Aktuelle Alarmisten-Mode: Verkürzte Fabrstreifen

Eine 32-jährige Britin würde gerne Kinder bekommen, hat diesen Plan aber verworfen, um das Erdklima zu schützen, wie die Daily Mail am 8. Juni 2018 meldete:

Oonagh Dalgliesh is the first to admit she feels broody. She is enchanted by the idea of watching a baby grow up, of marvelling at that first crooked smile, those tentative first steps and the fledgling attempts at independence that melt most mothers’ hearts. Even so, she has decided she will never experience the joy of discovering she is pregnant. At 32, Oonagh is certainly of child-bearing age. With a well-paid job as an events manager, she is financially solvent. And for the past year, she has been in a serious relationship with a man who is longing to become a dad. ‘Humans are the greatest single driver of climate change and greenhouse gas contributions, of deforestation and the acidity of the oceans,’ she explains earnestly. ‘The only thing that will fix these problems is to have fewer people on the planet. I don’t see it’s justified to make more people than we already have. Yes, I have a maternal instinct, but I will never change my mind.’

Weiterlesen in der Daily Mail.

Die Klimasekte treibt seltsame Blüten…

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Ein besseres Verständnis der natürlichen Klimafaktoren würde auch Wetter-  und Klimavorhersagen verbessern. Judith Curry hat in ihrem Blog die neuesten Entwicklungen von El Nino-Prognosen zusammengefasst. Hier lesen. 

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Immer wieder stehen Klimawissenschaftler vor dem Problem, wie sie die großen Datenmengen effektiv und intuitiv graphisch darstellen könnten. Aktuell macht ein Farbstrichcode  zur Darstellung der Entwicklung von Durschnittstemperaturen von sich reden. Ed Hawkins zeigt Beispiele davon in seinem Blog:

Abb. 1: Temperaturentwicklung Deutschlands 1881 (links) bis 2017 (rechts). Farbskala: 6.6°C (dunkel blau) bis 10.3°C (dunkel rot). Quelle: Climate Lab Book

 

In der Tat eine schöne graphische Aufbereitung der Daten. Allerdings beschränken sich die Darstellungn wie üblich auf die letzten 130 Jahre, also die Wiedererwärmung nach der Kleinen Eiszeit. Schön wäre auch eine Darstellung der letzten 2000 Jahre, bei der sich dann die roten Bereiche mehrfach wiederholen würden, jeweils unterbrochen durch blaue Bereiche. Politisch natürlich schwer vermittelbar, daher wohl bewusst zeitlich auf die dramatisch erscheinende moderne Entwicklung beschränkt… An Daten mangelt es jedenfalls nicht. Unzählige Arbeiten haben die Temperaturentwicklung der letzten Jahrtausende detailliert rekonstruiert.

In Abbildung 2 zum Beispiel die Temperaturentwicklung Südamerikas für die letzten 1000 Jahre nach Neukom et al. 2011. Das würde ein buntes Streifenmuster ergeben!

Abb. 2: Temperaturentwicklung Südamerikas für die letzten 1000 Jahre nach Neukom et al. 2011 (obere zwei Kurven stellen die Temperatur-Anomalien dar).