand von Dürren und Starkregen angesprochen. Allerdings hat man sch offenbar in der Terminologie geirrt, denn man meinte offenbar Extremwetter, das es stets gegeben hat.

Der wahre Hintergrund, weshalb auch diese wirklich gute Initiative mit dem “Klimawandel” verknüpft wird, sind die Klimaschutzgelder, die von der deutschen Regierung zur Verfügung gestellt werden. Früher hieß so etwas schlicht “Entwicklungshilfe”, heute “Klimaschutzinitiative”. Eine kleine Etikettenschwindelei, um den heutigen Zeitgeist zu befriedigen. Wenn man davon einmal absieht: Eine gute Initiative und ein guter Film der Deutschen Welle. Wir wünschen dem Projekt viel Erfolg.

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Lesenswerter Artikel von Björn Lomborg am 1. Dezember 2017 in der Chicago Sun Time:

Watch out for flawed arguments about climate change and hurricanes
[...] So it is no surprise that a recent poll reveals that more than half of Americans believe that climate change contributed to the severity of the hurricanes that have hit the United States and the Caribbean this season. In contrast, a month after Hurricane Katrina devastated New Orleans and the Gulf Coast in 2005, a similar poll found that only 39 percent of Americans believed climate change had played a role. Just because people believe something doesn’t make it true. The National Oceanic and Atmospheric Administration’s official statement takes the view that “it is premature to conclude that human activities – and particularly greenhouse gas emissions that cause global warming – have already had a detectable impact on Atlantic hurricane or global tropical cyclone activity.”

Ganzen Beitrag in der Chicago Sun Time lesen.

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Elektroautofahren ist sexy. Insgeheim hofften wohl auch die Polo- und Fiat Uno-Fahrer-, dass sie jetzt Anspruch auf einen fetten Tesla hätten. Die Differenz zwischen herkömmlichem Miniauto und Elektro-Edelschlitten müsse halt der Staat zahlen. Zumindest in Deutschand ist dieser Traum des raschen Aufstiegs des fahrbaren Untersatzes ausgeträumt. Der Tesla wird in Deutschland nicht mehr mit staatlichen Subventionen gefördert, meldete Business Insider am 1. Dezember 2017. Die E-Limousine ist einfach zu teuer.

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Horst Lüning: Die Klimamodelle stimmen nicht mehr – Zeit zum Umdenken

 

WWF-Weihnachtspulli würde fachliche Begutachtung nicht bestehen

Die Umweltaktvistenorganisation WWF hat in der Vergangenheit massiven Einfluss auf die IPCC-Berichte genommen. Nun haben die Aktivisten nachgelegt und zu Weihnachten einen “unbequemen Klimaschutzpullover” aufgelegt:

WWF zum Klimawandel – der unbequemste Weihnachtspulli der Welt

Der WWF lanciert den «Uncozy Sweater» und will damit auf die negativen Auswirkungen der Erderwärmung aufmerksam machen.

(Zürich)(PPS) Er sieht auf den ersten Blick aus wie ein normaler Weihnachtspulli: Schneeflöckchen, bunte Muster, Tiermotive. Doch wer den «Uncozy Sweater» genau anschaut, erkennt seine Andersartigkeit. Statt einer weihnachtlichen Idylle zeigt er die Folgen des Klimawandels: Wirbelstürme, schmelzendes Eis und Artensterben. Seine Motive machen ihn zum unbequemsten Weihnachtspulli der Welt, zum deutlichen Appell für den Kampf gegen den Klimawandel.

Weiterlesen beim WWF Schweiz (via PPS)

Auf der Frontseite die vermeintlichen Klimawandelfolgen: Wirbelstürme, schmelzendes Eis, Artensterben. Was nicht mehr auf den Pullover gepasst hat, waren Fußnoten. Denn die Wirbelstürme sind bislang gar nicht häufiger geworden und werden in Zukunft wohl auch seltener, Eis ist auch schon während der Mittelalterlichen Wärmeperiode geschmolzen und Arten sind vor allem durch politische Fehlplanungen und mangelnden Lebensstandard bedroht. Es wäre wünschenswert gewesen, wenn der WWF-Weihnachtspulli vor der Herstellung fachmännisch begutachtet worden wäre. Jetzt muss er wohl bald in die Altkleiderverwertung, denn wer will schon mit fehlerhaften Aussagen durch die Gegend rennen.

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Das Verbreiten von Angst bringt Macht, Zugang zu Finanzmitteln und gruselig entzückte Leser. Warum hören wir so wenig von den positiven Entwicklungen in der Welt? Sind kleine Erfolge einfach zu langweilig? Aktivisten scheuen die guten Nachrichten wie der Teufel das Weihwasser. Denn zu viel Positives könnte die Leute vom Glauben an den Klimaalarmismus abbringen. Dina Pomeranz hat jetzt auf WUWT eine Sammlung an Diagrammen zusammengestellt, die eine positive Nachricht haben: Weniger Hunger, niedrigere Opferzahlen durch Naturkatastrophen und vieles mehr. Mal reinschauen.

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Der Kölner Stadt-Anzeiger brachte am 7. Dezember 2017 ein lesenswertes Interview mit Joachim Radkau, Professor emeritus an der Universität Bielefeld und Autor zu umweltgeschichtlichen Fragen:

“Geschichte verläuft im Zickzack”

KÖLNER STADT-ANZEIGER: Herr Radkau, Sie haben eine “Geschichte der Zukunft” geschrieben. Wir blicken sorgenvoll nach vorne, gerade was die Folgen des Klimawandels betrifft. Wie sicher sind denn unsere düsteren Aussichten?

RADKAU: Zunächst eine Anekdote: Im Sommer 1976 machte ich mit meinen Studenten eine Exkursion in die Provence, es war brütend heiß. Ich hatte mir gerade die Theorie des Global Warming angelesen, die in dieser Hitze sehr plausibel wirkte, und trug diese den Studenten vor. Ein Student, der später ein Pressesprecher der Grünen wurde, sagte damals, das sei alles großer Quatsch, es wäre klar nachgewiesen worden, dass jetzt eine neue Eiszeit käme. Es habe bereits Abkühlungen gegeben. Anfang der 80er Jahre hieß es noch: Die nächste Eiszeit kommt bestimmt. [...] Vorbildlich finde ich den Gründervater des IPCC [der Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaänderungen, auch als Weltklimarat bekannt, d.Red.], Bert Bolin. [...] Er hatte im Jahr 2007 kurz vor seinem Tod ein zum Teil memoirenhaftes Buch “A History of the Science and Politics of Climate Change” publiziert, in dem er zugibt, dass diese Prognosen doch lange Zeit sehr unsicher gewesen sind. Er kritisiert sogar Angela Merkel dafür, dass sie 1995 als Bundesumweltministerin auf der Berliner Klimakonferenz schon zu stark auf Klimaalarm gemacht hätte. Obwohl das damals noch gar nicht so sicher nachgewiesen worden sei.

Ganzes Interview im Kölner Stadt-Anzeiger lesen.

Vielleicht haben Sie jetzt Lust auf Radkaus neues Buch “Geschichte der Zukunft: Prognosen, Visionen, Irrungen in Deutschland von 1945 bis heute” bekommen?

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Die Rehwinkelstiftung fördert Studien zu den Auswirkungen des Klimawandels auf die deutsche Landwirtschaft.

 

Obama-Regierung wollte Comic-Figuren für den Klimakampf instrumentalisieren – Disney-Konzern lehnte ab

Beim Meeresspiegelanstieg glauben viele mitreden zu können. Dabei wissen die wenigsten, dass es gar nicht einen einzigen globalen Meeresspiegel gibt. Einige Küsten heben sich, andere senken sich; Ozeanzyklen lassen den Meeresspiegel im Zeitraum von Jahrzehnten anschwellen und fallen. Rainer Stadler hat im Dezember 2017 im Magazin der Süddeutschen Zeitung wichtige Aufklärungsarbeit geleistet:

Das Null-Problem
Weil sich das Klima ändert, steigen die Meere – das weiß heute jedes Kind. Doch der Meeresspiegel ist keine fixe Größe: Fast jedes Land versteht darunter etwas anderes. [...] Die Klimaforschung muss nicht nur mit zwei verschiedenen Meeresspiegeln umgehen, sondern mit Hunderten. Klar, die Gletscher schmelzen, auch die Eisschilde in Grönland und in der Antarktis. Trotzdem steigt der Meeresspiegel nicht überall. Vor Kanada und Skandinavien sinke er sogar, weil das Land sich hebe, erklärt der Münchner Geowissenschaftler Reinhard Rummel. Nach dem Ende der Eiszeit vor 10 000 Jahren verschwand auch dort das Eis, und seitdem steigen die von der Last befreiten Landflächen auf, um einen Zentimeter pro Jahr. Das werde noch 10 000 Jahre so weitergehen, sagt Rummel. Deshalb fällt ein klimabedingter Anstieg des Pegels von zwei, drei Millimetern jährlich dort kaum ins Gewicht. Für Aussagen über die globalen Folgen des Klimawandels braucht es aber eine Art durchschnittlichen globalen Meeresspiegel. Man könnte auf die Idee kommen, ihn einfach aus dem Weltall zu bestimmen, mittels GPS. Das Problem dabei: die Erdanziehung. In manchen Regionen der Erde ist sie stärker, in manchen schwächer.

Ganzen Artikel im Magazin der Süddeutschen Zeitung lesen.

Überhaupt kann man mit den Meeresspiegeldaten viel Schabernack anstellen. Im Indischen Ozean hatten Klimahardliner auf Basis von drei Messpegeln ein gefährliches Anstiegsszenario konstruiert. Einziges Problem: Die Daten gaben den gefährlichen Anstieg gar nicht her. Die Daily Mail berichtete am 14. Dezember 2017 über den Fall:

Dr Albert Parker and Dr Clifford Ollier, researchers at the University of Western Australia, are questioning measurements made by the Permanent Service of Mean Sea Level (PSMSL). The PSMSL collected raw data from three key sea level recording sites at Aden in Yemen, Karachi in Pakistan, and Mumbai in India. The PSMSL interpreted this data to suggest that there had been a dramatic increase in sea level in the Indian Ocean. But in the new study, the researchers suggest that the PSMSL only uses higher sea level readings from the raw data, and discounts readings that show lower sea levels.

Ganzen Artikel in der Daily Mail lesen. Breitbart gab dem Skandal auch bereits einen passenden Namen: Tidalgate. Breitbart-Artikel hier. Artikel auf Notrickszone hier.

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Die Obama-Regierung wollte Comic-Figuren für den Klimakampf instrumentalisieren. Der Disney-Konzern lehnte zum Glück ab. Bei Liam Gallagher, dem ehemaligen Leadsänger der britischen Rockband Oasis, hatten die Klimakämpfer mehr Erfolg. Er liest auf Youtube eine herzzrereißende Klimaalarmgeschichte. Mitten im Winter versucht er die Menschen von der Klimaerwärmung zu überzeugen. Didaktisch vielleicht nicht ganz so erfolgversprechend.

 

Noch eine Stufe verrückter ist der Musiker Pharrell Williams. Er nahm jetzt eine spezielle Single gegen den Klimawandel auf, die sogleich in einem Hochsicherheits-Safe weggeschlossen wurde. Erst in 100 Jahren darf der Safe geöffnet werden, wenn der Klimawandel dann erfolgreich bekämpft worden ist. Denn im Fall eines Scheiterns wird der Safe vom steigenden Meeresspiegel überflutet und der Song zerstört. Einfach klasse. Anzuschauen hier bei 7tv.de bei Minute 1.47.

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Selbstzweifel bei der WAZ am 14. Dezember 2017. Ist man den Klimaaktivisten vielleicht doch auf den Leim gegangen?

Abgemagerter Eisbär: Ist der Klimawandel gar nicht schuld?
Ein Post des taumelnden Eisbären sorgte im Netz für Aufregung
. Der Fotograf sieht den Klimawandel als Ursache. Experten sehen jedoch einen anderen Grund

Ganzen Artikel auf Der Westen lesen.

Und sogar der ansonsten streng auf IPCC-Klimaalarmlinie getrimmte Focus korrigierte frühere Schnellschüsse:

Woran starb das Tier wirklich? Dürrer Eisbär berührt Millionen: Experte äußert Zweifel an der Klimawandel-Theorie

Artikel beim Focus lesen.

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Friedrich-Karl Ewert am 13. Dezember 2017 in der Mitteldeutschen Zeitung:

Streitfall Erderwärmung „Klimawandel nicht auf menschliche Einflüsse zurückzuführen“
Auf der ersten UN-Umweltkonferenz in Stockholm 1972 ging es um Maßnahmen zum Schutze unserer Umwelt. Zwanzig Jahre später, 1992 in Rio de Janeiro, wurde der Grundstein für die UN-Klimaverhandlungen gelegt. Man beschloss, solche Konferenzen fortzusetzen, um Maßnahmen zum Schutze des Klimas zu verabreden, denn inzwischen stand der Klimaschutz im Vordergrund: Man glaubte, die seit etwa 1980 um wenige Zehntel Grad gemessene globale Erwärmung sei vor allem „anthropogen“ durch das Treibhausgas CO2 verursacht – also durch uns Menschen – ,und dass es „…um den Planeten zu retten…“ vor allem darauf ankomme, die CO2 -Emissionen der Industrieländer zu senken. Auf der Konferenz in Kyoto im Jahr 1997 verabschiedete die Staatengemeinschaft eine Klima-Rahmen-Konvention. Man hatte schon vergessen, dass wegen der Abkühlungsphase 1950-1980 in den späten 1970er Jahren noch eine neue Eiszeit befürchtet wurde.

Weiterlesen in der Mitteldeutschen Zeitung

 

Eisberg-Konfusion bei Bento: Wiedergeborener Freibeuter erklärt uns den Klimawandel

FAZ am 19. Dezember 2017:

Windenergie: Angst vor der Flaute
Bremst der Klimawandel die Windenergie aus? Eine neue Studie kommt zu diesem Ergebnis. Was sagen deutsche Experten dazu?

Der Windstromindustrie geht es eigentlich blendend. Der Global Wind Energy Council hat ausgerechnet, dass im Jahr 2016 installierte Leistung der Windkraftanlagen auf der Welt um fast 13 Prozent gestiegen ist. Im Jahr davor war es sogar noch etwas mehr. Doch eine Studie von Forschern der University of Colorado könnte der Branche zumindest auf den ersten Blick die Stimmung vermiesen. In der aktuellen Ausgabe von „Nature Geoscience“ berichtet das Team, dass der Klimawandel den Turbinen in unseren Breitengraden den Wind aus den Rotorblättern nehmen könnte.

Weiterlesen in der FAZ.

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Interessantes Interview zum RWE-Peru-Fall auf Juve.de am 18. Dezember 2017:

Klimawandel vor Gericht: „Ein Urteil gegen RWE wäre ein Dammbruch“

[...]

Alexandros Chatzinerantzis: [...] Und der Streitwert ist in einem Verfahren von so grundsätzlicher Bedeutung eher nebensächlich.

JUVE: Warum?
Alexandros Chatzinerantzis:
Der Ort, in dem der Kläger lebt, hat ja mehr als 120.000 Einwohner. Wenn der Kläger Recht bekommt, könnte auch allen anderen Schadensersatz zustehen. Und warum dann nur von RWE? Wäre erst mal grundsätzlich die Haftung von Emittenten für klimawandelbedingte Schäden anerkannt, könnte im Prinzip jeder jeden verklagen, denn wer atmet, emittiert CO2. Ein rechtskräftiges Urteil gegen RWE wäre ein Dammbruch.

JUVE: Aber mal Hand aufs Herz: Dazu wird es doch nicht kommen, oder?
Alexandros Chatzinerantzis: Wahrscheinlich nicht. Hier die Verletzungskausalität nachzuweisen ist einfach unfassbar schwierig: Schon dass RWE für 0,47 Prozent der Treibhausgase seit 1898 verantwortlich sein soll, ist ja eine mathematische Scheingenauigkeit. Seitdem gab es zwei Weltkriege, Atombomben, die Industrialisierung Chinas und vieles mehr. Aber selbst wenn ein Gutachter das Gericht von diesem Wert überzeugen könnte: Dann wäre noch längst nicht geklärt, ob RWE diesen Anteil auch am konkreten Schaden zu tragen hätte. Da müsste man wieder viele andere Faktoren mit untersuchen: Hat nicht etwa der peruanische Staat dafür zu sorgen, dass dieser Stausee entlastet wird, indem man Wasser abpumpt? Sollte man da überhaupt siedeln? Schon 1941 sind nach einem Dammbruch viele Menschen gestorben.

[...]

Ganzen Beitrag auf Juve.de lesen.

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In den letzten Jahren häuften sch die Publikationen, die eine geringere Erwärmungswirkung des CO2 postulierten. Wie geht der harte Kern des IPCC damit um? Muss die CO2-Klimasensitivität im neuen IPCC-Bericht abgesenkt werden? Ganz besonders eifrige Klima-Hardliner produzieren zum Ausgleich nun Papers, in denen das Gegenteil behauptet wird. Clever, denn im Mittelwert ergibt sich dann wieder der alte Wert. Aufgrund des großen Einflusses des IPCC auf namhafte Verlage erscheinen die Gegenpublikationen in hoch angesiedelten Fachzeitschriften wie Nature. Im Dezember 2017 trat genau solch ein Fall auf. Zum Glück lassen sich die Thesen bei genauerem Hinsehen schnell entkräften. Nic Lewis auf Climate Etc. zum neuen Paper von Brown und Caldeira 2017:

Conclusion: To sum up, I have shown strong evidence that this study’s results and conclusions are unsound. Nevertheless, the authors are to be congratulated on bringing the partial least squares method to the attention of a wide audience of climate scientists, for the thoroughness of their methods section and for making pre-processed data and computer code readily available, hence enabling straightforward replication of their results and testing of alternative methodological choices.

Ganze Evaluierung von Nic Lewis lesen.

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Marc Röhlig am 16. Dezember 2017 auf Bento:

Klimawandel: Im Atlantik treiben doppelt so viele Eisberge wie im Vorjahr
Dieses Jahr sind 1008 Eisberge in die Fahrtrinnen von Schiffen im Nordatlantik gedriftet – 2016 waren es “nur” 687 Eisberge. Und selbst das waren schon viele. Nach Angaben der US-Küstenwache ist es das vierte Jahr in Folge mit solchen außergewöhnlich hohen Mengen an Eisbergen.Der Grund für die starke Zunahme ist der Klimawandel.

Kurzer Plausibilitäts-Check: Was bedeuten mehr Eisberge? War es wärmer, und dadurch brachen mehr Eisberge von der grönländischen Eiskante ab? Oder war es kälter, so dass die Eisberge weiter nach Süden vordrangen und dort die Schifffahrt behinderten? Mal sehen, was Röhlig dazu schreibt.

Die meisten Eisberge brechen in Grönland von großen Eisflächen ab.

Trivial

Die Erderwärmung lässt dort das Eis schmelzen.

Eis schmilzt, aber Eisberge brechen in Grönland ständig ab, unabhängig von der Temperatur. So funktioniert das grönländische Eisförderband.

Auch immer extremere Stürme sorgen für den Eisbruch.

Immer extremere Stürme? In Wahrheit konnte die Wissenschaft noch immer keinen Trend zu ‘immer extremeren Stürmen’ finden. Röhlig reimt sich offenbar irgendetwas im Freistilverfahren zusammen, was er mal aufgeschnappt hat, ohne es mit Studien belegen zu können. Superpeinlich.

Die Eisberge treiben dann gen Süden – in die Fahrtrinnen von Schiffen. Im Schnitt treiben jährlich etwa 500 Eisberge in die südlichen Gewässer. Seit 1900 gab es 18 Jahre, die schlimmer waren als 2017.

Es ist bekannt, dass in kalten Jahren mehr Eisberge in den Süden gelangen. In wärmeren Jahren schmelzen sie weiter nördlich. Auf dieser Basis haben Bond und Kollegen bereits 2001 die Klimageschichte des Nordpolarmeeres für die vergangenen 10.000 Jahre rekonstruiert. Davon hat Röhlig wohl keinen blassen Schimmer. Er verlinkt einen Times-Artikel als Grundlage seiner Meldung. Dort lesen wir, dass der kanadische Eisinformationsdienst für 2018 vollkommen durchschnittliche Eisbergzahlen erwartet:

The Canadian Ice Service predicted a near normal population of icebergs, which is roughly 500, in the shipping lanes in 2018, based on sea ice projections, surface air temperature and sea surface temperature.

Da hat Marc Röhlig doch wirklich eine Kleinigkeit ausgelassen. Passte offenbar nicht zu seiner Klimaalarm-Story. Also verschweigt er es einfach. So einfach strickt man Klimaalarm. Was qualifiziert Röhlig eigentlich, über den Klimawandel zu schreiben? In seinem Bento-Steckbrief verrät er es:

Jahrgang 1986. Arbeitet bei bento als CvD und ist für die News zuständig. Hat in Kairo an seinem Arabisch und für die dpa gearbeitet. War zuvor in Berlin beim “Tagesspiegel” und davor in Freiburg und Damaskus zum Studium. Marc glaubt, er war in einem früheren Leben Freibeuter, sammelt James-Bond-Drehorte und übt unter der Dusche Apnoe-Tauchen. Hier bringt er Fotos seiner Reisen mit.

Alles klar. Offenbar bezieht Röhlig seine Informationen aus James-Bond-Filmen und seinem früheren Leben als Freibeuter.

 

Vorindustrielle CO2-Geschichte auf dem Prüfstand: Eisbakterien verändern Gaszusammensetzung in Eiskernen

Die vorindustrielle CO2-Konzentration in der Atmosphäre war gering. In den Eiszeiten war sie besonders niedrig, während sie in den wärmeren Interglazialen wohl durch Ausgasung aus dem Ozean etwas anstieg. Woher weiß man das eigentlich so genau? Die CO2-Konzentration der Vorzeit wird in Luftbläschen in Eiskernen gemessen. Dabei ging man lange davon aus, dass die heutige Konzentration den Zustand der Vorzeit einfing. Eine Studie der University of York lässt nun Zweifel an der Robustheit dieser Methodik aufkommen. Die Forscher konnten nachweisen, dass die obersten Eisschichten in der Antarktis und Grönland von Bakterien bevölkert sind, die die Gaszusammensetzung der Bläschen verändern. Wie verlässlich sind die CO2-Abschätzungen für die Vergangenheit also wirklich? Hier die Pressemitteilung der University of York vom 20. Dezember 2017:

Life on the ice
For the first time scientists have directly observed living bacteria in polar ice and snow – an environment once considered sterile.

The new research has the potential to alter perceptions about which planets in the universe could sustain life and may mean that humans are having an even greater impact on levels of CO2 in the Earth’s atmosphere than accepted evidence from climate history studies of ice cores suggests. Gases captured and sealed in snow as it compresses into ice can provide researchers with snapshots of the Earth’s atmosphere going back hundreds of thousands of years. Climate scientists use ice core samples to look at prehistoric levels of CO2 in the atmosphere so they can be compared with current levels in an industrial age. This analysis of ice cores relies on the assumption that there is limited biological activity altering the environment in the snow during its transition into ice.

A moderate source of error in climate history interpretations

Research reported today in the Journal of the Royal Society Interface, which has directly observed microbial activity in Antarctic and Arctic snow, has revealed that the composition of these small samples of gas trapped in the ice may have been affected by bacteria that remain active in snow while it is being compressed into ice – a process that can last decades. Lead author of the research Dr Kelly Redeker from the Department of Biology at the University of York said “As microbial activity and its influence on its local environment has never been taken into account when looking at ice-core gas samples it could provide a moderate source of error in climate history interpretations. Respiration by bacteria may have slightly increased levels of CO2 in pockets of air trapped within polar ice caps meaning that before human activity CO2 levels may have been even lower than previously thought”.

“In addition, the fact that we have observed metabolically active bacteria in the most pristine ice and snow is a sign of life proliferating in environments where you wouldn’t expect it to exist. This suggests we may be able to broaden our horizons when it comes to thinking about which planets are capable of sustaining life,” Redeker added. Research conducted in laboratories has previously shown that bacteria can stay alive at extremely cold temperatures, but this study is the first time that bacteria have been observed altering the polar snow environment in situ.

The researchers looked at snow in is natural state, and in other areas they sterilised it using UV sterilising lamps. When they compared the results the team found unexpected levels of methyl iodide – a gas known to be produced by marine bacteria – in the untouched snow.  Cutting-edge techniques enabled the researchers to detect the presence of gases even at part-per-trillion levels, one million times less concentrated than atmospheric CO2 concentrations. The researchers worked on sites in the Arctic and Antarctic and took precautions to limit the impact of sunlight and wind, using tarpaulins to protect their sample sites and positioning themselves on the middle of a glacier away from soil and other forms of polar wildlife which might contaminate the snow.

The frozen planets of the universe 

The results of the study also suggest that life can be sustained even in remote, cold, nutrient poor environments, offering a new perspective on whether the frozen planets of the universe could support microorganisms. With more research, astrobiologists working to identify planets in the universe with temperature levels that could allow for the presence of liquid water may be able to expand the zones they consider potentially habitable to include planets where water is found as ice. “We know that bacteria have the potential to remain viable and metabolically active at low temperatures for hundreds to thousands of years,” said Redeker.  “The next step is to look further down to see if we can observe active bacteria deep in the ice caps,”

Paper: “Microbial metabolism directly affects trace gases in (sub) polar snowpacks” is published in the Journal of the Royal Society Interface: http://rsif.royalsocietypublishing.org/cgi/content/abstract/rsif.2017.0729.

 


Artenvielfalt vor allem durch schlechte Staatsführung, Korruption und Krieg gefährdet

Gebetsmühlenartig predigen uns die Anhänger der Klimareligion, dass der Klimawandel zum Verlust der Artenvielfalt führen würde. Den Wenigsten ist dabei bewusst, dass sich die Aktivisten damit weit vom wissenschaftlichen Mainstream entfernt haben. Eine neue Arbeit der University of Cambridge bestätigt nun, dass die wahren Gefahren für die Artenvielfalt an ganz anderer Stelle liegen. Politische Instabilität und Korruption gefährden die Arten am allermeisten. Denn nur wer in Sicherheit und Wohlstand leben darf, kann es sich überhaupt leisten, sich über den Erhalt der Natur Gedanken zu machen. Hier die Pressemitteilung der University of Cambridge vom 20. Dezember 2017:

Political instability and weak governance lead to loss of species, study finds

Big data study of global biodiversity shows ineffective national governance is a better indicator of species decline than any other measure of “anthropogenic impact”. Even protected conservation areas make little difference in countries that struggle with socio-political stability.

A vast new study of changes in global wildlife over almost three decades has found that low levels of effective national governance are the strongest predictor of declining species numbers – more so than economic growth, climate change or even surges in human population. The findings, published in the journal Nature, also show that protected conservation areas do maintain wildlife diversity, but only when situated in countries that are reasonably stable politically with sturdy legal and social structures. The research used the fate of waterbird species since 1990 as a bellwether for broad biodiversity trends, as their wetland habitats are among the most diverse as well as the most endangered on Earth.

An international team of scientists and conservation experts led by the University of Cambridge analysed over 2.4 million annual count records of 461 waterbird species across almost 26,000 different survey sites around the world. The researchers used this giant dataset to model localised species changes in nations and regions.  Results were compared to the Worldwide Governance Indicators, which measure everything from violence rates and rule of law to political corruption, as well as data such as gross domestic product (GDP) and conservation performance. The team discovered that waterbird decline was greater in regions of the world where governance is, on average, less effective: such as Western and Central Asia, South America and sub-Saharan Africa.

The healthiest overall species quotas were seen in continental Europe, although even here the levels of key species were found to have nosedived. This is the first time that effectiveness of national governance and levels of socio-political stability have been identified as the most significant global indicator of biodiversity and species loss. “Although the global coverage of protected areas continues to increase, our findings suggest that ineffective governance could undermine the benefits of these biodiversity conservation efforts,” says Cambridge’s Dr Tatsuya Amano, who led the study at the University’s Department of Zoology and Centre for the Study of Existential Risk.

“We now know that governance and political stability is a vital consideration when developing future environmental policies and practices.” For the latest study, Amano worked with Cambridge colleagues as well as researchers from the universities of Bath, UK, and Santa Clara, US, and conservation organisations Wetlands International and the National Audubon Society. The lack of global-level data on changes to the natural world limits our understanding of the “biodiversity crisis”, say the study’s authors. However, they say there are advantages to focusing on waterbirds when trying to gauge these patterns.

Waterbirds are a diverse group of animals, from ducks and heron to flamingos and pelicans. Their wetland habitats cover some 1.3 billion hectares of the planet – from coast to freshwater and even highland – and provide crucial “ecosystem services”. Wetlands have also been degraded more than any other form of ecosystem. In addition, waterbirds have a long history of population monitoring. The annual global census run by Wetlands International has involved more than 15,000 volunteers over the last 50 years, and the National Audubon Society’s annual Christmas bird count dates back to 1900. “Our study shows that waterbird monitoring can provide useful lessons about what we need to do to halt the loss of biodiversity,” said co-author Szabolcs Nagy, Coordinator of the African-Eurasian Waterbird Census at Wetlands International.

Compared to all the “anthropogenic impacts” tested by the researchers, national governance was the most significant. ”Ineffective governance is often associated with lack of environmental enforcement and investment, leading to habitat loss,” says Amano. The study also uncovered a relationship between the speed of GDP growth and biodiversity: the faster GDP per capita was growing, the greater the decline in waterbird species. Diversity on a localised level was worst affected on average in South America, with a 0.95% annual loss equating to a 21% decline across the region over 25 years. Amano was also surprised to find severe species loss across inland areas of western and central Asia.  

The researchers point out that poor water management and dam construction in parts of Asia and South America have caused wetlands to permanently dry out in counties such as Iran and Argentina – even in areas designated as protected. Impotent hunting regulations can also explain species loss under ineffective governance. “Political instability can weaken legal enforcement, and consequently promote unsuitable, often illegal, killing even in protected areas,” says Amano. In fact, the researchers found that protected conservation areas simply did not benefit biodiversity if they were located in nations with weak governance. Recent Cambridge research involving Amano suggests that grassroots initiatives led by local and indigenous groups can be more effective than governments at protecting ecosystems – one possible conservation approach for regions suffering from political instability.   

Reference
Amano, T et al. Successful conservation of global waterbird populations depends on effective governance. Nature; 20 December 2017; DOI: 10.1038/nature25139

 

Bodentiere unschuldig: Sie verstärken den Klimawandel nicht – Modelle müssen umgeschrieben werden

Sie erinnern sich an die kürzliche Eisbärengeschichte? Ein sterbender Jungeisbär wurde von Klimaaktivisten für eigene Zwecke missbraucht. Zunächst sah es so aus, als wenn die Medien das bitterböse und unethische Spiel mitmachten. Allmählich fiel das Kartenhaus jedoch in sich zusammen und es hagelte Kritik. Am 27. Dezember 2017 meldete auch Die Welt starke Zweifel an der Aktivistenstory an. Elke Bodderas auf welt.de:

Sterbender Eisbär: Glauben Sie nicht, was Sie sehen
Tiere lügen nicht. Fotografen aber schon. Das ergibt manchmal schräge Bilder – vor allem im Internet. Aktuell macht sich beim Foto eines sterbenden Eisbären Unbehagen und Widerspruch bei Experten breit. [...] Unter anderen meldete sich ein Inuit zu Wort. Eisbärexperte Leo Ikakhik beobachtet unter anderem im Auftrag des World Wildlife Fund Kanada seit 2010 die Bären in und um Arviat, einer kleinen Gemeinde an der Westküste der Hudson Bay. Ikakhik hat schon viele Eisbären gesehen. Starke, gesunde Eisbären. Geschwächte Eisbären. Sterbende Eisbären. Ikakhik sagt: „Das ist nicht der Klimawandel. Sollte es sich um ein Einzeltier handeln, wird es eine Erkrankung sein oder eine Verletzung.“

Ganzen Artikel auf welt.de lesen.

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Klimamodelle simulieren bei fortschreitender Erderwärmung eine verstärkte Freisetzung von CO2 aus dem Boden. Dies ist ein klassischer positiver Rückkopplungseffekt, denn das zusätzliche CO2 steigert die Erwärmung zusätzlich. Verantwortlich für die CO2-Freisetzung aus dem Boden sollen Bodentiere sein, die bei höheren Temperaturen vermehrte Aktivität zeigen und dabei CO2 erzeugen. Soweit die Theorie. Aber stimmt das eigentlich alles?

Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) in Halle-Jena-Leipzig haben den postulierten Effekt jetzt untersucht. Das Ergebnis: Es gibt ihn gar nicht. Im Gegenteil: Wenn die Erwärmung mit Trockenheit einher geht, dann verringert sich sogar die CO2-Freisetzung der Bodentiere. Eine böse Schlappe für die Modellierer. Hier die Pressemitteilung des iDiv vom 21. Dezember 2017:

Klimawandel: Selbstverstärkender Effekt nicht durch Bodentiere erklärbar

Wenn sich Erdboden erwärmt, setzt er vermehrt Kohlendioxid (CO2) frei – ein Effekt, der den Klimawandel zusätzlich anheizt. Bisher hatte man angenommen, der Grund hierfür sei vor allem in kleinen Bodentieren und Mikroorganismen zu suchen, die bei wärmeren Temperaturen mehr fressen und atmen würden. Eine neue Studie in Nature Climate Change zeigt jedoch, dass dies nicht zutrifft. Im Gegenteil: Kommt zur Wärme auch noch Trockenheit hinzu, fressen die Bodentiere sogar weniger. Um die Vorhersagekraft von Klimamodellen zu verbessern, sei es nun dringend notwendig, die biologischen Vorgänge im Boden besser zu erforschen, so die Wissenschaftler.

Dass sich das Klima weltweit ändert, liegt vor allem daran, dass der Mensch fossile Brennstoffe nutzt. Dadurch gelangen große Mengen an Kohlendioxid (CO2) in die Erdatmosphäre. Zusätzlich verstärkt sich der Klimawandel aber auch selbst, denn durch die Erderwärmung ändert sich auch der natürliche Kohlenstoffkreislauf. Zwar wird auf der Erde ständig Kohlenstoff von festen Verbindungen in gasförmiges CO2 umgewandelt und umgekehrt – doch wärmere Temperaturen können dazu führen, dass dem Boden noch mehr Kohlenstoff in Form von CO2 entweicht und in die Erdatmosphäre gelangt: ein Rückkopplungs-Effekt.

Bisher waren Wissenschaftler davon ausgegangen, dieser Effekt liege vor allem an jenen kleinen Tieren und Mikroorganismen im Boden, die sich von abgestorbenem organischen Material ernähren, etwa von heruntergefallenen Blättern. Denn wenn sie ihre Nahrung „verbrennen“, wird CO2 frei („Atmung“). Bei wärmeren Temperaturen, so hatte man angenommen, würden zersetzende Insekten und Würmer mehr fressen. Schließlich handelt sich um wechselwarme Tiere, deren Körpertemperatur und Aktivität von der Umgebung abhängt. Auch Bakterien und einzellige Pilze seien bei wärmeren Temperaturen aktiver, so die bisherige Erklärung. Doch nun stellt eine neue Studie diese Annahme in Frage. Ein Forscherteam unter Federführung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) und der Universität Leipzig hat in einem Experiment die Erwärmung des Bodens im Wald simuliert und überraschend festgestellt: Auf die Fressaktivität der Bodentiere haben die wärmeren Temperaturen keinen Einfluss. Als die Forscher zusätzlich zur Erwärmung noch einen zweiten Effekt des Klimawandels simulierten, nämlich Trockenheit, waren die Ergebnisse sogar umgekehrt als erwartet: Die Bodentiere fraßen weniger, und auch bei den Mikroorganismen im Boden ging die Atmung (CO2-Produktion) zurück – ein Hinweis, dass sie ebenfalls weniger Nahrung aufnahmen.

Warum diese Resultate von großer Relevanz sind, erklärt Dr. Madhav P. Thakur, Erstautor der Studie: „Der Rückkopplungs-Effekt, dass Erwärmung die Freisetzung von weiterem CO2 aus dem Boden verstärkt, spielt eine wichtige Rolle in Vorhersage-Modellen zum Klima. Daher ist es wichtig zu verstehen, wie er zustande kommt. Unsere Ergebnisse weisen darauf hin, dass die Rückkopplung nicht an den Bodentieren liegt, im Gegenteil: Deren Rolle scheint genau umgekehrt zu sein wie erwartet, zumindest wenn Erwärmung und Trockenheit zusammenkommen.“ Der Seniorautor der Studie, Professor Nico Eisenhauer, sagt: „Am wahrscheinlichsten ist es, dass anstatt der Bodentiere und Mikroorganismen die Pflanzen für den Rückkopplungs-Effekt verantwortlich sind, denn auch sie atmen mit ihren Wurzeln. Um die Aussagekraft von Klimamodellen zu verbessern müssen wir die Abläufe im Boden nun dringend besser verstehen“. Immerhin würde ein Großteil des auf der Erde vorhandenen Kohlenstoffs im Boden stecken.

Die Studie wurde innerhalb eines Langzeit-Experiments zum Klimawandel in Minnesota in den USA durchgeführt. Im Projekt „B4WarmED“ (Boreal Forest Warming at an Ecotone in Danger) erwärmen Wissenschaftler in Wäldern verschiedene Parzellen künstlich um 3,4 °C. Zusätzlich reduzieren sie stellenweise Regen um 40 % indem sie bei Regenwetter Zelte aufstellen. Wie viel die zersetzenden Bodentiere bei den verschiedenen Versuchsanordnungen fraßen, haben die Wissenschaftler mit so genannten „Köder-Streifen“ (Englisch: bait lamina strips) gemessen: Kleine Stäbchen, die mit Löchern versehen waren, in welche die Forscher ein Substrat füllten, das der normalen Nahrung der Zersetzer ähnelt. Diese Stäbchen steckten sie tief in den Boden. Alle zwei Wochen kontrollierten sie, wie viel Substrat aufgefressen war. Insgesamt haben die Forscher über vier Jahre mehr als 40 Messungen durchgeführt. Es ist die erste Studie dieses Umfangs, die die Auswirkungen von Erwärmung und Trockenheit auf zersetzende Bodentiere untersucht. Zusätzlich überprüften die Forscher die Atmung der Boden-Mikroorganismen indem sie in kleinen Boden-Bereichen Pflanzenwurzeln mit einem Metallring ausschlossen und dann mit einem Gas-Analysegerät maßen, wie viel CO2 aus dem Boden entwich. Tabea Turrini

Originalpublikation: Madhav P. Thakur, Peter B. Reich, Sarah E. Hobbie, Artur Stefanski, Roy Rich, Karen E. Rice, William C. Eddy, Nico Eisenhauer (2017): Reduced feeding activity of soil detritivores under warmer and drier conditions. Nature Climate Change. doi:10.1038/s41558-017-0032-6

Die Bodentiere spielen also keine Rolle. Gibt es den theoretischen Effekt überhaupt? Wieder fällt eine Karte im übereifrig  zusammengezimmerten Klimaalarm-Kartenhaus…

 

Sonne steuert Überschwemmungen in Zentralchina: Forscher entdecken 500-Jahreszyklus in Höhlentropfsteinen

Immer hören wir in den Nachrichten vor schlimmen Überflutungen in Asien mit vielen Opfern. Im Jahr 2008 ereignete sich in Myanmar eine besonders schlimme Katastrophe, die Brakenridge und Kollegen 2017 untersuchten. Dabei stellte sie fest, dass die meteorologische Situation zwar selten war, aber leider immer wieder in der Region in der Vergangenheit aufgetreten ist. Die Autoren mahnten besseren Flutschutz im Land an und empfahlen, dass die Bevölkerung Ansiedlungen in besonders flutanfälligen Bereichen vermeiden sollte. Abstract:

Design with nature: Causation and avoidance of catastrophic flooding, Myanmar 
Myanmar is among 15 nations that account for 80% of global population exposed to flooding. In 2008, the country suffered exceptional damage and human mortalities (> 138,000) from tropical storm Nargis, which followed an unusual but not unprecedented storm track. In 2015, heavy monsoonal rains related to the tropical Madden–Julian Oscillation plus a slow-moving tropical storm (Komen) together caused major flooding, ~ 130 fatalities, and very severe damage and losses. Both events triggered international food, medical, and other assistance, including efforts to design rebuilding with greater resilience to floods. Orbital remote sensing can be employed to characterize such damaging floods and quantify future flood risk; advanced lead-time flood prediction is also increasingly accurate and available. These capabilities must, however, be applied in a context of environmental variables (climate, sea level, dams, and land cover) that are changing the hazard. In addition to the hydrometeorology, distal causes for flood disasters include: high sediment loads carried by Myanmar rivers, locally rapid rates (> 50–100 m/y) of channel migration, expansion of population into vulnerable locations, and anthropogenic modifications to floodplains, watersheds, and the coastal zone. Engineering projects can protect local communities, but flood control structures will fail again unless the environmental changes that increase exposure to flood damage are also mitigated. Earth Science-based methods for long term reduction of societal exposure include floodplain reconnection, levee removal, controlled avulsions, and redirecting new housing and other economic development onto lands with less severe flood risk.

Im September 2014 kam es in der Kaschmir-Region zu Überschwemmungen. Leider nicht das erste mal, worauf Madhav Khandekar in einem Bericht für die GWPF hinwies (pdf hier):

Floods and Droughts in the Indian Monsoon: Natural variability trumps human impact
The floods and unfortunate deaths of several dozen people in the Kashmir region of India in September 2014 reignited the debate about increasing human emissions of carbon dioxide and their putative linkage to extreme weather events such as floods, droughts and heat waves. What is missing from many of the media reports and scientific publications on this subject is critical analysis of past weather extremes to determine if there has been an increase in recent years. In this brief report, past floods and droughts in the Indian monsoon are examined carefully and it is shown that such events have occurred throughout the excellent 200-year-long summer monsoon rainfall dataset. It is further documented that such floods and droughts are caused by natural variability of regional and global climate, and not by human carbon dioxide emissions. Improving our understanding of the inter-annual variability of the monsoon and the associated extremes may help reduce damage to infrastructure and loss of life in the future.

Historische Weitsicht könnte so einige Fehlinterpretationen vermeiden. Wasson et al. 2013 haben eine 1000-jährige Flutgeschichte im Zentralhimalaya rekonstruiert. Überflutungen waren häufig während der Mittelalterlichen und Modernen Wärmeperiode. In der Kleinen Eiszeit waren die Fluten seltener. Ursache scheinen Veränderungen im Monsun zu sein. Abstract:

A 1000-year history of large floods in the Upper Ganga catchment, central Himalaya, India
Determining the frequency, magnitude and causes of large floods over long periods in the flood-prone Himalaya is important for estimating the likelihood of future floods. A thousand year record (with some information from 2600 years ago) of the frequency and some estimates of velocities and discharges of large floods has been reconstructed in the Upper Ganga catchment, India, using written reports, litho-stratigraphy and sedimentology, and dated by optical and radiocarbon methods. In the Upper Ganga catchment rainfall triggers large landslides that dam rivers and release large amounts of water when they burst, thereby amplifying the effects of rainfall. The large floods in the catchment may be the result of landslide dam bursts rather than glacial lake bursts, and these are likely to continue and possibly worsen as the monsoon intensifies over the next century. However preliminary information suggests that the recent devastating flood of June 2013 was the result of heavy rainfall not landslide dam bursts. The frequency record is non-random and shows a high frequency between AD 1000 and AD 1300 (omitting uncertainties), then a low frequency until a cluster of floods occurred about 200 years ago, then increased frequency. This temporal pattern is like but not identical with that in Peninsular India, and both appear to be the result of variations in the monsoon.

Kim et al. 2017 brachten eine 1500-jährige Flutgeschichte aus der Mongolei.

The history of palaeoflood and palaeoclimate recorded in the flood deposits of the Kherlen River, Mongolia
This study examines the 1500-year history of massive floods as recorded in the slackwater deposits of the Kherlen River basin in Mongolia. The study area is located along the Kherlen River in Baganuur district, Ulaanbaatar. Site HL1 has a flood frequency of 89 years and an accumulation rate of 1.2 mm/y over approximately 1500 years. Site HL2 has a flood frequency of 72.2 years and an accumulation rate of 1.46 mm/y during about 700 years. The range of calculated value for flood frequency and annual accumulation rate during the period of the 10th century to the early 20th century at site HL1 is entirely different from that in other periods. It is considered that the palaeohydrological environment of the study site during that time might have been influenced by climatic change as well as geomorphological and hydrological change. Based on the results of identification of discrete flooding and age dating (137Cs and 14C), the sedimentary layers of HL1 and HL2 were divided into 4 periods (period 1: 1960–2012, period 2: 970–1960, period 3: 533–970, period 4: 427–533) and 2 periods (period 1: 1960–2012, period 2: 1290–1960), respectively. The authors suggest that the past climate of the region was greatly influenced by the East Asia summer monsoon. It is suggested that the occurrence of the large-scale floods in eastern Mongolia was influenced by the strengthening and weakening of the summer monsoon due to climate change. 

Aus China berichteten Liu et al. 2014 und Chen et al. 2015 über vorindustrielle Überflutungsphasen. Zhu und Kollegen publizierten im Januar 2017 in PNAS eine Überflutungsstudie auf Basis von Höhlentropfsteinen aus Zentralchina. Die Forscher fanden einen 500 Jahreszyklus, der eng an die El Nino/La Nina-Oszillation und solare Schwankungen gekoppelt ist. Hier die Pressemitteilung zum Paper von der University of Minnesota:

Caves in Central China show history of natural flood patterns

Researchers at the University of Minnesota have found that major flooding and large amounts of precipitation occur on 500-year cycles in central China. These findings shed light on the forecasting of future floods and improve understanding of climate change over time and the potential mechanism of strong precipitation in monsoon regions. The research is published in the Proceedings of the U.S. National Academy of Sciences (PNAS), a leading scientific journal.

“To predict how climate change will impact the future, it’s important to know what has happened in the past,” said Joshua Feinberg, a University of Minnesota associate professor of Earth Sciences and associate director of the Institute for Rock Magnetism, who collaborated on the research with his Chinese colleagues. “As the variability and intensity of storms increase in the world, we need to reevaluate what the frequency of these major storms could be,” Feinberg said. “We didn’t have the potential to develop these kinds of precipitation records for most of the world, until now. These speleothems provide more than 8,000 years of data that led us to identify with strong confidence the presence of a 500-year cycle,” he added.

The research used stalagmites collected from Heshang Cave in central China within the Yangtze River drainage. Researchers measured the magnetic properties of layered stalagmites, or columnar mineral deposits formed in caves by the growth of carbonate minerals from dripping groundwater. As they form over time, stalagmites develop annual layers of the mineral calcite, which are broadly similar to the rings of a tree. They also collect iron-rich magnetic materials within these layers, which originated in overlying soil and are transported into the cave during precipitation and flooding events. These iron-rich minerals are far less than the width of human hair in size, but produce a strong magnetic signal that can be easily measured by modern magnetometers.

Feinberg and his team analyzed the magnetic properties of the layered stalagmites and discovered more than 8,000 years of data within the materials. The magnetic data varied in such a way as to trace out a 500-year cycle of storm variation, where wetter intervals showed an increased concentration of magnetic minerals. This correlates well with the cycles of El Niño Southern Oscillation pattern and measured changes in the amount of the energy from the sun. The cycle can be used to anticipate broad precipitation patterns in the future, and provide insight on climate change in the region over time. Feinberg and his team hope to expand this work wherever possible around the globe.

With the help of the Institute for Rock Magnetism (IRM), based at the University of Minnesota, the group was able to measure the magnetic materials within the speleothems to at a higher resolution and sensitivity than previously possible. Many rocks record the direction and strength of the Earth’s magnetic field at the time of their formation. By measuring these magnetizations, researchers are able to show how tectonic plates have moved around the globe through time, as well as how the Earth’s magnetic field has varies over timescales ranging from millions of years to decades. The short-term behavior of the Earth’s magnetic field has important ramifications for satellites and satellite communication.

Postdoctoral research associates Zongmin Zhu and Mark Bourne, IRM and Department of Earth Sciences; research scientist Hai Cheng, Xi’an Jiatong University; and Shucheng Xie, Chunju Huang and Chaoyong Hu, researchers from the China University of Geosciences are co-authors of the study. The research was financially supported by the National Natural Science Foundation of China, State Key R&D program of China, and the 111 program (National Bureau for Foreign Experts and the Ministry of Education of China). The Institute for Rock Magnetism is funded by the U.S. National Science Foundation (NSF) Division of Earth Sciences Instruments and Facilities Program and the University of Minnesota. Feinberg’s research is funded by NSF-EAR1316385. To read the complete study entitled “Holocene ENSO-related cyclic storms recorded by magnetic minerals in speleothems of central China,” visit the PNAS website

Wang und Kollegen publizierten 2014 eine Flutrekonstruktion aus Taiwan und fanden einen Rückgang der Überflutungen während der Kleinen Eiszeit. Überflutungen hängen hier mit dem Taifun-Geschehen zusammen.

Wir wünschen allen dkS-Lesern ein frohes Neues Jahr 2018!

Deutscher Wetterdienst: Keine generelle Abnahme von Weißen Weihnachten in Deutschland für die vergangenen 50 Jahre feststellbar

Vor kurzem war Weihnachten. Viele Mitmenschen verbinden damit ein lustiges Schneegestöber, aus dem dann der Weihnachtsmann auf seinem Rentierschlitten auftaucht, um seine Geschenke zu verteilen. Wenn dann in Wirklichkeit weder Schneegestöber, noch Rentier, noch Weihnachtsmann erscheinen, ist die Enttäuschung groß. Sind unsere Erwartungen überhaupt realistisch? Hat es in der Vergangenheit in Deutschland stets geschneit, bevölkern riesige Rentierhorden die germanischen Wälder und gibt es den Weihnachtsmann überhaupt? Hanna Zobel vom Spiegel-Jugendmagazin Bento ging am 21. Dezember 2017 der ersten dieser Fragen nach und befragte den Deutschen Wetterdienst:

Gab es früher öfter Schnee an Weihnachten?

Klären wir das – ein für alle Mal.

Ja, ja, früher war alles besser. Vor allem an Weihnachten! Da gab’s noch richtig Schnee. [...] Aber stimmt das überhaupt? Gibt es heute wirklich seltener Weiße Weihnachten als in vorigen Jahrzehnten? Wir haben Andreas Friedrich, Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst, gefragt. [...]

BENTO: Viele Menschen haben das Gefühl, früher habe es öfter Weiße Weihnachten gegeben. Stimmt das?

DWD: “Nein. Wir haben das mal für die vergangenen 50 Jahre untersucht und können keine generelle Abnahme von Weißen Weihnachten in Deutschland feststellen. Es war schon immer ein sehr seltenes Ereignis. Die Statistik zeigt, dass es nur in zehn Prozent der vergangenen 50 Jahre Weiße Weihnachten gab.

[...]

BENTO: Also hat sich nichts verändert durch Klimawandel und Erderwärmung?

DWD: “Momentan hat sich das noch nicht so dramatisch ausgewirkt. Das liegt aber größtenteils daran, dass es in vielen Regionen Deutschlands vor 50 Jahren im Winter so kalt war, dass die durchschnittlich ein bis anderthalb Grad Erwärmung, die wir seit der vorindustriellen Zeit verzeichnen, noch nicht den entscheidenen Impuls gegeben haben.

Ganzes Interview auf Bento lesen.

Danke für die Klärung dieser oft diskutierten Frage, ein für alle Mal. Siehe auch:

Wir wünschen allen Bloglesern einen Guten Rutsch und ein gesundes, erfolgreiches 2018!

University of Toronto: Vielleicht sogar weniger Stürme durch Klimaerwärmung

Unser Thema heute: Stürme in mittleren Breiten, also dort, wo die meisten unserer Leser wohnen. Die University of Toronto meldete 2015, dass der Klimawandel wohl nicht zu mehr Stürmen führen wird, aber möglicherweise die Intensitäten veschieben könnte. Schwere Stürme könnten seltener werden. Pressemitteilung der University of Toronto:

Global warming research: strong storms to become stronger, weak storms to become weaker

University of Toronto study finds atmosphere will adapt to hotter, wetter climate

A study led by atmospheric physicists at the University of Toronto finds that global warming will not lead to an overall increasingly stormy atmosphere, a topic debated by scientists for decades. Instead, strong storms will become stronger while weak storms become weaker, and the cumulative result of the number of storms will remain unchanged. “We know that with global warming we’ll get more evaporation of the oceans,” said Frédéric Laliberté, a research associate at U of T’s physics department and lead author of a study published this week in Science. “But circulation in the atmosphere is like a heat engine that requires fuel to do work, just like any combustion engine or a convection engine.”

The atmosphere’s work as a heat engine occurs when an air mass near the surface takes up water through evaporation as it is warmed by the sun and moves closer to the equator. The warmer the air mass is, the more water it takes up. As it reaches the equator, it begins to ascend through the atmosphere, eventually cooling as it radiates heat out into space. Cool air can hold less moisture than warm air, so as the air cools, condensation occurs, which releases heat.  When enough heat is released, air begins to rise even further, pulling more air behind it producing a thunderstorm. The ultimate “output” of this atmospheric engine is the amount of heat and moisture that is redistributed between the equator and the North and South Poles.

“By viewing the atmospheric circulation as a heat engine, we were able to rely on the laws of thermodynamics to analyze how the circulation would change in a simulation of global warming,” said Laliberté. “We used these laws to quantify how the increase in water vapour that would result from global warming would influence the strength of the atmospheric circulation.” The researchers borrowed techniques from oceanography and looked at observations and climate simulations. Their approach allowed them to test global warming scenarios and measure the output of atmospheric circulation under warming conditions.

“We came up with an improved technique to comprehensively describe how air masses change as they move from the equator to the poles and back, which let us put a number on the energy efficiency of the atmospheric heat engine and measure its output,” said Laliberté. The scientists concluded that the increase in water vapour was making the process less efficient by evaporating water into air that is not already saturated with water vapour. They showed that this inefficiency limited the strengthening of atmospheric circulation, though not in a uniform manner. Air masses that are able to reach the top of the atmosphere are strengthened, while those that can not are weakened.

“Put more simply, powerful storms are strengthened at the expense of weaker storms,” said Laliberté. “We believe atmospheric circulation will adapt to this less efficient form of heat transfer, and we will see either fewer storms overall or at least a weakening of the most common, weaker storms.” The findings are reported in the paper “Constrained work output of the moist atmospheric heat engine in a warming climate” published January 30 in Science. The work was supported by grants from the Natural Sciences and Engineering Research Council of Canada.

Paper: F. Laliberte, J. Zika, L. Mudryk, P. J. Kushner, J. Kjellsson, K. Doos. Constrained work output of the moist atmospheric heat engine in a warming climate. Science, 2015; 347 (6221): 540 DOI: 10.1126/science.1257103

Das gefällt dem PIK-Institut natürlich gar nicht. Sofort schlüpfte es in die Rolle der ungeliebten Nörgeltante und gab zu bedenken, dass die Verringerung der Stürme eine höhere Gefahr von Hitzewellen nach sich ziehe. Einfach großartig dieses PIK. Als nächstes werden sie Lottogewinner davor warnen, nicht vom schweren Portmonnaie erdrückt zu werden. Eine köstliche Truppe, die sich da in Potsdam zusammengefunden hat, mit freundlicher Unterstützung der Bundesregierung. Der PIK-Fanclub verbreitete die Nachricht in Windeseile, z.B. Christopher Schrader bei der Süddeutschen Zeitung.

Klimawandel bedeutet auch die Verschiebung von Wind- und Sturmgürteln. Das war in vorindustrieller Zeit so, und auch heute. Das Weizmann Institute of Science gab hierzu am 15. November 2017 die folgende Pressemitteilung heraus:

Off Track: How Storms Will Veer in a Warmer World

Weizmann Institute of Science research uncovers the internal mechanisms driving storms toward the poles

Under global climate change, Earth’s climatic zones will shift toward the poles. This is not just a future prediction; it is a trend that has already been observed in the past decades. The dry, semi-arid regions are expanding into higher latitudes, and temperate, rainy regions are migrating poleward. In a paper that that was recently published in Nature Geoscience, Weizmann Institute of Science researchers provide new insight into this phenomenon by discovering that mid-latitude storms are steered further toward the poles in a warmer climate. Their analysis, which also revealed the physical mechanisms controlling this phenomenon, involved a unique approach that traced the progression of low-pressure weather systems both from the outside — in their movement around the globe — and from the inside — analyzing the storms’ dynamics.

Prof. Yohai Kaspi of the Institute’s Earth and Planetary Sciences Department explains that Earth’s climatic zones roughly follow latitudinal bands. Storms mostly move around the globe in preferred regions called “storm tracks,” forming over the ocean and generally traveling eastward and somewhat poleward along these paths. Thus, a storm that forms in the Atlantic off the East Coast of the US at a latitude of around 40N will reach Europe in the region of latitude 50N. Until recently, however, this inclination to move in the direction of the nearest pole was not really understood. Dr. Talia Tamarin in Kaspi’s group solved this fundamental question in her doctoral research.

Kaspi: “From the existing climate models, one can observe the average storm tracks, but it is hard to prove cause and effect from these. They only show us where there are relatively more or fewer storms. Another approach is following individual storms; however, we must deal with chaotic, noisy systems that are heavily dependent on the initial conditions, meaning no storm is exactly like another. Talia developed a method that combines these two approaches. She applied a storm-tracking algorithm to simplified atmospheric circulation models in which thousands of storms are generated, thus eliminating the dependence on initial conditions. This allowed her to understand how such storms develop over time and space, and what controls their movement.” Even such simplified models involve calculations that require several days of computation in one of the Weizmann Institute’s powerful computer clusters.

In the present study, to understand how the movement of storms may change in a warmer world, Tamarin and Kaspi applied the same method to full-complexity simulations of climate change predictions. Their analysis showed that the tendency of storm tracks to veer in the direction of the poles intensifies in warmer conditions. They discovered that two processes are responsible for this phenomenon. One is connected to the vertical structure and circulation near the tops of these weather systems. A certain type of flow that is necessary for them to grow also steers the storms toward the pole, and these flows are expected to become stronger when average temperatures rise.

The second process is connected to the energy tied up in the water vapor in such storms. In global warming, the hotter air will contain more water vapor, and thus more energy will be released when the vapor condenses to drops. “The hottest, wettest air is circulating up the eastern flank of the storm — to the northern side — and releasing energy there,” says Tamarin. “This process pushes the storm northward (or southward in the southern hemisphere), and this effect will also be stronger in a warmer climate.”

The models of climate change predict that if average global temperatures rise by four degrees over the next 100 years, storms will deviate poleward from their present tracks by two degrees of latitude. The research performed at the Weizmann Institute of Science shows that part of this will be due to the mechanism they demonstrated, and the other part is tied to the fact that storms are born at a higher latitude in a warmer world. “The model Talia developed gives us both qualitative information on the mechanisms that steer storms toward the poles and quantitative means to predict how these will change in the future,” says Kaspi. “Although two degrees may not sound like a lot, the resulting deviation in temperature and rain patterns will have a significant effect on climate zones,” he adds.